Jörg Maurer Unterholz

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Inhaltsangabe zu „Unterholz“ von Jörg Maurer

Auf der Alm, da mäht der Tod noch selbst: Kult-Ermittler Hubertus Jennerwein vor seinem abgründigsten Fall. Der fünfte Alpenkrimi von Spiegel-Bestseller-Autor Jörg Maurer.Auf der Wolzmüller-Alm oberhalb des idyllischen alpenländischen Kurorts wird eine Frauenleiche gefunden. Jennerweins Bemühungen, etwas über die „Tote ohne Gesicht“ zu erfahren, laufen ins Leere. Niemand im Ort will etwas über geheime Treffen auf der Alm gewusst haben, und der Bürgermeister bangt nur um seine Bollywood-Kontakte. Endlich verrät das Bestatterehepaar a.D. Grasegger dem Kommissar, dass es sich bei der Toten um die „Äbtissin“ handeln soll, eine branchenberühmte Auftragskillerin. Wer hat es geschafft, sie umzubringen? Da geschieht ein weiterer Almenmord, ein mysteriöser Maler gerät ins Fadenkreuz, und Jennerwein pirscht mit seiner Truppe durchs Unterholz…

Schön erfrischender und lustiger Krimi von Jörg Maurer!

— Kirschbluetensommer
Kirschbluetensommer

Unterhaltsamer Krimi, gespickt mit einem tollen Humor! Leider auch einige Längen...

— Pippo121
Pippo121

eher ein Krimikomödie, sehr witzig und temporeich

— fredhel
fredhel

Ich liebe die Fälle um den skurrilen Jennerwein.

— paschsolo
paschsolo

Einer der besten Jennerwein Fälle. Herrlich skurril.

— vincen2vega
vincen2vega

mmhhh nein zu viel des Guten

— Pat82
Pat82

Mich konnte dieser Krimi nicht überzeugen. Er war mir zu überzogen, unglaubwürdig und der ironische Humor war nicht meine Sache.

— Gelinde
Gelinde

Maurer birgt für Qualität. Super Story. Ein Hoch auf die sauren Knödel.

— Schroeflandi
Schroeflandi

Bekannte Figuren, ein zunächst kaum durchschaubarer Fall und ein sprechender Klappspaten. Neuer Lesespaß um Jennerwein.

— LeseJette
LeseJette

Extrem spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Für mich bisher der beste Teil.

— hasirasi2
hasirasi2

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  • Leserunde zu "Die Bücherflüsterin" von Anjali Banerjee

    Die Bücherflüsterin
    leucoryx

    leucoryx

    Leucoryx SuB-Abbau-Challenge 2017 Ich möchte gerne mit euch zusammen daran arbeiten unsere SuBs kleiner werden so lassen oder zumindestens nicht entarten zu lassen. Ich habe mir dafür ein paar Regeln ausgedacht, an die ihr halten könnt, wenn ihr wollt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. ------------------------------------------------------------------------------- Die Regeln:1. Schreibt einen Sammelbeitrag (den ich verlinken werde):     - Anzahl der Bücher auf eurem SuB zu Beginn     - aktuelle Anzahl der Bücher     - je Monat: Höhe eures SuBs am letzten Monatstag     - Auflistung der gelesenen Bücher + Geldbeträge2. Es zählen die Bücher zum SuB, die sich bei euch Zuhause ungelesen befinden. Geliehene Bücher (z.B. Bibliotheksbücher, Wanderbücher) müssen nicht gezählt werden.3. Geldbeträge werden in einem extra Sparschwein gesammelt. Bitte legt für euch fest, ob ihr an diesen Geldbetrag erst nach Ablauf der Challenge rangehen wollt oder ob es euer (ausschließliches) Geldreservoir für neue Bücher ist.4. Geldbeträge:         1€ je gelesenes (/gehörtes) SuB-Buch ODER         2€ falls das Buch dem Monatsthema entspricht         Ende des Monats: + 3€, falls SuB <= SuB Ende des letzten Monats;   - 3€, falls SuB > SuB Ende des letzten Monats 5. Ich werde jeden Monat ein Auswahlkriterium benennen. Das soll als Hilfestellung dienen, falls ihr nicht wisst was ihr als nächstes lesen wollt.-------------------------------------------------------------------------------Teilnehmer: (Aktualisiert am 16.08.2017)Name                      |  Aktueller SuB   |  Original-SuB  |  Erspartesleucoryx                                  11                          22                      64,00€PollyMaundrell                     15                           60                     47,00€Kirschbluetensommer     182                         181                    39,00€ annlu                                        59                         100                   196,00€Nelebooks                            773                        703                   79,10€ulrikeu                                      81                          50                    19,00€Oanniki                                    27                          38                      23,00€dia78                                   1.204                     1.249                    37,00€ChattysBuecherblog             0                          20                     75,10€ Kurousagi                             328                        251                     -5,00€Julie209                                    72                          76                      16,00€StefanReschke                      69                          68                     -3,00€darkshadowroses              569                        554                     1,00€

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    • 240
  • Hubertus in Action

    Unterholz
    fredhel

    fredhel

    25. June 2016 um 20:06

    Jörg Maurer hat mit "Unterholz" seinen fünften Alpenkrimi mit Kommissar Hubertus Jennerwein herausgebracht. Für mich war es der erste Fall mit ihm. Ich brauchte eine kleine Weile, bis ich mich an die leider recht zahlreichen Personen und Szenenwechsel gewöhnt hatte, aber dann lief ja alles logisch zusammen und ich habe mich dort im Werdenfelser Land sauwohl gefühlt.Der Schauplatz, bzw. der Mordplatz, ist die abgelegene Wolzmüller-Alm. Sie wird gern von Leuten als Tagungsort gebucht, die nur ungern in der Öffentlichkeit gesehen werden wollen, u.a. diesmal von der weltweiten Elite der Auftragskiller....Leider wird ein Teilnehmer gemeuchelt und dann wird es spannend. Allerdings eher lustig spannend als spannend spannend. Mich hat nicht die Neugier nach dem Täter beim Lesen vorwärts getrieben, sondern diese einzelnen skurrilen Charaktere zu studieren. Sie waren einfach zu unterschiedlich, dabei liebevoll und detailreich beschrieben. Seien es die drei geheimnisvollen Inder oder das Bestatterehepaar Grasegger, das wegen seiner kriminellen Vergangenheit mit Berufsverbot belegt ist.Als Leser sollte man auch einen gewissen Sinn für Albernheit mitbringen, denn wo sonst hat schon die Mordwaffe ein eigenes Kapitel?Jörg Maurer erzählt weit ausholend und umfassend, fabuliert und ironisiert, dass es eine wahre Freude ist. Für mich war es jedenfalls eine Freude und deswegen vergebe ich 4 leuchtende Lesesterne.Die Hörbuchversion wird vom Autor selbst gelesen. Bei anderen Schriftstellern konnte mir so etwas das ganze Buch verleiden, aber Jörg Maurer ist der geborene Vorleser. Es ist kaum zu glauben, dass so viele unterschiedliche Personen von einem einzigen Menschen dargestellt werden können. Die Dialekte vor allem sind klasse getroffen!

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  • Leserkommentare zu Unterholz von Jörg Maurer

    Unterholz
    Jens

    Jens

    via eBook 'Unterholz'

    Ziemlich skurril, spannend und sehr unterhaltsam. Fein skizzierte Charaktere, alle auf ihre Weise sehr liebenswert. Viel Lokalkolorit, für mich, als Exgebirgsjäger aus dem hohen Norden, damals in Mittenwald stationiert, ein echtes Ahaerlebnis!

    • 6
  • Mord auf dem Berg

    Unterholz
    Lerchie

    Lerchie

    19. April 2016 um 18:11

    Das Buch beginnt damit, dass Hauptkommissar Jennerweins Kopf in der Schlinge steckte und zwar im wahrsten Sinne des Wortes… Auf der Wolzmüller-Alm fanden immer wieder Seminare statt. So auch jetzt. Doch Ganshagel der Betreiber der Alm, meldete die Seminarteilnehmer nicht an… Doch kurz vor Ende des Seminars fand Ganshagel eine weibliche Leiche, an einem Baum sitzend, das Gesicht über und über mit einer Käferart bedeckt, die alles wegfraß… Ein Käfer, den es eigentlich hier nicht gab…. Er kam nicht umhin, die Polizei zu informieren, allerdings mit einiger Verspätung… Inzwischen hatten sich alle Semarteilnehmer aus dem Staub gemacht. Denn mit der Polizei wollte von diesem niemand etwas zu tun haben… Aus ganz bestimmten Gründen… Jennerwein tappte sehr lange im Dunkeln. Laut Personalausweis war die Tote eine Auftragskillerin gewesen, genannt die Äbtissin…. Aber ihre Handtasche gab ihnen Rätsel auf… Doch Ganshagel war sich sicher, dass er diese Frau vorher im Ort schon gesehen hatte. Er war mit ihr zusammengerumpelt. Und er war sich sicher, dass er da etwas bemerkt hatte, es fiel ihm nur nicht ein, was…. Als es ihm wieder einfiel, war es zu spät, für ihn…. In welcher Schlinge steckte Jennerwein?  Was war passiert? Was waren das für Seminare auf der Wolzmüller-Alm? Warum meldete Ganshagel die Teilnehmer nicht an, er wäre doch dazu verpflichtet gewesen? Was waren das für Käfer? Wie waren sie dorthin gekommen? Und warum rief Ganshagel nicht gleich die Polizei an? Was war das für eine Gesellschaft, die mit der Polizei nichts zu tun haben wollte? Was die Tote die Auftragskillerin? Was war das für ein Rätsel mit ihrer Handtasche? Was hatte Ganshagel bemerkt, was ihm komisch vorgekommen war? Und wieso war es dann zu spät für ihn? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.   Meine Meinung Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es ist der dritte Krimi von Jörg Maurer, den ich gelesen habe. Der Schreibstil des Autors ist unkompliziert, es tauchen keine Fragen auf, was er mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. Mit dem Pech für Jennerwein fing das Buch gleich schon mal spannend an. Zwar lässt die Spannung dann etwas nach, denn bei den Krimis von Jörg Maurer baut sich diese kontinuierlich auf. So auch bei diesem Buch. Ich wartete förmlich darauf, dass die Eingangsepisode sich im Buch wiederholte. Mit der Zeit hat es mich wirklich gefesselt und ich wollte es nur noch weiter und fertiglesen, wollte wissen, ob und wie der/die MörderIn gefasst wird. Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass in diesen Krimis durchaus auch Humor durchblitzt, der das Ganze etwas auflockert. Was ich eben lustig fand ist, wie das Tatwerkzeug sich immer mal wieder zu Wort gemeldet hat. Es hat mir wieder so gut gefallen, dass ich es fast in einem Rutsch gelesen habe.

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  • Leserunde zu "Schwindelfrei ist nur der Tod" von Jörg Maurer

    Schwindelfrei ist nur der Tod
    LaMargarita

    LaMargarita

    Seid ihr schwindelfrei? Jetzt geht es hoch hinaus! Der Bestseller-Autor Jörg Maurer schickt den Kommissar Hubertus Jennerwein auf die Gipfel rund um einen idyllischen Kurort, auf der Suche nach einem verschwundenen Heißluftballon. Doch in „Schwindelfrei ist nur der Tod“ scheint der Kult-Kommissar nicht ganz er selbst zu sein und schon bald drohen seine Geheimnisse ihn einzuholen. In dem spannenden Alpenkrimi lernen wir Jennerwein von einer ganz neuen Seite kennen...  Mehr zum Inhalt:Hoch über dem idyllisch gelegenen Kurort schwebt ein Heißluftballon. Plötzlich ist er verschwunden. Vom Winde verweht? Abgestürzt? Oder explodiert? Bei den Ermittlungen wirkt Kommissar Jennerwein merkwürdig abgelenkt. Seit langem besucht er heimlich einen mysteriösen Unbekannten im Gefängnis. Was hat der verbrochen? Als der Unbekannte im Kurort auftaucht, droht plötzlich Jennerweins ganze Existenz wie ein Ballon zu zerplatzen… LeseprobeZum Autor:Jörg Maurer wurde 1953 im bayerischen Oberland, hart an der österreichischen Grenze geboren. Er verließ Garmisch-Partenkirchen nach der Schulzeit, um in München Anglistik, Theaterwissenschaften, Germanistik und Philosophie zu studieren. Nachdem er seine Magisterarbeit über Arno Schmidt abgeschlossen hatte, war er einige Jahre lang Lehrer für Deutsch und Englisch. Und zwar gerne. Zur gleichen Zeit entwickelte er das kultur-satirische Kabarett, weil er sich mit dem Bierernst, der in der Literatur- und Musikszene so oft vorherrscht, nie anfreunden konnte. Und ganz privat liebt er die Kochkunst und liest Unmengen an Büchern. Für die Kunst- und Kulturzeitschrift MUNDUS schreibt er Satiren rund um die Welt der Malerei. Zusammen mit dem FISCHER Scherz Verlag verlosen wir 25 Exemplare von „Schwindelfrei ist nur der Tod“ an Testleser, die sich gemeinsam mit Hubertus Jennerwein in luftige Höhen begeben wollen und Lust haben, sich in einer Leserunde über den spannenden Alpenkrimi auszutauschen. Bewerbt euch einfach über den „Jetzt bewerben“- Button* und beantwortet uns bis zum 24.04. in eurer Bewerbung die folgende Frage: Wo würdet ihr gerne mal in luftige Höhen aufsteigen und warum? Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten!Viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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    • 825
  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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    • 393
  • Unterholz

    Unterholz
    Gelinde

    Gelinde

    14. January 2016 um 15:56

    Unterholz, ein Alpenkrimi von Jorg Maurer Cover: Witzig. Aber nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich sagen: der Biber und der Maibaum haben irgendwie keinen Bezug zur Geschichte. Inhalt: Der fünfte Alpenkrimi von Kult-Ermittler Hubert Jennerwein. Auf der Wolzmüller-Alm, hoch über dem idyllischen alpenländischen Kurort, wird eine Frauenleiche gefunden. Nur das Bestatterehepaar a.D. Grasegger glaubt sofort zu wissen, dass es sich bei der Toten um die Äbtissin handelt, eine branchenberühmte Auftragskillerin. Ein Geheimtreffen mit entsprechenden Seminaren führte die Top-Elite internationaler Killer auf diese Alm, auf der die sauren Knödel des Wirts eines der Highlights sind. Dann geschieht ein weiterer Mord. Kommissar Jennerwein pirscht sich mit seiner Truppe durchs Unterholz……. Meine Meinung: Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Doch leider hat es meinen Humor und meine Erwartungen nicht erfüllt. Schon den Einstig fand ich sehr konfus, sehr viele Personen, viel Namen (es wurden mal die Vor- dann die Nachnamen oder teilweise sogar Spitznamen verwendet). Und irgendwie bekamen die Personen für mich keine Gestalt, kein Gesicht, sie erschienen mir irgendwie alle absurd. Der Schreibstil war für mich sehr gewöhnungsbedürftig, der ironische Humor ist nicht immer auf Anhieb zu erkennen. Den Gedankengängen kann ich auch nicht immer folgen. Und ein Klappspaten der sich vorstellt und redet ist auch nicht gerade witzig. Übertriebene, überzogene und ausufernde Beschreibungen, Beispiele und Nebengeschichten machen es für mich langatmig. Es wird sehr viel um den heißen Brei rumgeredet, irgendwie fühle ich mich teilweise “verarscht”. Es werden auch unglaublich viele Fremdwörter eingebaut (ohne Erklärung) z.B. „Pars pro tot”, “Meriten” ,“ Akinetopsie” “ chevaleresk” usw. Es gibt viele Wortspielereien, die ja ganz gut sind: z.B. Schnapsladen mit dem Namen : Absturz. Es gibt sehr viele Cliffhanger. Immer wenn jemand etwas weiß, oder irgendwas kombiniert hat, wird abgebrochen. Mir ist klar, das soll Spannung erzeugen, mich nervt es hier meist, weil ich finde es wird irgendwie nicht wieder aufgegriffen. Autor: Jörg Maurer stammt aus Garmisch-Partenkirchen, Er studierte Germanistik, Anglistik, Theaterwissenschaften und Philosophie. Mein Fazit: Mich konnte dieser Krimi nicht überzeugen. Er war mir zu überzogen, unglaubwürdig und der ironische Humor war nicht meine Sache. Deshalb von mir knappe 3 Sterne.

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  • Eine kurze Betrachtung de Unterholzes

    Unterholz
    LeseJette

    LeseJette

    22. September 2015 um 21:33

    Das passiert: Einmal mehr ist Hubertus Jennerwein, seines Zeichens Kommissar im Werdenfelser Land im Einsatz. Dieses Mal wird er auf eine Alm im Umkreis des Kurortes gerufen, auf der eine Tote gefunden wird. Dieser Dame fehlt komplett das Gesicht, von kleinen Tierchen zerfressen. Aber nicht nur die Todesart ist äußerst merkwürdig. Eigenartig sind auch die Gäste der Alm, die schon kurz nach der Tat von der Alm verschwunden sind. Mitten in der Nacht. All das macht die Ermittlungen nicht wirklich einfach. Doch dann gibt es doch eine Spur, die Äbtissin (eine gefürchtete Auftragskillerin) soll die Täterin sein. Die Gäste der Alm ebenfalls Auftragskiller aus aller Welt, die hier zu einer Weiterbildung zusammenkamen.... So gefällt mir das Buch: Auch dieser Jennerwein ist nach dem bekannten Muster aufgebaut: Zunächst werden scheinbar nicht zusammenhängende Handlungsstränge vorgestellt. Diese Stränge werden im Laufe des Romans Stück für Stück zu einem Strang zusammengeführt. Auch dieser Roman folgt dem bekannten Erfolgsrezept. Erfolgsrezept, weil die Spannung auf dieser Weise sehr lange erhalten bleibt. Auch wenn man immer mal wieder ahnt, wer wie miteinander verbandelt ist. Allerdings ist man Leser immer mal wieder komplett falschen Spur. Natürlich gibt es wie in allen Maurer-Krimis aus dem Werdenfelser Land eine weitere Gemeinsamkeit, die immer gleiche personelle Grundausstattung. Während Jennerwein auf der Suche nach dem Täter oder den Tätern ist, tritt auch das Ehepaar Grasegger, ehemals Bestatter, heute verurteilt mit Berufsverbot auf. Ebenso wenig fehlt der sogenannte Problemlöser Swoboda, der einigen Gästen der Alm zu Hilfe kommen muss und selbst vom Padrone hört man kurz etwas. Das hat irgendwie etwas Vertrautes und ist ein Grund, dass ich mich auf jeden neuen Maurer freue. Eine weitere Gemeinsamkeit der Romane um Jennerwein: jeder Krimi ist wieder einzigartig. In diesem Fall kommt zum einen das Tatwerkzeug, ein Klappspaten, zu Wort. Zum anderen erfährt der geneigte Leser mehr zum Stichwort Unterholz. Das ist sehr witzig und lockert den Roman auf, ohne das er zu sehr in die Komik abrutscht. Trotz aller Gemeinsamkeiten der Krimis, müssen interessierte Leser aber nicht in der Erscheinungsreihenfolge lesen. Denn auch im Unterholz erzählt Maurer so viel über die Figuren, wie es für das Verständnis gerade notwendig ist. Wer aber Spaß an Hubertus und Co. gefunden hat, der sollte sich auch die anderen Romane nicht entgehen lassen. Fazit: Bekannte Figuren, ein zunächst kaum durchschaubarer Fall und ein sprechender Klappspaten. Der fünfte Jennerwein  ist nach dem bewährten Muster aufgebaut, weist aber trotzdem Eigenheiten auf, was dem Lesespaß bestens bekommt. 

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  • Eine Frau ohne Gesicht im Werdenfelser Land

    Unterholz
    Schneeapfel91

    Schneeapfel91

    10. June 2015 um 04:50

    Im fünften Alpenkrimi von Spiegel-Bestseller-Autor Jörg Maurer ermittelt Kommissar Jennerwein mit seinem Team auf der Wolzmüller-Alm oberhalb des idyllischen alpenländischen Kurorts. Dort fand ein Seminar mit Teilnehmern aus diversen Ländern der Welt statt. Später wird eine Frauenleiche gefunden. Sie sitzt angelehnt unter einem Baum mit tief ins Gesicht gezogenen Sonnenhut. Man könnte meinen, dass sie schläft… Rote Sylphen haben ihr das komplette Gesicht zerfressen. Jennerweins Bemühungen, etwas über die „Tote ohne Gesicht“ zu erfahren, laufen ins Leere. Niemand im Ort will etwas über geheime Treffen auf der Alm gewusst haben. Lange lassen sich die Ermittler von dem Mörder an der Nase herumführen. Man denkt, dass der Täter – wie in 90 % aller Fälle - die Spuren verwischen will. Allerdings tut er es nicht. Auf diese simple Tatsache kommen die Ermittler erst später. Als das das Bestatterehepaar a.D. Grasegger später dem Kommissar endlich verrät, dass es sich bei der Toten um die „Äbtissin“ handeln soll, eine branchenberühmte Auftragskillerin, hat das Team endlich eine heiße Spur. Wer ist diese „Äbtissin“? Und treibt sie sich noch im Ort herum? Was hat ein Klappspaten der Marke „Gartenfreund“ mit all dem zu tun?! Man darf gespannt sein…. Plötzlich geschieht ein weiterer Almenmord und der mysteriöse Maler Michl Wolzmüller gerät ins Fadenkreuz der Ermittler. Später kommt es zu einer spannenden Verfolgungsjagd der etwas anderen Art in den Bergen des Werdenfelser Landes… Es war mal wieder ein sehr spannender Fall, angereichert mit einer Prise schwarzem Humor. V.a. diese genannte Verfolgungsjagd fand ich besonders lustig. Ich habe den Roman mal wieder verschlungen… und der nächste Fall „Felsenfest“ ist schon geordert.

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  • Wieder ein tolles Buch von Jörg Maurer!!

    Unterholz
    flaschengeist1962

    flaschengeist1962

    22. April 2015 um 15:37

    Ach, das Buch war wieder klasse. Die Story war super und auch ein Spritzer Humor ist wieder dabei. Einfach nur genial. SEhr empfehlenswert!!!

  • einfacher Krimi mit viel Ironie......

    Unterholz
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    28. February 2015 um 10:08

    Kurzbeschreibung Auf der Alm, da mäht der Tod noch selbst: Kult-Ermittler Hubertus Jennerwein vor seinem abgründigsten Fall. Der fünfte Alpenkrimi von Spiegel-Bestseller-Autor Jörg Maurer. Auf der Wolzmüller-Alm oberhalb des idyllischen alpenländischen Kurorts wird eine Frauenleiche gefunden. Jennerweins Bemühungen, etwas über die „Tote ohne Gesicht“ zu erfahren, laufen ins Leere. Niemand im Ort will etwas über geheime Treffen auf der Alm gewusst haben, und der Bürgermeister bangt nur um seine Bollywood-Kontakte. Endlich verrät das Bestatterehepaar a.D. Grasegger dem Kommissar, dass es sich bei der Toten um die „Äbtissin“ handeln soll, eine branchenberühmte Auftragskillerin. Wer hat es geschafft, sie umzubringen? Da geschieht ein weiterer Almenmord, ein mysteriöser Maler gerät ins Fadenkreuz, und Jennerwein pirscht mit seiner Truppe durchs Unterholz… Meinung Dies ist der 5. Teil der Reihe rund um den Kult-Ermittler Hubertus Jennerwein. Da ich die Vorgänger nicht gelesen habe, hatte ich etwas Bedenken, mich in die Geschichte hineinzufinden. Aber dies war unbegründet. Man muß die Vorgänger nicht zwingend gelesen haben. Der Plot besteht aus mehreren Handlungssträngen, die aber nach und nach zusammen führen. Die Geschichte selbst war sehr unterhalsam, aber auch teilweise skuril. Es gab einige unrealistische Szenen, z.B. die Fahrt auf den rollenden Baumstämmen. Dies war für mich schon etwas übertrieben. Ganz witzig dagegen fand ich einzelne Kapitel, die aus Sicht eines Klappspatens geschrieben wurden. Er erzählt seine Geschichte wirklich köstlich. Eines verstand ich nicht so genau und zwar waren es die zwei Bergsteiger, Ärzte von Beruf. Mir ist bis jetzt noch nicht klar, warum sie in der Geschiche auftauchen und zu welchem Zweck? Komisch..... Die Charakteren wurden vom Autor gut ausgearbeitet. Ich fühlte mich mit ihnen verbunden und war Teil des Krimis. Ganz besonders gefielen mir die lustigen, aber auch sarkastischen Dialoge untereinander. Es machte mir Spaß, über sie zu lesen. Auch die Umgebungsbeschreibungen gelangen Herrn Maurer perfekt. Ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen. Der Schreibstil des Autors ist leicht und locker. Das Buch ist eine einfache Lektüre für zwischendurch, ich mußte nicht viel mitdenken. Die Kapitel wurden kurz gehalten und bei jedem Kapitelanfang war ein Spruch in der oberen Ecke und in der unteren ein gezeichneter Biber. Cover Das Cover ist richtig schön bunt und passt vom Titel und vom Cover perfekt zum Inhalt des Buches. Es macht auf jeden Fall Lust, es zu lesen. Fazit „Unterholz“ ist ein einfacher Krimi mit Spannung und viel Ironie. Nicht anspruchsvoll und gerade richtig für zwischendurch. Er bekommt von mir 3 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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  • Unterholz

    Unterholz
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    18. February 2015 um 15:59

    Unterholz ist der fünfte Alpenkrimi aus der Feder des Kabarettisten Jörg Maurer. Längst ist sein Ermittler Jennerwein zu einer festen Größe der regionalen Mord- und Totschlag Literatur geworden. Doch in noch keinem seiner vorangegangenen Fälle hatte Jennerwein es mit so einem gefährlichen Gesocks zu tun. Denn die Leiche, wegen der er diesmal ermittelt, ist eine bekannte Auftragskillerin. Wer sich traut, sich mit so einer anzulegen, der schreckt auch vor ganz anderen Taten nicht zurück. Und ehe Jennerwein sich versieht, steckt er - mit Drähten gefesselt - im Unterholz der Wolzmüller Alm. Ich mag Jörg Maurers Krimis unheimlich gern. Sie sind nicht nur einfach regional und witzig, sondern intelligent und sarkastisch geschrieben. Es ist ein gewisses Niveau, das Autor Jörg Maurer sein eigen nennen kann, das ihn von vielen anderen dieser Sparte unterscheidet und das er auch kontinuierlich beibehält. Nicht nur das Ermittlerteam, sondern auch der Leser wird gefordert. Acht zu geben, jeden einzelnen Charakter im Blick zu halten, denn es könnte jeder oder keiner der Verdächtige sein. Wiederkehrende Figuren sind das Herzstück von Maurers Alpenkrimis. Da gibt es z.B. den berüchtigten Swoboda, Gangster und Gauner alter Güte, dem Jennerwein schon länger versucht das Handwerk zu legen. Oder aber die Graseggers, Bestattereherpaar aus dem Ort, immer dann auf Zack, wenn eine Leiche gefunden wird. Wie im echten Leben auch, hat jeder sein kleines Geheimnis, hier und da eine "Leiche" im Keller, und das Lesen jedes einzelnen Alpenkrimis führt dazu, dass man diese Charaktere besonders gut kennenlernt. In "Unterholz" ist es mir sogar so ergangen, dass ich dachte:"Mensch, die schon wieder. War ja klar, dass die sich wieder einmischen / dies oder das tun." und damit irgendwie das Gefühl hatte, an den Alpenkurort zurückzukehren, in dem ich jedes Jahr Urlaub mache. Wer die Alpenkrimis von Jörg Maurer schon kennt, der weiß, dass man sich auf den Autor verlassen kann. Oftmals erfährt der Leser am Anfang schon ein Teil des Endes und wünscht sich nichts sehnlicher als zu wissen, wie der Verlauf der Handlung bis dahin wohl ist. Wie der Jennerwein nun schon wieder in das Schlamassel geraten ist. Es gibt Mordfälle, die mag man mehr, manche weniger, aber der Garmisch Partenkirchener schafft es immer einen guten Roman zu schreiben, der vor allem richtig unterhaltsam ist

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  • Fantastischer Krimi!

    Unterholz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. October 2014 um 21:27

    Ein Krimi - spannend bis zur letzten Seite. So muß ein Buch, so muß ein Krimi geschrieben sein. Aber bitte bedenken, es ist nur eine ausgedachte Geschichte!

  • Ein perfekter Ort für einen perfekten Mord...

    Unterholz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. January 2014 um 08:09

    Der Schauplatz des neuen Alpenkrimis von Jörg Maurer ist eine idyllische, schwer zugängliche Alm, unweit vom Kurort und dem Loisachtal, inmitten von Zugspitze, Waxenstein und Hochblassen. Ein perfekter Ort für einen perfekten Mord, für ein undurchsichtiges Seminar und reichlich Unterholz. „Unterholz“ ist nicht nur Titel, sondern auch der rote Faden. Jedes Kapitel beginnt mit einer erneuten Begriffserklärung oder literarisch-geografischen Verortung: Von Richard Wagner (Siegfried jagt den Drachen im Unterholz) über beliebte Witze asiatischer Comedians (Untelhorz) bis hin zur Feng-Shui-Beratung: (Umarme die Büsche des Unterholzes). Unter einem Alpenkrimi könnte man sich nun eine harmlose Provinz-Polizei-Geschichte vorstellen, nicht jedoch, wenn sie aus der Feder von Jörg Maurer stammt. Für die skurrilste Fantasie unter den Krimiautoren bekannt, weiß er: „Gerade hinter den Geranien lauert das Grauen“. So findet auf der Alm in Garmisch-Partenkirchen auch kein gewöhnliches Seminar für Manager oder Tanztherapeuten statt, sondern es trifft sich die Crème de la Crème der Ausknipser, die oberste Liga der Profikiller und Auftragsmörder, aus Paris, Tunesien, Italien, Russland, Indien etc. Grandios! Und es werden absonderliche Vorträge abgehalten, z. B. über „Optographie“, die Wissenschaft der Fixierung des letzten Bildes, das ein Lebewesen vor dem Tod sieht. Diese gibt es wirklich, ist aber leider für forensische Analysen unbrauchbar. Natürlich sind die Teilnehmer undercover vor Ort, nur der Bürgermeister weiß Bescheid. Es hätte nun auch niemand von außerhalb etwas über das kuriose Seminar auf der abgeschiedenen Alm erfahren, wäre nicht gleich am zweiten Tag eine Kursteilnehmerin ermordet aufgefunden worden. Dass es sich bei der Toten um die „Äbtissin“ handelt, eine branchenberühmte Killerin und Meisterin des Spurenverwischens, ahnt das Bestatterpärchen. Allerdings dürfen gerade diese beiden keinen noch so kleinen Verdacht auf sich lenken: Sie haben sich wegen Entsorgens von Leichen für die italienische Mafia ein Berufsverbot eingehandelt … Und während die Spannung mit jedem Kapitel steigt, haben wir überhaupt keine Ahnung, wer der Mörder sein könnte. Den wunderbar eleganten Humor des Autors, der selbst aus Garmisch-Partenkirchen stammt, erkennt man an den Details: von der Mordinszenierung bis hin zur Schilderung der Tat aus der Sicht der Mordwaffe: Ein Klappspaten der Marke Gartenfreund, die der Mörder nach Gebrauch fein säuberlich putzt und wieder in der Originalverpackung ins Kaufhausregal stellt. Eine herrliche Idee! Es ist ein Genuss, neben den abstrusen Figuren, von Ideen skurrilster Art zu lesen. Maurers Kult-Ermittler Hubertus Jennerwein lässt sich auch in diesem Buch nicht abschrecken. Es sei diesmal sein abgründigster Fall. Und am Ende frage ich mich, ob der Name zufällig gewählt sei. Ob überhaupt irgendwas zufällig ist im Roman. „In bestimmten Gegenden in den Karpaten ist es Brauch, im Wald Münzen ins Unterholz zu werfen. Einem alten Volksglauben nach hat man pro Münze eine Lüge frei.“ Im September 2013 ist Jörg Maurer mit dem Radio-Bremen-Krimipreis ausgezeichnet worden. Die Begründung der Jury: „Es handelt sich bei den Alpenkrimis nicht um bloße Regionalkrimis, sondern es ist große deutsche Unterhaltungsliteratur.“ Carla

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  • ~ Provinzpolizisten? ~

    Unterholz
    ShadowOfBlue

    ShadowOfBlue

    16. August 2013 um 08:39

    Es war wieder soweit, Urlaub stand vor der Tür. Vorsichtshalber heisst es da bei mir, dass Lektüre beschafft werden muss - falls das Wetter schlecht ist, oder man einfach keine Lust hat vor die Tür zu gehen. Da ich das fast vergessen hätte, habe ich vor der Abfahrt noch schnell im hiesigen Real-Markt die Bücher durchwühlt, wollte eigentlich schon wieder frustriert abdackeln, da griff ich dann doch zu. Als Frustkauf landete der Alpenkrimi Unterholz dann schließlich im Einkaufswagen neben dem restlichen Reiseproviant. Als Frustkauf hat man es als Buch ja nicht unbedingt einfacher, zumal es sich bei Unterholz auch nicht um den ersten Roman von Jörg Maurer handelt, sondern lt. Klappentext bereits sein 5. Alpenkrimi. Auch dieser Punkt hat mich anfangs vom Kauf abgeschreckt, denn ich fange doch gerne am Anfang an. In diversen Buchreihen rund um die selben Hauptfiguren gibt es nunmal unabstreitbar häufig Anspielungen auf vorherige Bände, die man als Neuling leider nicht versteht, die einem gegebenenfalls die Spannung vorwegnehmen könnten oder die mehr und mehr Fragen aufwerfen, die letztendlich unbeantwortet bleiben. Es kam, wie es kommen musste - der Urlaub war vorbei und Unterholz schlummerte immer noch friedlich in der Reisetasche. Wieder in der Heimat hatte ich dann aber doch Mitleid und schnappte mir den Krimi. Dass der Frustkauf kein Fehlkauf war, hat man sicherlich schon an den vergebenen Sternen gesehen, warum genau, dazu gleich mehr. Klappentext Auf der Alm, da mäht der Tod noch selbst Kult-Ermittler Hubertus Jennerwein vor seinem abgründigsten FallAuf der Wolzmüller-Alm, hoch über dem idyllischen alpenländischen Kurort, wird eine Frauenleiche gefunden. Nur das Bestatterehepaar a.D. Grasegger ahnt, dass es sich bei der Toten um die "Äbtissin" handelt, eine branchenberühmte Auftragskillerin. Da geschieht ein weiterer Alpenmord. Kommissar Jennerwein pirscht mit seiner Truppe durchs Unterholz... Klappentext Ende Soweit so gut, klingt alles recht seicht, nichts besonderes, ein ganz normaler Krimi. Doch schnell merkt man, dass das Buch alles ist, nur kein konventioneller Krimi. Auf den ersten Seiten lernen wir direkt eine Vielzahl von Leuten kennen - es beginnt mit Kommissar Jennerwein, der sich gefesselt im Wald wiederfindet, man weiß nicht genau ob aktuell, Rückblick oder eine kleine Kostprobe von dem, was noch kommen wird. Dann zwei Mediziner auf Wanderschaft in der Bergwelt, eine Ehefrau, die Ihren Mann gerne umbringen lassen will, wir bekommen einen kleinen Rückblick auf die Geschichte der Wolzmüller-Alm, lernen 3 Inder kennen, die zu einem Seminar nach Deutschland möchten und schwenken dann zurück Wolzmüller-Alm, deren Wirt Rainer Ganshagel gerade einen Schwung Seminarteilnehmer bewirtet. Nein, ich möchte nun nicht minutiös den Inhalt des Buches wiedergeben, doch man merkt der Anfang springt massiv hin und her und sorgt so für viele Fragezeichen, Zusammenhänge kann man kaum erkennen, höchstens erahnen, und gerade das machte das Buch für mich dann interessant. Je mehr Fragen Maurer am Anfang aufwirft, auf desto mehr Antworten muss man warten und hoffen. Letztendlich ist es dann aber auch bald soweit, die erste Leiche ist da. Ganshagel, stets auf Diskretion seinen oftmals namenhaften Gästen gegenüber bedacht, ruft zunächst statt der Polizei das ehemalige Bestatterehepaar Grasegger, die allerdings weder helfen können noch wollen - am nächsten Morgen reisen die durch Ganshagel informieren Seminarteilnehmer fluchtartig ab, Ganshagel informiert die Polizei über den Leichenfund und Jennerwein uns sein Team nehmen die Ermittlungen auf.Spektakulär wird es eigentlich für den Leser zunächst nur dadurch, dass die Tote die Äbtissin zu sein scheint, eine Koriphäe unter den Auftragskillern, und durch die Vermutung dass das Seminar auf der Alm ein Seminar eben solcher war. Dann fangen die Ereignisse allerdings an sich zu überschlagen, der nächste Mord geschieht und Stück für Stück setzt sich das Puzzle nicht nur für den Leser immer mehr zusammen. Während Seite für Seite die Spannung steigt, bleibt allerdings auch nicht der Humor auf der Strecke. Im Gegensatz zu anderen bayerischen Krimiformaten, seien es die Bücher von Rita Falk rund um Kommissar Eberhofer oder TV-Formate wie die Rosenheim-Cops, ist es bei Meurer allerdings weniger das Ermittlerteam, welches die Komik liefert, sondern die Umgebung. Ob