Iwan S. Turgenjew Erste Liebe

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Inhaltsangabe zu „Erste Liebe“ von Iwan S. Turgenjew

Nach einem festlichen Abend schwelgt der alternde Wladimir mit zwei Freunden in Erinnerungen. Wehmütig blickt er zurück auf die Zeit seiner ersten Liebe: Betört und verführt von den Reizen der fünf Jahre älteren Zinaida, verlor er sich als Jüngling einst rettungslos in den überwältigenden Gefühlen zu der schönen jungen Frau. Zu spät erkannte er die tragische Wahrheit, denn die wirkliche Leidenschaft seiner Angebeteten galt keineswegs ihm. Iwan Turgenjews meisterhafte Novelle, 1860 erschienen, erzählt in ergreifend poetischen Bildern von der Zartheit und Unschuld, aber auch dem Schmerz erwachender Liebe. (Quelle:'Fester Einband/01.01.2009')

Turgenjew erzählt diese Liebesgeschichte wie ein Märchen - wunderschön!

— PaulaAbigail

Mit wenigen Worten und großer sprachlicher Meisterschaft skizziert Turgenjew seine Figuren.

— Barbara62

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  • Eine zeitlose russische Novelle...

    Erste Liebe

    Creed

    11. September 2017 um 18:24

    Diese autobiographisch gefärbte, 1860 erschienene Novelle erzählt von der unglücklichen Liebe eines 16-jährigen zu einer fünf Jahre älteren Frau, welche ihrerseits unglücklich in den Vater des Jungen verliebt ist und diese verbotene Leidenschaft durch zügelloses, leichtlebiges Verhalten kompensiert. Turgenjews berühmte Geschichte lebt einerseits von den einprägsamen Beschreibungen von Natur und Menschen, andererseits besonders von den psychologisch detailliert ausgearbeiteten Charakteren. Gerade wegen der beengten Möglichkeiten einer Novelle ist es erstaunlich, wie tiefgründig das Seelenleben der Protagonisten geschildert wird. Turgenjews Sprache wirkt auch in der Übersetzung kraftvoll und liest sich, gemessen am Alter der Erzählung, sehr flüssig. Fazit: Eine zeitloser, klug beobachteter Plot, der aufgrund seiner präzisen psychologischen Beobachtungen berühmt geworden ist. Als Einstieg in die Welt der russischen Literatur hervorragend geeignet.

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  • Eine zeitlose Erzählung über die Verwirrung jugendlicher Gefühle

    Erste Liebe

    Barbara62

    11. September 2015 um 08:02

    Iwan S. Turgenjew (1818 - 1883) entstammte einer russischen Adelsfamilie und gehörte zum Kreis der russischen Realisten. Ab 1855 lebte er vorwiegend im Ausland und war mit Flaubert, Mérimée und Storm befreundet. Während er in seinen Romanen ein Bild der zeitgenössischen Gesellschaft Russlands zeichnete (z. B. Väter und Söhne), wandte er sich in seinen Novellen allgemein menschlichen Themen zu. In seiner 1860 entstandenen Novelle "Erste Liebe" sitzen drei ältere Herren nach Mitternacht gemütlich beieinander. Jeder soll von seiner ersten Liebe berichten, doch nur einer hat wirklich etwas zu erzählen. Als 16-Jähriger, soeben dem letzten Erzieher entronnen, lernt Wladimir die fünf Jahre ältere Sinaida kennen, Tochter einer verarmten, heruntergekommenen Fürstin. Das schöne, kokette Mädchen umgibt sich mit einem Kreis unterschiedlichster Bewunderer, treibt mit jedem ihr Spiel, so auch mit ihm. Er durchleidet alle Seelenqualen, erlebt ein Wechselbad aus Verzweiflung und Glückseligkeit, bis er an Sinaidas verändertem Verhalten spürt, dass diese sich nun wirklich verliebt hat. Als er ihr nachspioniert, macht er eine schockierende Entdeckung ... Mit wenigen Worten und mit großer sprachlicher Meisterschaft skizziert Turgenjew seine Figuren und die Gefühlswelt eines Jungen an der Schwelle zum Erwachsenwerden.

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  • Rezension zu "Erste Liebe" von Iwan S. Turgenjew

    Erste Liebe

    Gruenente

    Wladimir erzählt seinen Freunden, wie er sich in der Jugend in Sinaida verliebt. Sie wohnte in der Nachbarschaft und war 5 Jahre älter als er. Da sie hübsch (aber arm) war, hatte sie einen ganzen Schwarm junger Verehrer um sich herum, mit denen sie nach Belieben spielen konnte. So auch mit dem ergebenen Wladimir. Bis sich Sinaida verliebte. Und zwar in Waldimirs Vater. Ein 1860 erschienener Coming-of-Age-Roman. Eine Novelle, die die Liebesnöte des jungen Mannes hervorragend beschreibt. Die Aktualität dieses Themas wird übrigens in „Salzwasser“ von Charles Simmons in einem Roman wieder aufgegriffen, der ca. 100 Jahre später spielt.

