SCHNITTERGARN

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Diese Anthologie liefert den Beweis: Der Tod ist eben auch nur ein Mensch!

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Ein ernstes Thema komplett neu verarbeitet. Ich bin begeistert.

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Inhaltsangabe zu "SCHNITTERGARN"

Der Leseratten Verlag spezialisiert sich immer mehr auf Anthologien mit lustiger Fantastik. Nun ist der Schnitter, Gevatter Tod, der Sensenmann die Hauptfigur von 22 Geschichten, die von Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum erschaffen worden. Mit Stories rund um den Mann mit der Sense soll der Alltag und das Leben der Figur einmal näher beleuchtet werden, die von vielen einfach nur verkannt wird. Denn der Tod ist irgendwie auch nur einer, der seinen Job zu machen hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945230343
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Leseratten Verlag
Erscheinungsdatum:16.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Die_Schnurrbliotheks avatar
    Die_Schnurrbliothekvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Diese Anthologie liefert den Beweis: Der Tod ist eben auch nur ein Mensch!
    Klappe zu, Affe tot!

    22 Autoren, 22 Geschichten, eine Hauptfigur: Der Tod.

    Ja, genau der. Der mit Kapuze, Sense und Knochengrinsen. Der, dem man im normalen Leben tunlichst aus dem Weg gehen möchte. Der, der sich noch an jeder Katze neunmal die Zähne ausgebissen hat. Doch was macht dieser modische Kuttenträger, wenn er mal keine notgeilen Teenager in amerikanischen Horrorfilmen auf kuriose Art und Weise abnibbeln lässt? Und was passiert eigentlich danach, gesetzt dem Fall, man gibt selbst den Löffel ab? Die Anthologie „Schnittergarn“, erschienen im Leseratten Verlag, liefert ausführliche – und überaus unterhaltsame – Antworten auf diese Fragen.

    ~ Cover ~

    Zugegeben, das Cover ist nicht ganz mein Fall. Verspieltheit und knochiger Witz passen jedoch zu Genre und Thema. Und Menschen, die der Meinung sind, dass nur ein totes Einhorn ein gutes Einhorn ist, werden es bestimmt lieben! Mir persönlich ist es etwas too much, zu bunt, zu verspielt für den ehrwürdigen Gevatter Tod … wobei diese Einstellung nach der Lektüre schon etwas ins Wanken geriet :D


    ~ Inhalt ~

    Mit viel schwarzem Humor widmen sich die 22 Autoren dem Thema Tod in all seinen Facetten. Was einen Großteil der Geschichten verbindet: Die Bürokratie im Jenseits. Der Tod, ein Büroangestellter wie Hinz & Kunz? Jap, irgendwie schon. Der Tod ist anscheinend auch nur ein Mensch und vor Papierkram, Burn Out, übereifrigen Kollegen, nervigen Klienten, einem herrischen Boss und sinnfreien Fortbildungen nicht gefeit. Der arme Kerl, ich würde auch meine Kutte an den Nagel hängen wollen! Abgesehen davon, dass für viele Autoren die Bürokratie nach dem Tod weiterzugehen scheint (gruselige Vorstellung, oder?) erlebt der Tod in jeder Geschichte ein ganz eigenes Abenteuer.

    Mir haben durchweg alle Geschichten gefallen und ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. Das sensible Thema wird mit Humor, aber in manchen Geschichten auch mit viel Herzwärme verpackt. Wie bei jeder Anthologie hat man natürlich seine persönlichen Highlights, die ich euch nicht vorenthalten will:

    Gleich die ersten beiden Geschichten von Jörg Fuch Alameda und Lea Baumgart fand ich sehr einfühlsam geschrieben, mit genau der richtigen Prise Humor. Geschichten, bei denen ein Auge lacht, während das andere ein Tränchen wegdrückt – gerade wenn man selbst mit Verlusten oder der Angst davor zu kämpfen hat. Auch die Geschichte von Torsten Low fand ich grandios – die Vorstellung, dass selbst Tod und Teufel mal in Selbstzweifeln versinken und gemeinsam ein paar Bierchen zischen ist sehr beruhigend :D Aber auch Laurence Horn und Alisha Pilenko konnten mich mit ihren Geschichten vollends überzeugen: Getreu dem Motto 'Pack schlägt sich, Pack verträgt sich' lieferte erstere eine geniale Idee, während ich die Protagonisten und das Setting von letzterer einfach klasse fand. Bitte 200 Seiten mehr davon. Bitte. Danke.


