Jérémie Guez Paris, die Nacht

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Inhaltsangabe zu „Paris, die Nacht“ von Jérémie Guez

Abraham und Goran sind Gelegenheitsdealer. Auf der Suche nach Stoff für den eigenen Bedarf streunen sie durch La Goutte d’Or im Norden von Paris. Eines Tages entdecken sie in einem Hinterzimmer einer Bar ein illegales Glücksspiel und beschließen, den Laden zu überfallen. Doch die ausgeraubten Ganoven lassen sie nicht unbehelligt davonkommen. Abraham und Goran bleibt nur die Flucht, um das Ende der Treibjagd abzuwarten.

„Paris, die Nacht“ ist Guez‘ Debüt-Roman und der erste Roman der Pariser Trilogie.

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  • Einr trostloses Leben

    Paris, die Nacht

    Havers

    04. May 2015 um 19:11

    Sollten Sie nach Paris kommen, kaufen Sie sich ein Metro-Ticket, nehmen eine Linie, die nach Norden fährt und steigen an einer der Haltestellen im 18., 19. oder 20. Arrondissement aus. Laufen Sie durch diese Viertel abseits der touristischen Highlights, die geprägt sind durch die Einwanderer aus China, dem Maghreb und Schwarzafrika und lassen Sie die ethnische und kulturelle Vielfalt auf sich wirken. Das ist die Umgebung, die den jungen französischen Autor Jérémie Guez zu seiner Paris-Trilogie inspiriert hat, von der nun mit „Paris, die Nacht“ der erste Band im Polar Verlag erschienen ist. Es ist ein schmaler Roman, dieser Erstling, nur etwas über 100 Seiten, der uns einen Einblick in das Leben der beiden Freunde Abraham „Abe“ und Goran gewährt, Gelegenheitsdealer, die durch die Gassen und Kneipen von La Goutte-d’Or im 20. Arrondissement ziehen. Sie sind auf der Suche nach gutem Stoff, sowohl für den Eigenbedarf als auch für den gewinnbringenden Verkauf an Yuppies und Studenten. Bei ihren Streifzügen entdecken sie eine Bar in Belleville, in der um große Beträge gepokert wird. Das ist für Abe und Goran die Gelegenheit mit geringem Aufwand und kleinem Risiko den großen Coup zu landen. Sie rekrutieren ihre Helfer aus dem Freundeskreis und ziehen die Sache durch. Womit sie aber nicht gerechnet haben, ist der Verräter in den eigenen Reihen, denn die lokalen Größen der Unterwelt lassen zum einen nicht mit sich spaßen und mögen es zum anderen nicht, wenn man sie ausraubt… Der Autor schildert uns die Ereignisse aus Abrahams Perspektive. Es ist ein trostloses Leben, das er führt: von Geburt an chancenlos, in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, ohne Perspektive, ohne Träume. Seiner Situation ist er sich durchaus bewusst, macht aber keine Anstalten, etwas daran zu ändern. Ist ja auch egal, denn offenbar trifft er immer die schlechtesten Entscheidungen, die ihn nur noch tiefer in die Bredouille bringen. Aber er nimmt es hin, kompromisslos und ohne Selbstmitleid, aber mit einer gewaltigen Portion Hass auf seine Umwelt, auf sich, auf seine Kumpane. Und das einzige Ventil, das er dafür findet, ist brutale, blutige Gewalt. „Paris, die Nacht“ führt uns höchst beeindruckend den Fatalismus und die Verrohung einer perspektivlosen Generation vor Augen, die von keiner Seite Unterstützung zu erwarten hat – muss man sich dann wundern, dass es immer wieder heftige Auseinandersetzungen in den Pariser Vororten gibt?

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  • Dunkle Gangsterballade.

    Paris, die Nacht

    Andreas_M_Sturm

    08. April 2015 um 09:39

    Seit seiner Geburt lebt Abraham in Paris Nord, dem Viertel der Drogendealer, Kleinkriminellen und Verlierer. Dieses Milieu prägt sein Dasein und Drogen sind der einzige Ausweg aus der ihn umgebenden Tristesse. Die Gier nach Geld treibt ihn zu einem wahnwitzigen Plan. Mit seinen Kumpanen überfällt er die wirklichen Kriminellen. Der Raubzug gelingt, doch die ausgeraubten Gangsterbosse sind nachtragend. Paris, die Nacht, ist das Psychogramm eines jungen Mannes, dessen Selbstverachtung sich in Hass auf seine Umwelt wandelt und in einer Spirale der Gewalt endet. Hart und kompromisslos ist dieses Buch, geschrieben in der besten Noir-Tradition, fesselt es den Leser ab der ersten Seite und erinnert mit seiner dunklen Atmosphäre an den französischen Gangsterfilm der 70er Jahre.

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