Jörg Blech Gene sind kein Schicksal

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Inhaltsangabe zu „Gene sind kein Schicksal“ von Jörg Blech

Wir sind nicht die Marionetten unserer Gene.

Gene bestimmen unser Leben weit weniger, als wir glauben und als uns nur zu gerne suggeriert wird.

Das Mathe-Gen, das Glücks-Gen, das biologisch vorbestimmte Übergewicht: alles Mythen. Wir selbst haben den größten Einfluss auf unser Leben und unsere Gesundheit.

Tatsächlich bestimmen unsere Gene nur zum Teil unsere Geschicke. Größeren Einfluss haben Erfahrungen, Gedanken, soziale Beziehungen und Umweltfaktoren. So werden unsere Gene durch unseren Lebensstil wie Ton geknetet und geformt.

Der Bestsellerautor und Biologe Jörg Blech zeigt, wie wunderbar wandelbar unsere Gene sind und wie sehr wir selbst unser Leben und unsere Erbanlagen steuern können. Seine Schlussfolgerungen, die sich aus dem neuesten Zweig der Genforschung, der Epigenetik, ergeben, sind revolutionär und werden erstaunliche Auswirkungen auf unsere persönliche wie auch gesellschaftliche Lebensweise haben.

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  • Rezension zu "Gene sind kein Schicksal" von Jörg Blech

    Gene sind kein Schicksal

    WinfriedStanzick

    09. March 2012 um 13:19

    Die Genetik und die daran sich anschließenden Verwertungswissenschaft der Biotechnologien sind die Bereiche menschlichen Wissens und seiner Wissenschaften, die in den letzten beiden Jahrzehnten vielleicht am meisten gewachsen sind. Unzählige Hoffnungen, unter anderem auf die Heilung von bisher als unheilbar geltenden Krankheiten, haben sich diesen immer neuen Ergebnissen angeschlossen. Aber auch zum Teil gespenstische Visionen von den bald Wirklichkeit werdenden Möglichkeiten, sich gegen bestimmte Gendefekte und Krankheiten sozusagen gentechnisch impfen zu lassen und zudem die neu auf die Welt kommenden Menschenkinder entsprechend zu planen und quasi bei der Genbank zu bestellen, lassen für die Zukunft Zustände orwell`scher Qualität erwarten. Gleichzeitig hat sich, gerade auch durch die neue Disziplin der Epigenetik ( sie erforscht die Vererbbarkeit von Erfahrungen) so etwas wie ein neuzeitlicher, genetisch inspirierter Calvinismus breitgemacht, nach dem es dir eben vorbestimmt ist, wie dein Leben sich gestaltet durch deine Gene, an denen du nichts machen kannst. Schlechte Gene, schlechte Lebensaussichten. Das Ergebnis ist eine neue Haltung, die ich den Gendarwinismus nennen möchte, und die alles andere als begrüßenswert ist, wenn man seine Werte an christlichen Maßstäben versucht auszurichten. Jörg Blech, ein bekannter und erfolgreicher Autor bahnbrechender populärwissenschaftlicher Bücher ("Die Krankheitserfinder" und "Heillose Medizin") hat sich in dem vorliegenden Buch dieser neuen, durch die Gentechnik evozierten Phänomenen angenommen. Die Aufteilung seines Buches in die drei Hauptteile: I Die neue Lehre von den Genen II Die Seele III Der Körper zeigt schon die Richtung an, in die sein Denken geht. Nachdem er verständlich und nachvollziehbar dargestellt hat, was bei der "Vererbung" geschieht, geht er in den beiden folgenden Kapiteln den Fragen nach, wie während der Schwangerschaft und auch danach das Verhalten der Eltern und später unser eigenes Verhalten unser Wohlbefinden und auch unsere genetische Ausstattung prägt. Sein Fazit ist einfach, aber für die meisten Erwachsenen anspruchsvoll: wir sind nicht unseren Erbanlagen ausgeliefert, die "Gene sind kein Schicksal". Jeder Mensch kann durch entsprechendes Verhalten, durch entsprechendes Denken und die Gestaltung seines Umfeldes seine Erbanlagen und sein Leben steuern. Das heißt auch, er kann durch entsprechende Lebensführung durchaus positiv eingreifen in die Epigenetik seiner Nachfahren. Ein wichtiges Buch und ein notwendiger Zwischenruf in einer zunehmend unvernünftigen Debatte.

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