Jörg Kastner Hadschi Halef Omar

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Inhaltsangabe zu „Hadschi Halef Omar“ von Jörg Kastner

Kaum legt sein Schiff in Algier an, befindet sich Kara Ben Nemsi bereits in einem Abenteuer, das ihn bis hinaus in die Sahara führt. Auf der Suche nach einem verschollenen Franzosen und einer von Legenden umrankten Oase trifft der deutsche Weltenbummler auf wilde Beduinen, gefährliche Bestien, zu allem entschlossene Fremdenlegionäre - und auf den kleinen, redegewandten Hadschi Halef Omar. Auch als ebook erhältlich.

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  • Absolut gelungenes 'Prequel' zu Mays "Durch die Wüste"

    Hadschi Halef Omar
    Wolfgang Brunner

    Wolfgang Brunner

    23. June 2013 um 21:39

    Der Ich-Erzähler Kara Ben Nemsi erreicht mit dem Schiff Algier (Algerien) im Nordwesten Afrikas. Er möchte Land und Leute erkunden. Auf der Fahrt lernt er Mademoiselle Clairon Latreaumont kennen, die ihm erzählt, dass ihr Verlobter auf der Suche nach einem mysteriösen Ort namens „Die Oase des Scheitans“ ist. Durch die Erzählung neugierig geworden, aber auch weil er der Mademoiselle helfen will, ihren Verlobten zu finden, begibt sich Kara Ben Nemsi auf Spurensuche nach der geheimnisvollen Oase. Während verschiedener Abenteuer lernt er Hadschi Halef Omar kennen, einen liebenswürdigen Beduinen, der jedoch einen zwanghaften Hang zur Prahlerei besitzt. Hadschi Halef folgt Kara Ben Nemsi und schon bald werden sie nicht nur zu Herr und Diener, sondern auch zu Freunden. * Der Roman „Hadschi Halef Omar“ beschreibt auf sehr unterhaltsame, und vor allem auch gut durchdachte, Weise die Vorgeschichte zu Karl Mays „Durch die Wüste“. Auch wenn Kastner im Nachwort schreibt, dass es nicht in seiner Absicht lag, einen weiteren Karl May Roman zu schreiben, so schafft er es dennoch auf faszinierende Weise, das May’sche Universum aufleben zu lassen. Kleine Anspielungen erfreuen den May-Fan ebenso wie die detaillierten Schilderungen der Abenteuer und vor allem der Umgebungen, in denen sich die Prota- und Antagonisten tummeln. Kurzzeitig, vor allem, wenn man sich auf die Geschichte einlässt, vergisst man tatsächlich streckenweise, dass man NICHT ein Buch von Karl May, sondern von Jörg Kastner in der Hand hält. Kastner versteht es wirklich, den Charme der alten Orient-Romane einzufangen und spielt mit guten und interessanten Ideen, die durchaus Logik hinsichtlich des sechsbändigen Orient Zyklus’ von Karl Mays ergeben. Wir werden Zeuge, wie Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar sich kennenlernen und ihr erstes gemeinsames Abenteuer bestehen. Und das in einem gehobenen Schreibstil, der dem von Karl May übrigens wirklich sehr ähnlich ist, ohne jemals nachgemacht zu wirken. Gut recherchiert wirkt die Geschichte überzeugend, wenngleich ich am Ende den Eindruck hatte, dass dem Autor plötzlich hinsichtlich des Ideenreichtums die Luft ausgegangen ist. Dennoch absolut lesenswert und erfreulicherweise bietet der Roman auch einige Überraschungen, die Spaß machen. Bei dem vorliegenden Buch aus dem Karl May-Verlag handelt es sich um eine überarbeitete und erweiterte Fassung des bereits im Jahr 2000 erschienenen Romans „Die Oase des Scheitans“. * Fazit: 4 von 5 Sternen für einen Roman, der sich nahezu perfekt ins May-Universum eingliedert und die erste Begegnung von Kara Ben Nemis und seinem treuen Diener Hadschi Halef Omar schildert, wie May es nicht viel besser gekonnt hätte. Hut ab vor dieser Leistung, Herr Kastner! © Cryptanus für Buchwelten 2013

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