Jóanes Nielsen Die Erinnerungen

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(1)
(0)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Erinnerungen“ von Jóanes Nielsen

Es war, als tauchte der Nebel die Inseln ineine eigene Welt ... Eigil Tvibur ist auf den Färöern aufgewachsen, in einem Holzhäuschen am eisblauen Fjord, inmitten von Fischern und Walfängern. Begleitet vom Schrei der Möwen, den Duft von getrocknetem Tang in der Nase, die schmalen Schafspfade entlang der steilen Klippen vor Augen. Schon seine Vorfahren hatten hier gelebt. Doch wie diese ist er immer ein Außenseiter geblieben. Liegt es daran, dass er sich vor dreißig Jahren auf den Friedhof geschlichen und einen unverzeihlichen Fehler begangen hat? Oder hat es mit seiner Familiengeschichte zu tun? Eigil beginnt nachzuforschen …

Stöbern in Romane

Der Vater, der vom Himmel fiel

Ein "Glücksgriff" in Buchform: Witzig, geistreich, einfach.nur.zum.Brüllen.komisch - und so wahr ;) 5 Sterne reichen hier nicht aus ;))

SigiLovesBooks

Underground Railroad

Eine tolle Heldin, die trotz aller Widrigkeiten nie aufgibt und immer wieder aufsteht, auch wenn es das Schicksal nicht gut mit ihr meint.

Thala

Swing Time

Eine sehr lange, gemächliche Erzählung, der streckenweise der Rote Faden abhanden zu kommen scheint. Interessanter Schmöker.

kalligraphin

Vintage

Überraschend gute und spannende Unterhaltung für jeden Blues- und Rock'n'Roll-Fan und alle die es noch werden wollen!

katzenminze

Die Geschichte der getrennten Wege

Fesselnd und langatmig, mal begeisterte mich der Roman, mal las ich quer. Ein gemischtes Leseerlebnis.

sunlight

Wie der Wind und das Meer

Liebesgeschichte, die auch einen Teil der deutschen Geschichte wiederspiegelt - mir fehlten die Emotionen

schnaeppchenjaegerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

    Mehr
    • 2951
  • Die Erinnerungen

    Die Erinnerungen
    czytelniczka73

    czytelniczka73

    20. June 2016 um 11:16

    "Popularität war vergänglich.Respekt und Würde hingegen hatten weitaus tiefere Wurzeln in der menschlichen Seele." Inhalt: "Es war, als tauchte der Nebel die Inseln ineine eigene Welt ... Eigil Tvibur ist auf den Färöern aufgewachsen, in einem Holzhäuschen am eisblauen Fjord, inmitten von Fischern und Walfängern. Begleitet vom Schrei der Möwen, den Duft von getrocknetem Tang in der Nase, die schmalen Schafspfade entlang der steilen Klippen vor Augen. Schon seine Vorfahren hatten hier gelebt. Doch wie diese ist er immer ein Außenseiter geblieben. Liegt es daran, dass er sich vor dreißig Jahren auf den Friedhof geschlichen und einen unverzeihlichen Fehler begangen hat? Oder hat es mit seiner Familiengeschichte zu tun? Eigil beginnt nachzuforschen …" Meinung: Da ich bis jetzt die Literatur von den Färöer Inseln noch nicht kannte ,war ich auf "Die Erinnerungen" sehr gespannt.Es war für mich ein kleines Experiment etwas völlig Neues auszuprobieren,leider lässt mich dieses Buch mit gemischten Gefühlen zurück. Die Geschichte beginnt leicht skurill in der Gegenwart.Egil Tvibur steht auf dem Friedhof vor dem Grab des Nationalhelden Napoleon Nolsoe.Egil hat gerade die Stadtratswahlen verloren,weil er vor Jahren eben dieses Grab geschändet hat.Sehr abrupt wird dann die Geschichte ins Jahr 1846 zurück versetzt,die Lebenszeit von Napoleon Nolsoe und der großen Masernepidemi.Ich fand die "alte" Geschichte sehr interessant,leider wird sie nicht durchgehend,sondern in Episoden erzählt.So bald ich etwas fesselnd fand,hörte es sehr unerwartet auf und die Geschichte setzte an anderen Stelle an.Dabei fehlte oft jeglicher Zusammenhang und die Handlung verliert sich oft in unnötigen,uninteressanten Details.Deswegen ist es auch nicht einfach dem Geschehen zu folgen und zu erkennen was wichtig und was unwichtig für die Geschichte ist.Die Sprache ist relativ einfach,leider an manchen Stellen unnötig vulgär und auch die vielen fremden Namen erschweren das Lesen enorm.Auch das Ende belohnt den Leser nicht fürs durchhalten,irgendwie bleibt der tieferer Sinn der Geschichte für mich verborgen.Es gab durchaus interessante Momente und Episoden ,die mich gefesselt haben,aber dazwischen fehlte einfach alles. Fazit: "Ein Roman ist voller Türen und hat seine eigene Gesetze" Nun leider sind die meisten Türen in diesem Roman nur spaltbreit offen und lassen den Leser nicht rein.

    Mehr
  • Färöische Anekdoten

    Die Erinnerungen
    serendipity3012

    serendipity3012

    Färöische AnekdotenLiteratur von den Färöer Inseln kommt eher selten nach Deutschland. Jóanes Nielsens Roman „Die Erinnerungen“ war, so ist im Buchumschlag zu lesen, in Dänemark ein Beststeller und wurde mit dem Literaturpreis der Färöer ausgezeichnet. Eine große Familiensaga wird da versprochen, ein Eintauchen in eine andere Welt. Leider, so viel gleich vorweg, kann der Roman diese Versprechungen nicht einhalten.Es sind die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts, als der Roman einsetzt und wir Eigil Tvibur begegnen. Viel erfahren wir nicht über ihn. Auf einem Friedhof ist er mit Karin verabredet, die aber nicht auftaucht. Dort befindet sich das Grab von Napoleon Nolsøe, einem ehemaligen Landeschirurg, der Mitte des 19. Jahrhunderts lebte. Eigil hatte dessen Grab in der Silvesternacht 1980 geschändet, was ihm nun, da er zum wiederholten Mal als Stadtrat kandidieren möchte, zum Verhängnis werden könnte. Diese etwas schräge Ausgangssituation ist es, die uns, die Leser, nun zurückkatapultiert ins 19. Jahrhundert, von wo aus uns verschiedene Episoden aus der Vergangenheit der Färöer erzählt werden. Eine große Masernepidemie, die viele Menschen tötete und Leid über Familien brachte, Familiengeschichten überhaupt, Geschichten darüber, was diese Menschen wann taten, aber leider zum großen Teil Geschichten, die einem nicht im Gedächtnis bleiben.Der Leser wird von Beginn an mit vielen Namen konfrontiert, mit Personen, zu denen aber jeweils nur wenige Hinweise geliefert werden, sodass man Mühe hat, sich später wieder an sie zu erinnern. Personen, die teilweise wichtig sind im weiteren Verlauf der Geschichte, und andere, die nicht wieder auftauchen werden, ein Unterschied, den man als Leser bei ihrem ersten Auftreten aber nicht erkennen kann. Anekdoten werden erzählt, ohne dass dabei in die Tiefe gegangen wäre. Die Figuren bleiben blass und farblos, mit dem Ergebnis, dass es schwierig ist, als Leser dranzubleiben, mitzufiebern. Nielsen erzählt diese Episoden einfach hintereinander weg, reiht sie einerseits aneinander und springt andererseits vor und zurück, sodass man höllisch aufpassen muss, um den Faden nicht zu verlieren, was immer schwieriger wird im Laufe des Romans. Kein großer Bogen, keine zusammenhängende Geschichte wird geliefert.„Die Erinnerungen“ ist ein seltsam blasser Roman. Eine Entwicklung bleibt aus, und es dauert lange, bis der Zeitstrang aus den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts mit den Ereignissen der Vergangenheit eindeutig verbunden wird. Hinzu kommt, dass es einige Male ganz unerwartet obszön bzw. vulgär wird, worüber man vielleicht hinwegsehen kann, allerdings geschieht dies immer so unvermittelt, dass diese Stellen irritieren.„Die Erinnerungen“ erzählt leider keine zusammenhängende Geschichte, blasse Charaktere treten auf, deren Handeln nicht immer nachvollziehbar ist, deren Schicksal einen seltsam wenig rührt. Die Frage bleibt, wieso dieser Roman in Dänemark bzw. auf den Färöern ein solcher Erfolg werden konnte. Sollte es allein die eigene Geschichte, das eigene Land sein, über das erzählt wird, das den Unterschied macht und die Leser anzieht? Lesen die Menschen in Dänemark anders? Was immer es ist, Nielsens Geschichte zerfällt in ihre Einzelteile, kann nicht fesseln, nicht unterhalten. Leider kein guter Roman.

