Jörg Juretzka Platinblondes Dynamit

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Inhaltsangabe zu „Platinblondes Dynamit“ von Jörg Juretzka

Folkmar Windells ohnehin nicht berauschende Karriere als Autor einer Schund-Krimireihe steht vordem Aus. Seine Verlegerin will keine weiteren Geschichten um den raubeinigen Jack Knife, sondern fordert die Einführung einer weiblichen Hauptfigur. Windell ist fassungslos. Wie soll ausgerechnet er sich in eine Frau hineinversetzen? Provoziert versucht er es trotzdem. Heraus kommt Pussy Cat – eine Art Jack Knife mit blonden Locken und Chanel-Kostüm. In seiner Not greift Windell zu einem wahrhaft teuflischen Computer-Hilfsprogramm. Kaum hat er es installiert, verschwindet Pussy Cat aus der schwarz-weißen Romanwelt des New York der 1940er Jahre und landet im realen Köln des 21. Jahrhunderts, Windells Heimatstadt. Dabei agiert sie wie der unfassbar bärbeißige Jack Knife und sieht exakt so aus wie ihr Schöpfer mitplatinblonder Langhaarperücke. Konfrontiert mit immer neuen und immer wilderen Anschuldigungenbleibt Windell nur eins: Er muss Pussy Cat zurück in den Roman zwingen. Doch der wehrhaften Amazone gefällt es im Hier und Jetzt … Wird es unserem Helden gelingen, seine wild gewordene Romanfigur zu bändigen und die Büchse der Pandora wieder zu verschließen? Die Uhr tickt, und Kommissar Meckenheim lauert nur darauf, Windell hinter Gitter zu bringen …

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  • Rezension zu "Platinblondes Dynamit" von Jörg Juretzka

    Platinblondes Dynamit
    Stefan83

    Stefan83

    12. April 2012 um 12:13

    So, da ist er nun. Der erste Nicht-Kryszinski-Roman seit längerer Zeit. Und der erste, den Juretzka bei Pendragon verlegen lässt. Will da jemand vllt. weg von der Serie? Hat da gar einer genug von seiner Hauptfigur und sucht nun mangels Reichenbachfällen in Mühlheim sein Heil in Stand-Alones? Nach der Lektüre von "Platinblondes Dynamit" muss ich ehrlich sagen: Hoffentlich nicht. Keine Frage, auch Juretzkas neuestes Werk ist witzig, unterhaltsam und boshaft doppeldeutig. Der Plot selbst aber ist - nun ja, gewagt. Die Idee, die 40er Jahre-Figur eines Schundroman-Autoren ins Köln der Neuzeit zu katapultieren, ist zwar herrlich schräg- am Handlungsverlauf jedoch haperts gewaltig. Überraschungen gibt es wenige, jeder handelt so, wie man es von Juretzka gewohnt ist. Was gut wäre, fehlte da nicht dieser nachhaltige Wumms, der ihm sonst zu Eigen ist. Die Komik wirkt streckenweise arg konstruiert, die typische Lässigkeit fehlt. Und auch der rote Faden ähnelt, aufgrund der vielen Ortswechsel, dann manchmal mehr einem verwirrenden Wollknäuel. Klingt also alles nach Prädikat "schlecht". Davon ist aber auch "Platinblondes Dynamit" noch weit entfernt. Dank einem gehörigen Schuss Selbstironie und weil Juretzka mit seiner Satire (er überlässt Groschenromanautor Folkmar Windell voll die Kontrolle) absichtlich "schlecht" daherkommen will. Da das der Spiegel-Bestsellerlisten-Gelegenheitsleser allerdings wieder kaum verstehen wird, bleibt wohl auch sein neuester Schinken nur ein Buch für hartgesottene Fans. Schade, hätte dieser großartige Autor doch ein viel größeres Publikum schon seit langem verdient.

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  • Rezension zu "Platinblondes Dynamit" von Jörg Juretzka

    Platinblondes Dynamit
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    27. March 2012 um 00:55

    Folkmar Windell hat Probleme, nicht nur mit seinem Namen, sondern auch, weil seine Verlegerin die Schundkrimi-Reihe um den Hard-boiled-Helden Jack Knife einstellen will, was Windells finanzielle Misere noch verschärfen würde. Windells einzige Chance auf Weiterbeschäftigung und damit Existenzsicherung besteht darin, einen Krimi mit einer weiblichen Protagonistin zu schreiben, etwas, wogegen sich bei ihm alles sträubt. Schlimm genug, dass er sein Alter Ego Jack Knife umbringen muss, aber sich in eine Frau einfühlen? Die blonde Lockenperücke, die er sich beim Schreiben aufsetzt, hilft da auch nicht viel weiter. Schließlich kommt sein Kumpel und Mitbewohner auf die glorreiche Idee, eine Software zu installieren, die das Schreiben praktisch von selbst übernimmt. Ein irgendwie aus dem Boden kommendes Lachen ignorierend, startet Windell das Programm, um einen Krimi mit der weiblichen Hauptfigur Pussy Cat zu schreiben, nicht ahnend, was er damit in Gang setzt. Denn Pussy Cat verschwindet aus dem 40er Jahre Roman und landet im realen Köln, was zu einigen Schwierigkeiten führt. Klar, dass Windell sie wieder in den Roman zurückschaffen muss. Aber wie? Dass er dabei in der Psychiatrie landet, ist noch sein kleinstes Problem. In diesem Buch wimmelt es nur so von herrlich skurrilen Charakteren. Ob nun die Protagonisten oder Nebenfiguren wie die Vermieterin, eine dauernd knöllchenschreibende Polizistin, eine ehemalige Nonne, die als Psychiaterin arbeitet, und ein Unterweltboss, sie alle sind so überzogen gezeichnet, dass die Klischees der Hard-boiled-Thriller gnadenlos, aber mit einem Augenzwinkern, aufs Korn genommen werden. Man bekommt zum Beispiel auch einen ganz neuen Blick auf Bohlen und Co. Das ist über weite Strecken hinweg schreiend komisch und voller Wortwitz und Situationskomik. Dies war das erste Buch dieses Autors, das ich gelesen habe, aber sicher nicht das letzte.

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