Jörg Kailus Eine kleine Geschichte der Reformation

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Inhaltsangabe zu „Eine kleine Geschichte der Reformation“ von Jörg Kailus

Eine unterhaltsame Geschichte der Reformation. In einzelnen Kapiteln erzählt Jörg Kailus von Ketzerverbrennern und Ablassverkäufern - und wie ein paar gewöhnliche Disputationsthesen eines Theologieprofessors aus Wittenberg plötzlich die Welt aus den Angeln hoben. Die Besonderheit dieses Taschenbuches besteht in den fiktiven Geschichten, die jeweils am Anfang eines Kapitels stehen. Der Leser taucht in die Lebens- und Gedankenwelt der Menschen in dieser Zeit ein, so dass Reformationsgeschichte auf einzigartige Weise lebendig wird.

lesenswert, informationsreich und spannend gemacht. Nach diesem Buch will man noch mehr erfahren, über die Reformation.

— Postbote
Postbote

Mittelalter und die Reformationsbewegung umfassend und gleichzeitig spannend und lebendig erzählt - Klasse!

— orfe1975
orfe1975

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  • Einstieg in die Geschichte der Reformation

    Eine kleine Geschichte der Reformation
    Martinchen

    Martinchen

    19. May 2017 um 15:52

    "Jörg Kailus erzählt von Ketzerverbrennern und Ablassverkäufern - und wie ein paar gewöhnliche Disputationsthesen eines Theologieprofessors aus Wittenberg plötzlich die Welt aus den Angeln hoben. Er berichtet von politischen Verwicklungen, vom Bauernkrieg und von denen, die auch von den Protestanten als Ketzer verfolgt wurden. Aber auch von der Gewissheit Martin Luthers, diesen gnädigen Gott gefunden zu haben." - soweit der Klappentext. "Eine kleine Geschichte der Reformation" ist die zweite Auflage dieses Buches, das zuerst unter dem Titel "Immer Ärger mit diesem Mönch" erschienen ist. Dieser Titel erklärt auch das Cover. In unterschiedlichen Blautönen gehalten sehen wir das Porträt Martin Luthers vor einer Landschaft. Es ist ein auffälliges Titelbild, das jedoch meiner Meinung nach nicht zum Inhalt passt. Natürlich ist hierzulande Martin Luther d e r Reformator, er war jedoch weder der erste noch der einzige, der Reformen forderte. Meiner Meinung nach sollte dies im Cover berücksichtigt werden. In einem Vorwort beschreibt Jörg Kailus seine Intention: "Das Buch soll also eine leicht verständliche Einführung in die Reformation sein, gewissermaßen eine Reformationsgeschichte für Nichttheologen, denn diese Epoche ist in der Tat spannend und relevant für unser Leben als ganz normale Christen des 21. Jahrhunderts." Um es vorweg zu nehmen: das ist Jörg Kailus gelungen. Kailus stellt jedem Kapitel eine kleine Episode voran, die sich in dieser Zeit so oder so ähnlich abgespielt haben könnte, was den Einstieg erleichtert. Der Autor schlägt den Bogen vom Mittelalter bis in unsere Zeit. Ein Glossar und eine Literaturliste (auch mit Originaltexten von Luther, Melanchthon und Calvin) ergänzen das Büchlein. Der Autor schreibt gut lesbar und verständlich. Wie bereits eingangs erwähnt, erhebt er keinen wissenschaftlichen Anspruch. Mehr als einmal weist er den Leser darauf hin, dass die Ereignisse geschildert und nicht bewertet werden dürfen, da sie aus der damaligen Zeit heraus zu erklären sind. Neben Martin Luther werden natürlich auch Melanchthon, Calvin, Erasmus von Rotterdam, Zwingli usw. und ihre Ideen vorgestellt. Das letzte Kapitel ist den "Verfolgten der Reformation" gewidmet, denn natürlich gab es unterschiedliche Auffassungen. Fazit: Jörg Kailus hat auf 328 Seiten eine fundierte Einführung in die Geschichte der Reformation geschrieben, die einen Einstieg in dieses Thema bietet. Ein Buch, das ich jedem empfehle, der sich noch nicht mit der Reformation beschäftigt hat.  

