Jörg Juretzka

 3.9 Sterne bei 174 Bewertungen
Autor von Prickel, Sense und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jörg Juretzka (© Jakob Studnar)

Lebenslauf von Jörg Juretzka

Jörg Juretzka wurde 1955 in Mühlheim an der Ruhr geboren. Er ist gelernter Tischler und Zimmermann. Bevor er mit dem Schreiben begann baute er Blockhütten in Kanada, heute arbeitet er neben dem Schreiben noch immer auf dem Bau. Sein Debüt »Prickel« erschien 1998 im Rotbuch Verlag und wurde mit dem »Deutschen Krimipreis« ausgezeichnet. Die Hauptfigur aller bisher veröffentlicher Romane ist der Privatdetektiv Kristof Kryszinski. Seit 2003 arbeitet Juretzka auch als Drehbuchautor für die ProSieben-Serie »Was nicht passt, wird passend gemacht«.

Alle Bücher von Jörg Juretzka

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Buchformat:
Cover des Buches Prickel9783293206236

Prickel

 (24)
Erschienen am 11.07.2013
Cover des Buches Sense9783293205550

Sense

 (21)
Erschienen am 16.02.2012
Cover des Buches Alles total groovy hier9783293205277

Alles total groovy hier

 (18)
Erschienen am 13.04.2011
Cover des Buches Der Willy ist weg9783293204935

Der Willy ist weg

 (20)
Erschienen am 28.07.2010
Cover des Buches Equinox9783548256849

Equinox

 (16)
Erschienen am 01.06.2003
Cover des Buches Rotzig & Rotzig9783293205420

Rotzig & Rotzig

 (13)
Erschienen am 29.09.2011
Cover des Buches Bis zum Hals9783293207493

Bis zum Hals

 (11)
Erschienen am 18.07.2016
Cover des Buches Freakshow9783293206083

Freakshow

 (9)
Erschienen am 18.04.2013

Neue Rezensionen zu Jörg Juretzka

Neu

Rezension zu "TauchStation" von Jörg Juretzka

JÖRG JURETZKA - TauchStation
Janko-Unchainedvor 8 Monaten

JURETZKA, JÖRG - TauchStation

(Rotbuch Verlag)


- La loi c'est moi! -

 

Die „T“-Trilogie, die mit „TaxiBar“ begonnen hatte, über „TrailerPark“ ging, endet nun mit „TauchStation“. Es ist der insgesamt 13. Roman mit dem oberlässigen, ehemaligen Privatdetektiv, Ex-Junkie und Ex-Knacki aus dem Ruhrgebiet, mit dem hierzulande eher ungewöhnlichen Namen Kristof Kryszinski. Selbiger ist mal wieder in einer schier aussichtslosen Situation gefangen, hat aber seinen (Galgen-)Humor bei weitem nicht verloren. Kryszinski, Kristof Kryszinski, „die deutsche Antwort auf James Bond“ (kleiner Scherz am Rande), ist mehr oder weniger auf TauchStation. Für tot erklärt, mit neuer Identität, neuem Wohnort und neuem beruflichen Betätigungsfeld ausgestattet, soll er als Operativer Mitarbeiter bei Europol Aufträge der speziellen Art übernehmen. Als Hauptkommissar Menden ihm daraufhin ein Angebot unterbreitet, von dem er Kristof im selben Moment jedoch eindringlich abrät, ist selbiger natürlich unmittelbar Feuer und Flamme und schon durchkreuzt der ehemalige Privatdetektiv den Vorderen Orient in einem weißen Landcruiser. Vorbei an Mohnfeldern und Burka-tragenden Erntehelferinnen. Der schlagfertige Kristof Kryszinski befindet sich alsbald mitten im Bürgerkrieg in Syrien. Sein Auftrag lautet: Geiselbefreiung!

 

Ein weiterer Erzählstrang dreht sich um den Mischkonzern Asturias, der skrupellos die Umwelt verschmutzt und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Alles aus profaner Profitgier. Gemeinsam mit Europol Mitarbeiter Hufschmidt soll Krüschel, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wird, die junge Tropenmedizinerin Nadine an einen geheimen Ort und dort in Sicherheit bringen. Natürlich meint Kristof seine Arbeitsplatzbeschreibung auf die junge Frau und einen Beischlaf mit ihr ausweiten zu müssen. Dieser Teil endet jedoch recht abrupt und wird vielleicht im nächsten Kristof Kryszinski Teil weiterverfolgt. Ansonsten setzt „TauchStation“, gegenüber dem an sich schon heftigen Vorgänger „TrailerPark“, in Sachen Brutalität sogar nochmals eins obendrauf. Die Chien du Nord, ein Mafia-Familienclan, der im Norden Marseilles ansässig ist und den Kristof vor einiger Zeit um einen ordentlichen Batzen Drogengeld geprellt hatte, will ihm an den Kragen. Kryszinski hat eben überall so seine Baustellen und so heckt er gemeinsam mit seinen Kumpels von den Stormfuckers einen perfiden Plan aus, um sich und seinem Umfeld die Chien du Nord ein für alle Mal vom Hals zu halten. "TauchStation" lässt somit ein etwas ernsteres, zackigeres Storyboard, in einer harten und expliziten Sprache erkennen. Klischeehaft und herrlich übertrieben, aber leider geil!


