Jörg Liemann LOEWE

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Inhaltsangabe zu „LOEWE“ von Jörg Liemann

Jörg Liemanns Roman kreist um eine Persönlichkeit, die tatsächlich gelebt und gewirkt hat, die jedoch in Vergessenheit geraten ist: Ludwig Loewe war ein Berliner Unternehmer und einflussreicher liberaler Reichstagsabgeordneter, der sich auch mit Bismarck anlegte. Vieles an seiner kurzen Biografie (1837—1886) ist unbekannt. Eigentlich hieß er Louis Levy.
1870 reist Loewe mit seinem Bruder Isidor und einem Ingenieur in die USA und kopiert als Erster für Deutschland die moderne Massenfertigung. Zunächst baut er Nähmaschinen, doch bald möchte die Regierung, dass er in großem Stil Waffen herstellt.
Der junge Angestellte Manfred Pflugschreiber erhält 1957 den Auftrag, zu Werbezwecken die Biografie Ludwig Loewes zu verfassen. Weil es kaum fundierte Dokumente gibt, versucht der Biograf auszuschmücken, was gewesen sein könnte. Doch obwohl er dem wahren Loewe mit seiner Methode zuweilen recht nahe kommt, gibt es Ärger.
Wir reisen in das Alte Berlin des Jahres 1848 oder ins New Yorker Forge, wo wir 1870 Cocktails trinken, während draußen an der Brooklyn Bridge gebaut wird. Wir begegnen August Borsig, Alexander von Humboldt, Graf Zeppelin, Wilhelm II. und vielen anderen. 1884, 1900, 1913, 1957, 1969, 1979 – die Stationen bringen Erhellung, aber auch Rätsel. Was ist erfunden in diesen Welten der Erfindungen? Lebte Loewes Geist in seinem Bruder und in seinem Ingenieur Manfred Schreiber fort? Führt alles Erfinden ins Verderben? Erfindet Manfred Pflugschreiber den Ingenieur Manfred Schreiber, oder gibt es quer durch die Zeit eine ganz andere Verbindung zwischen ihnen?
Material für seinen Roman fand Jörg Liemann im Nachlass seines Vaters, der 27 Jahre für die heute nicht mehr existierende Firma Ludw. Loewe in Berlin-Moabit gearbeitet hatte. Auslöser der Geschichte war der Name der Abteilung, in der sein Vater für die Fachpublikationen des Unternehmens, für das Archiv und für Patente verantwortlich war: Literarisches Büro.

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