Jörg Kastner Das Wahre Kreuz

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Inhaltsangabe zu „Das Wahre Kreuz“ von Jörg Kastner

Ägypten 1798. In einem Wüstentempel nahe Kairo wird eine unheimliche Zeremonie abgehalten: Männer in mittelalterlichen Ritterkostümen machen sich bereit, ein Menschenopfer darzubringen. Der junge Zeichner Bastien Topart, der im Gefolge Napoleons nach Ägypten gekommen ist, kann gerade noch rechtzeitig eingreifen. Doch das gerettete Mädchen schweigt im Angesicht des Grauens. Nur ein einziges Wort kommt über ihre Lippen: »Ourida«, das arabische Wort für »Rose« … Jörg Kastners atemberaubender historischer Roman erzählt vom Mysterium einer uralten Reliquie, von der Gier nach Unbesiegbarkeit - und von der großen Liebe.

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  • Rezension zu "Das Wahre Kreuz" von Jörg Kastner

    Das Wahre Kreuz

    Nicole_Rensmann

    15. February 2010 um 21:20

    Sein Vater war Science Fiction Fan und führte den 1962 in Minden geborenen Jörg Kastner schon in früheren Jahren an die Serie Raumschiff Orion heran, was ihm sicherlich viele Jahre später zugute kam. Nach seinem Abitur und dem Wehrdienst studierte Jörg Kastner im Jahre 1984 Jura an der Universität Bielefeld. Obwohl er erst spät den Wunsch verspürte als Schriftsteller zu arbeiten, blickt er mittlerweile auf ein beachtliches Veröffentlichungskontingent zurück. Seine ersten Artikel veröffentlichte er in Magazinen, unter anderem in dem viel zu früh eingestellten »Phantastische Zeiten«. Zahlreiche Kurzgeschichten folgten. 1991 erschien »Das große Raumschiff Orion Fanbuch«, und ein Jahr später »Das große Karl May Buch«. Er schrieb jedoch auch zahlreiche Krimis unter Pseudonym, u.a. für Heftserien wie »Amerika«. Doch der große Durchbruch brachte seine vor zehn Jahren bei Bastei erschienene Germanensage. Heute veröffentlicht er historische Romane, in denen die Phantastik nicht zu kurz kommt. Auch seine Frau Corinna schreibt phantastische Erzählungen, die bei Bastei und Rowohlt erschienen sind. Gemeinsam leben und arbeiten sie in Hannover. Jörg Kastners aktuellen Roman »Das wahre Kreuz« brachte Ende März der Knaur Verlag heraus. Zum Buch Der Junge Zeichner Bastien Taport gehört zu dem wissenschaftlichen Team, das Napoleon Bonaparte im Jahre 1798, geschützt von vierzigtausend Soldaten, nach Ägypten folgt. Seinem Ziehonkel Jean Cordelier, ein Priester und Historiker, hat er es zu verdanken, dass er an dieser Expedition teilnehmen kann. Und so weicht Bastien auch nicht von der Seite seines Onkels, den er wie einen Vater liebt und dem er sein Leben zu verdanken hat. Auf Bonapartes Befehl hin beginnen sie mit den Ausgrabungen eines Tempels in Kairo, auf dem ein tödlicher Fluch lastet. Doch die Archäologen, allen voran Jean Cordelier hören nicht auf das Geschwätz der Einheimischen und betreten den Tempel durch eine von ihnen entdeckte Luke. Als Jean und Bastien mit einer Eskorte Soldaten die Katakomben erkunden, folgen sie den Schreien einer Frau und befreien die wunderschöne Fremde aus den Klauen von Männern, deren Gewandungen an mittelalterliche Ritter erinnern. Bei dem Kampf gelingt es Onkel Jean, einem der Ritter ein Schwert zu entwenden, dessen besondere Beschaffenheit ihnen weitere Rätsel aufgibt, sie jedoch auch dazu veranlasst mehr über die fremdartigen Ritter herauszufinden. Bastien verliebt sich in die schöne Unbekannte, der er zunächst kein Wort entlocken kann, die aber beruhigende Heilkräfte zu besitzen scheint. Doch nur Bastien fällt diese Gabe auf, auch ist er sicher, dass sie weitere Geheimnisse verbirgt. Sie fasst Vertrauen zu ihm und Bastien gelingt es, den Namen anhand ihres Amuletts zu erraten: Ourida – die Rose. Des Nachts träumt Bastien immer wieder von Kämpfen, in denen er selbst als Ritter auftritt und das Leben Ouridas beschützt. Und nicht nur sie allein muss er vor seinesgleichen behüten: ein Kreuz – das für die Christen wichtigste Kreuz – muss bewahrt werden. Doch nicht jeder ist dazu befähigt. Bastiens Träume entpuppen sich als kurze, visuelle Zeitreisen in die Vergangenheit, die er – mit Ouridas Hilfe – auch tagsüber durchlebt. Seine Liebe zu Ourida verändert ihn und zum ersten Mal belügt er seinen Onkel, nicht jedoch ohne von einem schlechten Gewissen geplagt zu werden. Mit Hilfe von Maruf ibn Saad, einem Einheimischen, der die europäischen Gepflogenheiten kennt und teilweise auch lebt, versuchen sie mehr über die Kreuzritter, die in dem Tempel lebten, zu erfahren. Bei ihrem Besuch lernen sie Afhal – die Tochter des Maruf ibn Saad – kennen. Und Bastien ist fasziniert von der rebellischen Schönheit. Dann lernt er Bonaparte persönlich kennen. Dieser hegt großes Interesse an Ourida und bittet Bastien, ihr französisch zu lehren. Hin und hergerissen zwischen den beiden Frauen, entscheidet sich Bastien jedoch rasch für Ourida – verbindet die Zwei doch so viel mehr. Ihre junge Liebe droht jedoch erkannt zu werden: Bonaparte schickt Bastien zu seinem Onkel und zurück zu den Ausgrabungen des Tempels, bei dem alles begann. Bastien lüftet ein weiteres Geheimnis des Tempels. Und fortan schwebt er in Lebensgefahr und durchlebt seine eigene Historie erneut. Nicht nur seine Träume tragen nun dazu bei, dass er erkennt, wer er wirklich ist und welche Aufgabe ihm und auch Ourida zuteil geworden ist. Zahlreiche neue Menschen tragen zu seinem besseren Verständnis bei – doch sie alle schweben in höchster Gefahr … »Das wahre Kreuz« ist eine aus Bastiens Sicht in der Ichform geschriebene Erzählung. Die Gedanken des Bastien Taport sind jedoch nicht immer nachvollziehbar, oft scheinen sie in einem Abschnitt abzureißen. Ein paar mehr Sätze und Ausführungen hätten dem Roman sicherlich nicht geschadet. Die teilweise, aber nicht immer, auf etwas altertümlich getrimmte Sprache wirkt eher gestelzt und unsicher. Auch sind die Dialoge und speziell Bastiens Gedanken um seine große Liebe Ourida ein wenig pubertär. Dennoch war eindeutig das Zwiegespräch zwischen dem Autor Jörg Kastner und seinem Hauptcharakter Bastien herauszulesen. Jörg Kastner muss sich somit sehr in seine Figur hineingefunden und dessen Weg miterlebt haben, was sehr für seine Art zu Schreiben spricht. Mir selbst ist es jedoch leider nicht gelungen mit Bastien mitzufühlen, er blieb mir bis zuletzt fremd. Der unerbittlich und blutig dargestellte Kampf der Religionsanhänger, die Worte und Gedanken Bastiens zu dem auch heute noch aktuellen Thema und die daraus resultierende Mahnung gegen Glaubenskriege geben dem Roman einen durchaus angenehmen, aber nicht zu schwerfälligen, politischen Touch. Das Buch selbst ist als Hardcover mit Schutzumschlag und Landkarten im Inneren sowie Bildern zu den drei großen Teilabschnitten schön gestaltet. Ausführliche historische Daten geben noch einmal die Zeiten der Kreuzzüge und Bonapartes Leben wieder. Überrascht nahm ich allerdings die alte Rechtschreibung wahr, in der das Buch gedruckt wurde. Jörg Kastner Das wahre Kreuz Historischer Roman Knaur Verlag, März 2007 426 Seiten ISBN 978-3-426-66198-7 18,90 Euro (c) Nicole Rensmann http://www.blog.nicole-rensmann.de/?p=1625

