Sag mir, was du kaufst, und ich sag dir, wer du bist

von Jörn Höpfner 
3,8 Sterne bei6 Bewertungen
Sag mir, was du kaufst, und ich sag dir, wer du bist
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Interessanter Einblick in die Soziologie.

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Leider enttäuschend, wenn auch einigermaßen humorvoll

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Inhaltsangabe zu "Sag mir, was du kaufst, und ich sag dir, wer du bist"

Das unterhaltsame ABC des Supermarkts

Fühlen Sie sich im Supermarkt manchmal beobachtet? Nein? Sollten Sie aber! Denn wie wir was wo einkaufen, sagt viel über unseren Typ und unsere Rolle in der Gesellschaft aus. Jörn Höpfner ist Deutschlands witzigster Soziologe und Science-Slammer und analysiert rasiermesserscharf, was unser Warenkorb über uns aussagt - denn Supermärkte sind die Petrischale unserer Gesellschaft. Mit diesem Buch können Sie ihre Mitmenschen am Nebenregal genau unter die Lupe nehmen und erfahren vielleicht mehr, als Ihnen lieb ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442177066
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:15.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Hundertmorgenwalds avatar
    Hundertmorgenwaldvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Interessanter Einblick in die Soziologie.
    Interessanter Einblick in die Soziologie

    Erster Satz:

    "Mit Büchern, die ihrem Lesern die Wahrheit versprechen, ist das so eine Sache: Im besten Fall liegen sie alle etwas daneben." 

    Reflexion:
    Es ist keines dieser pseudowissenschaftlichen Büchern, das Dir sagt, wenn Du Chips isst, bist Du ein Couchpotato und bei Gemüse der Fitnessguru Deines Viertels oder vielleicht auch nur gerade auf Diät. 
    Es ist ein Buch über Soziologie, aber deswegen klickt bitte nicht gleich weg. 
    Denn es ist leicht und unterhaltsam geschrieben und verständlich für jeden Laien. 
    Es gewährt auf sehr humorvolle Art Einblicke in die Denkweise eines Soziologen. 

    Anhand vom "Sinius-Milieu" lernen wir etwas über die Strukturen der Gesellschaft. 
    "Es geht darum, seine [des Menschen] persönliche Orientierung und seinen Wertehorizont zu bestimmen. Was ist diesem Menschen wichtig? Und warum? Betrachten wir den Menschen innerhalb seines Milieus, dann geht es nicht nur darum, wo er lebt, sondern wie er lebt. Sein Lebenstil, seine Lebensweise, seine ganz persönliche Lebenswelt werden miterfasst."

    Und für was soll das gut sein? 

    Das Sinus-Milieu braucht man, um zu wissen, wie man einem Menschen etwas verkaufen kann. Und das muss nicht unbedingt ein Wertgegenstand sein, sondern kann eben auch eine Meinung sein. 
    "Findet man heraus, wie Sie die Welt wahrnehmen, was Ihnen wichtig ist, was Sie ablehnen und was in Ihrem ganz persönlichen Lebensentwurf - der gar nicht so individuell und einzigartig ist, wie man das immer annimmt - von Wert ist, weiß man, wie man Sie emotional und sinnlich anpacken muss." 

    Das fand ich eine spannende Sache. Schaut man sich seine Umgebung an, sein Viertel, seine Stadt, kann man viele Beispiele dafür finden, wie es umgesetzt wird. Bei Penny gehen andere Leute einkaufen, als bei Alnatura und in bestimmten Vierteln hätte der eine bzw der andere Laden keine Chance. Man kann es auf alles übertragen, bis hin zur Politik.

    Fazit:

    Ich kannte das Sinus-Milieu noch nicht. Ich fand es sehr verständlich geschrieben, Fach- und Fremdwörter kommen nicht vor. Außer natürlich die Namen der verschiedenen Milieus. 
    Zudem ist es wirklich sehr unterhaltsam geschrieben, mit einer guten Prise Witz. 

    Für Soziologiestudenten oder Menschen, die sich mit dem Sinus-Milieu vertraut sind, wird das Buch vermutlich nichts Neues bringen.

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    K
    katze102vor 7 Monaten
    anders als erwartet, insgesamt recht unterhaltsam und salopp

    Nachdem der Soziologe Jörn Hofer bei einem Slam sechs Milieus anhand von Mitreisenden in einer Regionalbahn erklärte, kam ihm die Idee zu diesem Buch, in dem er soziale Milieus anhand von Einkaufenden inm Supermarkt aufzeigt. Angereicherd wird dieses durch zwei etwas erklärende Kapitel sowie der Einführung, dass man verschiedene Zeichen erkennen, kombinieren und empathisch auswerten sollte um sich ein Gesamtbild zu erschaffen.

    Bei den unterschiedlichen vorgestellten Kunden samt der Füllung ihrer Einkaufskörbe handelt es sich um einen Mix aus Paradebeispielen an Klischees, beispielsweise die Mutter, die nur Sonderangebote kauft, ein Uralthandy aus den 80ern benutzt und insgesamt zur bürgerlichen Mitte gehört oder der Neonazi, der sein Bier in schwarz-rot-goldener Dose samt Knackwürsten und Pumpernickel kauft und mit der EC-Karte der Deutschen Bank bezahlt....

    Insgesamt fiel der Inhalt des Buches ganz anders aus als ich erwartet habe, hat mich aber dennoch ganz gut unterhalten, obwohl manche Passagen schon etwas langgezogen daherkamen. Einzelne Begriffe der Einführung in die Soziologie wurden erklärt, wobei der Autor auf Fachausdrücke weitgehendst verzichtet hat. Der Sprachgebrauch fällt ausgesprochen salopp aus, meist recht witzig, manchmal wirkt es aber auch schon ein wenig krampfhaft lustig; es ist kurzweilige, leichte und schnell lesbare Kost.

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    DeniseWolfs avatar
    DeniseWolfvor 7 Monaten
    Anders als erwartet, aber dennoch sehr unterhaltsam und informativ

    Cover:

    Das Cover macht einen eher witzigen Eindruck. Es ist in einem fröhlichen Orange gehalten. Der Name des Autors und der Titel „Sag mir, was du kaufst und ich sag dir, wer du bist“ sind in einer weißen Wolken auf der oberen Hälfte des Covers platziert. Die Schriftart wirkt generell eher verspielt und locker, was den Unterhaltungswert des Buches unterstreicht. Links über der Wolke steht „Vom preisgekrönten Science-Slammer„. Unter und über der Wolke sind verschiedene Lebensmittel vereinfacht gezeichnet dargestellt. Auf der unteren Hälfte am rechten Rand befindet sich ein Foto des Autors, links daneben steht „Der Supermarkt als Petrischale der Gesellschaft„.

    Das Cover gefällt mir eigentlich recht gut. Es verbreitet gute Laune und macht neugierig auf den Inhalt. Es passt gut zum Buch. Die Farbe ist recht schön, die Zeichnung wirken toll und das Layout passt meinem Empfinden nach ebenfalls. Das Buch nur anzuschauen macht so schon sehr viel Spaß.

    Meine Meinung:


    Das Buch beginnt damit, dass der Autor erst einmal kurz umreißt, wie er zur Soziologie kam. Danach geht es mit einer kleinen Einführung in die Soziologie fließend in die Beschreibung der Milieus über. Dabei versucht der Autor, dem Leser ohne jegliche Vorkenntnisse im Bereich Soziologie die verschiedenen Sinus-Milieus nahe zu bringen und sie anhand von Anekdoten, Witz und vereinfachter Sprache zu erklären.

    Leider hat mich der Klappentext da nicht so richtig vorbereitet bzw. ich hatte andere Erwartungen. Ich dachte, man lernt genau, was welcher Einkaufskorb über welchen Menschen aussagt. Einen Exkurs in die Soziologie und die Sinus-Milieus habe ich in dieser Form nicht erwartet. Es war jetzt nicht schlimm und ich fand das Ganze trotzdem äußerst interessant, aber dennoch hatte ich einfach andere Erwartungen an das Buch, die der Klappentext geliefert hat.

    Der Schreibstil war recht locker und mit vielen humorvollen Bemerkungen und Vergleichen gespickt. Die Sprache war gut verständlich und die Anekdoten und Metaphern haben die Erklärungen der Sinus-Milieus sehr einfach gestaltet. Ich fand es äußerst amüsant und musste an mehreren Stellen kichern.

    Fazit:

    Das Buch hat zwar meine Erwartungen nicht direkt erfüllt, trotzdem hatte ich ein sehr angenehmes Lesevergnügen, habe einiges gelernt und wurde gut unterhalten. Ich danke Literaturtest für das Rezensionsexemplar. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen, wenn man sich für diese Thematik interessiert und noch keine Vorkenntnisse hat. Daher gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen.

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    StMoonlights avatar
    StMoonlightvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Leider enttäuschend, wenn auch einigermaßen humorvoll
    Der interessante Mensch

    Ich habe weder Soziologie studiert, noch arbeite ich irgendwo in diesem Bereich. Aber ich beobachte gerne Menschen. ;-) Jörn Höpfner schreibt im Klappentext u.a.  „Mit diesem Buch können Sie beim nächsten Einkauf Ihre Mitmenschen  am Nebenregal genau unter die Lupe nehmen und erfahren vielleicht mehr, als Ihnen lieb ist.“ Zack, damit hatte der Autor mich bereits überzeugt, sein Buch zu lesen.

