Jörn Klare Was bin ich wert? Eine Preisermittlung

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Inhaltsangabe zu „Was bin ich wert? Eine Preisermittlung“ von Jörn Klare

Eine Niere bekommt man in Indien für 300 Euro, ein afrikanisches Adoptivkind »kostet« mit allen notwendigen Papieren 20000 Euro, eine Frau ist in Albanien unter Umständen schon für 800 Euro zu haben. Hieß es nicht immer: Der Mensch ist keine Ware? Tatsächlich werden Menschenleben nicht nur in fernen Ländern ökonomisch bewertet, ihre Monetarisierung hat auch Deutschland längst erreicht: In Krankenhäusern, Behörden und Personalabteilungen denkt man nach über Fragen wie: »Lohnt« sich eine Ampel, wenn man den Wert eines Lebens mit 1,2 Millionen ansetzt? »Lohnt« es sich, ins »Humankapital« der Mitarbeiter zu investieren? »Lohnt« es sich, 75jährigen noch neue Hüften einzusetzen? Doch darf man solche Fragen überhaupt stellen? Ist es legitim, die Würde des Menschen ökonomisch zu relativieren?
»Was bin ich wert?«: Mit dieser Frage hat sich Jörn Klare auf eine sehr persönliche Recherchereise ins Reich der Menschenwert-Berechner gemacht. Sie führt ihn auf Ämter und ins Gefängnis, zu Politikern und Philosophen, zu Ärzten und Gesundheitsökonomen, aber auch zu seiner kleinen Tochter. Ganz am Ende steht eine konkrete Zahl, auf Euro und Cent genau. Und die Erkenntnis: Die Würde des Menschen ist antastbar – zumindest wenn es sich »lohnt«.

»In seinem Buch Was bin ich wert? macht sich der Journalist Jörn Klare auf die Suche nach dem Wert des Menschen. Und weil er weiß und durchleuchten möchte, dass wir in einer zunehmend ökonomisierten Welt leben, redet er Klartext...«
DRadio Wissen 3.06.2010

»Klare widmet sich seiner Aufgabe mit der richtigen Mischung aus Ironie und Ernst.«
ORF 1

»Anstatt zu moralisieren, fächert der Autor die teils erstaunlichen, teils unerträglichen Positionen minutiös auf. Wie viel gäbe ein Händler auf dem grauen Markt für seine Nieren? Welche Summe erhielte er für die Teilnahme an einem risikoreichen Medikamentenversuch? Wie viel könnte er verlangen, wenn er sich als Sklave in Indien verkaufte? Die zusammengetragenen Zahlenkolonnen wirken inmitten des scheinbar naiven Plaudertons von ganz allein immer absurder und bedrückender.«
Susanne Billig , Deutschlandradio Kultur

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  • Werte?

    Was bin ich wert? Eine Preisermittlung

    dominona

    03. November 2015 um 12:38

    Kann man den Wert eines Menschen ermitteln? Ja, man muss sich nur um verschiedene Ansichten bemühen..ethisch, wirtschaftlich, biologisch uvm. Das der Wert dann nicht immer erfreulich ist, dürfte klar sein, aber darum geht es auch nicht. Die Zahlen sind manchmal erschreckend, dann wieder erwartbar und manchmal entwaffnend komisch – wie auch die Dialoge.Vielleicht kann man das Buch doch ernster nehmen, als man im ersten Moment denkt.

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  • Rezension zu "Was bin ich wert? Eine Preisermittlung" von Jörn Klare

    Was bin ich wert? Eine Preisermittlung

    Theresi

    14. November 2012 um 21:01

    Ein Buch der etwas anderen Art das aber auf jeden Fall ein einmaliges Durchlesen verdient hat. Man findet zwar keine spannende Liebesgeschichte oder ein Horrorszenarium, aber dafür eine versuchte Auflistung von Dingen was so für Kosten im menschlichen Leben Anfallen.

  • Rezension zu "Was bin ich wert? Eine Preisermittlung" von Jörn Klare

    Was bin ich wert? Eine Preisermittlung

    Schiller-Buchhandlung

    28. April 2011 um 18:41

    Kann man denn den Wert des Menschen überhaupt in Zahlen ausdrücken? Dieser Frage geht der Autor in seinem sehr informativen und unterhaltsam geschriebenen Buch nach. Es ist ein Thema, das zum Nachdenken anregt und sehr ernüchternd wirkt! (NP)

  • Rezension zu "Was bin ich wert? Eine Preisermittlung" von Jörn Klare

    Was bin ich wert? Eine Preisermittlung

    Agatha-Rory

    16. April 2010 um 17:28

    In seinem Buch „Was bin ich wert?“ geht Jörn Klare der Frage nach, was ein Menschenleben wert ist. Um eine Antwort auf seine Frage zu bekommen, nimmt er mit Ämtern, Ökonomen und Philosophen Kontakt auf. Aber auch die Apotheke seines Vertrauens wird dabei einbezogen. Nicht immer bekommt er die Antworten, mit denen er gerechnet oder auf die er gehofft hat und doch bringen ihn diese Informationen in seiner Recherche weiter. Interessant ist vor allem, dass keiner der Befragten eine konkrete Zahl zum Wert eines Menschenlebens nennen möchte. Er beschäftigt sich zum Beispiel mit der Frage, ob es sich lohnt 75jährigen Rentnern noch eine neue Hüfte einzusetzen. Gesundheitsökonomen würden wahrscheinlich nein sagen, dabei sollte jedoch folgendes nicht vergessen werden: Jeder Mensch möchte ein angenehmes und schmerzfreies Leben führen. Deshalb sollten alle Menschen gleich behandelt werden und es sollte sich auf jeden Fall lohnen eine 75jährige Rentnerin mit einer neuen Hüfte auszustatten. Spannend ist vor allem der Teil des Buches, wenn es um den Verkauf von Organen geht. So könnte man in China eine neue Niere für 50.000 Euro bekommen, inklusive der Reisekosten und der Operation. Hört sich nach einer einfachen Lösung an. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass diese 50.000 Euro für den einen Menschen sehr viel Geld bedeuten und der andere schüttelt diese mal eben aus der Jackentasche. Ein Hartz-IV-Empfänger könnte sich das wahrscheinlich nicht leisten. Sollte er deswegen kein Recht auf eine neue Niere haben oder ist er deshalb weniger wert? Folglich fragt man sich als Leser, woran fest gemacht wird, wie viel ein Menschenleben wert ist. Aufschlussreich sind auch die Informationen einer Versicherungsagentur. Demnach ist es günstiger eine Rentnerin bzw. einen Rentner bei einem Verkehrsunfall zu töten als einen Familienvater, der für den Unterhalt seiner Frau und seiner Kinder aufkommen muss. Es ist erschreckend zu lesen, dass in der Wirtschaft immer wieder Kosten-Nutzen-Analysen in Bezug auf ein Menschenleben durchgeführt werden. Dabei sollte es sich zum Beispiel immer lohnen eine teure Ampelanlage zu bauen, wenn damit wenigstens das Leben eines Menschen gerettet werden kann. Was ist ein Mensch nun wert? Eine ganz eindeutige und verbindliche Antwort wird man wohl nie auf die Frage erhalten. Ich denke, was ganz klar aus der Betrachtung von Jörn Klare hervorgeht, ist, dass ein Menschenleben nicht mit einem bestimmten Betrag an Geld bewertet werden sollte, denn jeder Mensch ist einmalig. Ich bin der Meinung, Jörn Klare ist gelungen, ein sehr spannendes und aufschlussreiches Buch zu schreiben. Viele Informationen waren mir neu und haben mich zum Nachdenken angeregt.

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