In diesem zweiten Fall für den ehemaligen Ethnologen Heiko Brandt und Quotentürkin Zerha Erbay zieht das Autoren-Duo Peter Gallert und Jörg Reiter alle Register, in dem sie gleich zu Beginn des Krimis die barbarische Sitte der weiblichen Genitalverstümmelung in den Fokus rücken.
Dann der große Sprung nach Berlin, wo man einem türkischstämmigen Dealer Kopf, Hände und Zunge abschneidet und das wird nicht die einzige verstümmelte Leiche bleiben. Der Fall landet auf dem Schreibtisch von Heiko Brandt, der als Hauptkommissar und Leiter des Sonderdezernats für Tötungsdelikte mit fremdkulturellem Hintergrund beim Berliner LKA solche Fälle aufzuklären hat. Meist ist mit diesen Fällen kein Blumentopf zu gewinnen, sondern eher politische Fallstricke, weshalb das Damoklesschwert der Auflösung immer über Brandt und Erbay schwebt, zumal die Rolle des zuständigen Staatsanwaltes nicht immer klar ist.
Doch zurück zum aktuellen Fall, der Brand an ähnliches während seiner Feldforschungen in Afrika erinnert. Wenig später kreuzt der Weg des Mädchens, das Opfer der Genitalverstümmelung geworden ist und nun auf ihre Aufenthaltsgenehmigung wartet, den ihres Peinigers.
Ein Anruf von seinem Freund von den Philippinen erinnert Heiko Brandt, dass dort noch eine Rechnung offen ist, der er sich persönlich stellen muss. In einem fesselnden Showdown wird das angedeutete Geheimnis, ob Brandt ein Mörder ist, oder nicht, nun gelüftet.
Fazit:
Ein vielschichtiger Krimi, abseits des Mainstreams, der einen nicht loslässt. Das Buch aus dem Emons-Verlag fesselt bis zur letzten Seite. Daher vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich hoffe stark auf eine weitere Fortsetzung.













