Jörg Krämer , Jenny Schneider Im Schatten von Schlägel und Eisen

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Inhaltsangabe zu „Im Schatten von Schlägel und Eisen“ von Jörg Krämer

1865: Das Ehepaar Biel lebt mitten im Ruhrgebiet. Johannes Biel ist Bergmann auf der Zeche Neu-Iserlohn. Seine Ehefrau, Wilhelmine Biel, bringt acht Kinder zur Welt, die sie in armen Verhältnissen resolut aber liebevoll großzieht. Abseits der glanzvollen Geschichten bekannter Industriellenfamilien gewährt der Autor tiefe Einblicke in das Leben der einfachen Bergleute. Die Arbeit auf der Zeche ist dabei nur am Rande Thema. Der Blick ist immer in die Familie und das Gefühlsleben hinein gerichtet. Der Leser lernt die Werte dieser Zeit kennen, und wie sie vermittelt wurden. Werte, die sich teilweise gravierend von unseren heutigen unterscheiden. Die genannten Personen haben alle gelebt; die Schauplätze existieren teilweise heute noch. So ist die Zeche Neu-Iserlohn die heutige JVA Bochum-Langendreer.

Interessante Familiengeschichte.

— Wisent
Wisent

Ein toller Einblick in das Leben einer Bergarbeiterfamilie

— Antika18
Antika18

Gerade für Menschen aus dem Ruhrgebiet eine sehr interessante Geschichte!

— Petra_Liermann
Petra_Liermann

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  • Buchverlosung zu "Im Schatten von Schlägel und Eisen" von Jörg Krämer

    Im Schatten von Schlägel und Eisen
    Wisent

    Wisent

    Zur Einstimmung auf die Forsetzung der Familiengeschichte aus dem Städtedreieck Bochum, Dortmund Witten, verlose ich zwei Exemplare von "Im Schatten von Schlägel und Eisen".Das Buch beginnt im Jahr 1865 mit Johannes Biel dem Bergmann, der auf der Zeche Neu-Iserlohn arbeitet. Seine Ehefrau, Wilhelmine Biel kümmert sich um die Familie. Sie bringt acht Kinder zur Welt, die sie in armen Verhältnissen resolut aber liebevoll großzieht. Wir sind ganz nah dran, wenn ihre Tochter Elisabeth als Hausmädchen in einer wohlhabenden Familie arbeitet, Heinrich sich in die Freundin seines Bruders verliebt und die Mädchen ihre ersten Freunde kennen lernen und leiden mit, als einer der Söhne völlig überraschend stirbt. Abseits der glanzvollen Geschichten bekannter Industriellenfamilien gewährt der Autor tiefe Einblicke in das Leben der einfachen Bergleute. Die Arbeit auf der Zeche ist nur zweitrangig, vielmehr dreht es sich in der Handlung um die Rolle der Frau, die sich in dieser harten Zeit auch behaupten muss. Die Geschichte hinter dem Roman Entstanden ist der Roman aus den Aufzeichnungen der Großmutter des Autors, Hilde Niggetiet. Sie hat die Familiengeschichte zuerst handschriftlich, später auf Kassetten gesprochen, bis zum Ende des 20. Jahrhunderts festgehalten. In einem Zeitungsinterview von 1985 erklärte Großmutter Niggetiet auf die Frage, wie sie an die Informationen aus der Zeit, die sie nicht miterlebt hat gekommen ist: „ Früher gab es ja noch kein Fernsehen. Und so saß die Familie abends um den großen Tisch und dann wurden Dönekes erzählt. Meine Oma erzählte von ihren eigenen Eltern. Es wurde viel über Streiche gelacht, und langsam konnte ich mir dann auch ein Bild von ihrer Zeit machen“. In eine andere Zeit zurückversetzt Ihr Enkel Jörg Krämer hat aus diesen Aufzeichnungen und Informationen den Roman „Im Schatten von Schlägel und Eisen“ geformt. Die Sprache im Roman ist eine ganz besondere: einfach, höflich, zuvorkommend. Beim Lesen fühlt man sich in eine Zeit mit anderen Werten zurückversetzt. Die Schauplätze aus dem Roman existieren teilweise heute noch. So ist der Kleyberg heute eine Schrebergartenanlage am Rande Dortmunds. Die Zeche Neu-Iserlohn, auf der die Männer der Familie gearbeitet haben, ist nun die heutige JVA Bochum-Langendreer.Die Gewinnfrage lautet:Wie heißt die Großmutter des Autors?Email: papabaerchen@googlemail.com

