Izabela Szolc Ein stiller Mörder

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Inhaltsangabe zu „Ein stiller Mörder“ von Izabela Szolc

Anna Hwierut, eine dreißigjährige attraktive Blondine und alleinerziehende Mutter, ist Kriminalkommissarin in Warschau. Die Hoffnung auf eine bessere Existenz und die Flucht vor einer traumatischen Vergangenheit haben sie in die polnische Hauptstadt verschlagen, wo sie sich nun mit ihrem pubertierenden Sohn und den verrosteten Strukturen ihrer Dienststelle auseinandersetzen muss – ein Spagat zwischen Privat- und Arbeitsleben, der nur bedingt gelingt. Die parallelen Ermittlungen in zwei Mordfällen erfordern Annas volle Aufmerksamkeit und bringen zuletzt nicht nur sie, sondern auch ihren Sohn in Lebensgefahr. Ein verrückter Geigenvirtuose, ein selbstmordgefährdeter, vermeintlicher Sexualstraftäter oder ein bislang unerkannter Dritter – wer ist der stille Mörder?

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    Ein stiller Mörder

    loewe

    01. July 2013 um 19:35

    Verlagsinfo, Klappentext “Anna Hwierut, eine dreißigjährige attraktive Blondine und alleinerziehende Mutter, ist Kriminalkommissarin in Warschau. Die Hoffnung auf eine bessere Existenz und die Flucht vor einer traumatischen Vergangenheit haben sie in die polnische Hauptstadt verschlagen, wo sie sich nun mit ihrem pubertierenden Sohn und den verrosteten Strukturen ihrer Dienststelle auseinandersetzen muss – ein Spagat zwischen Privat- und Arbeitsleben, der nur bedingt gelingt. Die parallelen Ermittlungen in zwei Mordfällen erfordern Annas volle Aufmerksamkeit und bringen zuletzt nicht nur sie, sondern auch ihren Sohn in Lebensgefahr. Ein verrückter Geigenvirtuose, ein selbstmordgefährdeter, vermeintlicher Sexualstraftäter oder ein bislang unerkannter Dritter – wer ist der stille Mörder?” ISBN 978-3-941688-21-6 Prospero Was ich über das Buch denke Dies war mein zweiter polnischer Krimi. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. allerdings musste ich mich wirklich erst einige Seiten einlesen, bevor ich in den doch anderen Schreibstil eingedrungen bin. Die Autorin schreibt in knappen, präzisen Sätzen ohne viel Geschnörkel. Ein stiller Mörder ist der erste Teil einer Trilogie in der die Kommissarin Anna Hwierut die Hauptrolle begleitet. Anna ist mir im Laufe des Falles doch sehr nah gekommen und ich bin mir sicher das ich die anderen beiden Bände auch noch lesen möchte. Alleine schon um mitzuerleben wie sich Kuba so weiterentwickelt. Auch ob Anna noch den richtigen Partner für sich finden kann erregt mein Interesse. Zunächst fängt der Fall sehr leise an und wir erfahren parallel zum Fall auch einiges über das Privatleben von Anna. Ich mag es immer sehr gern, wenn nicht nur das blanke Auflösen eines Mordes im Vordergrund steht, sondern auch den Hauptprotagonisten ein wenig Raum eingeräumt wird. Hier hat die Autorin den gelungenen Spagat zwischen Aufklärungsarbeit und Privatleben gelandet  Nicht so einfach für mein Lesen waren die polnischen Namen, aber da hat der Verlag eine richtig gute Lösung bereit. Der vordere Einband ist ausklappbar und enthält eine Liste der polnischen Phonethik. Dies ist wirklich mal praktisch gelöst. Man muss nicht wild blättern und kann jederzeit mal nachsehen. Für mich gibt es nur einen klitzekleinen Kritikpunkt, der aber nicht über die Qualität des Buches entscheidet. Auf Seite 46 bedient die Autorin das Gerücht, das bei Autopsien Minzbalsam unter der Nase hilfreich wäre. Ich meine mich zu erinnern in diversen Dokumentationen eines besseren belehrt worden zu sein. Aber wer weiss es schon genau, fremde Länder fremde Sitten?  Ich vergebe 4 Sterne

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  • Rezension zu "Ein stiller Mörder" von Izabela Szolc

    Ein stiller Mörder

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. July 2012 um 16:24

    „Ein stiller Mörder“ ist der erste Teil einer Trilogie um die Warschauer Kriminalkommissarin Anna Hwierut. Aktuell hat sie es gleich mit zwei Fällen zu tun. Zum einen beschäftigt sie der Fall um den Musiker Tobiasz Wieńkowski, der seine Frau getötet haben soll, zum anderen soll sie einen siebzehnjährigen Jungen suchen, der angeblich Selbstmord begehen will. Die Protagonistin hat auch im Privatleben einige Probleme zu meistern, denn sie ist alleinerziehende Mutter ohne Kontakt zum Kindsvater. Ihr Sohn Kuba kommt gerade in die Pubertät und entdeckt seine rebellischen Seiten. So wird er nach einer Schlägerei vorübergehend von der Schule suspendiert, und Anna ist ganz froh, als er ihren Vater in Łódź besuchen möchte. Doch auch wenn sie seine Abwesenheit geniest, vermisst sie ihn schnell und man merkt, dass sie trotz aller Schwierigkeiten eine liebende Mutter ist. Annas Gedanken schweifen immer wieder ab, so dass es manchmal schwierig ist, ihnen zu folgen. In der einen Sekunde ist sie in der Gegenwart, in der nächsten irgendwo in Erinnerungen versunken. Einerseits ist das verwirrend, doch es ist auch ein gutes Mittel, um Anna und ihre Umgebung besser kennenzulernen und einige Hintergründe zu verstehen. Eigentlich mag ich es bei Krimis nicht so gern, wenn das Privatleben der Ermittler zu ausführlich beschrieben wird, da dann oft der Kriminalfall in den Hintergrund rückt. Hier ist das anders, denn beides steht in Zusammenhang und spielt ineinander. Die Autorin erzählt die Geschichte sehr ausdrucksstark. Sie benutzt Vergleiche und verwebt Orte, Handlung und Personen zu einer düsteren Atmosphäre, bei der nichts aufgesetzt wirkt. Der Handlungsort ist das winterliche Warschau. Dies erzeugt eine drückende, fast depressive Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Denn auch die Menschen, die uns begegnen, scheinen davon angesteckt zu sein. Es gibt nur wenige glückliche Momente, hauptsächlich treten die dunklen Seiten zutage. Dabei gefällt mir besonders gut, dass auch die Nebencharaktere nicht blass sind, sondern man etwas über ihr Leben, ihre Hintergründe und Gedanken erfährt. Das alles wird realistisch und ungeschönt geschildert. Da es sich um einen polnischen Krimi handelt, kommen natürlich auch viele polnische Namen und Begriffe vor, die nicht leicht zu lesen sind. Dafür gibt es in der Innenklappe des Covers eine Übersicht über polnische Phonetik, die bei der richtigen Aussprache hilft. Ich finde die Position dieser Liste gut gelöst, da man so beim lesen nicht ständig blättern muss, sondern sie einfach ausklappen kann. Ich habe zum ersten Mal einen polnischen Krimi gelesen und finde, dass er sehr lesenswert umgesetzt wurde. Er ist spannend und hat interessante Charaktere. Dabei sind weder die Ermittlungen noch die Privatangelegenheiten der Ermittler zu dominant, sondern werden ausgewogen behandelt. Deshalb kann ich ihn nur empfehlen und freue mich schon auf die Fortsetzungen.

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