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  • Rezension zu "Das Wahre Kreuz" von Jörg Kastner

    Das Wahre Kreuz

    beowulf

    01. April 2007 um 10:15

    Ein schöner Roman, vielleicht mehr ein Jugendbuch- der Autor legt ein spannendes Buch mit einem gut recherchierten historischen Hintergrund über die Zeit des Feldzuges von General Napoleon Bonaparte in Ägypten vor. Kastner lässt uns Napoleon und seine vielfältigen Interessen, seine Bessenheit der Planung in Details und seine strategischen Überlegungen hautnah miterleben, obwohl dieser eigentlich nur eine Nebenfigur ist, er ermöglicht die erzählte Geschichte aber erst durch seine Unternehmungen. Die Hauptfigur ist ein junger ehemaliger Dieb und ehemaliger Klosterschüler, den die Revolution aus der Sicherheit des Klosters in die Welt hinaus zurückbefördert hat und weil sein ehemaliger Abt ein anerkannter Archäologe ist und er ein begnadeter Zeichner begleitet er diesen Ex- Abt bis nach Ägypten. Dort stoßen ihm seltsame Dinge zu, er hat Träume aus der Zeit der Kreuzzüge und stößt auf Menschen, die aussehen wie Kreuzritter, aber nicht wie Angehörige enes der bekannten Ritterorden, sondern sonderbar. Diese Ritter sind im ausgehenden 18. Jahrhundert noch bewaffnet wie 600 Jahre zuvor und sie töten mit der selben Grausamkeit und Brutalität wie die Kreuzritter. Bastien hindert diese Ritter eine Frau zu töten, der er sich über die Zeiten hinweg sofort tief verbunden fühlt, die er liebt und die seine Beschützerinstinkte weckt. Anders als der Klappentext uns aber glauben machen will, ist dies kein platter Liebesroman, nach dem Motto von einem der auszog seine große Liebe zu retten, sondern ein spannender historischer Roman in der der Autor dem Leser eine interessante Geschichte aus der Geschichte zu erzählen hat.

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