Jörg Kachelmann Recht und Gerechtigkeit

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(2)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Recht und Gerechtigkeit“ von Jörg Kachelmann

Was bleibt nach einem höchst fragwürdigen Prozess und einer beispiellosen Medienberichterstattung noch von Recht und Gerechtigkeit? Auffallend oft kommen Gerichte zu frappierenden Fehlurteilen – ist der »Fall Kachelmann« vielleicht gar keine Ausnahme? Jörg und Miriam Kachelmann haben sich entschlossen, aufzudecken, was sich hinter den Kulissen abgespielt hat, und geben erschütternde Einblicke in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Recht und Unrecht nicht mehr existieren. In ihrem Buch schildern sie detailliert die Ereignisse vom Moment der Verhaftung bis zur Urteilsverkündung und der Zeit danach, enthüllen Fehler und Ungereimtheiten und legen die unheilvolle Mechanik bloß, die hinter dem Prozess gegen den Meteorologen steckt – und die offenbar nicht nur hier wirksam wird.

Stöbern in Sachbuch

Das geflügelte Nilpferd

dieses Buch bestärkt mich im Veränderungsprozess

Kaffeetasse

Mix dich schlank

aufgrund des ausschweifenden Abschnittes zum Thema Low Carb, ein zuviel an unbekannten Produkten und Einsatz von Zuckeraustauschstoffen bin

Gudrun67

Die Zeichen des Todes

Eine Mischung zwischen Sachbuch und Krimi! Spannend !!!

Die-Rezensentin

Leben lernen - ein Leben lang

Hilfreiches Buch über die Philosophie des Lebens und die Suche nach dem eigenen Glück. Sehr lesenswert!

dieschmitt

Sex Story

Ein tolles informatives Buch

Ginger1986

No Mommy's Perfect

Angenehm witzige Abwechslung vom, hohen Erwartungsdruck geplagten, Alltag einer Mama.

JosefineS

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Recht und Gerechtigkeit" von Jörg Kachelmann