    Mehr
    • 2
  • Es sind die Gegensätze, die diesen Roman bestimmen

    Die Erinnerungen
    Havers

    Havers

    22. March 2016 um 18:32

    Die Färöer sind eine Inselgruppe im Nordatlantik, die zwischen Norwegen, Island und den schottischen Inseln gelegen sind. Die klimatischen Bedingungen sind rau, von Sturm, Regen und Kälte geprägt. Fruchtbarer Boden ist rar, aber Gras für die großen Schafherden ist reichlich vorhanden. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass in der Vergangenheit die Mehrzahl der Färinger von der Schafzucht und dem Verkauf der Wolle lebte. Und dann ist da noch das Meer, das die Färöer umschließt, und demzufolge war und ist die Fischereiwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftszweig für die Inselbewohner. Jóanes Nielsen ist ein färöischer Schriftsteller und Autor des Romans „Die Erinnerungen“. Geboren und aufgewachsen in der Hauptstadt Tórshavn, arbeitet er nach Beendigung der Schule auf See. Seine ersten literarischen Gehversuche macht er mit Gedichtsammlungen, es folgen Essays, Novellen und Kurzgeschichten. Sein erster Roman wird 1991 veröffentlicht. „Die Erinnerungen“ ist sein vierter Roman, 2012 erhält er dafür den Literaturpreis der Färöer. Politisch wird der Autor dem linken, gesellschaftskritischen Spektrum zugeordnet, was mit Sicherheit daran liegt, dass der Fokus seines literarischen Schaffens auf dem Leben der kleinen Leute liegt. Ihre harten Lebensbedingungen, ihren Kampf ums tägliche Brot, versucht er in realistischen Beschreibungen abzubilden. So auch in „Die Erinnerungen“, einem an Umfang und Themen reichen Roman, der seinen Anfang Mitte des neunzehnten Jahrhundert hat, als eine verheerende Masern-Epidemie die Inseln heimsucht. Und natürlich trifft es wieder einmal die Ärmsten der Armen am heftigsten, bieten doch ihre katastrophalen Lebensbedingungen Krankheiten aller Art den idealen Nährboden. Die sich daraus entspinnenden Ereignisse werden als historische Komponente knapp vierzig Jahre fortgeführt. Zeitgeschichtlich befinden wir uns im zweiten großen Erzählstrang gut hundert Jahre später und begleiten den Außenseiter Eigil Tvibur auf seiner Suche nach der Wahrheit. Und dazu muss er tief in die Geschichte seiner Familie eintauchen… Es sind die Gegensätze, die diesen Roman bestimmen. Reale Personen und historisch verbürgte Ereignisse wechseln sich ab mit fiktivem Geschehen. Es geht um Armut und Reichtum, um Leben und Tod, um Gewalt und Frieden und um Liebe und Hass. Die Vielzahl der Personen, die die Handlung bevölkert, erschwert die Lektüre, da nicht immer klar ersichtlich ist, ob man sich im Bereich Fakt oder Fiktion befindet. Der Autor wechselt zwischen den Zeiten, den Handlungsorten und den Personen wild hin und her, was den Lesefluss bisweilen behindert. Und dennoch habe ich „Die Erinnerungen“ sehr gerne gelesen, merkt man diesem Roman doch an, dass er mit Herzblut geschrieben ist, dass die Sympathien des Autors immer bei denjenigen sind, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.

    Mehr