Jäger Helmut

 4,9 Sterne bei 13 Bewertungen

Lebenslauf

Helmut Jäger hat bisher drei Kriminalromane mit dem detektivischen Ermittler Carl Sopran veröffentlicht, ein vierter ist in Arbeit. Der Roman »Schwalbe zieht nach Süden« ist eine Geschichte ohne Tote. Bereits in seinem zweiten Krimi »Den Tod geerbt«, hat Helmut Jäger, der in der Nähe von Ravensburg lebt, seine Liebe zu Italien einfließen lassen. Seit vielen Jahren verbringt er den Sommerurlaub mit seiner Familie in der Toskana. Als Mitglied des Münchener Poetenstammtischs ist er in den Siebzigern zum Schreiben gekommen. Erst im Ruhestand hat er die Muße zum Schreiben wiedergefunden. Jetzt bedient er sich aus der reichlich gefüllten »Schublade«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jäger Helmut

Cover des Buches Schwalbe zieht nach Süden (ISBN: 9783949768279)

Schwalbe zieht nach Süden

(13)
Erschienen am 27.11.2024

Neue Rezensionen zu Jäger Helmut

Cover des Buches Schwalbe zieht nach Süden (ISBN: 9783949768279)
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Rezension zu "Schwalbe zieht nach Süden" von Jäger Helmut

HelgasBücherparadies
Eine tiefgründige Geschichte

Von einem Heimaturlaub kommt Giovannis Vater nicht mehr nach Hause, und kurz darauf bringt seine Mutter ihn in ein Klosterinternat. Diese Erfahrung lastet jahrzehntelang auf ihm. Doch als ihm ein Brief seines Cousins in die Hände fällt, trifft er schließlich einen Entschluss.Er möchte seine italienische Familie besuchen und endlich kennenlernen. Mit dem Zug macht Giovanni sich auf den Weg. Im Abteil trifft er auf die Nonne Agnes und die junge Studentin Sarah.

Giovanni Schwalbe ist ein Mann, der jahrzehntelang unter der Abwesenheit seines Vaters gelitten hat. Dieser war nach einem Heimaturlaub nicht zurückgekehrt. Jetzt begibt sich Giovanni als Rentner auf die Reise, um endlich seine Verwandtschaft kennenzulernen. Während der Zugfahrt begegnet er zwei Frauen, die ihm nicht nur ihre Geschichten erzählen, sondern ihm auch eine neue Perspektive auf sein eigenes Leben eröffnen. Die Erinnerungen, die Schwalbe während der Fahrt durchlebt, sind ein eindrucksvolles Gemisch aus Traurigkeit, Humor und einem Hauch von Sarkasmus. Diese Rückblicke gewähren einen tiefen Einblick in seine Kindheit sowie in die Last, die seine italienischen Wurzeln mit sich bringen. Es ist berührend zu beobachten, wie Schwalbe, der alles Italienische gemieden hat, durch die Begegnungen auf seiner Reise gezwungen wird, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Besonders spannend war meine Erwartung, wie sich das Kennenlernen seiner Familie gestalten würde. Das Buch hat mich bis zur letzten Seite gefesselt, und das unerwartete Ende hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Fazit: Es handelt sich um eine wunderschöne, emotionale und tiefgründige Geschichte über Identität, Verlust und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Der Erzählstil ist einfühlsam und fesselnd. Nur das Ende hat mich wirklich überrascht.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Cover des Buches Schwalbe zieht nach Süden (ISBN: 9783949768279)
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Rezension zu "Schwalbe zieht nach Süden" von Jäger Helmut

