Jörg Färber

 4 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor*in von Das Leipzig-Kochbuch, Fit wie die Feuerwehr! und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Jörg Färber machte seine Ausbildung zum Koch in Leipzig. Nach dem Mauerfall reiste er – ohne ein Wort italienisch zu sprechen – in die Toskana, um in einem Zwei-Sterne-Restaurant zu arbeiten. Es folgten Stationen in Mallorca, Kanada, Hawaii ... Zurück in Leipzig begann er mit 28 eine Ausbildung bei der Feuerwehr. Heute ist er Feuerwehrmann und Notfallsanitäter. Als wettkampferprobter Schwimmer weiß er zudem, wie wichtig die Ernährung für die Fitness ist. Und als Sachsen liegt ihm die Küche seiner Heimat natürlich besonders am Herzen.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Sächsisches Allerlei (ISBN: 9783959619899)

Sächsisches Allerlei

(1)
Neu erschienen am 05.06.2026 als Gebundenes Buch bei Christian.

Alle Bücher von Jörg Färber

Cover des Buches Sächsisches Allerlei (ISBN: 9783959619899)

Sächsisches Allerlei

(1)
Erschienen am 05.06.2026
Cover des Buches Das Leipzig-Kochbuch (ISBN: 9783897986701)

Das Leipzig-Kochbuch

(0)
Erschienen am 13.03.2024
Cover des Buches Fit wie die Feuerwehr! (ISBN: 9783959617956)

Fit wie die Feuerwehr!

(0)
Erschienen am 03.03.2023
Cover des Buches Grüne Hausmannskost (ISBN: 9783833883606)

Grüne Hausmannskost

(0)
Erschienen am 04.06.2022

Neue Rezensionen zu Jörg Färber

Cover des Buches Sächsisches Allerlei (ISBN: 9783959619899)
Jasikas avatar

Rezension zu "Sächsisches Allerlei" von Kristina vom Dorf

Jasika
Kulinarische Brücke zwischen Heimat und Erinnerung

Wenn ein Kochbuch nicht nur Rezepte, sondern auch Geschichten erzählt, dann bekommt es eine ganz besondere Tiefe. „Sächsisches Allerlei – Kulinarische Entdeckungen von der Oberlausitz bis ins Erzgebirge“ von Kristina vom Dorf und Jörg Färber gehört für mich genau in diese Kategorie. Es schlägt eine Brücke zwischen Küchenklassikern, regionaler Kultur und persönlichen Erinnerungen, die auch bei mir sofort lebendig wurden. Meine Oma stammte aus dem Erzgebirge, ich selbst komme aus Sachsen-Anhalt und lebe inzwischen in Baden-Württemberg – ein kunterbunter Küchenmix also, in dem die sächsische Küche immer ihren Platz hatte.

Das Buch will bewusst mehr sein als eine reine Rezeptesammlung. Neben kulinarischen Klassikern kommen auch bekannte Persönlichkeiten aus Sachsen zu Wort, etwa Stefanie Hertel oder die Autorin Sabine Ebert. Dadurch entsteht ein lebendiges Bild, das über den Tellerrand hinausführt. Man erfährt nicht nur, wie Gerichte zubereitet werden, sondern auch, welche Geschichten, Traditionen und Erinnerungen damit verbunden sind.

Viele Rezepte weckten bei mir Kindheitserinnerungen. „Tote Oma“ etwa – damals schmeckte mir die Blutwurst, weil ich noch gar nicht wusste, was es war. Heute ist es nichts mehr für mich, aber interessant ist, dass das Buch eine Variante mit Grützwurst und Leberwurst anbietet. Überhaupt gefällt mir, dass die Autoren häufig moderne Abwandlungen präsentieren, die altbekannten Gerichten neuen Pfiff verleihen. Ein Beispiel sind die Streuselkuchen-Cupcakes mit Puddingfüllung – eine charmante Weiterentwicklung des klassischen Kuchens. Für mich persönlich spannender als „Tote Oma“ sind Rezepte wie diese, die Tradition und Moderne miteinander verbinden.

Auch Hauptgerichte wie Dicke Nudeln mit Wurstgulasch oder Desserts wie Quarkkäulchen sind für mich Highlights. Letztere sind fest mit meiner Familie verbunden, weil es sie bei uns immer dann gab, wenn Kartoffelbrei vom Vortag übrig war. Eine kleine Resteverwertung, die zur Delikatesse wurde – und genau solche Rezepte geben dem Buch eine sehr persönliche Note.


Besonders gelungen finde ich die kleinen Reportagen, die zwischen den Rezepten eingeschoben sind. Sie erklären Hintergründe, wie bei der Eierschecke, die offenbar tatsächlich nur in Ostdeutschland bekannt ist. Auch das Kapitel zum Erzgebirge mit dem traditionellen Weihnachtsgericht „Neinerlei“ hat mir gefallen. Hier zeigen die Autoren eine moderne Variante, die schneller auf dem Tisch steht, ohne die Tradition aus den Augen zu verlieren. Ebenso originell: der Winterapfelstollen aus dem Glas – perfekt als Mitbringsel in der Adventszeit. Wenn dann noch vom „Weihnachtswunderland Sachsen“ erzählt wird, steigt bei mir sofort die Lust, die Region wieder einmal zu bereisen.


Die Bandbreite an Rezepten ist groß, weil die kulinarische Vielfalt Sachsens von Region zu Region unterschiedlich ist. Ob Leipzig, Dresdner Elbland, Oberlausitz, Chemnitz-Zwickau, Sächsische Schweiz, Erzgebirge oder Vogtland – jede Gegend hat ihre eigenen Spezialitäten, die hier modern interpretiert präsentiert werden. Dadurch ist das Buch gleichermaßen für alteingesessene Sachsen spannend wie auch für Zugezogene oder Neugierige, die sich ein Stück sächsischer Heimat in die Küche holen möchten.


Die Rezepte sind im Buch nach klaren Rubriken gegliedert, was die Orientierung angenehm einfach macht:


Vorspeisen

Suppen und Eintöpfe

Hauptgerichte

Desserts


Am Ende bleibt für mich der Eindruck eines Kochbuchs, das weit mehr ist als eine Sammlung von Gerichten. Es ist eine kulinarische Reise durch Sachsen, die Erinnerungen wachruft, Traditionen bewahrt und dabei offen für Neues bleibt. Wer neugierig auf regionale Küche ist und gleichzeitig Geschichten aus dem Land kennenlernen möchte, wird hier fündig.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

3 Bibliotheken

Listen mit dem Autor*in

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks