Die Wölfe kommen

von Jérémy Fel 
4,0 Sterne bei27 Bewertungen
Die Wölfe kommen
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Positiv (17):
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am Ende kristallisiert sich die Hoffnung auf das Gute heraus, wenn auch ein dunkler Schatten über dem Ende bleibt.

Kritisch (2):
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Sinnlose Aneinanderreihung von Episoden... brutal und uninspiriert.

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Inhaltsangabe zu "Die Wölfe kommen"

Das Virus des Bösen

Was verbindet einen Jugendlichen, der in den 70er Jahren in Kansas das Haus seiner schlafenden Eltern anzündet, einen New Yorker Stricher, der Jahrzehnte später den dreijährigen Sohn einer Kundin entführt, die Kellnerin in Indiana, die von einem grauenhaften Ereignis aus ihrer Vergangenheit eingeholt wird, und den Ehemann, der auf der anderen Seite des Atlantiks rasend vor Eifersucht seine Frau umbringt? Kapitel für Kapitel, Geschichte für Geschichte führt J. Fel den Leser hinein in ein beängstigendes Labyrinth: Im Epizentrum des von den USA bis nach Europa wabernden Bösen steht der Psychopath, eiskalte Mörder und Gangsterboss Walter Kendrick.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423261432
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:04.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Taluzis avatar
    Taluzivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: am Ende kristallisiert sich die Hoffnung auf das Gute heraus, wenn auch ein dunkler Schatten über dem Ende bleibt.
    das Böse lauert überall

    Das Böse nennt sich Walter Kendrick, der Mörder, Drogenboss und Zuhälter in San Fransico.

    Aber was verbindet ihn mit dem Jugendlichen, der in den 70er Jahren in Kansas sein Elternhaus samt Eltern anzündete, mit dem New Yorker Stricher, der einen dreijährigen Jungen entführte, mit einem Ehemann auf der anderen Seite des Atlantiks der seine Frau umbrachte und einer Kellnerin in Indiana?

    Das Buch „die Wölfe kommen“ von Jeremy Fel entführt den Leser in ein niederträchtiges Labyrinth aus Wut, Hass und Gewalt. Anfangs scheinen es viele einzelne Geschichte zu sein, die oft eins gemeinsam haben: die Albträume der Protagonisten. Aber nach und nach verknüpfen sich die losen Geschichten immer mehr zu einem gesamten Ganzen.

    Insgesamt sind es 12 Personen, die im Mittelpunkt des Bösen stehen, mal direkt beteiligt, mal hilflos ausgeliefert oder als stummer Zeuge. Das Böse zeigt sich vielfältig, mal faszinierend, mal verführend, mal abstoßend.

    Der Schreibstil ist spannend und flüssig. Anfangs wirken die Geschichten wie einzelne abgeschlossene Kapitel. Die Namen der Charaktere dienen als Kapitelüberschriften. Es dauert bis der Zusammenhang, der Charaktere untereinander deutlich wird, mal offensichtlich mal versteckter.

    Fast glaubt man gar nicht mehr an das Gute in der Welt. Aber am Ende kristallisiert sich die Hoffnung auf das Gute heraus, wenn auch ein dunkler Schatten über dem Ende bleibt.

    Ein Buch das faszinierend zu lesen ist, anfangs verwirrend, anspruchsvoll verwoben und nichts für schwache Gemüter.


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    bieberbrudas avatar
    bieberbrudavor einem Jahr
    Kurzgeschichten über die Abgründe der menschlichen Seele

    Im Episodenroman "Die Wölfe kommen" gibt uns Jérémy Fel Einblicke in die tiefsten Abgründe der Menschheit!