    ~ Fazit ~

    „Schnittergarn“ ist eine durch und durch tote … ähm gelungene Anthologie! Auf 400 Seiten erlebt man den Tod von ganz unerwarteter Seite. Die Geschichten sind durchweg unterhaltsam, ich habe mich bei keiner einzigen zu Tode gelangweilt. Zum Abschied bleibt nur zu sagen: Vielen lieben Dank an den Leseratten Verlag und das Rezensionsexemplar, vielen lieben Dank an 22 Autoren und ihre Geschichten und – ich muss es an dieser Stelle einfach mal sagen, denn vielleicht hört er zu – danke auch an dich, lieber Tod. Du machst es uns nicht immer einfach, aber du hast eben auch dein Päckchen zu tragen. Oder deine Sense. Oder beides.

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    Fuchsiahs avatar
    Fuchsiahvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ernstes Thema komplett neu verarbeitet. Ich bin begeistert.
    Die Anthologie des Todes

    22 Kurzgeschichten mit dem Hauptthema: Tod.
    Als ich den Klappentext gelesen habe, musste ich schmunzeln: I bims, der Tod? Ok, alles klar, ich hing an der Angel, auch wenn mich das Cover selber nicht ganz so anspricht. Ich bin nicht der größte Fan von Zeichnungen auf Covern, aber der Inhalt überzeugte mich dafür umso mehr.
    Für viele ist der Tod etwas, vor dem man Angst haben muss, denn man weiß nicht, was danach kommt.
    Wird man wiedergeboren? Gibt es Himmel und Hölle? Wie ist der Tod? Was passiert mit mir danach?
    All das sind Fragen, die sich wohl jeder von uns irgendwie schon ein Mal gestellt hat.
    Hatte ich dementsprechend meine Bedenken, als ich den Klappentext gelesen habe? Bedenken, dass das Thema vielleicht zu locker gesehen, es zu sehr auf die Schippe genommen wird? Ja, das hatte ich.
    Waren diese Sorgen unbegründet? Auch wieder ja.
    Auf humorvolle und doch ernste Weise werden hier die Möglichkeiten nach dem Tod durchgespielt. Jede einzelne der Kurzgeschichten so gewählt, dass man immer wieder das Gefühl hat, eine neue Facette des Todes kennenzulernen. Der Tod, der unabsichtlich jemanden tötet, weil er die Schrift seines Angestellten nicht lesen kann? Die Totenwelt, geteilt in Männer, Frauen, Jungen und Mädchen? Der Tod, der seine Sense überfährt und den Führerschein machen muss, um hipp zu sein?
    All das und noch viel mehr erwartet den Leser auf mehr als 400 Seiten.
    Viele der Kurzgeschichten haben mich wirklich von sich überzeugen können.
    Es waren allerdings auch ein, zwei Stück dabei, die zu sehr auf Hipster machen wollten mit: Aalter. Das konnte mich leider nicht so wirklich überzeugen.
    ABER: Auch das ist immer Geschmackssache. Andere finden vielleicht genau das wirklich sehr unterhaltsam.
    Besonders gut gelungen fand ich die Kurzgeschichten von Jörg Fuchs Alameda, Lea Baumgart, Florian Clever und Laurence Horn. Für mich vier der High Lights in dieser Anthologie.
    Was ich hier noch ein Mal als Pluspunkt hervorheben möchte ist der Umgang mit dem doch sehr ernsten Thema Tod. Ein sensibles Thema, möchte ich sagen und doch haben die Autoren eine wundervolle Art gefunden, dieses Thema auf unterschiedlichste Art und Weisen darzustellen. Für mich gab es dort so keine Kurzgeschichte, die irgendwie geschmacklos gewesen wäre und das schätze ich wirklich. Es wurden die Ängste aufgegriffen und in etwas positives, teils auch humorvolles verwandelt. Ob und wie man diese Gedanken für sich selber übernimmt, bleibt wohl jedem Leser selber überlassen.

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    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 2 Monaten

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