Jörg Juretzka

 4 Sterne bei 204 Bewertungen
Autor von Prickel, Sense und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jörg Juretzka (© Jakob Studnar)

Lebenslauf

Jörg Juretzka wurde 1955 in Mühlheim an der Ruhr geboren. Er ist gelernter Tischler und Zimmermann. Bevor er mit dem Schreiben begann baute er Blockhütten in Kanada, heute arbeitet er neben dem Schreiben noch immer auf dem Bau. Sein Debüt »Prickel« erschien 1998 im Rotbuch Verlag und wurde mit dem »Deutschen Krimipreis« ausgezeichnet. Die Hauptfigur aller bisher veröffentlicher Romane ist der Privatdetektiv Kristof Kryszinski. Seit 2003 arbeitet Juretzka auch als Drehbuchautor für die ProSieben-Serie »Was nicht passt, wird passend gemacht«.

Alle Bücher von Jörg Juretzka

Cover des Buches Prickel (ISBN: 9783293206236)

Prickel

(27)
Erschienen am 11.07.2013
Cover des Buches Sense (ISBN: 9783867895774)

Sense

(23)
Erschienen am 01.07.2013
Cover des Buches Alles total groovy hier (ISBN: 9783867895538)

Alles total groovy hier

(19)
Erschienen am 29.01.2013
Cover des Buches Der Willy ist weg (ISBN: 9783867895712)

Der Willy ist weg

(22)
Erschienen am 01.05.2013
Cover des Buches Equinox (ISBN: 9783548256849)

Equinox

(17)
Erschienen am 01.06.2003
Cover des Buches Rotzig & Rotzig (ISBN: 9783867895545)

Rotzig & Rotzig

(14)
Erschienen am 29.01.2013
Cover des Buches Bis zum Hals (ISBN: 9783293207493)

Bis zum Hals

(14)
Erschienen am 18.07.2016
Cover des Buches Freakshow (ISBN: 9783293206083)

Freakshow

(10)
Erschienen am 18.04.2013

Neue Rezensionen zu Jörg Juretzka

Cover des Buches Nomade 2 (ISBN: 9783867892155)
Janko-Unchaineds avatar

Rezension zu "Nomade 2" von Jörg Juretzka

Janko-Unchained
Jörg Juretzka - Nomade 2: Der weiße Vogel

Jörg Juretzka - Nomade 2: Der weiße Vogel

(Rotbuch Verlag)

 

- schwarzhumoriges Pott-pourri in der algerischen Wüste -

 

Tamanrasset, Südalgerien. Nachdem Kristof Kryszinski noch immer in der afrikanischen Wüste festsitzt, wird er von Charterpilot Serge darum gebeten, ihn bei der Suche nach fünf vermissten Personen, im militärischen Sperrgebiet Algeriens, zu unterstützen. Als Kristof dankend ablehnt, jedoch erfährt, dass es sich bei den Abgängigen um eine dreiköpfige All-Female Punk Rock Band und ihre Film-Crew handelt, ist der ehemalige Junkie, Knacki, Privatermittler, Hausmeister, Rocker, Sexgott, operative Mitarbeiter bei Europol und Kneipenbesitzer schnell umgestimmt. Dass sich hieraus ein komplexer, schwarzhumoriger Krimi / Thriller mit pointiertem Galgenhumor und eine mehr als gefährliche Unternehmung für Kristof "Gefahr" Kryszinski entwickelt, dürfte jedem seiner Fans klar sein. Bei der Suche nach den Verschollenen, tappt der von Grund auf tiefenentspannte, doch gleichermaßen rast- und ruhelose Vermisstenermittler, trotz gleißender Sonne, zunächst im Dunkeln. Kristof bekommt es mit schwerbewaffneten Wegelagerern und dem Zollchef von Tamanrasset zu tun, der ihn auf eine waghalsige Unternehmung schickt. Todesmutig oder eher gezwungenermaßen stürzt sich der smarte, um nicht zu sagen durchtriebene Allrounder in sein nächstes Himmelfahrtskommando. Dabei verfasst er seine Erlebnisse zunächst wie ein einsamer Nomade im drogenverseuchten Delirium und gerät in die Fänge einer konspirativen, bornierten, esoterikinfizierten, vollkommen verstrahlten, gierigen, mordlustigen und inzestuösen Familie grenzdebiler Sexmagick-Verfechter.

