Jörg Harlan Rohleder Lokalhelden

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Inhaltsangabe zu „Lokalhelden“ von Jörg Harlan Rohleder

Wir schreiben die Neunziger: Im Provinznest Echterdingen bei Stuttgart brechen für den Skater Schmall und seine Freunde die letzten Jahre der Unbekümmertheit an. Und so trotzen sie dem öden Kleinstadtalltag, betäuben Zukunftsbedenken mit Joints und Pillen, feiern die Nächte durch und erleben den ersten Sex. Nebenbei lassen sie sich vom Soundtrack ihrer Generation beschallen und müssen dabei zusehen, wie nicht nur der Sänger von Nirvana, sondern auch so manch einer aus ihren eigenen Reihen am Drogenexzess zugrunde geht.

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  • Rezension zu "Lokalhelden" von Jörg Harlan Rohleder

    Lokalhelden
    Cloudine

    Cloudine

    28. February 2013 um 17:13

    Lokalhelden spielt in den 90ern. Das war der Hauptgrund für meinen Kauf dieses Romans.
    Leider wurde ich etwas enttäuscht. Das Buch erzählt eine, in meinen Augen, sehr oberflächliche Geschichte. Ein Absturz folgt dem nächsten ohne besonderen Sinn. Sprachlich auch nicht gerade hervorstechend, aber liest sich flüssig.

    Ich denke Lokalhelden wäre wohl eine bessere Kurzgeschichte gewesen.

  • Rezension zu "Lokalhelden" von Jörg Harlan Rohleder

    Lokalhelden
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    08. June 2011 um 11:07

