Jörg Ubbens Das Krankenhaus am Ende der Stadt

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Inhaltsangabe zu „Das Krankenhaus am Ende der Stadt“ von Jörg Ubbens

Der realitätsfernen Krankenhausserien überdrüssig, möchte der Autor, seit mehreren Jahren Technischer Leiter in verschiedenen Krankenhäusern, den wirklichen Alltag in einem Klinikum darstellen. Mit satirischem Rundumblick auf die gesellschaftlich-politische Entwicklung im Allgemeinen und das Innenleben eines Krankenhauses im Besonderen erzählt Jörg Ubbens episodenhaft, mit zahlreichen Überspitzungen und sciencefictionhaft anmutenden Szenarien in der Gesundheitssystementwicklung, die "wahre Geschichte". Begleitet wird der satirische Text von Burhan Jalils frechen Karikaturen.

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  • Rezension zu "Das Krankenhaus am Ende der Stadt" von Jörg Ubbens

    Das Krankenhaus am Ende der Stadt
    sternthaler75

    sternthaler75

    16. January 2013 um 09:54

    Vom Alltag im Krankenhaus kann der technische Leiter Herr Hagen ein Lied singen. Im Klinikum Persalsus in Bad Risio gibt es reichlich Probleme, egal ob technischer Natur, oder zu wenig oder zu viel Patienten oder Personal. Um diese und andere Probleme zu lösen, greifen der technische Leiter und die Direktion zu drastischen Maßnahmen. In dieser Klinik gibt es zum Beispiel eine Wasserlandschaft mit Entbindungsrutsche, und das nur, damit die Geburtenrate steigt . . . sehr zum Ärger der Regierung. Und endlich wird aufgedeckt, wer im frisch renovierten Bettenhaus ständig Dellen in die Wandschutzleisten rammt und warum die Farbe schon wieder abblättert . . . oder auch nicht. Dazu gibt es von Prof.Dr.Dr. Humbug Kommentare zu aktuellen Themen aus der Gesundheitsreform und Politik. Meine Meinung Nachdem ich in unserem klinikinternen Intranet vom Werk des Herrn Ubbens las, wurde ich neugierig, arbeiten wir doch im gleichen Klinikum, wenn auch nicht am gleichen Standort. So schrieb ich ihn an, und er war so nett, mir ein Leseexemplar zur Verfügung zu stellen. Also ehrlich, ich habe mich gut amüsiert mit dieser kleinen Geschichtensammlung. In 27 Anekdoten und Kommentaren nimmt der Autor wirklich gründlich (s)ein Klinikum auseinander, das es ein Vergnügen ist. Als selbst im Pflegedienst tätige Krankenschwester erkannte ich viele der beschriebenen Situationen wieder und muss Herr Ubbens einfach zustimmen, er hat ja so recht. Mit reichlich Selbstironie und Sarkasmus durchleuchtet er jede Ecke im Krankenhaus und Gesundheitswesen und bringt dazu Ideen ein, wie die Probleme auf wunderbare Art und Weise behoben werden könnten. Vorschläge wie Home-OP's per Video mit mobiler Anästhesieeinheit, geburtstaugliche Wasserrutschen oder Pflicht-OP's, damit der Regierung kein Geld verloren geht, ehrlich, da geht noch was. Geschichten wie "Revolution am Gehstock" oder "Babyboom" lassen die Phantasie schweifen und decken ganz neue Möglichkeiten auf. Mit flüssigem Schreibstil, frei von der Leber weg bringt Herr Ubbens seine Anekdoten zu Papier, geeignet für Personal, aber auch die Nutzer solcher "Einrichtungen". Unterm Strich Wollen wir mal hoffen, dass niemand aus dem gesundheitspolitischen Bereich dieses Werk in die Finger bekommt, sonst bin ich womöglich bald meine Job los. Aber Sie wissen ja: Lachen ist die beste Medizin.

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