 

Im 15. Teil der Kristof Kryszinski-Reihe "Nomade 2: Der weiße Vogel", welcher bereits im Jahre 2023 publiziert wurde, schickt der anspruchsvolle Kontext-Jongleur und Meister der humorgeschwängerten Wortakrobatik Jörg Juretzka seinen schnippisch frotzelnden Ruhrpottler zum erneuten Male auf eine Mission Impossible. Immer wieder ein Gedicht und eine psychische, wie physische Wohltat, Juretzkas politisch unkorrekte, um die Ecke gedachte Prosa zu absorbieren. Ich liebe diesen einzigartigen, trockenen, prätentiösen, ehrlichen und spitzfindigen Sarkasmus, der gleichwohl ernsthaft die verschiedensten Ungerechtigkeiten dieser Welt behandelt. In eine einfache, gleichwohl anspruchsvoll arrangierte Sprache verpackt, geht es der 1955 in Mülheim an der Ruhr geborene Autor in der ersten Phase, des 304 Seiten zählenden Pott-pourri, etwas ruhiger an. Der Spannungsbogen wird zumindest zu Beginn der schrägen, nachgerade absurden Handlung, nicht allzu sehr überspannt. Doch Jörg Juretzka hat noch so viel mehr in petto, denn mit einem Mal dreht der Verfechter der verschachtelten Kausalitäten den Tacho auf 180 und ich hänge aufs Neue an seinem schwungvollen Signature-Schreibstil, wie ein Neugeborenes an den Brüsten seiner Mutter. Nach einem absichtlichen Verwirrspiel, in dem auch die Leserschaft lange Zeit im Dunkeln tappt, nimmt "Nomade 2: Der weiße Vogel" eine völlig andere Dynamik an. Denn plötzlich tut sich eine prekäre Situation nach der anderen auf und es geht in Kryszinski-Manier in die Vollen. Mit weitreichenden Folgen. Für alle Beteiligten. Der ausgebuffte (Über-)Lebenskünstler stößt nämlich auf einen weißen Vogel, der gestopft ist, wie eine Weihnachtsgans. Nur eben nicht mit Hackfleisch oder Äpfeln und Maronen oder gar Dörrzwetschken, sondern mit allerlei schwer verdaulichen Utensilien, die gewisse Begehrlichkeiten in verschiedene Richtungen ausstrahlen. Und diese Strahlung ist mitunter tödlich!

 

(Janko)

 

https://www.facebook.com/profile.php?id=100070059165992

 

Brutalität/Gewalt: 49/100

Spannung: 73/100

Action: 62/100

Unterhaltung: 86/100

Anspruch: 35/100

Atmosphäre: 70/100

Emotion: 53/100

Humor: 43/100

Sex/Obszönität: 20/100

 

https://www.lackoflies.com - Wertung: 82/100

 

https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 15 Jahren (aufgrund der allgemeinen Thematik)

 

Jörg Juretzka - Nomade 2: Der weiße Vogel

Rotbuch Verlag

Krimi/Thriller

Buchreihe: Kristof Kryszinski-Reihe – Band 15

ISBN: 978-3-86789-215-5

304 Seiten

Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag

Erscheinungstermin: 22.08.2023

EUR 22,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

 

"Nomade 2: Der weiße Vogel" beim Rotbuch Verlag: k. A.

Cover des Buches Bis zum Hals (ISBN: 9783293207493)
Udo_Ulspergers avatar

Rezension zu "Bis zum Hals" von Jörg Juretzka

Udo_Ulsperger
Großartige Krimiunterhaltung

Schnelle, packende Dialoge; groteske Situationskomik; schräge Story; unkonventionelle, aber glaubhafte Figuren - ein typischer Kristof Kryszinski-Krimi. Beste Unterhaltung vom besten deutschen Krimiautor. Niemand sonst in deutschen Landen - zumindest niemand, den ich kenne - schreibt so rotzig, frech und losgelöst von allen Konventionen wie Jörg Juretzka. 

Cover des Buches Nomade (ISBN: 9783293209510)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Nomade" von Jörg Juretzka

aus-erlesen
Leben mitten in der Wüste - Juretzka in Höchstform

Kristof Kryszinski im Ruhestand – so mit aufm Balkon sitzen, im Schaukelstuhl – darüber wachen, dass es in er Nachbarschaft gesittet zugeht – mit ’nem Bier in der Hand … verdient hätte er es. Doch lieber würde er wohl ins Gras beißen also leben zu müssen. Nee, nee, Kristof braucht zwar dringend mal eine Auszeit. Schon ein Dutzend mal wurde er verfolgt, verprügelt, in die Luft gejagt, belogen, benutzt … und immer wieder landete er auf den Füßen – eine Katze hat nur neun  Leben. Nee, nee für Kristofs Erholung braucht es etwas anderes. Sahara, mit ’nem umgebauten Militärtruck. Düne hoch, Düne runter. Und immer dabei: Bella, seine Hündin. Zwei Spürnasen auf dem Weg nach Nirgendwo. Ab und zu kommt eine Nachricht rein. Vermisste Person. Alter, Anzahl, gefahrenes Auto etc. und Kristof findet sie dann – Privatdetektivfeierabendinderwüstebeschäftigung. Kristof Kryszinski ist der, den man engagiert, wenn man in der Wüste Leute sucht. Hobbyarchäologen, Edel-Abenteurer mit dicken Geldbeuteln und noch dickeren Luxusgeländewagen. Er trifft dabei auf Schmuggler, Glücksritter und solche, die es sein wollen. Manche bewaffnet, meistens sind sie aber tot.

Und manchmal findet er sogar Menschen, die er gar nicht sucht. Aus gutem Grund. Wie zum Beispiel Jamilah, eine somalische Göre mit einem Baby im Arm. Plappert unentwegt. Das kann Kristof Kryszinski jetzt noch gebrauchen. In der Endlosigkeit der Wüste eine, die ihm erzählt wie das Leben funktioniert. Wenn er sich ihr Gepäck betrachtet – Chucks, Rollkoffer, Kreditkarte, Pistölchen – weiß er, dass die ruhigen Tage in der Wüste vorbei sind. Wenn er wüsste wie recht er doch hat…

Jörg Juretzka schickt Kristof Kryszinski in die Wüste. Ein Schreckensszenario! Doch alles halb so wild. Kristof Kryszinski ermittelt in der Einöde der Sahara. Der echten Sahara. Nicht der des Ruhrpotts, wo an Wochenenden verpassten Meisterschaften und Abstiegsängsten ein oder mehrere Pilsken entgegengestemmt werden. Die Schnodderschnauze hat er immer dabei. Dieses Mal ist es ein bisschen anders. Der Schnüffler braucht tatsächlich mal Ruhe. Das offene Ende einer AK bringt sein Blut schon lange nicht mehr in Wallung. Doch wenn unter seinem Fahrzeug eine Frau schluchzt, vermeintlich Eingeweide in ihren Händen hält – keine Angst, es ist ein Baby, der erste Eindruck war wohl doch mehr dem Sonneneinfall geschuldet – dann ist er zur Stelle. Auch wenn die Frau ihm gehörig auf die Nerven geht. Den Rattenschwanz an Problemen und Gefahren, den sie wie selbstverständlich hinter sich herzieht, muss Kristof Kryszinski erst mal abschütteln. Für einen wie ihn sollte das doch aber kein allzu großes Problem darstellen… Ein echter Juretzka, den man auf gar keinen Fall verpassen darf.

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