    Inhalt:
    Normalerweise fasse ich meine Bücher immer in eigenen Worten zusammen. Doch da es sich hier um rund ein Dutzend abgeschlossene Kurzgeschichten handelt, ist es gar nicht so einfach, die Story in wenigen Worten zu umschreiben...
    Weshalb zündet ein Kind sein Elternhaus an, in dem seine Eltern noch friedlich schlafen? Was treibt einen eifersüchtigen Ehemann zum Mord? Und was haben die unterschiedlichen Geschichten mit dem Gangsterboss Walter Kendrick zu tun?

    Meine Meinung:
    Ich muss gestehen, dass ich statt einem eher lose verknüpften Episodenroman mit einen geschlossenen Thriller gerechnet hatte. Ich hatte beim Lesen also immer wieder nach dem roten Faden und nach Gemeinsamkeiten der Geschichten gesucht...doch diese sind wie gesagt eher lose vorhanden. Zunächst war ich davon enttäuscht, aber im Nachhinein muss ich gestehen, dass der Nenner der Kurzgeschichten klar ersichtlich ist: Sie behandeln alle die Abgründe der menschlichen Natur oder spielen mit den Urängsten des Lesers!
    In seinem recht emotionslosen/neutralen Stil verstrickt sich der Autor in immer grausamere Geschichten, die praktisch allesamt böse enden. Hier geht es vor allem zum Schluss ganz schön zur Sache, sodass das Buch definitiv nichts für schwache Nerven ist!
    Da es sich um Kurzgeschichten handelt, kann der Autor natürlich nicht allzu tief ins Detail gehen und bleibt deshalb an der Oberfläche der Psyche der Jäger/Gejagten. Das ist schade, denn genau darum soll es in diesem Buch doch gehen, oder? In einem zusammenhängenden Thriller hätte er tiefer auf die Schicksale eingehen können. Oder auf die Konsequenzen der Handlungen und wie die Zurückgebliebenen damit umgehen. Weniger Geschichten mit mehr Tiefgang hätten mir also wesentlich besser gefallen.
    Nichtsdestotrotz haben mir auch die Kurzgeschichten gut gefallen und Spannung war durchweg vorhanden. Gleichzeitig gibt das Buch genügend Stoff zum Nachdenken, sodass es definitiv länger im Kopf bleibt...

    Fazit:
    Eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten über die Abgründe der menschlichen Seele: Wie weit sind Menschen bereit zu gehen? Und was treibt sie dazu? Aufgrund der kurzen Episoden wurden diese Fragen nur angeschnitten und ich hätte mir mehr Tiefgang erhofft. Aus diesem Grund vergebe ich solide 3 Sterne.

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor einem Jahr
    Urängste

    Alles beginnt mit einem Feuer – oder loderten die Flammen schon viel länger in ihm? Doch nicht nur Daryl, der vor mehreren Jahrzehnten sein Elternhaus niederbrennt, trägt Wut und Verzweiflung in sich. Jeder könnte sich getrieben fühlen, äußerliche wie innerliche Faktoren spielen dabei eine Rolle. Es ist und bleibt nur die Frage, inwiefern es diversen Charaktereigenschaften gelingt ans Tageslicht zu gelangen...

    In seinem Episodenroman setzt Jérémy Fel in jedem Kapitel eine andere Figur in den Mittelpunkt. Dem Leser ist natürlich sofort klar, dass sich mitunter Schnittpunkte zwischen den Ereignissen ergeben werden. Diese können mal nur nebensächlich, aber manchmal auf sehr konkret auftauchen. Je näher man dem Höhepunkt kommt, desto mehr ahnt man, dass noch etwas bevorsteht, was alles andere in den Schatten stellen soll. Doch wird dies gelingen?

    Spannung und Tempo stehen und fallen mit den einzelnen Episoden sowie ihren Protagonisten. Manche Geschichten werden in einer solch fesselnden Art und Weise erzählt, dass man reflexartig den Atem anhält, um keine Silbe zu verpassen. Dann aber gibt es auch zähere Passagen, bei denen das Weiterlesen nicht unbedingt flüssig vonstatten geht, man möglicherweise sogar zwischenzeitlich unterbricht. Daher ergibt sich ein nicht einheitliches Niveau, wodurch gleichzeitig der Gesamteindruck geschmälert wird.