    KLAPPENTEXT: Meine Geschichte beginnt, wie so viele andere Geschichten auch, an einem Samstagabend. Ich bin nicht mehr ganz nüchtern, aber so kann ich wenigstens erzählen, ohne mich allzu sehr zu schämen. Neben mir stehen Enni, der wie immer an seiner Magnum zieht, Brownsen der Gockel, und natürlich mein Freund Wolle. Mit dabei sind auch die ganzen anderen Spacken, der Schädler und der Schelm, der gerade aus dem Knast entlassen wurde. Wo die Millionen geblieben ist, die er mit der Dealerei verdient haben soll, und was mit Natja und Anna lief, davon wird hier auch die Rede sein. Und wer ich bin? Ich bin ein fabelhafter Lügner, Anstifter und Mitläufer, der Schmall halt, der kleinste gemeinsame Nenner all dieser mehr oder minder bemitleidenswerten Figuren. Auch nur ein Kind der dämlichen Neunziger Jahre. ZUM AUTOR: Jörg Harlan Rohleder wurde 1976 geboren und hat Politikwissenschaften und Zeitgeschichte studiert, unter anderem in London. Er arbeitete für Vanity Fair und MTV und ist nun Mitglied der Chefredaktion des Musikexpress. EIGENE MEINUNG: „Lokalhelden“ ist ein Buch für die Kinder der Neunziger, die diese voll ausgelebt haben. Die „Grunge“ verehrten oder der plötzlich völlig neu, und größer denn je zuvor aus dem Boden sprießenden Technokultur huldigten. Nicht nur für jene, die der Generation angehören, die „Mehr Chancen hat, als jemals eine Generation zuvor“, sondern auch für Leser, die sich mal wieder an ihre Jugendzeit erinnern möchten. Aber auch für solche, die gern kritisch mit Klischees und Trends umgehen. Jörg Harlan Rohleder ist es gelungen ein Buch zu schreiben, das gleichzeitig eine Hommage an die 90er ist, aber auch eine sarkastisch – ironisch betrachtete Sichtweise aufführt. Ich habe mich als Leser sehr in meine Jugend zurückversetzt gefühlt, die zwar chronistisch etwas später auf dem eigentlichen Höhepunkt war als die der Protagonistin, die dennoch in den Ausläufern dieser Zeit vonstatten ging. Mit einer gekonnten Mischung aus Ironie, Kritik und Melancholie beschreibt er das Leben von Schmall und seinen Freunden, die auf dem Weg zum Abitur sind und all das durchmachen, was Jugendliche in dem Alter so durch machen und erleben möchten. Vom ersten Mal richtig betrunken sein, über den ersten Sex bis hin zur Frage: „Was soll eigentlich aus mir werden?“ findet alles seinen Platz in diesem Roman, der sich leicht und locker lesen lässt und dem Leser Vergnügen bereitet. Dabei treibt er manches auf die Spitze, um deutlich darzustellen, wie verblendet doch oft die Sichtweise ist, wenn man 16 ist und glaubt, man wäre der König der Welt. Vor allem, ohne etwas dafür tun zu müssen. Mit einer ordentlichen Portion untergründigem Sarkasmus drückt er uns auf das, was in den 90ern Gang und Gäbe war und einfach zum Lebensstil dazugehörte. Es wird viel philosophiert und nachgedacht, wozu sicher auch der Tod von Kurt Cobain beigetragen hat. Jugendliche hatten noch echte Idole. Idole, denen man nacheiferte. Man wollte genau so sein und nicht anders. Nichts konnte am Status dieser Menschen kratzen. Auch nicht die Tatsache, dass sie meist gekifft und gesoffen haben und manche nur Musik oder Sport gemacht haben, weil sie auf was anderes keinen Bock hatten. Ausbildung und Arbeit waren irgendwie uncool. Party, Saufen, Musik war in. Dazu jede Menge Joints und Zigaretten. Ich muss sagen, ich war etwas geschockt, über den lockeren Umgang der Protagonisten mit dem Konsum von Drogen. Im Nachhinein denke ich aber, dass der Autor den Leser jedoch darauf stoßen möchte, dass es eine gefährliche Sache ist Drogen zu nehmen, dass die Konsumenten oft „klein“ anfangen, dann nicht mehr davon abkommen und in einen Teufelskreis geraten, der im schlimmsten Fall mit dem Tod enden kann. Ansonsten sind die Charaktere so realistisch kreiert, dass ich mich in der Clique gefühlt habe, wie Samstagsabends bei uns in der Dorfdisko. Vom Streber, über den Schüchternen, bis hin zu demjenigen, der kein Fettnäpfchen auslässt, ist alles dabei. Und oft ist ja derjenige, dem man es am wenigsten zugetraut hätte, auch derjenige, der uns am meisten überrascht... Ein besonderes Schmankerl des Buches ist die „Backgroundmusik“. Sofort wird deutlich: Der Autor kennt sich mit Musik aus. Musikalisch fühle ich mich im Buch absolut genial zurückversetzt in eine Zeit in der Rockmusik noch laut war und man Menschen aufgrund ihres Aussehens verschiedenen Musikrichtungen zuordnen konnte. Zu jedem Anlass, jeder Party, jeder Stimmung werden die Protagonisten vom passenden Song begleitet. Ob die 90er nun wirklich genau so waren, wie im Buch beschrieben, das sei mal so dahingestellt. Aber schließlich hat der Autor ja Anspruch auf künstlerische Freiheit. Das Problem der Identitätsfindung und der Berufswahl bei Jugendlichen ist sicher nicht nur eine Sache dieses Zeitalters. FAZIT: Ein gelungener Debütroman eines jungen Autors, der mit viel Sarkasmus, Humor, Helden und Anti-Helden begeistert. Leseempfehlung für alle, die ein bisschen in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen möchten und für Jugendliche, die wissen wollen, wie man es besser nicht macht und das es immer eine Chance gibt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

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  • Rezension zu "Lokalhelden" von Jörg Harlan Rohleder

    Lokalhelden
    Bergey

    Bergey

    24. May 2011 um 10:11

    Dieses Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen und hat mich gleich interessiert, da es in meiner "alten Heimat" spielt. Es geht um die Jugend in einem Stuttgarter Vorort und das Erwachsenwerden in den 90er Jahren. Die Hauptperson "Schmall" erzählt von Freundschaft, Schule, Musik, erster Liebe - aber auch und vor allem von Alkohol, Drogen und Mutlosigkeit. Mir hat natürlich gut gefallen, dass ich die meisten Schauplätze persönlich kannte und - da der Protagonist ungefähr das gleiche Alter hat wie ich - seine "Jugendmusik" auch die meine war. Ebenso konnte ich mich gut an Ereignisse erinnern wie Kurt Cobains Selbstmord usw. Allerdings muss ich sagen, dass dem Buch leider irgendwie eine richtige Handlung bzw. ein Spannungsbogen fehlt. Nach dem xten Alkohol- und/oder Drogenrausch wird es dann doch langweilig. Und den Werdegang eines jugendlichen Schlägers zum Junkie empfand ich dann doch nicht als allzu typisch für dieses Zeitalter. Ich konnte mich auch zum Glück nicht ganz in sein "Feeling" der 90er Jahre hineinfühlen, der Autor definiert das Gefühl unserer Generation so, dass uns zwar alle Möglichkeiten offentstanden, aber dass eben genau das das Problem war: Wohin soll es gehen, was soll aus mir werden usw. Ich denke, vor dieser Frage steht jeder Jugendliche. Naja, drei Sterne für einige "Sentimental Journeys" in meine Jugend und nicht mehr existierende Clubs und Diskos:-)

