Jörg Steinleitner Maibock

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Inhaltsangabe zu „Maibock“ von Jörg Steinleitner

Eine Bootsfahrt über den Alpensee romantischer könnten sich Fiorella und Thorsten Franke ihre Flitterwochen kaum vorstellen. Doch beim Blick über die Reling trauen sie ihren Augen kaum: Ein lebloser Körper schwimmt geistergleich hinter dem Schiff her! Sieht so die weiß-blaue Urlaubsidylle aus? Für Anne Loop, die zuständige Polizistin, stellen sich noch ganz andere Fragen: Wer ist der Tote im Nadelstreifenanzug? Und besteht ein Zusammenhang mit dem hinterfotzigen Maibaum-Diebstahl, der die Seegemeinden gerade in Aufruhr versetzt?

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  • Mogelpackung. Alptraum. Lachnummer

    Maibock
    TanjaJahnke

    TanjaJahnke

    11. October 2015 um 19:24

    Ich habe mich recht lange mit diesem Buch befasst und tue mich ehrlich gesagt sehr schwer damit es zu beurteilen....und dabei auch noch diplomatische Worte zu finden. Im großen und ganzen ist dieses Buch für mich eine einzige herbe Enttäuschung und eher eine Mogelpackung. Wer den Klappentext liest wird sich denken "Ah, ein Krimi!". Doch irgendwie liegt man mit der Meinung gänzlich daneben. Klar es gibt Tote, es gibt eine Suche nach der Ursache...aber irgendwie erscheint das alles eher Nebensache zu sein und von der Polizei und auch dem Autoren nicht wirklich ernst genommen zu werden. Der Dienststellenleiter Kurt Nonnenmacher hat eher nur Weißwürste, Schweinebraten, Leberkäsebrötchen und Bier im Sinn...sein "Assistent" Sepp Kastner scheint nur die Suche nach seiner großen Liebe und das Essen seiner Mutter im Sinne zu haben...und der kriminalistische Spürsinn von Anna Loop ist nur eine vage Randerscheinung und gleicht eher einer Erleuchtung im Traum.  Kurzum hat man mit "Maibock" als nicht Bayer oder Person, die mit der bayerischen und fränkischen oder gar schwäbischen Mundart nicht vertraut ist mit der ersten Hälfte des Buches ein ziemliches Problem. Denn hier sind quasi alle Dialoge zwischen Nonnenmacher, Kastner, Dem Reporter und dem Herrn von der Rechtmedizin in tiefster Mundart verfasst, die das Verstehen und Lesen für mich nicht gerade leichter oder gar zu einer Freude gemacht haben. Scheinbar aber erbarmt sich Herr Steinleitner im weiteren Verlauf mit dem Leser und reduziert dies sichtlich. Danke dafür. Denn ich sehe nicht worin der Sinn bestehen soll, dass man ein Buch quasi erstmal übersetzen muss, um es lesen oder gar verstehen zu können. Natürlich könnte man nun anführen, dass der Autor der Geschichte einen Hauch Humor geben will, doch scheint es mir, dass er es mit dieser Hauch maßlos übertrieben hat und die Geschichte, Handlung und Figuren eher in der Lächerlichkeit ertränkt. Also wer Geschichten mag, die eher an einen schlechten Witz erinnern, Figuren mag die geistloser nicht sein können und die nur eine Frage aufwerfen "Wie konntest Du Witzfigur bitte Polizist werden?!" und die Spannung als auch den kriminalistischen Strang der Handlung mit dem Mikroskop suchen mag, der wird mit Maibock sicherlich seine Freude haben. Ich hatte sie leider nicht. Von daher gebe ich diesem Buch höfliche und freundliche 2 von 5 Sternen und werde künftig lieber einen Bogen um diese Autor machen.

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  • Maibock - Starkbier oder Rehbock?