Eine atmosphärisch dichte, schwarzhumorige Geschichte mit ernstem Hintergrund und von internationalen Ausmaßen entbrennt, in der Hauptkommissar Menden, sein Kollege Hufschmidt, Heckenpennes, Kristof's Busenfreund Scuzzi, die Stormfuckers, Bian-Tao, Mombassa und auch der ein oder andere weitere Bekannte aus der TaxiBar, dem TrailerPark und den übrigen zehn vorherigen Krimi/Thrillern natürlich nicht fehlen dürfen. Der unbedarfte Leser wird daher mit den Hauptprotagonisten und dem übrigen Personal der Story leider nur wenig anzufangen wissen. Vorkenntnisse sind beim dritten Teil einer Trilogie aber ohnehin unabdingbar. Es sind zwar generell abgeschlossene Erzählungen, die Herr Juretzka zu Papier bringt, dennoch kann es nur von Vorteil sein, sich mit den Personen und den Begebenheiten ein wenig auszukennen. Es nutzt ja selten was, eine Trilogie von hinten aufzurollen. Und obschon es sich bei „TauchStation“ mit seinen gerade einmal 272 Seiten um eine kurze Erzählung handelt, entlässt der 1955 in Mülheim an der Ruhr geborene und dort auch heute lebende Schriftsteller Jörg Juretzka, seinen Protagonisten einmal mehr in einen komplexen, literarischen Hexenkessel aus Krieg, Völkermord, Gewinnoptimierung, Skrupellosigkeit, Geiselnahme, Folter und Bandenkriminalität. Selbiger bis unter den Deckel vollgepackt mit Action, Spaß und Spannung. 


Die Storys, die der gelernte Zimmermann entwirft, sind immer voller Leben, niemals langatmig, geschweige denn langweilig und generell am Nabel der Zeit gelegen. Jörg Juretzka hat über die Jahre sein eigenes Sprach- und Erzähl-Muster ausgeprägt. So ist auch "TauchStation" eine rasante, wie im Laufschritt erzählte Geschichte, mit nicht abreißen wollendem Spannungsbogen. Kurz, bündig, prägnant, immer auf den Punkt und stets mit einer Prise Humor garniert. Inklusive super cooler Verfolgungsjagd, die aber mal sowas von für die Leinwand mit bewegten Bildern geschaffen ist! Das Storyboard ist nicht ohne und sicherlich nichts für schwache Nerven. Vielleicht ein wenig übertrieben, aber immer noch glaubwürdiger, als die Geschichten so manch etablierter Kinohelden. Kristof rasselt also mal wieder von einem Himmelfahrtskommando ins Nächste und verbraucht dabei die Leben einer ganzen Katzenpopulation. Und so ein klein bisschen assig ist er dann ja auch manchmal, der scharfzüngige Ruhrpottler mit seinem Autoritätsproblem, aber eben auch äußerst knuffig und brutal liebenswert. Die Kristof Kryszinski-Reihe muss man einfach gelesen haben, denn sie ist absoluter Kult!!!

 

P.S.: Und bitte, bitte lieber Filmgott, mach endlich, dass sich jemand den audiovisuellen Produktionen von Jörg Juretzka’s Roman-Reihe annimmt. Ich werde mir auch jeden Teil brav im Kino anschauen. Live, in Farbe und in 3D!

 

Meine Wertung: 90/100

 

Link zur Buchseite des Verlags: https://www.rotbuch.de/buch/sku/1361900/tauchstation.html

 

JÖRG JURETZKA

TauchStation

Kriminalroman

Gebundene Ausgabe, 272 Seiten

ISBN 9783867892070

18,95 €

Verlag: Rotbuch Verlag

Erscheinungsdatum: 30.03.2017


More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

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Rezension zu "Der Sommer der Fliegenden Zucchinis" von Jörg Juretzka

Etwas andere Sommerferien...
Meischenvor einem Jahr

Pascal, bekannt aus dem Buch "Das Schwein kam mit der Post", bleibt in den Sommerferien als einziger seiner Freunde zuhause. Außerdem muss er auf das tibetanische Kleinschwein Agathe aufpassen. Dass die Ferien alles andere als langweilig werden, dafür sorgen Agathe und nicht zuletzt die fliegenden Zucchinis mit ihren verrückten Einfällen. Das Buch ist wie der erste Band "Das Schwein kam mit der Post" witzig und gut zu lesen. Die Story ist allerdings nicht ganz so originell, beschert einem aber trotzdem ein paar Stunden nettes Lesevergnügen.  

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Rezension zu "Das Schwein kam mit der Post" von Jörg Juretzka

Was tut man, wenn man unvermutet ein lebendiges Schwein mit der Post erhält?
Meischenvor einem Jahr

Als ob Leo nicht schon genug Probleme hätte... Eines Tages bringt die Post eine große Kiste von seinem Onkel. Er soll bitte zwei Wochen auf den Inhalt der Kiste aufpassen. In der Kiste ist - Agathe, ein lebendiges tibetanisches Kleinschwein. Wie soll Leo das Schwein vor den Eltern und vor allem vor dem fiesen Hausverwalter verstecken? Können ihm die fliegenden Zucchinis dabei helfen? Spannend und lustig, mit überraschendem Ende und vielen witzigen Situationen.

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