Eigentlich ein total schönes Bilderbuch: Möwe Vagabundus liiiiiebt den Hamburger Fischmarkt. Aber nicht alle Menschen sind so freundlich wie Fischverkäuferin Katja und Flaschensammler Bodo. Auf alle Fälle verschmutzen sie das Meer, wenigstens können Vagabundus und seine Freundin Emma so Bodo einige Flaschen bringen. Aber irgendwann kommen die Menschen gar nicht mehr, weil sie lieber vor ihren kleinen Geräten sitzen, der Müll in der Stadt stört sie auch nicht mehr. Vagabundus hat allerdings einen tollen Plan, den er mit den ganz verschiedenen Möwenarten umsetzt.
Beim "Eigentlich" habt ihr es euch vielleicht schon gedacht, jetzt kommen ein paar Einschränkungen: Es scheint mir schon sehr kulturpessimistisch, dass es die Mobiltelefone sind, die dazu führen, dass die Leute nicht mehr auf den Fischmarkt gehen. Der Fischmarkt ist nun ja auch nicht unbedingt ein idyllischer Ort, sondern schon knallhartes Geschäft, da mag Katja noch so ein weiches Herz haben. Und wenn die Menschen der der Müll vorher schon nicht gestört hat, warum soll sie urplötzlich stören, wenn die Möwen dann zusätzlich noch den aus dem Meer bringen? Gut, es soll eine Parabel sein. Aber soweit, dass der Obdachlose dann eine Unterkunft bekommt, dafür reicht es dann doch in dem märchenhaften Setting nicht.
Nett, was die Möwen uns hier zeigen, aber manches ist nicht ganz zu Ende gedacht. 4 von 5 Sternen.

