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    • 2
  • Rezension zu "Erste Liebe" von Iwan S. Turgenjew

    Erste Liebe

    Sokrates

    16. September 2011 um 09:08

    In der Novelle Erste Liebe des russischen Autors Iwan Turgenjew erzählt Vladimir Petrowitsch, mittlerweile leicht ergraut, seinen Freunden von seiner ersten großen Liebe. Das Mädchen, die fünf Jahre ältere Zinaida Alexandrowna, lernte er auf einem Urlaub kennen, wo sie in einem anderen Flügel des Gutshauses, den auch Vladimir bewohnte, einzog. Die Mutter ist eine verarmte Fürstin, die Tochter allerdings besticht durch derartige Anmut und Schönheit, dass es den damals 16jährigen Vladimir völlig durcheinander bringt. In wunderbar realistischer Weise beschreibt Turgenjew das „Gefühlschaos“, in das Vladimir das erste Mal in seinem Leben gestürzt wird. Bald muss Vladimir jedoch feststellen, dass er weder der einzige „brennende“ Verehrer ist, noch das Verhältnis der Zinaida Alexandrowna zu ihren Verehrern unproblematisch ist. Fast allen verlangt sie Liebesbeweise ab, quält sie psychisch, lässt sie ihr in ergebener Weise folgen. Und viel enttäuschender für Vladimir ist letztlich die Einsicht, dass die plötzliche Nähe der Zinaida zu ihm nicht von der Überzeugung getragen ist, ihn zu lieben – was er zunächst hofft und denkt -, sondern Zinaida lediglich Mittel zum Zweck ist, um an Vladimir’s Vater zu gelangen, in den sie sich tatsächlich verliebt hat. Ein tragisches Ende scheint vorgezeichnet... In eindrucksvoller und nicht altertümlicher Sprache – wie man bei einer 1860 veröffentlichten Novelle annehmen könnte – erzählt Turgenjew die leidenschaftliche, erste Liebe des Vladimir, in der man sich – tragischerweise – selbst ein Stück wiederfinden könnte: wer hat nicht auch eine aussichtslose, aber dennoch brennende Liebe erlebt, in vielleicht ebendiesem Alter, voller Hoffnung, dass es doch etwas wird? Turgenjew schafft es wunderbar – und das offenbar genährt aus eigenen Erinnerungen und Erfahrungen – die Situationen und Gefühle der Protagonisten zu kreieren. Mein erster Turgenjew – er macht unglaubliche Lust auf mehr! Und ich meine auch für den Einstieg in das Werk dieses „großen Russen“ die passende Lektüre.

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  • Rezension zu "Erste Liebe" von Iwan S. Turgenjew

    Erste Liebe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zwischendurch widme ich mich immer mal wieder einem Klassiker der Weltliteratur. Viele warten davon noch in meinem Bücherschrank, um gelesen zu werden. Da ich gerade nicht die Muße für einen dicken Wälzer hatte, habe ich mich für ein kleines Büchlein entschieden, für eine Novelle von Turgenjew. Die Geschichte ist schnell erzählt: drei Männer im besten Alter unterhalten sich während einer Zusammenkunft über das Thema Liebe und jeder soll erzählen, wie gerade die erste Liebe war, da diese bekanntlich etwas besonderes sein soll und allgemein angenommen wird, sie ist so bedeutend, dass man sich immer gern daran zurück erinnert. Jedoch kann lediglich einer der drei Herren von dieser "besonderen" ersten Liebe erzählen oder besser gesagt: er schreibt es auf, da es nicht zum Besten um seine Erzählkunst bestellt ist. Diesem schriftlichen Dokument der ersten Liebe des Wladimir Petrowitsch folgt die Novelle die restlichen 120 Seiten. Im Alter von 16 Jahren verbringt Wladimir gemeinsam mit seinen Eltern den Sommer in einem Landhaus. Im Nebengebäude zieht bald eine ärmliche Familie mit fürstlichem Titel ein, deren Tochter Sinaida - die einige Jahre älter ist als Wladimir - bald das Herz des jugendlichen Helden erobert. Sie selbst umgibt sich jedoch mit zahlreichen Verehrern und treibt mit jedem ihr ganz besonderes Spiel. Irgendwann jedoch verliebt sie sich selbst und lange grübelt Wladimir, wer der Glückliche sei, bis er eines Tages eine schockierende Entdeckung macht... Die Novelle ist ein zauberhaftes kleines Werk der Weltliteratur, welches schnell gelesen ist und an deren wunderbarer, nur den russischen Autoren vorbehaltenen, Wortwahl man sich für ein paar Stunden ergötzen kann.

