Jörg Schindler , Hiromichi Yanagihara Aufbruch - unser Energiesystem im Wandel

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Inhaltsangabe zu „Aufbruch - unser Energiesystem im Wandel“ von Jörg Schindler

Die Welt steht am Beginn eines epochalen Wandels - dem Übergang zur postfossilen Gesellschaft. Dieser ist bereits im Gang: Stark steigende Energiepreise, die zunehmenden Fusionen in der Auto- und Flugindustrie, viele Firmen- und Gewinneinbrüche, aber auch der rasch steigende Anteil an erneuerbaren Energieträgern sind deutliche Indizien. Was bedeutet dies für Investoren, die sich auch in Zukunft im Energiesektor engagieren wollen? Toyota Motor Europe (TME) und die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) haben die Auswirkungen des Rückgangs der weltweiten Erdölförderung auf die Energie- und Nahrungsmittelpreise sowie ganzer Industriebereiche untersucht. Auf der Grundlage dieser Studie analysieren die Autoren die Reserve- und Förderstatistiken von Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran und bieten einen Ausblick auf die zukünftige Energiewirtschaft.

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  • Kommt die "große Transition" (S. 25)?

    Aufbruch - unser Energiesystem im Wandel
    R_Manthey

    R_Manthey

    01. July 2015 um 11:50

    Mit Prognosen sollte man sehr vorsichtig sein, denn in der Regel stimmen sie nicht. Meistens schreiben sie eine als gegeben angesehene Entwicklung einfach linear fort. Voraussagen, die über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten Gewissheit beanspruchen, sind nicht nur sehr mutig, sondern auch mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Dieses Buch entstand aus einem Auftrag, den Toyota Motor Europe 2006 an die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH erteilte. Der drohende Rückgang der weltweiten Erdölförderung auf insbesondere die Automobilindustrie sollte studiert werden. Hier nun findet der Leser die Untersuchungsergebnisse. Da im Auftrag gewissermaßen schon das Ergebnis vorweggenommen wurde, wundert es nicht, dass man dann im Text keine großen Überraschungen erlebt. Die Grundaussage der Autoren ist simpel und wird schon vom Titel dieses Werkes suggeriert. Wir müssen davon ausgehen, erklären sie uns, dass die sogenannten fossilen Brennstoffe zur Neige gehen. Und das ziemlich bald. Die Kernenergie spielt beim Stillen des weltweiten Energiebedarfs jetzt schon keine sehr bedeutende und bei Erstellung des Textes auch noch abnehmende Rolle. Daraus schließen die Autoren, dass nur die sogenannten regenerativen Energieerzeugungsformen unsere Zukunft bestimmen werden. Für die Mobilität der Gesellschaft hätte dies gravierende Auswirkungen, da über 90 Prozent der Transportmittel mit fossilen Brennstoffen arbeiten. Doch diese Folgen werden im Buch nur grundlegend diskutiert. Vielmehr geht es in vielen Wiederholungen und mit enormen Zahlenmengen, deren seriöse Herkunft wenigstens mir nicht immer deutlich wurde, um den Beweis, dass das Ende der immer verfügbaren und billigen Energie aus fossilen Brennstoffen mit Riesenschritten naht. Während der Leser im ersten Kapitel die Zusammenfassung der Studienergebnisse in knapper Form erhält, geht es im folgenden Kapitel dann ausführlicher um die einzelnen Energieträger und die entsprechenden Prognosen über ihren zukünftigen Anteil an der Energieerzeugung. Im dritten Kapitel findet man eine Darstellung regenerativer Energietechnologien und weitere mutige Prognosen. Das nächste Kapitel bearbeitet das Thema dann im Rahmen der verschiedenen Weltregionen oder wirtschaftlichen Vereinigungen. Abschließend werden dann im letzten Kapitel einige wenig überraschende Schlussfolgerungen gezogen. Neben dem sicher insgesamt interessanten Zahlenmaterial und dem Überblick, das dieses Buch schafft, gibt es eine Reihe von Schwachstellen. Am meisten störte mich die unkritische Haltung der Autoren. Ich hätte zum Beispiel gerne gewusst, wie denn eine Energieerzeugung für Deutschland heute aussehen würde, wenn sie nur auf regenerativer Basis funktionieren würde. Ginge das überhaupt? Und wenn nicht, was muss dann bis zum angeblichen Ende des fossilen Zeitalters in den kommenden zwei Jahrzehnten passieren? Das kommende Ende der fossilen Brennstoffe wird im Text zwar ständig beschworen, aber nur dadurch bewiesen, dass die Förderung nicht mehr steigt. Eine Verbindung zwischen dem gestiegenen Ölpreis und der Verfügbarkeit von Rohöl herzustellen, wie das die Autoren tun, klingt zwar logisch, ist es aber nicht unbedingt. Sie übersehen dabei, dass Öl in Dollar bezahlt wird, aber immer mehr Dollars aus dem Nichts erzeugt werden. Allein die enorme Verwässerung der US-Währung muss zwangsläufig zu einer Verteuerung von Rohöl in dieser Währung führen. Es existiert eine sogenannte abiotische Theorie zur Entstehung von Rohöl, aus der folgen würde, dass es keine Verknappung dieses Rohstoffes geben wird. Zwar erwähnen die Autoren diese Theorie, verweisen sie aber ins Reich der Spekulationen. Dafür gibt es eine Reihe von Argumenten, aber auch für das Gegenteil, denn nur die abiotische Entstehungstheorie konnte bisher im Labor bestätigt werden. Der Text enthält zahlreiche Grafiken, die gelegentlich aber völlig unbrauchbar sind, weil man auf ihnen nicht viel erkennen kann. Selbst wenn die Behauptung der Autoren stimmen sollte, sind viele ihrer Prognosen, die teilweise bis 2100 gehen, doch reichlich mutig. Wer hätte wohl 1910 die Welt von 2000 wenigstens im Grundsätzlichen vorausgesagt? Nach 1910 gab es unzählige gesellschaftliche Umbrüche, Kriege sowie einschneidende Entdeckungen und Erfindungen, die in ihren Wechselwirkungen völlig unvorhersehbar waren. Das wird auch in den nächsten Jahrzehnten nicht anders sein. Fazit. Ein durchaus interessantes Buch, das durch eine Menge von Zahlen die Behauptung untermauern möchte, dass der Höhepunkt der Förderung von fossilen Brennstoffen entweder schon erreicht wurde oder bald erreicht wird. Anschließend werden grundsätzliche Schlussfolgerungen daraus gezogen, die jedoch weniger konkret, dafür aber recht mutig sind.

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  • Rezension zu "Aufbruch - unser Energiesystem im Wandel" von Martin Zerta

    Aufbruch - unser Energiesystem im Wandel
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    22. August 2011 um 11:00

    Seit vielen Jahren wird er insbesondere von Umweltwissenschaftlern und Futurologen prophezeit, der Peak, also der Zeitpunkt, an dem die Menge der Ölproduktion auf der Welt ihren höchsten Punkt erreicht hat, um dann kontinuierlich zu sinken, bei steigendem Energiebedarf fast aller Länder der Welt. Nun ist dieser Punkt erreicht und die Länder dieser Welt müssen noch intensiver als bisher daran arbeiten, wie sie ihre Energieversorgung sicherstellen ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe. Die Autoren des vorliegenden Buches zeigen systematisch und aufschlussreich, dass dieser Prozess schon längst begonnen hat und sie halten ihn auch für irreversibel. Immer stärker steigende Energiepreise, krisenhafte Entwicklungen in der weltweiten Autoindustrie mit vielen Fusionen, um die Kräfte zu bündeln für neue Antriebsformen und ähnliche Entwicklungen in der Hochseeschifffahrt und bei den Luftverkehrsgesellschaften, deuten darauf genauso hin, wie der stark steigende Anteil von erneuerbaren Energien, nicht nur in Deutschland. Der Auftrag für die Studie, die hier vorliegt, ist schon im Jahr 2006 von Toyota Europe an die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik ergangen. Kein Zufall, dass bei dem jüngsten Autotest des VCD Toyota mehrere Autos unter den ersten Zehn vorweisen konnte. Das Buch will „Entwicklungen verständlich machen“ und Orientierung geben für „die anstehende Transition“. Keine einfachen Lösungen bietet es an, aber die Erkenntnis, dass „nichtnachhaltige“ Strukturen so schnell wie möglich verlassen werden müssen und der Übergang zu erneuerbaren Energien so schnell wie möglich organisiert werden muss. Dies ist eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft der jeweiligen Länder. Deshalb ist das hier vorliegende Buch nicht nur eine Pflichtlektüre für Politiker auf allen Ebenen (denn auch in den Kommunen, Kreisen und Städten werden energierelevante Entscheidungen getroffen), sondern auch für die Firmenchefs großer und kleiner Firmen, die diesen change gut und schnell bewältigen müssen, wollen sie die Existenz ihres Betriebs nicht gefährden. Doch auch der einzelne Verbraucher, der vielleicht Hausbesitzer ist, zumindest aber ein Auto fährt, wird in diesem Buch wertvolle Hinweise dafür finden, wo er künftig investieren muss, um langfristig zu sparen und die Umwelt zu schonen.

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