Jörg Fauser Der Strand der Städte – Blues für Blondinen

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Inhaltsangabe zu „Der Strand der Städte – Blues für Blondinen“ von Jörg Fauser

»Leben ist nicht alles, Leben ist nichts, wenn es nicht Rebellion ist.« In Band 8 sind erstmals Jörg Fausers zu Lebzeiten erschienene Artikel, Essays, Reportagen und Kolumnen versammelt. Neben Essays zur populären Kultur und zu seinen schriftstellerischen Vorbildern beschreibt er die Wirklichkeit der 1970er Jahre in Deutschland einsichtig und mit bestechender Aktualität.
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    Der Strand der Städte – Blues für Blondinen
    Duffy

    Duffy

    02. July 2016 um 09:52

    ... noch schreiben können? So oft, wie diese Frage geseufzt wurde, kann man gar nicht mit dem Kopf schütteln. Tatsache ist, dass Fausers Arbeiten, egal welcher Abteilung sie auch angehören, einen einzigartigen Stellenwert in diesem Land einnehmen. Und das wirklich noch keiner von der Sorte nachgewachsen ist. Das Fausers Kerngeschäft der Journalismus war, wissen die nicht, die ihn auf den "Schneemann" reduzieren, doch seine Artikel und Reportagen waren von einer Lebendigkeit, die dem, was heute als Journalismus bezeichnet wird, haushoch überlegen sind. Fauser beschrieb seine Objekte nicht nur, sondern machte sie greifbar, unterlegte sie mit der dringenden Stimme, die nicht nur Neugier ausdrückt, sondern Antworten fordert. Er recherchierte, und das unterschied ihn von vielen seiner heutigen Kollegen, nicht nur gründlich, sondern stellte seine Ergebnisse auch in den passenden Kontext. In seinen Kolumnen wies er sich als ausgezeichneter Kenner seiner Inhalte aus, mit beißender Direktheit legte er Finger auf Wunden und kam immer zum Punkt, ließ den Leser teilhaben und öffnete ihm neue Sichtweisen und Ansätze. Dabei blieb er immer schonungslos, aber nie verletzend.Diogenes hat 2009 eine Werkausgabe auf den Markt gebracht, die Fausers Arbeit großartig dokumentiert. Der hier besprochene Band 8 enthält seine Reportagen, Kolumnen und Artikel, sowie im Teil "Blues für Blondinen" seine Arbeiten über seine schriftstellerischen Vorbilder, ebenfalls ganz in Fauser-Manier, individuell und mit Ecken und Kanten.Wer von Fauser begeistert ist, hat ohnehin schon die Werkausgabe, die man nur wärmstens empfehlen kann. Wer diese Investition scheut und sich für den Journalisten interessiert, ist mit diesem Band bestens bedient.

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