es nun das Ehepaar Grasegger mit krimineller Vergangenheit ist, der Bürgermeister oder die restlichen Bewohner des Kurortes, überall im Buch trifft man auf schrullige und skurrile Gestalten, die zwar ein wenig überspitzt aber nicht vollkommen absurd gezeichnet sind. Ebenfalls Kapitel aus der Sicht der Tatwaffe, die nicht nur sich selbst sondern auch den Mörder für die Durchführung der Tat in den Himmel lobt, passen wunderbar ins Gesamtbild und lassen den Leser zwischen dem kriminalistischen Spürsinn auch ein wenig Lächeln oder den Kopf ungläubig schütteln.Die kurzen Kapitel werden immer durch eine kleine Exkursion zum Thema Unterholz eingeleitet, Redewendungen, Zitate oder einfach nur unnützes Wissen werden einem hier präsentiert - nun ja, über den Sinn lässt sich streiten, aber es ist ein netter und kreativer Lückenfüller. Letztendlich sind diese aber nur Zierde und stehen in keinem Zusammenhang mit der Geschichte an sich. Maurers Schreibstil lässt sich leicht lesen, nur selten kommt man ein wenig ins Stocken wenn gerade wieder bayerische Redensarten mit einfließen. Für den gemeinen Preussen ist es sicherlich gut und sinnvoll, dass das Buch nahezu komplett auf hochdeutsch gehalten ist, wodurch allerdings auch ein wenig des alpenländischen Charme verloren geht. Nur selten werden im ersten Teil des Buches hingegrantelte Aussagen annähernd in Lautsprache übersetzt, wodurch man sich als Leser ein etwas genaueres Bild der Charaktere formen kann, diese Eigenheit verschwindet leider mit fortschreitender Geschichte zusehends. Während die Spannungskurve sich anfangs eher durch Verwunderung und Neugier aufrecht erhält, kommt recht bald auch echte Spannung durch die Handlung auf, die bis auf ein paar leichte Abflachungen konsequent aufrecht gehalten werden kann. Überraschende Wendungen, neue Ermittlungsergebnisse und am Ende der obligatorische Showdown stellen nun keine Neuerfindung des Rades dar, gehören zu einem guten Krimi im Prinzip zwangsweise dazu, jedoch werden hier keine hahnebüchenen Situationen herbeifantasiert, sondern es baut alles aufeinander auf. Die abstrakten, kleinen Splitter, die der Leser anfangs erhält, setzen sich nach und nach zu einem logischen Gesamtbild zusammen. Nur selten ist der Leser dem Ermittlerteam in seinem Wissen deutlich voraus, wird aber am Ende in diesem Punkt als klarer Sieger hervorgehen. Manche Fragen werden der Polizei wohl auf ewig ein Rätsel bleiben.Leider muss ich zugeben, dass das Ermittlerteam in der Geschichte ein wenig untergeht. Ich denke, dies liegt daran, dass die Charaktere noch relativ normal gehalten sind. Natürlich hat auch dort jeder seine Marotten und Macken, im Gegensatz zu anderen Kriminalromanen wird hier aber der Fokus der Story auf die Ermittlungen gelegt und nicht auf das Privatleben. So bleiben die Bilder die man sich macht sehr professionell und ein wenig trübe, wenn es auf die menschliche Ebene geht. Trotzdem hat Maurer hier ein durchweg sympatisches Team zu Papier gebracht, das menschlich als auch fachlich sehr breit gefächert ist und wohl gerade dadurch gut und erfolgreich zusammenarbeitet. Vielleicht hätte man hier als Leser aber einen Vorteil, wenn man die ersten Bücher Maurers kennt und könnte die Charaktere etwas besser einschätzen. Was bleibt mir nun übrig? Ich muss ja eine Wertung abgeben und schwanke zwischen 4 und 5 Sternen. Sicherlich, das Buch hat mir gefallen, ich würde auch weitere Werke Maurers lesen, aber ist es 5 Sterne wert? Es hat seine Passagen, die sich ein wenig strecken, manchmal fragt man sich tatsächlich auch was einem das nun als Leser bringen mag, aber letztendlich gehört doch alles irgendwie dazu. Und während andere Bücher am Ende eine große Aufklärungsarie starten, erfährt der Leser hier alles, was er wissen muss, eben häppchenweise zwischendurch. Die Story an sich ist natürlich auch sehr an den Haaren herbeigezogen, erhebt keinen Anspruch auf Realismus oder wahre Begebenheiten, aber die bodenständige Skurrilität lässt alles auch nicht zu fiktional und aufgesetzt erscheinen. Da ich mich gut unterhalten fühlte, werde ich gut gemeinte 5 Sterne geben, für ein Buch das sich auf gutem 4-Sterne-Niveau befindet. Letztendlich muss jeder für sich selber entscheiden, ob eine solche Geschichte den eigenen Geschmack treffen kann - für mich als Liebhaber von bayerischen Schauplätzen, von skurrilen Charakteren und von humorvoller Spannung ist aus dem Frustkauf ein Glücksgriff geworden und weitere werden hoffentlich folgen.

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