Jörn Riel Gesang des Lebens

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Inhaltsangabe zu „Gesang des Lebens“ von Jörn Riel

Die große Roman-Saga über die Geschichte Grönlands von der ersten Besiedelung bis zur jüngsten Vergangenheit. Um das Jahr 1000 n. Chr. machen sich die Inuit aus Kanada auf in ein unbekanntes Land: Grönland, das »Land der großen Erwartungen«. Von Generation zu Generation wird die Geschichte der abenteuerlichen Entdeckung des neuen Landes weitergegeben: Wie die Stammesmutter Tewee-soo von den Inuit geraubt wurde, wie ihr Mann Heq ein großer und mächtiger Schamane wurde und wie sein Nachfahre Arluk auf eine Reise rund um Grönland ging, die ein ganzes Leben dauern sollte und auf der er seiner großen Liebe begegnete, einem Wikingermädchen. Im 20. Jahrhundert sucht die junge Grönländerin Soré einen Zugang zur verborgenen Geschichte ihrer Vorfahren und reist zurück zu den Anfängen, ins arktische Kanada. Jørn Riel erzählt vergnüglich, spannend und voller Wärme die Geschichten der Menschen, die sich in einer ebenso unwirklich schönen wie kargen Natur behaupten müssen.

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  • Rezension zu "Gesang des Lebens" von Jörn Riel

    Gesang des Lebens

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. May 2011 um 18:12

    Der Untertitel des Buches heisst „Die Grönland-Saga“ und diese Saga, besteht aus 3 Teilen. 1. Teil: Heq Der erste Teil der Geschichte spielt ums Jahr 1000 und fängt mit Heq’s Mutter Shanuq an. Sie wurde als junges Mädchen von Indianern geraubt und zu deren Sklavin gemacht. Kurze Zeit nach Heqs Geburt gelang ihr jedoch die Flucht. Tagelang lief sie durch die Tundra bis zur Eismeerküste, wo sie eine Inuitsiedlung fand. Shanuq wollte, dass ihr Sohn unter richtigen Menschen aufwuchs. Heq wurde bereits in jungen Jahren zu einem guten Jäger und grossen Schamanen und nach dem die Inuitsiedlung von Indianern angegriffen worden war, beschloss Heq das Nomandenleben wieder aufzunehmen und mit seiner Familie auf eine grosse Reise zu gehen. 2. Teil: Arluk Arluk ist ein Nachfahre von Heq und lebt ca. 300 Jahre später im Nordwesten von Grönland. Früh werden er und seine Schwester Isserfik zu Waisenkindern, aber auch Arluk hat eine grosse Zukunft vor sich. Wie bereits sein Vorfahre Heq wird er ein mächtiger Schamane und Geisterbeschwörer und genau wie Heq ist auch Arluk von grosser Unruhe getrieben und so bricht er auf zu einer Reise, die ihn um ganz Grönland führen und sein ganzes Leben andauern wird. 3. Teil: Soré Der letzte Teil spielt in der Gegenwart und erzählt die Geschichte von Soré. Soré ist auf Grönland geboren und fühlt sich stark mit ihren Vorfahren verbunden. Sie wird eine talentierte Erzählerin, die die Geschichten ihrer Vorfahren aufschreibt. Eines Tages begibt auch sie sich auf eine lange Reise, die sie durch Alaska, Kanada und Grönland führt immer auf der Spur ihrer Vorfahren. Der letzte Teil ist ganz anders, als die beiden Vorderen. Sorés Geschichte ist in viele kleine Abschnitte aufgeteilt und gleichen eher Momentaufnahmen. Zwischen den Abschnitten gibt es grosse Sprünge von Zeit und Ort, es ist beinahe wie ein Puzzel, welches man mit angehaltenem Atem Stück für Stück zusammen baut. Jörn Riel hat einen phantastischen, farbenprächtigen Schreibstil. Er entführt uns in die exotische Welt der Inuit und lässt uns teilhaben an ihrem alltäglichen Leben, ihren Sitten und Bräuchen. Seine detaillierten Beschreibungen des Alltagslebens macht es dem Leser leicht einen Zugang zu den Inuit zu finden. Die Geschichte ist an manchen Stellen sehr blutig und gewisse Verhaltensweise haben mich stark irritiert, besonders die Blutfehden und der manchmal sehr raue Umgang mit den Frauen. Dennoch übt das Buch eine starke Faszination aus und mit der Zeit gewöhnt man sich an dieses archaische Leben im hohen Norden. Man verliebt sich in das einfach Leben der Inuit und ihre herzliche aufgeschlossene Art. Dieses Buch ist etwas ganz besonders und einfach wunderschön. (Die gebundene Ausgabe ist vergriffen, die 3 Teile erscheinen einzeln im Taschenbuch)

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