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    • 28
    Dion

    Dion

    16. April 2017 um 18:20
  • Das Leben einer Bergarbeiterfamilie...

    Im Schatten von Schlägel und Eisen
    Antika18

    Antika18

    13. June 2016 um 18:49

    Klappentext: 1865: Das Ehepaar Biel lebt mitten im Ruhrgebiet. Johannes Biel ist Bergmann auf der Zeche Neu-Iserlohn. Seine Ehefrau, Wilhelmine Biel, bringt acht Kinder zur Welt, die sie in armen Verhältnissen resolut aber liebevoll großzieht. Abseits der glanzvollen Geschichten bekannter Industriellenfamilien gewährt der Autor tiefe Einblicke in das Leben der einfachen Bergleute. Die Arbeit auf der Zeche ist dabei nur am Rande Thema. Der Blick ist immer in die Familie und das Gefühlsleben hinein gerichtet. Der Leser lernt die Werte dieser Zeit kennen, und wie sie vermittelt wurden. Werte, die sich teilweise gravierend von unseren heutigen unterscheiden.Meine Meinung: Dieses Buch ist ein biografischer Auszug aus dem Leben der Bergarbeiter- Familie Biel beginnend im Jahr 1865 und über fast 40 Jahre andauernd. Bereits das Cover lässt auf den Inhalt schließen: Ein Mann, der auf der Zeche arbeitet und gleichzeitig jedoch auch Familienvater ist mit einem Baby im Arm.Obwohl ich mich Anfangs erst an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnen musste, hat mich das Buch zugleich gefesselt. Diese Biografie zeigt bewusst die Familie während der Zeit der Industriealisierung und lässt die Arbeit auf der Zeche im Hintergrund. Wir dürfen Wilhelmine Biel - die Ehefrau des Bergarbeiters Johannes Biel - während dieser schweren Jahre begleiten und bekommen einen Einblick in ihr Gefühlsleben. Es ist bemerkenswert, mit welch einfachen Mitteln, die Menschen damals auskommen mussten und trotzdem glücklich waren. Obwohl Wilhelmine in all den Jahren acht Kinder zur Welt gebracht hat, hat sie nie den Mut und ihre Liebe zur Familie verloren. Sie hat ihren Kindern mit viel Hingabe Werte und Traditionen vermittelt, die zur damaligen Zeit einfach unentbehrlich waren. Der Zusammenhalt von Familie, Nachbarn und Zechen-Kollegen war einfach einmalig. Auch wenn die Zeiten damals wirklich schwer waren, vermisse ich vieles davon in unserer heutigen schnelllebigen Zeit, in der Jeder nur für sich lebt und Reichtum ein Mittel zum angeblichen Glück scheint. Dieses Buch ist nicht nur für die Menschen aus dem Ruhrgebiet interessant, sondern für Jeder, der sich für Zeitgeschichte interessiert.

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  • Informativ, interessant und gut geschrieben

    Im Schatten von Schlägel und Eisen
    Petra_Liermann

    Petra_Liermann

    07. June 2015 um 15:35

    Wer aus dem Ruhrgebiet kommt und in früheren Generationen seiner Familie Bergleute hat, findet in dieser Geschichte von Jörg Krämer nicht nur einen neuen Blickwinkel auf frühere Zeiten, sondern auch auf die Situation der Familien. Aber auch für alle anderen  durchaus ein sehr lesenswertes Buch!

  • Buchverlosung zu "Im Schatten von Schlägel und Eisen" von Jörg Krämer

    Im Schatten von Schlägel und Eisen
    Wisent

    Wisent

    Einblick in das Familienleben der Bergarbeiter im 19. Jahrhundert. Ich verlose drei Romane der wahren Familiensaga der Familie Biel aus dem Ruhrgebiet des 19. Jahrhunderts. Die Leseproben "Frauengespräche" und "Der Anfang". 1865: Das Ehepaar Biel lebt mitten im Ruhrgebiet. Johannes Biel ist Bergmann auf der Zeche Neu-Iserlohn. Seine Ehefrau, Wilhelmine Biel, bringt acht Kinder zur Welt, die sie in armen Verhältnissen resolut aber liebevoll großzieht. Abseits der glanzvollen Geschichten bekannter Industriellenfamilien gewährt der Autor tiefe Einblicke in das Leben der einfachen Bergleute. Die Arbeit auf der Zeche ist dabei nur am Rande Thema. Der Blick ist immer in die Familie und das Gefühlsleben hinein gerichtet. Der Leser lernt die Werte dieser Zeit kennen, und wie sie vermittelt wurden. Werte, die sich teilweise gravierend von unseren heutigen unterscheiden. Die genannten Personen haben alle gelebt; die Schauplätze existieren teilweise heute noch. ISBN 978-3-95720-037-2 Hier nun die Gewinnfrage: Die Zeche Neu-Iserlohn, auf der die Männer der Familie Biel gearbeitet haben existiert teilweise noch heute. Welche Einrichtung wurde auf dem Gelände der Zeche Neu-Iserlohn, auf der Grenze von Dortmund und Bochum, gebaut?

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    • 27
  • Rezension zu "Im Schatten von Schlägel und Eisen" von Jörg Krämer

    Im Schatten von Schlägel und Eisen
    tigerbea

    tigerbea

    28. May 2015 um 10:04

    Wir begleiten die Bergarbeiterfamilie Biel vom Jahr 1865 an einige Jahrzehnte in ihrem Leben. Wilhelmine Biel bringt in dieser Zeit acht Kinder zur Welt. Die Familie kann man für diese Zeit nicht wirklich arm nennen. Das liegt besonders an Wilhelmine, da sie sehr sparsam und fleißig ist. Ihre Kinder gehen ihr über alles. Sie werden liebevoll aufgezogen und die Eltern vermitteln ihnen Werte, die für ihr Leben wichtig sind. Jedes Kind geht seinen Weg und auch als Großeltern gehen die Biels in ihrer Rolle auf. Selbstverständlich gibt es auch Schicksalsschläge. Die lassen sich in der großen Familiengemeinschaft zusammen besser ertragen. Dem Leser erscheint das Leben der Familie Biel in manchen Situationen wahrscheinlich sehr fremd. Manches können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen, aber so einiges, z. B. der Zusammenhalt in der Nachbarschaft, hätte ruhig bis  heute erhalten bleiben können. So eine Geschichte, wie diese der Familie Biel, könnte wohl so manche Großmutter erzählen. Leider geht dieses Wissen so nach und nach verloren. Es ist gut, daß es Autoren gibt, die solche Erinnerungen in so einem wundervollen, erzählstarken, gut recherchierten und detailgenauen Buch niederschreiben.

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