Dichter beschimpfen Dichter

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Inhaltsangabe zu "Dichter beschimpfen Dichter"

Jörg Drews, Hg.:

Dichter beschimpfen Dichter.
Erweiterte Neuausgabe.

„Die ultimative Sammlung aller Kollegenschelten.“ Süddeutsche.

Es gibt Berufe, da zählt es zum guten Ton, nicht über die Kollegen der eigenen Profession herzuziehen. Nicht so bei Schriftstellern. Sie halten mit kritischen Urteilen zu den Werken ihrer Mitbewerber selten hinter dem Berg, ja, es ist ihnen sogar ein Hauptvergnügen, mit Hingabe an einer möglichst treffenden Invektive zu feilen. Großmeister dieser Gattung sind zweifelsohne u.a. Georg Christoph Lichtenberg, Gottfried Benn, Arno Schmidt und Eckhard Henscheid. Der Literaturwissenschaftler und Publizist Jörg Drews hat die bösartigsten und glänzendsten literarischen Sotissen von der Antike bis zur unmittelbaren Gegenwart zu einem Kompendium zusammengestellt - eine kleine Literaturgeschichte der ganz besonders unterhaltsamen Art.

„Er hat eine neue Mätresse? Unmöglich - bei dem schläft doch nur das Publikum.“ Cocteau über Anouilh

„Der Böll war als Typ wirklich Klasse.
Da stimmten Gesinnung und Kasse.
Er wär’ überhaupt erste Sahne,
wären da nicht die Romane.“
Robert Gernhardt über Heinrich Böll

„Er manikürt seine Gedichte.“
Else Lasker-Schüler über Stefan George

„Es ist ein Jammer, dass viele Bücher gegen Ende abfallen. Bei ‚Hundert Jahre Einsamkeit‘ zum Beispiel: 80 Jahre hätten es auch getan.“
Borges über Gabriel García Márquez

„Sehr nett zu lesen (sehr nett zu vergessen).“
Arno Schmidt über Heine

„Wer es auf sich genommen hat, die fast 2.000 Seiten ‚Jahrestage‘ zu Ende zu lesen, der hat auch das Recht, seine Eindrücke in einem Wort zusammenzufassen: Schnüss. Und in drei: Ein verblendeter Unfug.“
Eckhard Henscheid über Uwe Johnson

„‚Ein Sommernachtstraum‘, ein Stück, das ich noch nie gesehen habe und auch nie wieder sehen werde, denn es ist das geschmackloseste, lächerlichste Zeug, das ich mein Lebtag gesehen habe. Einige hübsche Tänze und ein paar hübsche Weiber waren das einzige, was mir Vergnügen machte.“
Samuel Pepys über Shakespeares Sommernachtstraum

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783861505808
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:270 Seiten
Verlag:Zweitausendeins
Erscheinungsdatum:01.08.2006

Rezensionen und Bewertungen

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    haraldvor 11 Jahren
    Rezension zu "Dichter beschimpfen Dichter" von Jörg Drews

    Als Motto kann ein Zitat aus diesem Buch dienen: alle Schriftsteller sind schlecht (Herbert Achternbusch).Manchmal ist dieser Humor beissend, aber trotzdem – Humor. Und der Humor ist in diesem Buch dem Januskopf – mit zwei Gesichtern – ähnlich: mit einem lächelndem und einem ernstem Gesicht.

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    flutedevoixvor 11 Jahren
    Rezension zu "Dichter beschimpfen Dichter" von Jörg Drews

    Eine sehr interessante Sammlung von Äußerungen bekannter und weniger bekannter Literaten über ihre Kollegen. Wieder einmal zeigt sich, daß Genies oft auch nur Menschen sind, die ihren Kollegen den Erfolg neiden. Wie bei vielen Sammlungen von Kommentaren bleibt auch hier festzustellen, daß durchaus Längen vorhanden sind oder wenig aussagekräftige Statements aufgenommen wurden. Insgesamt aber eine sehr aufschlußreiche Sammlung!

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    Katja
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    Wortwandler
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    chrisab2007
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