Jörg Baberowski Der rote Terror

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Inhaltsangabe zu „Der rote Terror“ von Jörg Baberowski

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion dringen Einzelheiten über das Ausmaß der Gewalt und des Schreckens in Stalins dreißigjähriger Herrschaft an die Öffentlichkeit. Allmählich werden Archive geöffnet, und das Bild der sowjetischen Geschichte wird wesentlich verändert. Es ist nunmehr unbestritten, dass der Diktator selbst den Massenterror vorantrieb. Noch vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs ließ sein Regime Millionen deportieren, ganze Völkergruppen, Hunderttausende kamen um, auch während des Kriegs und nach 1945 hörten die terroristischen Übergriffe des Regimes gegen Zivilisten und Soldaten nicht auf. Erst mit Stalins Tod 1953 nahm die Gewaltorgie ein Ende. Eine eindrucksvolle Darstellung des Stalinismus voll neuer Perspektiven.

Ein bisschen träge beim Lesen, jedoch bietet das Buch einen guten Überblick über Russland unter Stalin.

— Dorfwolf
Dorfwolf

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  • Guter Überblick

    Der rote Terror
    Dorfwolf

    Dorfwolf

    07. April 2017 um 18:27

    Das Buch gibt einen sehr guten Überblick, wie das Situationen in Russland bis zum Tode Stalins waren. Es beschreibt die Ursachen und die Folgen von Aktionen waren.


    Jedoch war es mit den vielen detaillierten Zahlenangaben ein bisschen träge beim lesen.

  • Rezension zu "Der rote Terror" von Jörg Baberowski

    Der rote Terror
    Sokrates

    Sokrates

    23. May 2012 um 21:04

    Auf sehr kritische und eindringliche Art und Weise skizziert Jörg Baberowski die Funktionsweise des Stalinismus auf lediglich rund 260 Seiten. Seine insgesamt ablehnende - persönliche - Meinung scheint an allen Stellen des Buches hervor; unterstreicht aber den sowieso dämonischen Charakter der Lenin-Bolschewismus-Stalin-Zeit. Bereits unter Lenin pervertierte das System der russischen Revolution, die Bolschewiki bereiteten schließlich Stalin den Weg und dieser etablierte eine Diktatur, die dem Hitler-System in nichts nachstand. Nebenbei erfährt man viel über die noch sehr unterentwickelte und meist agrarisch geprägte russischen Gesellschaft zu Beginn des 20. Jhs., die mit Lenin und der Russischen Revolution der Illusionen verfallen war, das Land aus der Rückständigkeit lösen zu können. - Unbedingt lesenswert, für den Laien wie für den Historiker.

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  • Rezension zu "Der rote Terror" von Jörg Baberowski

    Der rote Terror
    Thaila

    Thaila

    29. September 2010 um 11:32

    In "Der rote Terror" zeichnet Jörg Baberowski eine umfassende Geschichte des Stalinismus von den Vorbedingungen ("Innerer Kolonialismus" des Zarenreiches, Russische Revolution und Partei in den Zwanziger Jahren) bis zu Stalins Tod 1953. Der "Große Terror" von 1937/38 erscheint darin nur als eine von vielen Terrorwellen, die besonders heftig war. Anders als frühere Theoretiker des Stalinismus sieht Baberowski in der Gewalt des stalinistischen Regimes nicht als zwangsläufige Entwicklung der totalitären Herrschaft. Er erklärt gerade die fragile Herrschaft der Bolschewiki verbunden mit einem totalen Herrschaftsanspruch zur Hauptursache des Terrors. In weiten Teilen des ländlich geprägten Russlands und in den Randgebieten des Reiches verfügten die Bolschewiki, wenn überhaupt über eine oberflächige Macht. Alte Herrschaftsstrukturen des Dorfes vermochten sie nicht aufzulösen. Ebenso schleppend passte sich die russische Bevölkerung dem normierten Verhalten des sowjetischen Ideals an, was sich beispielsweise in der anhaltenden Frömmigkeit (selbst unter Parteimitgliedern) zeigt. Die eigene Ohnmacht in Verbindung mit einem Gewaltkult der stalinistischen Elite, die Barberoski auf die Gewaltkultur des russischen Bauernmileus zurückführt, aus dem Stalin und viele seine Anhänger stammten, sind in seinen Augen Hauptursache der stalinistischen Gewaltherrschaft, der Millionen Menschen zum Opfer fielen. Damit liefert Baberowski einen interessanten und überzeugenden Erklärungsansatz für den Stalinismus, auch wenn er bestimmte Aspekte (wie die ausgesprochen idealistische Loyalität vieler junger Sowjetbürger) außer Acht lässt. Baberwoski schreibt für einen Historiker ungewöhnlich klar und vor allem ansprechend. Er schäut sich nicht gelegentlich etwas bolemisch zu werden. Lenin bezeichnet er beispielsweise als "bösartigen Schreibtischtäter". Seine pointierte Ausdrucksweise machen das Buch auch stilistisch lesenswert!

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  • Rezension zu "Der rote Terror" von Jörg Baberowski

    Der rote Terror
    Ameise

    Ameise

    23. August 2008 um 13:19

    "Der rote Terror" ist für mich das ultimative Buch über den Schrecken zur Zeit des Stalinismus. Mit wissenschaftlcher Genauigkeit und Präzision berichtet Jörg Barberowski über eines der dunkelsten Kapitel der letzten 100 Jahre. Am besten gefällt mir, dass der Autor alles Reißerische außen vor lässt, vielmehr ist sein Schreibstil sachlich-kühl. Trotzdem ist das Grauen allgegenwärtig. Auch sieht man angeblich "harmlosere" Personen wie Lenin, Trotzki und Chruschtschow ab jetzt mit anderen Augen. Sehr empfehlenswert!

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