    Die Idee, die hinter diesem Roman – ihn als Thriller zu bezeichnen, würde tatsächlich etwas zu weit gehen – steckt, bietet sehr viel Potential, das leider nicht konsequent umgesetzt werden konnte. Jérémy Fel zeichnet ein Bild diverser Persönlichkeiten, ihrer Ängste, Wünsche und Träume, aber auch der Abgründe, die sich innerhalb der menschlichen Seele auftun können. Einige Figuren sprechen den Leser sofort emotional an, andere wiederum hat man leider fast sofort wieder vergessen. So bleiben auch die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Episoden nicht immer im Gedächtnis, manches Mal muss man zurückblättern, um sich die Zusammenhänge in Erinnerung zu rufen.

    Hier zeigt sich, dass eine pfiffige Grundidee mit ordentlichem Tiefgang allein leider nicht immer ausreichend ist. Ein eher mittelmäßiges Debüt, welches aber Hinweise darauf gibt, was alles möglich ist und dass der Autor durchaus zu mehr in der Lage ist.

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    leseratte69s avatar
    leseratte69vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr spannendes und besonderes Buch
    Sehr spannendes und besonderes Buch

    Klappentext
    Das Virus des Bösen

    Was verbindet einen Jugendlichen, der in den 70er Jahren in Kansas das Haus seiner schlafenden Eltern anzündet, einen New Yorker Stricher, der Jahrzehnte später den dreijährigen Sohn einer Kundin entführt, die Kellnerin in Indiana, die von einem grauenhaften Ereignis aus ihrer Vergangenheit eingeholt wird, und den Ehemann, der auf der anderen Seite des Atlantiks rasend vor Eifersucht seine Frau umbringt? Kapitel für Kapitel, Geschichte für Geschichte führt J. Fel den Leser hinein in ein beängstigendes Labyrinth: Im Epizentrum des von den USA bis nach Europa wabernden Bösen steht der Psychopath, eiskalte Mörder und Gangsterboss Walter Kendrick.

    Der Autor
    Jérémy Fel, geboren 1979 in Le Havre, Drehbuchautor und ehemaliger Buchhändler, ist ein großer Fan amerikanischer Literatur und US-amerikanischer Drama-Serien. Sein grandioses Romandebüt ›Die Wölfe kommen‹ war für Kritik und Leser die Entdeckung der Rentrée 2015 und wurde auf dem Quais du Polar, dem größten Krimifestival Europas, mit dem »Prix Polar en Séries 2016« ausgezeichnet.

    Meine Meinung

    Story

    Schon der Klappentext, das Cover und der tolle Buchschnitt (schwarz mit Blitz) haben mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Der Autor präsentiert dem Leser 12 spannende Kurzgeschichten, die im ersten Moment eigenständig erscheinen, doch je mehr man liest, merkt man, das alle irgendwie miteinander verwoben sind. Alle Kapitel sind sehr spannend und alle handeln von der Bestie Mensch.
    Jérémy Fel präsentiert dem Leser die tiefsten Abgründe des Menschen und dieses wird sehr brutal dargestellt. Mich hat die Grausamkeit an Bücher von Richard Laymon und an Hardcore-Slasher-Romane aus dem Festa Verlag erinnert. Wer schwache Nerven hat und vor blutrünstigen und brutalen Szenen zurückschreckt, sollte das Buch besser nicht lesen. Mir jedoch hat es gefallen und ich fand, dass die Story von Seite zu Seite spannender wurde. Man sollte die Kapitel jedoch zügig hintereinander lesen, da man sonst den Zusammenhang vergessen könnte, der sich wie ein dünner roter Faden durchs Buch zieht.