    Vorgestellt werden die zehn „Sinus-Milieus“, jeweils an Hand von Beispielen. Kurz gesagt: Was liegt im Einkaufswagen und welcher Typ Mensch ist diese Person. Hier wird leider wieder alles in eine Schublade gesteckt. Vielleicht kauft diese Person ja auch gerade für jemand ganz anderen ein? …

    Insgesamt bin ich vom Inhalt leider enttäuscht, denn wer hier - so wie ich - nicht (bewusst) Tagtäglich mit Soziologie zu tun hat, für den ist einiges sicher teils schwer verständlich. Für andere wiederum bietet dieses Buch absolut keinen neuen Inhalt. Das Versprechen, dass ich mehr über meinen Miteinkäufer erfahre, wurde leider nicht erfüllt. Der einzige Pluspunkt: Es ist einigermaßen humorvoll geschrieben.

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    melli_2897s avatar
    melli_2897vor 8 Monaten
    Nichts für mich

    Ich muss ehrlich sagen, dass die Erwartungen, die ich an dieses Buch hatte, nicht wirklich erfüllt wurden. Dabei gab es im Voraus zwei Möglichkeiten, wie es mich überzeugen hätte können:

    Es vertieft soziologisches Grundwissen weiterführend und zeigt Aspekte auf, für die in der Soziologie-Einführungs-Vorlesung keine Zeit bleibt Es ist hauptsächlich auf den Unterhaltungsaspekt fokussiert und unglaublich witzig

    Leider konnte das Buch mir weder den einen noch den anderen Wunsch erfüllen und ist mehr so eine Art Zwischenlösung. Inhaltlich gab das Buch nicht viel Neues her, da es nur um Sozialstrukturanalyse anhand der Milieus des Sinus-Instituts geht. Da ich mich aber schon ein paar Mal mit Soziologie beschäftigt habe, waren die verschiedenen Milieus mir bereits ein Begriff, auch wenn ich den Supermarkt-Bezug noch recht erfrischend fand. Vermutlich eignet sich das Buch also wohl eher für absolute Einsteiger in das Thema gesellschaftliche Struktur. Dafür spricht auch, dass der Autor versucht, komplexe Sachverhalte möglichst vereinfacht und verständlich darzustellen. Dabei fließt immer mal wieder eine lustige Anekdote oder ein cooler Spruch mit ein. So recht überzeugen konnte mich aber der Humor im Buch nicht: Ich hatte das Gefühl, die meisten der Witze schon mal gehört zu haben und die Pointen hatte ich oftmals bereits eine Seite im Voraus kommen sehen.

    Mein Fazit: ich finde es ziemlich schade, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden konnten (was wahrscheinlich am leicht irreführenden Klappentext liegt). Ich glaube aber gleichzeitig, dass meine Einschätzung zum Buch unglaublich subjektiv ist und es sich hierbei um ein Werk handelt, das individuell einfach komplett anders wahrgenommen wird (je nach Vorwissen und Geschmack). Das Buch hat durchaus seine guten Seiten, aber für mich war es einfach nicht geeignet.

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    T
    Taayavor 9 Monaten
    Einblick in die Welt eines Soziologen

    Nicht, was ich erwartet hätte, das gebe ich ehrlich zu. Jörn Höpfner ist über die Grenzen unserer gemeinsamen Uni hinaus eher als Science Slammer bekannt, also als jemand, der Wissenschaft vor allem lustig gestaltet. Ähnliches hatte ich auch hier erwartet, also Texte, die vor allem auf Humor getrimmt sind und zwar Wissenschaft beinhalten, diese aber doch eher an den Rand stellen, zugunsten des Unterhaltungsfaktors.
    Stattdessen bekommt man ein Sachbuch, das zwar locker und verständlich geschrieben ist, aber durchaus auch als Einführungswerk für Erstsemesterstudenten geeignet wäre - sofern man es hinterher noch vertieft. (Falls Professoren mitlesen: Bitte überlegen Sie sich das wirklich, denn gerade Sinus-Milieus fallen beim Studium irgendwo hinten runter und werden kaum erwähnt. Zumindest war es bei meinem so.)
    So bringt er dem Leser ganz nebenbei nahe, was ein Soziologe überhaupt macht - was die wenigsten wissen, meiner Erfahrung nach zu urteilen. Gleichzeitig gibt er einem aber auch die Möglichkeit, ein wenig über sich selbst und die eigenen Mitmenschen zu lernen.
    Insgesamt also ein lehrreiches und auch spannendes Buch, aber aufgrund der Thematik wirklich nur etwas für den interessierten Leser. Nicht zum stumpfen Nebenbeilesen geeignet, sondern wirklich ein Werk, das man aufmerksam und wach lesen muss.
    Die einzige wirkliche Schwachstelle, die ich sehe, ist, dass der Humor im Buch vielleicht berufsbedingt ist. Eventuell ist das reiner Soziologenhumor, den man außerhalb des Faches nicht als lustig ansieht? Ich wurde allerdings gut unterhalten.

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