Jörg Blech Leben auf dem Menschen

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Inhaltsangabe zu „Leben auf dem Menschen“ von Jörg Blech

Der Klassiker über unsere kleinen Besiedler in einer aktualisierten und erweiterten Neuausgabe!§§Billionen putzmunterer Mikroorganismen tummeln sich auf und in unserem Körper. 90 % aller Zellen im Körper sind Einzeller, Bakterien und andere Besiedler wir sind mehr Mikrobe als Mensch. Bestsellerautor Jörg Blech erklärt unterhaltsam und klug, wer so alles mit uns lebt und warum unsere Mitbewohner so wichtig für unser Wohl sind. Für diese Ausgabe hat er seinen Klassiker Leben auf dem Menschen umfassend überarbeitet, aktualisiert und ergänzt.

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  • Rezension zu " Leben auf dem Menschen" von Jörg Blech

    Leben auf dem Menschen
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    08. December 2014 um 22:08

    Die größte Ironie stellen unwissend Reinlichkeitsfanatiker mit der Tendenz zur ausgewachsenen Zwangsneurose dar, deren Desinfektions- und Waschzwang sich zum Glück der Betroffenen nicht verwirklichen lässt. Eine gründliche Entfernung aller Keime, Mikroorganismen und Bakterien würde zu nichts geringerem als dem Tod des nunmehr blitzblanken, ehemaligen Wirts führen, da einige der kleinen Untermieter lebensnotwendig sind. Anschaulichstes Beispiel dafür bietet die Darmflora, da Stoffwechselprozesse und Verdauung ohne dezente Hilfe von mikrobakterieller Seite unmöglich wären. Auch die Haut verdankt ihren Bewohnern einiges und zeigt, wie oft symbiotische Beziehungen, anstelle von Infektionen, von den unterbewusst und ungerechtfertigt als reine Parasiten und Krankheitskeimen diffamierten Mikroorganismen ausgehen. Einen wesentlichen Faktor stellen immer das richtige Verhältnis und eine ausgewogene Balance zwischen körpereigenen und körperfremden Organismen dar. So kann die eigentlich gute Beziehung zu den Besiedlern durch Krankheit, veränderte Lebensumstände oder Ernährung in Schieflage geraten und aus den eigentlichen Nützlingen Schädlinge werden. Reine Parasiten wie Zecken, Milben, Läuse und schädliche Krankheitserreger taugen selbstverständlich besser zur Veranschaulichung der Gefährlichkeit, samt Verkauf von Medikamenten und Panikmache, als relativ langweilige Symbionten. So hat sich der Blutegel zu einer effektiven Behandlungsform gemausert und manch eine Therapieform wie die, allein bei Nennung der Bezeichnung in neue Dimensionen der Widerwärtigkeit vordringende, Stuhltransplantation heilt Krankheiten innerhalb kürzester Zeit, für die ansonsten langwierige Behandlungen mit Nebenwirkungen verursachenden Medikamenten notwendig wären. Viele unserer unsichtbaren Begleiter haben sich in Jahrmillionen auf den Menschen optimiert, was man eindrucksvoll am Besiedelungsvorgang eines Neugeborenen beobachten kann. Bei der Geburt noch steril, beginnt die Erkundung des Neulandes durch Mikroorganismen in Windeseile. Kommen zu wenig Keime an den neuen Erdenbürger, wird er genau so krank und anfällig für Allergien wie wenn er unter unhygienischen Bedingungen zu leiden hat. Genau aus dem Grund sind Desinfektionsmittel abseits von professionellen Anwendungsbereichen eher schädlich als sinnvoll, da sie nicht nur die Haut reizen, sondern gleichzeitig das natürliche Milieu zerstören und somit unter Umständen schädlichen Invasoren Tür und Tor öffnen. Ein gutes Beispiel, wozu dies führen kann sind die in Krankenhäusern und Tierfabriken immer schneller um sich greifenden multiresistenten Keime, die die Wirksamkeit neuer Antibiotika innerhalb weniger Monate aushebeln. Im Gegensatz dazu verteidigen am Menschen sesshaft gewordene Keime ihr Territorium gegen Neuankömmlinge und gewährleisten so ein natürliches Gleichgewicht. Auch biologische Reinigungsmittel arbeiten nach dem Prinzip einer angemessenen Säuberung, ohne total verheerte und entvölkerte Oberflächen zurückzulassen, und gewährleisten trotzdem Schutz. Es besteht auch Verdacht zu der Annahme, dass einige Fähigkeiten sowohl menschlicher Zellen, der DNA als auch mancher Stoffwechselfunktionen durch die Einflüsse speziell von Viren, die seit zig Millionen Jahren Veränderungen an sich selbst und ihren Wirten vornehmen, verursacht wurden. Somit könnten diverse, nützliche Eigenschaften, die das Überleben oder überhaupt die evolutionäre Entwicklung bis zum Menschen hin ermöglichten, nur durch die unsichtbare Intervention der kleinen Helferlein möglich geworden sein. Konkretere Verdachtsmomente bis hin zu Auflösungen der Rätsel werden von den Genetikern und Biochemikern der Zukunft offeriert werden. Aber allein die Vorstellung, wie viel unter Umständen durch bewusstseinlose, nur einer zu erahnenden Programmierung gehorchenden Lebensformen bewirkt wurde, ist fantastisch. Und welche Möglichkeiten sich eröffnen werden, diese bisher von selbst ablaufenden Prozesse gezielt zu steuern und damit Synergieeffekte für Wirt und Bewohner zu generieren. Oder zumindest für den Wirt.

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  • Rezension zu "Leben auf dem Menschen" von Jörg Blech

    Leben auf dem Menschen
    Cam

    Cam

    25. April 2010 um 13:10

    Super interessantes Buch sollte man einmal lesen. Das Buch ist für Laien geschrieben und stellenweise geradezu spannend. Mancher Ratschlag nicht zu übertrieben waschen, Zähne putzen, wird vernünftig erklärt. Man soll bewusst mit seinen Bakterien leben. Ein Eingriff in mein Biotop. Es macht Spaß das Buch zu lesen!

  • Rezension zu "Leben auf dem Menschen" von Jörg Blech

    Leben auf dem Menschen
    Camposolensis

    Camposolensis

    02. March 2008 um 11:52

    Ich bin auf dieses Buch bei einem Seminar über Schimmelpilze aufmerksam gemacht worden. Zwar mehr als Kuriosität - aber ich war begeistert. Die einzelnen Fakten mögen ja teils schon lange bekannt sein, aber die umfassende Behandlung des Themas und die lockere Schreibweise machen dieses Buch zu einem echten Lesevergnügen.