    Schreibstil
    Der Autor hat einen sehr leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil. Er versteht es gekonnt Spannung aufzubauen und den Leser so zu fesseln. Den Schreibstil würde ich mit dem von Richard Laymon vergleichen, seine Charaktere und Handlungen sind teilweise genau so durchgeknallt wie bei Laymon,

    Charaktere

    In diesem Buch lernt man sehr viele Charaktere kennen, die man aber eher mit Abstand betrachtet und ihnen auch nicht wirklich nahe kommt, was der Spannung aber keinen Abbruch getan hat. Die einzigen die etwas mehr beleuchtet waren, sin Mary Beth und Scott.

    Mein Fazit


    Ich muss mich zuerst beim dtv Verlag bedanken, ohne die ich niemals auf diese spannende Buch gestoßen wäre. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, dem Gewalt und Brutalität nichts ausmacht. Das Buch ist mal was ganz anderes gewesen durch seinen einzigartigen Aufbau (zumindestens für mich). Spannung, Nervenkitzel und ein toller Schreibstil lassen den Leser nicht mehr los.
    Von mir gibt es fünf von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung.



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    Sancro82s avatar
    Sancro82vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das richtige Buch für Halloween! Viele unterschiedliche Geschichten, die unerwartet miteinander verknüpft sind. Ich fand es genial.
    Ein Thriller Puzzle der Extraklasse

    Was verbindet mehrere Personen, verstreut über mehrere Kontinente mit einem knallharten Gangsterboss in der USA? Um dies herauszufinden müsst ihr dieses Buch lesen!

    „Die Wölfe kommen“ ist ein Thriller Puzzle der Extraklasse. Über verschiedene Episoden wird man dem Rätsel, wie die Protagonisten mit dem Gangsterboss verwoben sind, immer ein Stück näher kommen bis zum ziemlich krassen Ende. Die Geschichte ist durchweg spannend geschrieben und lässt sehr tief in dunkle Abgründe blicken. Es ist definitiv nichts für schwache Nerven und Leute die kein Blut sehen können.  Ich fand dieses Buch einfach der Wahnsinn! 

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    tootsy3000s avatar
    tootsy3000vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Genial, einfach nur genial!
    Mal was ganz anderes vom Stil her, ich fand's klasse!

    Noch nie, wirklich noch nie, hab ich einen solchen Thriller gelesen. Ein Thriller, der aus zwölf scheinbar unabhängigen Kurzgeschichten besteht, welche aber doch miteinander verwoben sind. Geschickt ist dieses Labyrinth aufgebaut, führt den Leser einmal in die Richtung, einmal in die andere. Nicht immer ist klar, ob die Hauptperson Täter oder Opfer oder gar beides gleichzeitig ist. Mit seinen düsteren Einblicken in das Abartigste zu dem Menschen möglich sind, ist dieser Thriller definitiv nichts für schwache Nerven. In den Kapiteln ist das ganze Spektrum an Bosheit vertreten, das es im Reich der Homo Sapiens zu bieten gibt. Mord aus Eifersucht ist dabei das Harmloseste. Wer mit gewissen Themen in Thrillern, wenn es z. B. Kinder betrifft, nicht zurecht kommt, sollte sich wirklich gut überlegen, ob  er dem gewachsen ist, was er in diesem Thriller geboten bekommt. Auch wenn die Geschichten kurz sind, heftig, nervenaufreibend und grausam ist jede Einzelne!