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  • Rezension zu "Lokalhelden" von Jörg Harlan Rohleder

    Lokalhelden
    electric_eel

    electric_eel

    22. March 2011 um 22:00

    Enni, Schädler, Wolle, Brownsen, Schelm – ja und natürlich unser Held Schmall erzählen uns auf 274 Seiten von Ihrem öden, bekifften, jugendlichen Dasein in den Neunzigern. Und das, frisch aus der schwäbischen Provinz . Alles was einen Jugendlichen beschäftigt, findet sich auf ureigene Art in diesem Buch. Déjà-vu vorprogrammiert. Die Zerissenheit der Figuren, die familiären Geschichten dahinter, erwachsene Erwartungen versus jugendlichem Abenteuereifer sind ein traurig realistisches Bild der Neunziger Jahre. Oder sind es die "zeitlosen" Jahre jeder Jugend? Wohin wird die Reise gehen? Wer schafft den Absprung, wer geht unter? Wer landet, mehr oder minder sanft, in der so verachteten Bürgerlichkeit? Diese Fragen lassen einen selbst Rückschau halten und stimmen durchaus auch melancholisch. Bei Rohleders frischem, aber trotzdem sachlichen Schreibstil, einer leichten Geschichte und einer "hippen" jugendlichen Sprache kann das Buch in einem Zug durchgelesen werden. Natürlich muss ich eines einräumen: Ich bin schwäbischer Lokalpatriot!

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  • Rezension zu "Lokalhelden" von Jörg Harlan Rohleder

    Lokalhelden
    Marijoana

    Marijoana

    16. December 2010 um 19:02

    Eine Geschichte über das Erwachsenwerden in der Provinz in den 90er Jahren und eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Drogen und Alkohol. So weit, so gut. Der Protagonist heißt Schmall. Er ist zu Beginn des Romans gerade mal 14 Jahre alt und der Leser darf miterleben, wie er von seinen Freunden zum ersten Mal dazu verführt wird Alkohol zu trinken. So geht es weiter. Schmall und seine Freunde trinken immer mehr und immer härtere Sachen. Später kommen noch Drogen hinzu. Auch hier beginnt es mit Kiffen und nach und nach werden härtere Drogen komsumiert. Einer seiner Bekannten wird heroinabhängig und stirbt. Andere kommen ins Gefängnis, weil sie mit Drogen gedealt haben. Und ganz zum Schluss, steckt einer aus Frust die Schule an. Also ein typisches Leben in der Prozinz, wie wir es sicherlich alle kennen. Man merkt vielleicht schon, dass mir das Buch in weiten Stücken nicht gefallen hat. Ich weiß nicht, inwieweit dieser Roman autobiographisch gefärbt ist. Ich weiß nicht, ob Herr Rohleder so, oder so ähnlich, tatsächlich seine Jugend verbracht hat. Auch ich bin in der Provinz großgeworden, aber ich habe all das so nicht erlebt. Gut, ich bin auch um einiges jünger und noch dazu weiblich. Vielleicht war das Leben als männlicher Jugendlicher in den 90ern tatsächlich so. Aber mir waren das einfach zu viele Drogen und zu viel Alkohol und zu viel Perspektivlosigkeit. Erst gegen Ende konnte der Roman nochmal ein paar Pluspunkte bei mir sammeln, weil dann einige der Hauptpersonen endlich zu erkennen beginnen, dass das Leben doch einiges mehr zu bieten hat und dass man die Hoffnung niemals ganz aufgeben sollte, egal was passiert. Alles in allem wohl eher ein Jungs-Buch, für alle die in ihrer Jungend auch viel mit Drogen rumexperimentiert haben, die Musik und das Skaten lieben und in den 90ern großgeworden sind.

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