Jörg Menke-Peitzmeyer

 3.9 Sterne bei 55 Bewertungen
Jörg Menke-Peitzmeyer

Lebenslauf von Jörg Menke-Peitzmeyer

Der deutsche Dramatiker und Schauspieler Jörg Menke-Peitzmeyer wurde 1966 in Nordrhein-Westfalen geboren und zählt zu den bekanntesten deutschsprachigen Autoren für das Kinder- und Jugendtheater. Mitte bis Ende der 80er Jahre studierte er in Essen an der Folkwang Hochschule Schauspiel und arbeitete anschließend in verschiedenen Theatern, wie beispielsweise dem Schlossparktheater in Berlin. Zudem spielte er mehrere TV-Rollen. 1998 begann er ein Zweitstudium im Dramatischen Schreiben und schloss 2002 mit dem Monolog "Der Manndecker" ab, der noch während seiner Studienzeit uraufgeführt wurde. Menke-Peitzmeyer wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Bayerische Theaterpreis 2007 und der Deutsche Jugendtheaterpreis 2016. 2017 veröffentlichte der Autor sein Romandebüt "Billy the Beast". Seit 2006 lebt Menke-Peitzmeyer als freier Autor und Schauspieler in Berlin und unterrichtet in Istanbul.

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Jörg Menke-PeitzmeyerBilly the Beast - Ein Traum von einem Tiger
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Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger
Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger
 (55)
Erschienen am 24.02.2017

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Steffi1611s avatar

Rezension zu "Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger" von Jörg Menke-Peitzmeyer

Als Jugendbuch okay, aber leicht anstrengend zu Lesen
Steffi1611vor einem Jahr

Bert hat es nicht leicht mal abgesehen von seinen 101 kg, ist seine Mutter unglaublich anstrengend und so unfassbar naiv. Der Vater taucht so gut wie nie auf und auch der Großvater ist keine Hilfe. Eigentlich ist Bert allein und lindert dieses Gefühl mit Süßigkeiten. Durch einen Nebenjob kommt er zu dem Maskottchenkostüm von Billy the Beast und dieser Tiger ändert alles.

Das Buch thematisiert sehr viele unterschiedliche Probleme von einem Jugendlichen. Mobbing, Übergewicht, getrennte Eltern, neue Lebenspartner sowie auch das erste Verliebt sein.
Diese wurden alle gut dargestellt und auch aus Bert´s Sichtweise beschrieben.

Leider gab es für mich bei der Erzählweise ständige Auf und Abs. Am Schlimmsten habe ich die ständigen WWW-Fragen empfunden. Zu Beginn fand ich es noch interessant, aber mit der Zeit war es mir einfach zu nervig. Ebenso konnte ich Bert´s Gedanken nicht immer folgen oder nachvollziehen.
Mit 250 Seiten ist die Geschichte nicht lang und umfangreich, aber ich kam einfach nicht schnell voran beim Lesen.

Das Cover sowie den Titel finde ich passend und ansprechend. Auch Bert als Hauptcharakter war mir schnell sympathisch. Die Idee mit dem Tiger und dem damit verbundenen Verstecken, ist eine schöne Idee. Wer möchte nicht einfach mal irgendwo dazugehören ohne erkannt und vorverurteilt zu werden?

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Katykates avatar

Rezension zu "Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger" von Jörg Menke-Peitzmeyer

Billy the Beast - Jörg Menke-Peitzmeyer
Katykatevor einem Jahr

So viel Pech kann man kaum haben

Und alles ändert sich, als er durch Zufall zu einem Tigerkostüm kommt und die unterschiedlichsten Maskottchen-Jobs bekommt. Die meisten kann er nur durch sehr viel Glück meistern, aber so kommt es schließlich dazu, dass er zu Billy the Beast wird.

Als er bei einem Hockey-Spiel dann Lilly, eine der Cheerleaderinnen kennenlernt, ist sein Ehrgeiz umso mehr geweckt. Er merkt, dass er mit Billys Hilfe abnehmen kann und legt eine neue Disziplin an den Tag.

Der Schreibstil ist sehr kurz gehalten, nur das nötigste wird beschrieben. Dadurch ist die Geschichte schnelllebig und bringt ihren ganz eigenen Humor mit. Generell ist alles um »Billy the Beast« sehr humorvoll. Bert ist ein dicker Junge, der mit sich selbst nicht zufrieden ist. Dazu kommt, dass er äußerst tollpatschig ist und ihm das Schicksal geradezu Steine in den Weg zu legen scheint.