    Gleich mit der ersten Geschichte geht Jérémy Fel mächtig zur Sache, zeigt das Gesicht des reinen Bösen. Man fragt sich, wie ein junger Mensch zu so etwas fähig ist. Erst glaubt man noch es ist eine Tat aus Verzweiflung, aber man merkt dann doch schnell, dass es eine Tat aus reiner Boshaftigkeit ist. Wie schwarz diese junge Seele ist, eröffnet sich erst später, welcher Psychopath sich hinter dem Gesicht verbirgt. Auch welche Auswirkungen die Person Daryl Grear auf die Menschen in seinem Umfeld und welchen Einfluss er auf jene hat, die weit, weit vom Ursprung der Geschichte entfernt wohnen, klärt sich erst allmählich, ohne dass die Person Daryl Grear in den jeweiligen Abschnitten präsent ist. Diese böse geisterhafte Macht, sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel.

    Jérémy Fel ist für diesen Debütroman 2016 in Lyon mit dem “Prix Polar en Série” – Europas größtem Krimifestival – ausgezeichnet worden. Zu recht, wie ich für mich behaupten, denn auch mich konnte er, mit seiner spannungsgeladenen Erzählkunst der etwas andere Art, überzeugen!

    Das Cover finde ich gut gewählt.  Dieses allesumfassende Schwarz, welches nur durch einen hellen Blitz durchbrochen wird, passt zur düsteren Atmosphäre, die die Kurzgeschichten auf einem Großteil der Lesestrecke vermitteln.

    Mein Fazit:

    Ein Thriller mit kaum zu übertreffender Bösartigkeit, der vor nichts zurückschreckt was an menschlichen Abgründen vorhanden ist. Schockierend, brutal, grausam, nichts für schwache Nerven, aber genial konstruiert und genial umgesetzt!

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    Fleur_de_livress avatar
    Fleur_de_livresvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein außergewöhnlicher Thriller, der düster, brutal und doch sehr facettenreich ist. Mal ein anderes Buch!
    Die Wölfe kommen

    Meinung:

    Das Cover ist schlicht und sehr düster. Die seitlichen Buchseiten sind mit einem schwarzen Buchschnitt und weißen Blitzen versehen. Das Buch wird dadurch zu einem Hingucker.

    Der Schreibstil ist flüssig, locker und punktet mit einer schnörkellosen Einfachheit, die mich einfach umgehauen hat. So einen Schreibstil habe ich sehr lange nicht gelesen. Der Autor schreibt fast emotionslos und ohne große Gefühlsduselei diese brutale, düstere und super spannende Geschichte, das man nicht anders kann, als das Buch durch zu suchten.

    Das Buch besteht aus 12 einzelnen Geschichten, die aber zum Ende hin den roten Faden zusammenfügen, da sie alle irgendwie miteinander verbunden sind. Jeder der 12 Protagonisten hat ein Erlebnis, welches grausam und manchmal auch sehr erschütternd ist. Aber genau das ist es, was dieses Buch ausmacht. Je mehr Geschichten man liest, desto größer wird das Grauen/der Horror und alles führt zu einem Täter. Dieser ist an Brutalität, Grausamkeit nicht zu überbieten.

    Das Buch zeigt einen menschliche Abgründe, die es wirklich so geben kann. Und das ist das bedrückende an diesem Buch. Es ist dem Autor gelungen, ein Labyrinth aus menschlichen Abgründen zu schaffen, welches so abartig ist, dass man es unbedingt zu Ende lesen muss.

    Fazit:

    Ein außergewöhnlicher Thriller, der düster, brutal und doch sehr facettenreich ist. Mal ein anderes Buch!

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    Katinka17s avatar
    Katinka17vor einem Jahr
    Das Böse hat viele Gesichter

    Die Wölfe kommen ist ein spannungsreicher und blutiger Thriller, welcher von Jeremy Fel geschrieben wurde.Das Buch hat 398 Seiten und ist 2017 in dtv Verlag erschienen.

    Der rote Faden, der sich durch das ganze Buch zieht ist der Tod. Der Mensch, der sich nach der Jagd schon nach seinem nächsten Opfer ausschau hält.

