Jörg Juretzka

 4 Sterne bei 162 Bewertungen
Autor von Prickel, Der Willy ist weg und weiteren Büchern.
Jörg Juretzka

Lebenslauf von Jörg Juretzka

Jörg Juretzka wurde 1955 in Mühlheim an der Ruhr geboren. Er ist gelernter Tischler und Zimmermann. Bevor er mit dem Schreiben begann baute er Blockhütten in Kanada, heute arbeitet er neben dem Schreiben noch immer auf dem Bau. Sein Debüt »Prickel« erschien 1998 im Rotbuch Verlag und wurde mit dem »Deutschen Krimipreis« ausgezeichnet. Die Hauptfigur aller bisher veröffentlicher Romane ist der Privatdetektiv Kristof Kryszinski. Seit 2003 arbeitet Juretzka auch als Drehbuchautor für die ProSieben-Serie »Was nicht passt, wird passend gemacht«.

Neue Bücher

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Erscheint am 18.03.2019 als Taschenbuch bei Unionsverlag.

Alle Bücher von Jörg Juretzka

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Prickel

Prickel

 (24)
Erschienen am 11.07.2013
Sense

Sense

 (19)
Erschienen am 16.02.2012
Der Willy ist weg

Der Willy ist weg

 (20)
Erschienen am 28.07.2010
Equinox

Equinox

 (16)
Erschienen am 01.06.2003
Alles total groovy hier

Alles total groovy hier

 (14)
Erschienen am 13.04.2011
Rotzig & Rotzig

Rotzig & Rotzig

 (12)
Erschienen am 29.09.2011
Bis zum Hals

Bis zum Hals

 (11)
Erschienen am 18.07.2016
Freakshow

Freakshow

 (9)
Erschienen am 18.04.2013

Neue Rezensionen zu Jörg Juretzka

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Gulans avatar

Rezension zu "Rotzig & Rotzig: Kriminalroman" von Jörg Juretzka

Gelungene Mischung aus Witz und Ernst.
Gulanvor einem Jahr

Privatdetektiv Kristof Kryszinski hat sich von der Wohnungsgesellschaft WODEGA anheuern lassen, um eine Einbruchs- und Vandalismusserie in der Großwohnsiedlung Wohnpark Nord aufzuklären. Dazu nimmt Kryszinski zur Tarnung einen Job als Hausmeister an. Hier muss er sich direkt mit einer Hoodie-Gang und zwei forschen zehnjährigen Zwillingen herumschlagen, die beide als Urheber der Einbruchserie in Frage kommen. Als Kryszinski schließlich die Zwillinge vermeintlich überführt, setzt er eine Maschinerie in Gang, die er hinterher nur allzu gerne wieder aufhalten möchte.

Ingesamt dreizehn Bände umfasst die Serie um den Mülheimer Privatdetektiv Kristof Kryzinski inzwischen, „Rotzig & Rotzig“ ist der neunte Band der Reihe. Zumindest bei diesem Band war es überhaupt kein Problem quer einzusteigen. Kryszinski ist ein eigenwilliger und eigensinniger Privatermittler mit bewegter Vergangenheit, sein bester Kumpel ist der Halbitaliener Scuzzi. Kryszinskis Heimat ist Mülheim an der Ruhr, allerdings ermittelt er im Laufe der Zeit auch in den Schweizer Bergen, in Spanien, auf einem Kreuzfahrtschiff und im vorliegenden Band u.a. auch in Luxemburg.

Der Roman ist zunächst ein ganz großer Spaß, voller Humor, lakonischer Sprache, lässigen Figuren und großartigen Dialogen. Doch nach und nach vergeht einem ein wenig das Lachen, als sich herausstellt, dass Kryszinski letztendlich im Großherzogtum einen Abgrund von Kindesmissbrauch aufspürt. Dennoch schafft Juretzka hervorragend die Balance zwischen Ernst und Humor und hat immer einen ungewöhnlichen Einfall im Plot parat. Das war garantiert nicht mein letzter Kryszinski!

Kommentare: 6
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Janko-Unchaineds avatar

Rezension zu "TrailerPark" von Jörg Juretzka

JÖRG JURETZKA - Trailerpark
Janko-Unchainedvor 2 Jahren


JÖRG JURETZKA - Trailerpark
(Rotbuch Verlag)


„TrailerPark“, der zwölfte Teil von Jörg Juretzkas „Kristof Kryszinski Reihe“, knüpft nahtlos an, wo „TaxiBar“ aufgehört hat. Trotzdem kann der, am 07.07.2015 erschienene, bislang heftigste und brutalste Kryszinski Thriller, wie bereits die vorherigen elf Bände, als Standalone betrachtet und gelesen werden. Es ist allerdings, wie bei jeder anderen Reihe auch, natürlich nicht verkehrt, gewisse Vorkenntnisse mitzubringen. Juretzkas „Kristof Kryszinski Krimi/Thriller“ sind die erste Reihe, die ich komplett gelesen habe und es bleibt zu hoffen, dass sich alsbald ein Regisseur finden möge, der den Mut zur audiovisuellen Umsetzung dieser genialen, schwarzhumorigen Privatdetektiv Serie aufbringt. 


