„Dämonengrab“ ist vorwiegend ein Fantasyroman (gespickt mit Horrorelementen), der anscheinend in einem Setting spielt, das über mehrere Bücher des Autors hinweg ausgebaut wurde. Vielleicht deshalb blieb mein Verlangen nach mehr Informationen über die Kultur der „Hinterwäldler“, der Lao-Ma-Anbeter, ungestillt.
Auf den ersten Seiten hatte ich gar nicht kapiert, dass es sich bei Brensacker um die Stadt einer Fantasy-Welt handelt. Erst als plötzlich seltsame Gestalten auftauchten, wurde es mir klar. Ohne den Kontext der anderen Bücher des Universums fand ich diese Wesen ein wenig irritierend.
Der größte Teil der Handlung trug sich im „Dämonengrab“ zu – ein interessanter Schauplatz, aber mit der Zeit wäre ein wenig Abwechslung auch schön gewesen. Da ich Höhlen-Horror gern habe, war ich definitiv bedient.
Am Ende (SPOILER) wurde Ordo von dem Dämon besessen und rettete die anderen, indem er den Freitod wählte (SPOILER ENDE), was ich für einen sowohl epischen als auch horrorwürdigen Abschluss hielt.
Fazit: Wenn man Schauer in labyrinthartigen Katakomben liebt und kein Problem mit ein wenig Magie hat, ist „Dämonengrab“ für zwischendurch zu empfehlen. Da der Roman Teil eines Serienuniversums ist, blieben bei mir jedoch einige Fragen unbefriedigt.
