    Maibock
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    01. May 2015 um 12:33

    Das frisch verheiratete Pärchen Fiorella und Thorsten Franke genießen ihre Flitterwochen in den Alpen bei einer Bootsfahrt über den Alpensee. Doch die romantische Fahrt wird jäh unterbrochen, als Fiorella plötzlich einen leblosen Körper hinter dem Boot im Wasser entdeckt. Der Mann im Nadelstreifenanzug scheint nicht mehr zu leben und er ist wohl irgendwie mit dem Boot verbunden, zumindest folgt er ihm hartnäckig. Das Pärchen macht den Kapitän des Bootes auf die Leiche aufmerksam. Kaum am Ufer angelegt, fängt die Polizei an, zu ermitteln. Aber auch der ortsbekannte Journalist ist vorne mit dabei. Anne Loop, Sepp Kastner und ihr Chef Kurt Nonnenmacher übernehmen die Ermittlungen in diesem Fall. Doch warum wurde der Mann im Nadelstreifenanzug ermordet? Und von wem?   Ich muss gestehen, dass dies mein erstes Buch von Jörg Steinleitner und seiner Kommissarin Anne Loop ist. Zwar dachte ich mir schon, dass die Geschichte ein wenig Lokalkolorit beinhalten wird, jedoch hat mich das Buch gleich in mehrfacher Hinsicht überrascht. Leider nicht nur positiv.   Der Einstieg in die Geschichte war zunächst alles andere als leicht. Der seltsame Schreibstil auf den ersten Seiten forderte mir einiges ab, doch ich habe durchgehalten und schon bald wurde es besser. Dafür aber auch bayrischer. Ist man nun nicht so vertraut mit dem dortigen Dialekt, leidet das Lesetempo doch extrem unter den Dialogen, die man sich als Nicht-Bayer zunächst mühsam übersetzen muss.  Interessanterweise werden diese extremen Dialekt-Dialoge im Laufe des Buches immer weniger und für einen Nicht-Bayer bald sogar flüssig lesbar.   Das nächste, was mich dann doch etwas überraschte, waren die Figuren. Gut, ich kenne die Vorgängerbände nicht, in denen man die Hauptprotagonisten sicherlich ausführlich vorgestellt bekommt, aber gestört hat mich dann doch, dass die Kommissarin Anne Loop als die Hauptermittlerin angepriesen wird und man sie eher im Hintergrund suchen muss. Sehr präsent dagegen ist ihr Chef – Kurt Nonnenmacher, der mir mit seiner Art immer wieder aufstieß.   Nichts dagegen, dass er ein sehr cholerischer Charakter ist, so lassen mich auch seine Handlungen oft an seinem Verstand zweifeln und ich frage mich, wie konnte so jemand Chef bei der Polizei werden?   Gekrönt wird das Ganze noch durch den ortsansässigen Journalisten, der irgendwie immer vorhanden ist, Bilder macht, ohne dass ihm jemand Einhalt gebietet und danach einen Bericht in der Ortszeitung veröffentlicht, bei dem ich mich frage, wie wohl der Chefredakteur ist, der solche Texte zulässt und abdruckt.   Aber es gibt auch positive Seiten des Buches. Die Geschichte an sich bietet viele Verwicklungen und man kann gut selbst rätseln, wer denn dem Mann im Nadelstreifenanzug das Lebenslicht ausgeblasen hat. Immerhin bietet der Ort einen überschaubaren Täterkreis und nach einigen Seiten hat man sich dann doch festgelesen, auch wenn man über den Chef der Polizei und den Journalisten immer mal wieder den Kopf schütteln muss.   Sehr schön fand ich auch die Achtung-Schilder am Rand einer Seite, denen man entnehmen konnte, welcher Ermittlungstag gerade ist. So behält man auf der zeitlichen Schiene immer den Überblick.   Fazit: Trotz einiger Kritikpunkte habe ich das Buch nicht aufgegeben, sondern durchgelesen. Nach ein wenig Eingewöhnung, wurde der Lesefluss auch merkbar besser und die Geschichte reizte mich bis zum Ende, auch wenn ich nach wie vor über Nonnenmacher und den Journalisten den Kopf schütteln muss.   Reihe: 1.       Tegernseer Seilschaften 2.       Aufgedirndlt 3.       Räuberdatschi 4.       Hirschkuss 5.       Maibock

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