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    • 3

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. January 2011 um 12:03
  • Rezension zu "Erste Liebe" von Iwan S. Turgenjew

    Erste Liebe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hat mich in meinem persönlichen Empfinden nicht sonderlich mitgerissen. Ist wohl so, das ich andere Erlebnisse hatte, und Vergleiche anstelle.Die Inhaltsangabe spare ich mir, die kriegt ihr ja auch, wenn ihr das Buch anklickt. Sprachlich großartig, liest sich sehr schön. Der Roman spiegelt auch die damalige Zeit und deren Konventionen wieder, aus denen sich alle Figuren nicht befreien können. ohne mit den Ihren und der gesamten Gesellschaft zu brechen, was sie dann auch nicht wollen, bzw. können. Nach meiner Deutung verkörpert die Figur der 21- jährigen Zinaida, in die sich der 16-jährige Volodja verliebt, den Hang der Menschen, vieler Menschen, das zu wollen was man nicht haben kann. Die Unerreichbarkeit, oder gerade die Unlebbarkeit der Beziehung, da sie sich in Volodjas Vater verliebt, was dem Verhängnis den Raum gibt, um eine grässliche Leidenschaft wiederzugeben in dieser Novelle. Genauso unlebbar, jedoch auf völlig andere Art, ist die Liebe des Jungen, der noch Kind ist, zu ihr. Völlig tragisch endet das dann mit dem frühen Tod der beiden Liebenden. Volodja bleibt allein zurück mit den Erinnerungen an seine erste Liebe. Strafe muss sein, harhar. Ich weiss nicht mal ob es mir gefallen hat, was ich davon mitnehme. Dumm gelaufen einfach. Konnte nicht anders kommen. Gut geschrieben, aber riss mich nicht mit. Es war irgendwie trostlos, karg. Ein Leben in der Wüste. Tagsüber verbrennt einem die Sonne, nachts friert man alleine unter den Sternen. Der Trost ist, das es allen, aber auch allen, selbst den Nebenfiguren dabei ziemlich mies erging? Keine Romanfigur hatte ihren Spass, alle wurden, auf gut deutsch angepisst. Keine Ahnung. Vllt. sind Russen für mich nichts. Turgenjew sinniert dann am Schluss noch über die Jugend, wobei ich seine Meinung nicht teile, die alles hat, hat sie das wirklich? Wieso stehen einem so viele Möglichkeiten offen, wenn man jung? Nur weil man jung ist? Sind wir nicht alle begrenzt? Kann man anderer Meinung sein als Turgenjew und seine Darstellung. Ich denke die Jugend hat viele Illusionen und Sehnsüchte, und mangelnde Lebenserfahrung, was dann mit fortschreitendem Lebensalter beseitigt wird. Das Leben ist eine Lektion, du hast es gelernt, wenn du durch bist (Ich zitiere einen Rocksong). Und ausgelernt hat man nie, nur ausgelebt. So be it :).

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    • 3
  • Rezension zu "Erste Liebe" von Iwan S. Turgenjew

    Erste Liebe

    Sokrates

    25. January 2011 um 09:59

    In der Novelle „Erste Liebe“ des russischen Autors Iwan Turgenjew erzählt Vladimir Petrowitsch, mittlerweile leicht ergraut, seinen Freunden von seiner ersten großen Liebe. Das Mädchen, die fünf Jahre ältere Zinaida Alexandrowna, lernte er auf einem Urlaub kennen, wo sie in einem anderen Flügel des Gutshauses, den auch Vladimir bewohnte, einzog. Die Mutter ist eine verarmte Fürstin, die Tochter allerdings besticht durch derartige Anmut und Schönheit, dass es den damals 16jährigen Vladimir völlig durcheinander bringt. In wunderbar realistischer Weise beschreibt Turgenjew das „Gefühlschaos“, in das Vladimir das erste Mal in seinem Leben gestürzt wird. Bald muss Vladimir jedoch feststellen, dass er weder der einzige „brennende“ Verehrer ist, noch das Verhältnis der Zinaida Alexandrowna zu ihren Verehrern unproblematisch ist. Fast allen verlangt sie Liebesbeweise ab, quält sie psychisch, lässt sie ihr in ergebener Weise folgen. Und viel enttäuschender für Vladimir ist letztlich die Einsicht, dass die plötzliche Nähe der Zinaida zu ihm nicht von der Überzeugung getragen ist, ihn zu lieben – was er zunächst hofft und denkt -, sondern Zinaida lediglich Mittel zum Zweck ist, um an Vladimir’s Vater zu gelangen, in den sie sich tatsächlich verliebt hat. Ein tragisches Ende scheint vorgezeichnet... In eindrucksvoller und nicht altertümlicher Sprache – wie man bei einer 1860 veröffentlichten Novelle annehmen könnte – erzählt Turgenjew die leidenschaftliche, erste Liebe des Vladimir, in der man sich – tragischerweise – selbst ein Stück wiederfinden könnte: wer hat nicht auch eine aussichtslose, aber dennoch brennende Liebe erlebt, in vielleicht ebendiesem Alter, voller Hoffnung, dass es doch etwas wird? Turgenjew schafft es wunderbar – und das offenbar genährt aus eigenen Erinnerungen und Erfahrungen – die Situationen und Gefühle der Protagonisten zu kreieren. Mein erster Turgenjew – er macht unglaubliche Lust auf mehr! Und ich meine auch für den Einstieg in das Werk dieses „großen Russen“ die passende Lektüre.

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