    Der Thriller enthält Kurzgeschichten über einzelne Charaktere, die zu einem großen ganzen zusammengehören. Der Leser begleitet Sie durch ihr Leben welches grausam, brutal, hoffnungsvoll oder schön ist. Die drei Hauptcharaktere sind Mary Beth, sie war mir von Anfang an sympathisch, Walter ein brutaler Typ und Scott. Die Nebencharaktere fügen sich mit ihren Geschichten passend ein.

    Das Buch ist nichts für schwache Nerven. Der Autor geht bei seinen Beschreibungen der Folter und des Todes äußerst detailliert vor.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Die Spannung ging nie verlohren und ich konnte flüssig lesen. Der Schluss lässt auf einen zweiten Teil hoffen.

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    calimero8169s avatar
    calimero8169vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht wirklich Fisch, nicht wirklich Fleisch - dieses Buch konnte mich so gar nicht packen, aber weglegen ging auch nicht.
    Aneinanderreihung von Abartig- und Grausamkeiten

    Inhalt

    Auf einer Farm inmitten der wogenden Weizenfelder von Kansas nimmt alles seinen Anfang. Zwölf Menschen werden in diesem grandios konstruierten Episodenroman Teil der Meute desBösen, mal selbst Raubtier, mal verfolgt von weitaus gefährlicheren Wölfen. Kapitel für Kapitel führt Jèrèmy Fel den Leser unausweichlich hinein in ein beängstigendes Labyrinth der menschlichen Niedertracht, das von den USA bis nach Europa reicht. Das Böse hat viele Gesichter. Es fasziniert, verführt, infiziert - und bleibt unberechenbar.

    Eindruck

    Der Schreibstil von Fel ist flüssig, leicht verständlich und mit Sicherheit auch spannend. Allerdings konnte er mich mit seinem Debüt nicht fesseln, was daran lag, dass die Geschichte für mich nicht homogen war, sondern aus vielen kleinen Einzelepisoden bestand, in denen die 12 Protagonisten vorgestellt werden und tiefe Einblicke in ihre Leben offenbaren. Diese Kurzgeschichten allerdings haben meinen Lesefluss extem gestört, war ich gerade mit einer Person vertraut und habe mich in sie hineingefunden, zack - da kam schon die nächste. Für mich ist "Die Wölfe kommen" weder ein Thriller noch ein Roman, da mir einfach der leitenden rote Faden fehlte. Für mich stellt es sich als eine Aneinanderreihung von Abartig-und Grausamkeiten, die alles in allem am Ende irgendwie zusammen laufen mögen.
    Definitiv drüber war für mich die Verbindung zwischen Homosexualität und daraus resultierenden Verbrechen, sowie die Pauschalthese, das ein Verbrechergen existiert.

    Fazit

    Ich konnte nicht abbrechen, weil ich ständig gedacht habe, dass es mich noch fesseln würde ABER weiterlesen wollte ich eigentlich auch nicht. So gar nicht mein Buch.

    Kommentare: 1
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    twentytwos avatar
    twentytwovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Beängstigend grausam und ungemein spannend.
    Die Wölfe kommen

    In kurzen, durchweg äußerst brutalen Episoden, werden zunächst die unterschiedlichsten Ereignisse aus dem Leben verschiedener Protagonisten beschrieben. Was anfangs zusammenhangslos erscheint, entwickelt sich immer mehr zu einer Horrorstory, die eine deutliche Verbindung zwischen den einzelnen Geschichten erkennen läßt. Erst gegen Ende, beginnt sich alles auf den Psychopathen Walter Kendrick und seine Opfer zu konzentrieren. Dieser ist nach einem einschneidenden Schlüsselerlebnis, bereits als Jugendlicher zu einem alle Grenzen überschreitenden Monster geworden, und treibt seitdem gnadenlos sein perfides Spiel.

    Fazit
    Ein ungewöhnlicher Thriller, der sich aus einzelnen Episoden zusammensetzend, recht schnell zu einer packenden Story mit Sogwirkung entwickelt.

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