Fazit

In »Billy the Beast« geht es teilweise ums Erwachsen werden. Aber auch darum, sich selbst zu finden und sich selbst zu dem zu machen, der man gerne sein will. Zum Schluss zeigt das Buch aber ganz deutlich, dass man sich nicht verändern muss, um anderen zu gefallen. Das finde ich als Lehre daraus.

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snowbells avatar

Rezension zu "Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger" von Jörg Menke-Peitzmeyer

Weck den Tiger in dir...
snowbellvor einem Jahr

Das Buch "Billy the Beast - ein Traum von einem Tiger" richtet sich in erster Linie an Jugendliche. Im Mittelpunkt steht ein pubertierender Junge, der es im wahrsten Sinne des Wortes schwer hat. Bert ist dick. Sogar sehr dick. Stolze 101 Kilo bringt er auf die Waage. Alles nervt. Gut, dass es Günther Jauch gibt: Bei seiner Lieblingssendung kann Bert ungestört von zu Hause mit raten. Doch dann ändert sich alles: Bert wird das Maskottchen einer Eishockeymannschaft und als „Billy the Beast“ im Tigerfell berühmt. Die Pfunde purzeln, eine glücklichere Welt unterhalb der 100-Kilo-Grenze scheint möglich. Aber bald kommt die Millionenfrage: „Wie erobert man das Herz einer Cheerleaderin?“ Der Zusatzjoker muss her …

Das Cover dieses Buches zieht sofort die Blicke des Betrachters auf sich. Man sieht eine behaarte Pfote, die zu einem Karnevalskostüm gehören könnte. Der ausgestreckte Zeigefinger könnte signalisieren: Pass auf, jetzt bin ich dran.

Der Titel des Romans greift  den Namen des Maskottchens auf, hinter dem Bert seine wahre Identität verbergen kann.  Billy the Beast ist ein Traum von einem Tiger - er hilft dem Mobbingopfer Bert aus seiner Isolation heraus und gibt ihm die Chance, sein Leben zu überdenken und sich zum Positiven hin zu verändern.

Der Autor Jörg Menke - Peitzmeyer schreibt in einem humorvollen, mitunter rotzigen Tonfall, der seinem pubertierenden Helden Bert entspricht. Das Geschehen wird ausschließlich aus seiner Perspektive geschildert. Wir erleben den harten Alltag eines Jungen mit, der mit vielen Problemen konfrontiert wird. Seine alleinerziehende Mutter sucht verzweifelt nach einer stabilen Partnerschaft, erwischt aber nur eiskalte Typen, die sie für ihre eigenen Bedürfnisse ausnutzen und sie danach wieder fallen lassen. Ihren Frust ertränkt sie in Alkohol; Bert wiederum stopft sich mit Süßigkeiten voll. Durch sein Übergewicht wird Bert zum Mobbingopfer, das seinen Peinigern nichts entgegen zu setzen hat. In der Schule wird er beleidigt, bestohlen und geschlagen.

Insoweit ist seine Begegnung mit "Billy the Beast" ein riesiger Glücksfall für ihn, weil er in eine neue Haut schlüpfen darf. Im Laufe des Buches durchläuft Bert einen wichtigen Entwicklungsprozess; er übernimmt Verantwortung für sich selbst und seine Mutter, die ebenfalls einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zieht.

Der Fall von Bert ist erschreckend - aber er ist leider gesellschaftliche Realität. Es macht mich wütend, wenn ich lese, dass die Lehrer an der Schule das Mobbing an einem Schüler tatenlos mitansehen und Bert durch eigene gedankenlose Kommentare obendrein noch verletzen. Eine  Sanktion dieses Fehlverhaltens gibt es nicht. Das Buch bietet hinterher eine späte Genugtuung, als sich alle Maskottchen solidarisch hinter Bert stellen und die kriminellen Jungen in einer Gemeinschaftsaktion zur Rechenschaft ziehen. Allerdings hat diese gerechte Strafe einen ziemlich negativen Beigeschmack, weil die Verbündeten von Bert nicht aus Liebe zu ihm handeln, sondern nur ihren Kameraden "Billy the Beast" schützen wollen.

Der Roman "Billy the Beast - ein Traum von einem Tiger" soll allen Jugendlichen Mut machen, sich zur Wehr zu setzen und aus der Opfer-Rolle zu befreien. Leider wird dieses Ziel nur teilweise erreicht. Deshalb kann ich nur 4 Sterne vergeben.

 

 

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Jörg Menke-Peitzmeyer wurde am 15. Juni 1966 in Anröchte (Deutschland) geboren.

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