Happy-Steffi0210
Eine richtig schöne Reise nach Italien

Als mich der liebe Helmut fragte, ob ich sein Buch lesen möchte, bin ich natürlich sofort Feuer und Flamme gewesen, weil es sich so verdammt gut angehört hat. Wo ich dann auch noch erfahren habe, dass der Autor in der Nähe von mir aufgewachsen ist, wollte ich unbedingt mehr über dieses Buch erfahren und somit lag es paar Tage später in meinem Briefkasten und ich konnte es kaum abwarten mit der Geschichte zu starten. In dem Buch geht es anfangs um den zehnjährigen Giovanni Battista Schwalbe, der schon früh ohne Vater aufwachsen musste, weil dieser nach einem Heimaturlaub nicht mehr zurückkehrte, da er ein italienischer Gastarbeiter gewesen ist und dies so für sich entschied. Giovanni musste schon früh lernen, auf eigenen Beinen zu stehen vor allem dann wo er auch noch in ein Klosterinternat abgeschoben wurde, wo er überhaupt keine schöne Zeit hatte. Ich finde die Idee der Geschichte wirklich sehr gut gemacht, weil es einfach auch um Italien und das Thema Gastarbeit geht, was ich persönlich sehr wichtig und toll finde. Plötzlich Jahrzehnte später taucht ein Brief auf und der Hauptprotagonist erfährt mehr über seine Wurzeln. Mittlerweile hat Giovanni ein höheres Alter erreicht und macht sich mit dem Zug auf dem Weg in seine Heimat um die Familie seines verstorbenen Vaters kennenzulernen. Diese Zugfahrt fand ich so genial und spannend, weil in dieser Zeit man sehr viel aus der Vergangenheit erfährt. Ich mochte auch den Schreibstil sehr gerne, denn er war sehr locker, leicht, humorvoll und emotional und ich mochte die ganzen italienischen Vibes, die in dem Buch vorkamen. Für mich ist Italien und vor allem Südtirol wie eine zweite Heimat und deswegen fand ich es sehr schön, dass es um dieses Land ging und das er auf dem Weg dorthin ist, weil ich es dort sehr wunderschön finde. Im Zug lernt Giovanni auch zwei Frauen kennen, die in dieser kurzen Zeit sein Leben ganz schön auf den Kopf stellen werden und dadurch fand ich das Buch auch sehr lebendig und einzigartig. Dadurch, dass das Buch aus der Sicht des Hauptprotagonisten geschrieben wurde, ist die Geschichte so genau richtig gewesen, weil der Sprung zwischen Gegenwart und Vergangenheit richtig gut gelungen ist und man sich einfach so toll in die verschiedenen Situationen hineinversetzen konnte. Ich liebte diese Geschichte sehr und es ist auf jeden Fall wert diese zu lesen. Deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Cover des Buches Schwalbe zieht nach Süden (ISBN: 9783949768279)
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Rezension zu "Schwalbe zieht nach Süden" von Jäger Helmut

rayless75
Lesenswerte Roadstory

„So schnell gebe ich den Löffel aber nicht ab. Das Leben beginnt erst jetzt.“ Seite 78


Giovanni Batista Schwalbe, von seiner Mutter Hans genannt, begibt sich in seinen 60ern in einem Zug nach Arezzo auf eine Suche nach sich selbst. Er begegnet zwei fremden Frauen, die ihn auf seltsam vertraute Weise in seine traurige Vergangenheit begleiten. Bislang hatte Giovanni nicht viel Glück im Leben. Den Vater früh verloren, die Mutter, die ihn abschob, immer zwischen zwei Welten- der Halbitaliener, der eigentlich nichts von Italien weiß. Keine richtige Familie, keine richtige Heimat. Beziehungsunfähig und Jobs, die ihn nicht zufrieden stellen. Bis es endlich einen Hinweis auf seine italienischen Wurzeln gibt. Giovanni lernt ein wenig italienisch, lässt sich „Mut zu einem Neuanfang“ machen und begibt sich auf die Reise. Agnes und Sarah, so unterschiedlich wie nur möglich, durchbrechen mit Leichtigkeit alle über die Jahre aufgebauten Mauern und stellen genau die richtigen Fragen. Giovanni geht das ein oder andere Licht auf und springt über seinen eigenen Schatten. 

Helmut Jäger schreibt bildhaft und angenehm. Manchmal dezent, manchmal sehr klar. Er beschreibt wortgewandt, jedoch nicht ausufernd Giovannis Erlebnisse. Ich habe Giovanni und seine beiden Reisebekanntschaften gerne begleitet und das lesen der Roadstory hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das Ende kam für mich unerwartet, ich fand es gleichwohl sehr passend. Darauf einen Chianti! Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung!

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