    Recht und Gerechtigkeit

    alexandra_amber

    14. October 2012 um 18:09

    Ich habe den Fall Kachelmann von Anfang an mit "Bauchschmerzen" mitverfolgt, natürlich wie fast alle über die Medien. Schon damals fielen mir die seltsamen Ungereimtheiten (die Lügen der Nebenklägerin, die nicht belastbaren Beweisumstände und auch die eigenartige "Zeugenbefragungen") an diesem Fall auf, den großen Teil habe ich dem Promi-Malus zugeschrieben, unter dem Herr K. bestimmt gelitten hat. Gespannt war ich nun auf das Buch, von dem ich mir keine neuen Erkenntnisse im Fall an sich, aber die Schilderung seiner Perspektive wünschte. Und genau das wurde mir geboten. Eindrücklich, aber nicht depressiv-anklagend sind die Schilderungen seiner Zeit in U-Haft. Da ist von Mitgefangen die Rede, von Kakerlaken und Paparazzi, vom Putzdienst und von der Solidarität im Gefängnis. Sogar eine Einkaufsliste eines seiner zweiwöchigen Einkäufe im Supermarkt war abgedruckt. Erschüttert hat mich, dass aus "Kostengründen" Gefangene nicht einmal mehr Zahnbürste und Zahnpasta erhalten, sondern sich dies selbst kaufen müssen. Da die meisten Gefangenen wohl über keine größeren Vermögen verfügen, halte ich das für übertriebene Sparsamkeit des deutschen Staates. Eine Zahnbürste und Zahnpasta gehören für mich zu den Grundbedürfnissen eines Menschen, ebenso wie Seife und Shampoo. Wie weit sind wir denn mit den hehren Rufen nach "Resozialisierung" unserer Insassen, wenn diesen nicht einmal die einfachste Körperpflege ermöglicht wird? Das hat mich wirklich aufgeregt. Die Schilderungen seiner Verhaftung und des anschließenden Prozesskrieges waren ja durch die Presse schon bekannt, trotzdem gab es auch hier einige erhellende Informationen für mich, insbesondere bezüglich der Beweggründe von Polizei und Staatsanwalt. War es falsche Eitelkeit, die diese dazu bewog, Herrn K. trotz mangelhafter Beweislage und einer eindeutig lügenden Nebenklägerin so lange in U-Haft festzuhalten? Warum sollte Herr K seine Unschuld beweisen, wenn doch in einem Rechtsstaat wie unserem die Unschuldsvermutung gilt? Warum wurde Frau D. von Presse, Richtern und Staatsanwälten permanent als "das Opfer" bezeichnet, obwohl gar nicht klar war, dass es sich bei ihr um eines handelte? Was wirklich in der fraglichen Nacht zwischen den beiden geschehen ist, wissen nur die beiden selbst. Für mich war jedenfalls als rational denkender Mensch schon damals klar, dass seine Schilderung des Abends so normal wie selbstverständlich klang, während ihre so hanebüchen war wie eine schlechte Folge einer sehr schlechten Soap-Opera (dass ein sehr ähnliches Szenario einige Wochen vorher in der ARD-Serie "Verbotene Liebe" vorexerziert wurde, war für mich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte). Nach der Lektüre dieses Buches glaube ich Herrn K noch mehr, dass er das Opfer einer persönlichkeitsgestörten Frau war, die Rache an ihm üben wollte. Ob sein Handeln nun moralisch korrekt war, darüber kann man sicher streiten, strafbar im Sinne des StGb ist Polyamorie aber in keinem Fall :) Umso unsinniger waren für mich schon damals die Vorladungen von Exfreundinnen Kachelmanns als Zeugen (keine davon war beim Tête-à-tête dabei, was haben sie also als Zeugen in einem Gerichtsprozess zu suchen? Von Frau Schwarzer nicht zu sprechen, die sich in dieser ganzen Angelegenheit wirklich als ernstzunehmende Frau disqualifiziert hat und mir mitunter den Eindruck einer teils senilen, reaktionären Frauenrechtlerin vermittelt hat). Ein Zeuge für eine Straftat ist für mich jemand, der diese in irgendeiner Art und Weise beobachtet hat, oder die Folgen davon. Die Nachbarin von Frau D., die Schreie gehört hat, wäre eine Zeugin gewesen (gab es aber nicht). Der Bäcker, der Frau D. Stunden später im verwirrten Zustand durch die Straßen hat geistern sehen (gab es selbstredend auch nicht). Aber die Ex, die vor zehn Jahren mal "was" mit Herrn K. hatte? Was soll die über den Tathergang wissen? Hier sollte wohl nur schmutzige Wäsche gewaschen werden, wodurch sich die Beamten des Rufmordes an Herrn K. mitschuldig gemacht haben. Ebenso wie die vielen Exfreundinnen, die plötzlich ihre Chance auf 15-Minuten-Andy-Warhol-Ruhm witterten und aus allen Löchern gekrochen kamen (inklusive einiger Trittbrettfahrerinnen, die Herrn K. maximal mal die Hand geschüttelt hatten aber plötzlich meinten, etwas über seine Persönlichkeit sagen zu können). Wenn ich er wäre, würde ich all diese Personen samt und sonders nachträglich verklagen und Schadenersatz fordern. Auch von der Bundesrepublik Deutschland, allein für den peinlichen Staatszirkus, der im Rahmen seiner Verhaftung aufgeführt wurde. Dass alle Beteiligten anschließend sogar noch befördert wurden, wie dem Buch zu entnehmen ist, setzt dem Ganzen die Zirkuskrone auf. Einen Punkt Abzug gebe ich für die Versuche, das Ganze als "ständig vorkommend", "die Hälfte aller Beschuldigungen sind falsch" und das für mich sehr zähe und nicht besonders fundierte letzte Kapitel aus der Feder seiner Frau. Der Teil wäre meiner Meinung nach nicht nötig gewesen und hat mir aufgrund der fehlenden Hintergrundkenntnisse seitens der Verfasserin ein wenig das Vergnügen verleidet, denn dieser Teil las sich wie ein Pamphlet. Der Rest des Buches aber war wie oben erwähnt unterhaltsam, erhellend und für mich auch aufrüttelnd.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks