Izabela Szolc

 4.5 Sterne bei 6 Bewertungen

Alle Bücher von Izabela Szolc

Ein stiller Mörder

Ein stiller Mörder

 (4)
Erschienen am 01.03.2012
So dunkel die Nacht

So dunkel die Nacht

 (2)
Erschienen am 12.03.2013

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Rezension zu "So dunkel die Nacht" von Izabela Szolc

Mal ein etwas anderer Schauplatz
loewevor 5 Jahren

Verlagsinfo, Klappentext

“Der neue Warschau-Krimi – Anna Hwieruts zweiter Fall!

Ein Serienmörder treibt sein Unwesen in Warschau und verübt grausame Ritualmorde an jungen Frauen: Er schneidet seinen Opfern die Kehle durch und lässt sie qualvoll ausbluten. Während die ersten Toten aus dem Rotlichtmilieu stammen, ist das dritte Opfer ein Mädchen aus gutem Hause. Anna Hwierut, die noch mit den traumatischen Folgen ihres letzten Falls zu kämpfen hat, sucht fieberhaft nach einer Verbindung zwischen den Mädchen, doch die Ermittlungen führen zusehends ins Nichts … Bis unverhofft eine neue Spur auftaucht – ist ein Polizist in die Morde verwickelt?

Izabela Szolc serviert den Lesern mit Anna Hwieruts zweitem Fall einen weiteren herben Krimi und eine bittere Diagnose der polnischen Gegenwart. Lesenswert!”

ISBN:  978-3-941688-30-8

Prospero

Mein Eindruck

Dies ist der zweite Fall für Kommissarin Anna Hwierut. Nachdem mich der erste Teil “Ein stiller Mörder” wirklich gefesselt hat, konnte mich dieser Band diesmal nicht hundertprozentig überzeugen.

Anna hat sich halbwegs von dramatischen Ende des letzten Falls erholt und es sieht so aus, als ob sie auch so Stück für Stück wieder einen Draht zu Ihrem Sohn Kuba zu bekommen. Diesmal steht das private Leben von Anna eher im Hintergrund. Allerdings kann ich diesmal mit der reinen Ermittlerarbeit nicht wirklich was anfangen. Es scheint mir doch so fremd und anders als gewohnt. Vieles erscheint mir sehr abwegig und unglaubwürdig.

Anna schlägt sich tapfer, nicht nur der Fall an sich ist schwierig…nein auch ihr Chef macht ihr das Leben nicht eben leicht. Er ist der Meinung, dass Anna noch lange nicht soweit ist, ihren Dienst wieder anzutreten. So muss Anna doppelt stark sein und sich gegen zwei Seiten behaupten.

Der Schreibstil ist erneut flüssig und ansprechend, auch wenn die eine oder andere  Redewendung eher ungewöhnlich scheint. Mit 200 Seiten eignet sich dieser Kriminalroman sehr gut für “Zwischendurch”. Hier findet der Leser spannende Unterhaltung der etwas anderen Kriminallliteratur. USA, England und auch Deutschland ist uns ja bereits mordsmässig bekannt…Also warum nicht mal nach Polen schauen?

Ich denke für Krimi Vielleser sollte diese Serie eine gute Abwechslung darstellen. Wer also einfach mal über den Tellerrand lesen möchte 

Sehr gut gefallen haben mir die Ausschnitte aus den “Serienmörder Biographien”. Diese fügen sich sehr gut in das gesamte Buch ein.

Ich vergebe drei gute Sterne und bin gespannt auf einen weiteren Fall

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Rezension zu "Ein stiller Mörder" von Izabela Szolc

aussergewöhnlich
loewevor 5 Jahren

Verlagsinfo, Klappentext

“Anna Hwierut, eine dreißigjährige attraktive Blondine und alleinerziehende Mutter, ist Kriminalkommissarin in Warschau. Die Hoffnung auf eine bessere Existenz und die Flucht vor einer traumatischen Vergangenheit haben sie in die polnische Hauptstadt verschlagen, wo sie sich nun mit ihrem pubertierenden Sohn und den verrosteten Strukturen ihrer Dienststelle auseinandersetzen muss – ein Spagat zwischen Privat- und Arbeitsleben, der nur bedingt gelingt. Die parallelen Ermittlungen in zwei Mordfällen erfordern Annas volle Aufmerksamkeit und bringen zuletzt nicht nur sie, sondern auch ihren Sohn in Lebensgefahr. Ein verrückter Geigenvirtuose, ein selbstmordgefährdeter, vermeintlicher Sexualstraftäter oder ein bislang unerkannter Dritter – wer ist der stille Mörder?”

ISBN 978-3-941688-21-6

Prospero

Was ich über das Buch denke

Dies war mein zweiter polnischer Krimi. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. allerdings musste ich mich wirklich erst einige Seiten einlesen, bevor ich in den doch anderen Schreibstil eingedrungen bin. Die Autorin schreibt in knappen, präzisen Sätzen ohne viel Geschnörkel.

Ein stiller Mörder ist der erste Teil einer Trilogie in der die Kommissarin Anna Hwierut die Hauptrolle begleitet. Anna ist mir im Laufe des Falles doch sehr nah gekommen und ich bin mir sicher das ich die anderen beiden Bände auch noch lesen möchte. Alleine schon um mitzuerleben wie sich Kuba so weiterentwickelt. Auch ob Anna noch den richtigen Partner für sich finden kann erregt mein Interesse.

Zunächst fängt der Fall sehr leise an und wir erfahren parallel zum Fall auch einiges über das Privatleben von Anna. Ich mag es immer sehr gern, wenn nicht nur das blanke Auflösen eines Mordes im Vordergrund steht, sondern auch den Hauptprotagonisten ein wenig Raum eingeräumt wird. Hier hat die Autorin den gelungenen Spagat zwischen Aufklärungsarbeit und Privatleben gelandet 

Nicht so einfach für mein Lesen waren die polnischen Namen, aber da hat der Verlag eine richtig gute Lösung bereit. Der vordere Einband ist ausklappbar und enthält eine Liste der polnischen Phonethik. Dies ist wirklich mal praktisch gelöst. Man muss nicht wild blättern und kann jederzeit mal nachsehen.

Für mich gibt es nur einen klitzekleinen Kritikpunkt, der aber nicht über die Qualität des Buches entscheidet. Auf Seite 46 bedient die Autorin das Gerücht, das bei Autopsien Minzbalsam unter der Nase hilfreich wäre. Ich meine mich zu erinnern in diversen Dokumentationen eines besseren belehrt worden zu sein. Aber wer weiss es schon genau, fremde Länder fremde Sitten? 

Ich vergebe 4 Sterne

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Rezension zu "Ein stiller Mörder" von Izabela Szolc

Rezension zu "Ein stiller Mörder" von Izabela Szolc
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

„Ein stiller Mörder“ ist der erste Teil einer Trilogie um die Warschauer Kriminalkommissarin Anna Hwierut. Aktuell hat sie es gleich mit zwei Fällen zu tun. Zum einen beschäftigt sie der Fall um den Musiker Tobiasz Wieńkowski, der seine Frau getötet haben soll, zum anderen soll sie einen siebzehnjährigen Jungen suchen, der angeblich Selbstmord begehen will.
Die Protagonistin hat auch im Privatleben einige Probleme zu meistern, denn sie ist alleinerziehende Mutter ohne Kontakt zum Kindsvater. Ihr Sohn Kuba kommt gerade in die Pubertät und entdeckt seine rebellischen Seiten. So wird er nach einer Schlägerei vorübergehend von der Schule suspendiert, und Anna ist ganz froh, als er ihren Vater in Łódź besuchen möchte. Doch auch wenn sie seine Abwesenheit geniest, vermisst sie ihn schnell und man merkt, dass sie trotz aller Schwierigkeiten eine liebende Mutter ist.
Annas Gedanken schweifen immer wieder ab, so dass es manchmal schwierig ist, ihnen zu folgen. In der einen Sekunde ist sie in der Gegenwart, in der nächsten irgendwo in Erinnerungen versunken. Einerseits ist das verwirrend, doch es ist auch ein gutes Mittel, um Anna und ihre Umgebung besser kennenzulernen und einige Hintergründe zu verstehen.

Eigentlich mag ich es bei Krimis nicht so gern, wenn das Privatleben der Ermittler zu ausführlich beschrieben wird, da dann oft der Kriminalfall in den Hintergrund rückt. Hier ist das anders, denn beides steht in Zusammenhang und spielt ineinander.
Die Autorin erzählt die Geschichte sehr ausdrucksstark. Sie benutzt Vergleiche und verwebt Orte, Handlung und Personen zu einer düsteren Atmosphäre, bei der nichts aufgesetzt wirkt.

Der Handlungsort ist das winterliche Warschau. Dies erzeugt eine drückende, fast depressive Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Denn auch die Menschen, die uns begegnen, scheinen davon angesteckt zu sein. Es gibt nur wenige glückliche Momente, hauptsächlich treten die dunklen Seiten zutage. Dabei gefällt mir besonders gut, dass auch die Nebencharaktere nicht blass sind, sondern man etwas über ihr Leben, ihre Hintergründe und Gedanken erfährt. Das alles wird realistisch und ungeschönt geschildert.

Da es sich um einen polnischen Krimi handelt, kommen natürlich auch viele polnische Namen und Begriffe vor, die nicht leicht zu lesen sind. Dafür gibt es in der Innenklappe des Covers eine Übersicht über polnische Phonetik, die bei der richtigen Aussprache hilft. Ich finde die Position dieser Liste gut gelöst, da man so beim lesen nicht ständig blättern muss, sondern sie einfach ausklappen kann.

Ich habe zum ersten Mal einen polnischen Krimi gelesen und finde, dass er sehr lesenswert umgesetzt wurde. Er ist spannend und hat interessante Charaktere. Dabei sind weder die Ermittlungen noch die Privatangelegenheiten der Ermittler zu dominant, sondern werden ausgewogen behandelt. Deshalb kann ich ihn nur empfehlen und freue mich schon auf die Fortsetzungen.

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