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  • Klein und Informativ

    Eine kleine Geschichte der Reformation
    Postbote

    Postbote

    28. February 2017 um 19:46

    Martin Luther. Dieses Jahr hat er ein Jubiläum, das Jahr der Reformation. Es sprießen viele Informationen aus allen erdenklichen Medien. Sebst wusste ich wirklich auch nicht viel darüber, so hat mich "Eine kleine Geschichte der Reformation", als Buch angesprochen. Wer als Neuling in das mittelalterliche Leben und Wirken rund um Luther und seine bewegende Geschichte eintauchen möchte, liegt mit diesem Bändchen von Jörg Kailus genau richtig. Interessant zu lesen, was Luther bewegt Mönch zu werden. Vor allem zum Schrecken seines Vaters. Von dem damaligen kirchlichem Glauben, der Bevölkerung, erfährt man einiges. So dann, Abgaben und Verhalten führten zum wahren geschätzt werden vor Gott. Besonderst hoffte man noch vor seinem Tot, das man genügend Verdienste vorzuweisen hatte, um nicht im Fegefeuer zu landen. Hier kommen dann die ersten Zweifel von Martin Luther zu Tage. Er will die kirchlichen Gesetze ändern, den wahren Inhalt an die Menschheit bringen. Seine Mission beginnt, ohne zu ahnen, was dies für die Kirche im Glaube, und Bibel in der Zukunft für eine bedeutung haben wird. Es war damals seine Aufgabe, die ihn von innen raus bewegt hat. Eine bewegende, spannende Zeitreise und Geschichte kommt hier ins Rollen. Von den ersten Frauenbewegungen in Klöstern bis hin zu Skepiktern gegenüber Luther. Besonderst nach der Heirat einer Nonne, die ihm sechs Kinder gebar. Von seiner Ankunft in Wittenberg und seiner unermüdlichen Schaffenskraft, kann man hier lesen wie in einem Roman. Das er Psalm 23 erfunden hat wusste ich so auch nicht. Oder das, das Sprichwort, wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein, ebenfalls aus seiner Feder stammt. Sein Glück nicht als Ketzer verbrannt zu werden, hat mich ebenfalls, spannend unterhalten. Seine Kämpfe mit den kirchlichen Obrigkeiten, sein Fehler gegenüber den Bauern machten sein Leben nicht gerade einfach. Auch Auseinandersetzungen mit anderen Reformatoren haben ihre Spuren hinterlassen. Der langsame Fluss an Informationen damals, überzeugte die Bevölkerung eben, nicht aus dem Stehgreiff. Doch hat er es geschafft, seine Spuren so zu hinterlassen, das sie heute noch Wirken. Kurz vor seinem Tot, brachte Luther immer weiter verbesserte Bibeln in deutscher Sprache raus. Somit florierte das Wittenberger Buchdruckgewerbe. Dank sei auch seinen getreuen Begleitern und seiner Frau. Mehr an geschichtlichen Informationen, hält dieses Buch bereit. Z.B. Mit Kapiteln über Melanchton, Ärger mit dem Mönch, Verfolgten der Reformation, Streit mit den Schweitzern und vielem mehr. Lesenswert, sachlich informativ. Für mich ein super Einstieg in die Reformation. Nun möchte ich noch mehr wissen. 5 Punkte   

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  • Das Mittelalter und die Reformation hautnah miterleben

    Eine kleine Geschichte der Reformation
    orfe1975

    orfe1975

    14. January 2017 um 23:05

    Cover:Das bläuliche Cover mit Luther als wichtige Figur der Reformation wirkt einerseits seriös, andererseits für meinen Geschmack etwas unscheinbar. Passend zum Inhalt hätte ich ein bunteres, etwas auffallenderes Cover passender gefunden. Luther ist zwar die zentrale und bekannte Figur in dem Kontext, das Buch betrachtet aber auch viele Dinge und Personen drumherum. Eine Art bunte Collage hätte ich hier schöner gefunden.Inhalt:Jörg Kailus erzählt die Geschichte der Reformation, angefangen von den Zuständen kurz zuvor, über die Probleme der mittelalterlichen Gesellschaft und der "alten" katholischen Kirche bis hin zu Luther, seinen Thesen und den Folgen danach. Mein Eindruck:Das, was mir von Anfang an gut gefallen hat, ist die Art und Weise, wie der Leser in die Geschichte eingeführt und durch sie an der Hand des Erzählers hindurchgeführt wird. Gleich zu Beginn wird der Leser fiktiv ins Mittelalter kurz vor Beginn der Reformationsbewegung gestürzt. Es wird suggeriert, er wacht dort auf und schaut sich um, nimmt Dinge im Vergleich zu der ihm bekannten Gegenwart wahr. Durch einen Erzählstil, der stets von "uns" redet (z. B. "Schauen wir uns dies genauer an...") bindet er den Leser so mit ein, dass man das Gefühl hat, hautnah alles mitzuerleben. So wird dies kein dröger Geschichts- oder Religionsunterricht, sondern spannendes Erleben des Mittelalters mitsamt den Gedanken und religiösen Beweggründen der Menschen, die zu dieser Zeit dort lebten. Zwischendurch bedient sich der Autor fiktiver Figuren, durch deren Geschichten spürbar wird, wie die einzelnen Berufe ausgeübt wurden, der Alltag der Menschen gelebt wurde und wie sich die Menschen gefühlt haben mögen. Neben Luther werden auch seine Kontrahenten und die daraus entstehenden Nebenströme beleuchtet, so dass man ein umfassendes Bild bekommt. Dabei ist dem Autor wichtig, keine Urteile über die Handelnden zu fällen. So sagt er mehr als einmal Sätze wie "Wir sollten aus der historischen Ferne nicht vorschnell urteilen."(S.160f.) Es geht darum, die Vorgänge zu verstehen, nicht zu bewerten. Ich selbst habe mich bislang wenig mit den Unterschieden der Evangelischen untereinander oder ihren Unterschieden zur Katholischen Kirche befasst. Natürlich kannte ich Schlagworte wie Luther oder Calvin, aber die Zusammenhänge und das Verständnis hierfür sind mir erst durch dieses Buch ermöglicht worden. Hilfreich zum Nachschlagen, auch später, ist zudem das übersichtliche und gut erklärende Glossar am Ende des Buches. Natürlich wird hier nur der wesentliche Kern der Ereignisse beleuchtet, dafür ist es auch nur eine "kleine Geschichte" der Reformation. Der Autor schreibt selbst, dass das Buch keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt und nicht für theologische Fachdiskussionen geeignet sei. Aber um diese führen zu können bzw. das Gelesene weiter zu vertiefen, bietet er am Ende jede Menge Literaturhinweise an.Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da die Kapitel jeweils kurz, aber sehr informativ und vor allem sehr spannend waren. Ich wünschte mir, in meiner Schulzeit hätte es solche Bücher gegeben, ich hätte Religion und Geschichte damals viel spannender gefunden!Fazit:Mittelalter und die Reformationsbewegung umfassend und gleichzeitig spannend und lebendig erzählt - Klasse!

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