Nachdem sich Kristof mit südfranzösischen Drogenhändlern und korrupten Bullen angelegt hat, steht er nun zwischen beiden Parteien in einer Patt- nein eher Mattsituation, in der er verzweifelt nach einem Ausweg sucht. Juretzka nutzt Kristofs Gedankenwelt wie eh und je für seine scharfzüngigen, auch schon mal politisch unkorrekten, schwarzhumorigen Metaphern. Die, bis ins Detail ausgeklügelten Sätze, spiegeln in ihrer Gesamtheit die Charakterzüge des, ehemals Drogen konsumierenden Privatdetektivs, Hausmeisters, Rockers, Sexgottes, Barkeepers oder was sich ihm auch immer aufdrängt wieder. Indes in einer Werft im fiktiven, portugiesischen Fischerörtchen und Surferparadies Jerusalé, in Tarnung eines lettischen Illegalen, mit dem wunderschönen Namen Nepomuk Blaumanis beschäftigt, ist Kristof untergetaucht, erzählt abwechselnd von seinem jetzigen Leben und auf welch perfide Weise er sich dem Zugriff der Mafia und der korrupten Polizeieinheit entzogen hat. Mit einer nicht unerheblichen, der Verfügungsgewalt der Mafia entzogenen Menge (Drogen-)Geld im Gepäck, hat sich Kristof - alias Nepomuk - in einer deprimierend heruntergekommenen Behausung im ortsansässigen TrailerPark "häuslich" niedergelassen. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, um sich nicht unnötig verdächtig zu machen, sich gleichwohl aber auch nicht der Asozialität der Favelas hingeben zu müssen. Aber auch in dieser trügerischen „Idylle“ bahnt sich bald schon wieder Ärger an. Kristof Kryszinski, von Freunden liebevoll Krüschel genannt, hat nämliche diese besondere Gabe Probleme anzuziehen, wie die Scheiße Fliegen. 


Jörg Juretzka hetzt seinen Protagonisten, der nichts, aber auch rein gar nichts auslässt oder je ausgelassen hat, dieses Mal nicht ganz so atemlos durch den Plot. Viel Zeit zum Verschnaufen lässt er Kri..., äh Nepomuk aber nicht. Auf gerade mal 223 Seiten entspinnt der Autor eine kleines, komplexes literarisches Kleinod, baut immer wieder klasse Ideen, sowie interessante und geschickte Wendungen in seine Geschichten ein, reizt in diesem speziellen Falle die Zufallsthematiken aber auch gerne aus. Da es sich aber fast immer um Kleinigkeiten handelt, kann man da getrost drüber hinwegsehen. Sein Erzählstil ist rasant, spannend und schonungslos, seine Schreibe in einem wahrlich kunstvollen, aber auch deftigen Stil. Die Juretzka Plots sind zwar mit, zumeist um die 250 Seiten eher kurz geraten, dafür schwafelt der, in Mühlheim an der Ruhr geborene Schriftsteller nicht lange um den heißen Brei herum, kommt immer direkt auf den Punkt und kreiert regelrecht komplexe Storyboards, nimmt dabei kaum mal ein Blatt vor den Mund und ist mit seinen Handlungssträngen zumeist recht nah am jeweiligen Zeitgeist.


Man trachtet Kri..., äh Nepomuk offensichtlich einmal mehr nach dem Leben, aber der gesellige Lebenskünstler hat Freunde auf dem TraileraPark. Freunde, die teils fragwürdigen Beschäftigungen nachgehen und zwielichtige Vergangenheiten aufzuweisen haben. Auch sein herzallerliebster Lieblingsfreund Scuzzi ist wieder mit von der Partie. Die Kryszinski Reihe ist vielleicht nicht jedermanns Sache, da hier recht offensiv mit Sprache umgegangen wird, dennoch halte ich gerade diese harte Tour de Force für äußerst durchdacht, bildgewaltig und sehr humorvoll arrangiert. Krüschel ist schon eine coole Socke. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Ich habe mich vor langer Zeit für ersteres entschieden!


Meine Wertung: 87/100


Link zur Buchseite des Verlags: https://www.rotbuch.de/buch/sku/36078/trailerpark.html


www.lackoflies.com

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TheSilencers avatar

Rezension zu "Sense" von Jörg Juretzka

Der zweite Kryszinski
TheSilencervor 2 Jahren

Weil seine Herzdame nicht die Treueste ist und mal eben mit ihrer Band auf Skandinavien-Tour geht, leidet Krystof Kryszinski in tiefer Eifersucht und kippt sich zu.
Bei seiner aktuellen Sauftour lernt er Sascha kennen. Eigentlich ganz praktisch, denn von dessen Frau hatte der Privatdetektiv den Auftrag bekommen, eben ihn aufzuspüren. Weniger praktisch ist, daß Sascha nach dem Saufgelage tot in Kryszinskis Küche liegt. Erwürgt.

Die erfolgsverwöhnten Bullen setzen ihm zu und möchten Kryszinski ein Geständnis abringen. Der zieht es aber vor, dem ganzen selbst auf die Spur zu kommen.

"Sense" erinnert ein klein wenig an "Prickel", dem Vorgänger. Das ist jedoch völlig schnuppe, denn die Story ist wie bei "Prickel" Nebensache. Das Agieren und die Beschreibungen der Gedankenwelt stehen im Mittelpunkt. 
Immer haarscharf am Klamauk vorbeischlitternd unerhält Juretzka seine Leser.

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