Jörn Klare Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand

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Inhaltsangabe zu „Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand“ von Jörn Klare

'Wir sind, was wir vergessen haben.'

Erst verlegte sie ihre Brille, dann vergaß sie ein paar PIN-Nummern, schließlich fand Jörn Klares Mutter ihre Küche nicht mehr. Am Ende stand die Diagnose Demenz. Die Besuche im Heim werfen Fragen auf: Sind Erlebnisse nur dann etwas wert, wenn wir uns daran erinnern? Kann man seine Würde oder gar 'sich selbst' verlieren? Und liegt in den Begegnungen im Hier und Jetzt nicht auch ein Trost?
Bereits heute leben in Deutschland 1,3 Millionen Menschen, die von Demenz betroffen sind, 2050 werden es doppelt so viele sein. Jenseits der Klischees von grauen Heimen und überfordertem Personal sucht Jörn Klare nach anderen, weniger bedrückenden Sichtweisen auf diese immense gesellschaftliche Herausforderung. Ausgehend von den bewegenden Besuchen bei seiner Mutter, macht er sich auf den Weg zu Experten und Praktikern, zu Ärzten und Juristen, Philosophen und Altenpflegern. Mit ihnen spricht er über das Leben, den Tod und das, was dazwischen liegt.

Eines der "schönsten" Demenzbücher. Es macht Hoffnung und Mut und zeigt, dass man sich als Angehöriger mit der Krankheit arrangieren kann.

— Queenelyza

Sehr subjektiv, daher nicht allgemein verwertbar - jedoch interessant geschrieben.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand

    Sonnenwind

    20. March 2013 um 18:43

    Demenz wird mit steigendem Lebensalter für jeden aktuell. Deshalb sollte auch jeder irgendwann anfangen, diese Art von Büchern zu lesen. Bisher kannte ich "Mein Leben ohne Gestern", von dem ich sehr profitiert habe. Dieses Buch hilft sehr zum Verständnis der Betroffenen. "Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand" geht die Probleme vonseiten der Pflegenden an und ist einerseits sehr persönlich, beantwortet andererseits aber auch viele Sachfragen, die man sich als Betroffener stellt. Es hat mir geholfen, mich mit den Hintergründen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu beschäftigen, die im Umfeld der Demenz inzwischen vorliegen. Der Alltag mit den Patienten ist nie einfach, weder für die Pflegenden noch für die Betroffenen. Und doch erbaut es, wenn man aus den Erfahrungen anderer lernen kann. Dieses Buch ist zwar weniger dazu geeignet, den Umgang mit Demenzkranken zu erleichtern, indem es ermutigt oder aufbaut, aber auf intellektueller Ebene hat es seinen Beitrag geleistet. Wenn beides zusammenkommt, profitiert man als Leser am meisten.

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