Jørn Lier Horst

 4 Sterne bei 48 Bewertungen
Autor von Jagdhunde, Wenn das Meer verstummt und weiteren Büchern.
Jørn Lier Horst

Lebenslauf von Jørn Lier Horst

Einer der besten Spannungsautoren Skandinaviens: Jørn Lier Horst wurde am 27. Februar 1970 in Bamble, Norwegen, geboren und war mehrere Jahre leitender Kriminalbeamter bei der norwegischen Polizei. Mit den polizeilichen Ermittlungsmethoden und dem vorherrschenden Milieu ist er also bestens vertraut. 2004 debütierte er als Krimiautor in Norwegen und 2005 mit „Ruhe nicht in Frieden“ in Deutschland. Seitdem zählt er mit seinem Protagonisten, dem Polizisten William Wisting, zu den erfolgreichsten norwegischen Autoren der Spannungsliteratur. 2011 wurde er für „Winterfest“ mit dem „Bokhandlerprisen“, mit dem die Mitglieder der norwegischen Buchhändlervereinigung ihr Lieblingsbuch des Jahres küren, ausgezeichnet. Für „Jagdhunde“ erhielt er außerdem verschiedene norwegische Krimipreise, unter anderem für den besten Roman der gesamten skandinavischen Kriminalliteratur.

Alle Bücher von Jørn Lier Horst

Jagdhunde

Jagdhunde

 (15)
Erschienen am 01.06.2018
Wenn das Meer verstummt

Wenn das Meer verstummt

 (8)
Erschienen am 02.07.2007
Eisige Schatten

Eisige Schatten

 (7)
Erschienen am 01.09.2015
Ruhe nicht in Frieden

Ruhe nicht in Frieden

 (7)
Erschienen am 01.08.2006
Winterfest

Winterfest

 (6)
Erschienen am 01.12.2017
Blindgang

Blindgang

 (5)
Erschienen am 02.11.2016
Closed for Winter

Closed for Winter

 (0)
Erschienen am 17.10.2013
The Caveman

The Caveman

 (0)
Erschienen am 19.02.2015

Neue Rezensionen zu Jørn Lier Horst

Neu
MellieJos avatar

Rezension zu "Jagdhunde" von Jørn Lier Horst

besonderen Art, aber noch ausbauwürdig in Sachen Spannung
MellieJovor 4 Monaten

Rezension von Melanie zu Jagdhunde: Kriminalroman von Jørn Lier Horst

4 von 5 🌟 ein skandinavischer der besonderen Art,  aber noch ausbauwürdig in Sachen Spannung

Klappentext
"Ein preisgekrönter Ermittler-Krimi der Extraklasse von Skandinaviens Starautor Jørn Lier Horst 

Ungemütliche Zeiten für Hauptkommissar William Wisting: Wegen des Vorwurfs, Beweise manipuliert zu haben, wird er vom Dienst suspendiert. Der Fall, um den es geht, liegt schon siebzehn Jahre zurück. Damals war die junge Cecilia Linde erst verschwunden und dann ermordet aufgefunden worden. Wisting hatte den Täter überführen können, doch nun stellt sich heraus, dass die Beweise gefälscht waren. Ein gefundenes Fressen für die Medien, unversehens findet sich der Hauptkommissar in der Rolle des Gejagten wieder. Ihm bleibt nur ein Ausweg: Er muss so schnell wie möglich herausfinden, was damals wirklich geschah. 

"Ein Skandinavier, der ohne blutige Greuel auskommt - herrlich!" Neue Presse"

Quelle : Amazon Verlag

Meinung
Ich finde ja Krimis und Thriller aus dem Norden Europas immer total interessant! Ich weiß auch nicht warum das so ist, aber allein schon die ungewöhnlichen Namen im Buch sowie die oft ausführlichen Beschreibungen der Landschaft und Orte haben mir zumeist immer gefallenund gerade bei der momentanen, dauerhaften Hitze kommt mir ein egnerischer Tatort ganz recht. Und sa es im Herbst spielt war das auch mehr als angenehm.😊.

Auch die Stimmung ist gut inszeniert,  das düstere von Regen durchtränkt Wetter unterstreicht die Ermittlungen in einer Kleinstadt in Norwegen, nichtsdestotrotz ist die Geschichte recht ruhig, es gibt wenig Blut
g. 

Die Kapitel sind zwar zahlreich, aber angenehm kurz gehalten . Die Sprache ist klar und ziemlich nüchter, naber auch anspruchsvoll man ist relativ schnell in der Story drin.

Der Krii fußT auf einer alten Verurteilung eines Täters, dessen Schuld nicht hundertprozentig bewiesen, die genauen Ermittlungen zeigen aber nun nach einigen Jahren Lücken auf, so daß alle damaligen Beweise und Zeugen erneut durchleuchtet werden

Wisting der due fehlerhaftend Ermittlungen durchgeführt hat wird an den Pranger gestellt für die Presse natürlich  ein gefundenes Fressen, nur seine Tochter Line steht zu ihm und versucht das Loch in der Beweiskette selbst zu finden mit Ihrem journalistischen Hintergrund praktisch zu helfen.

Wisting ist ein solider Mensch und glaubt wirklich, das die Arbreit der Polizei den wirklichen Täter gefunden hat , seine Tochter ist das komplette Gegenteil, impulsiv und auch nicht so vertrauensvoll der Polizei gegenüber. Zusammen sind beide aber ein tolles Team und finden auch bald einen Hinweis auf Wisting  'Unschuld' an dem Debakel

Line wird hier zwar hier als Heldin dargestellt,  würde ich aber nicht unterschreiben. Ich würde sagen sie handelt aus familiären Gründen so und aus Neugier.

Wisting ist immer noch davon überzeugt,  das er in Rudolf Haglund den richtigen Täter gestellt hat. 

Aber das Ganze ist auch für den Leser eher undurchsichtig, man hat zwar eine Ahnung, das es der Täter sein könnte und dann auch wieder nicht.

Die Spannungskurve entwickelt sich gleichzeitig mit den detektivisch ausgeführten Untersuchungen. Hier wird jedes Puzzleteil neu bewertet und bringt damit neue Erkenntnisse und das Zusammenspiel zwischen Vater und Tochter funktioniert einwandfrei. Beide denken logisch und ziehen an einem Strang.

Der Krimi ist großartig konstruiert und die Spannung steigt mit jedem gefundenen Puzzleteil weiter an. Für mich deswegen nicht perfekt, weil doch zu wenig passiert, und zu wenig Thrill.

Trotzdem für Krimi Liebhaber eine klare Leseempfehlung

Fakten
400 Seiten  
TB  9,99 €
Kindle 8,99 €

Erschienen im Verlagsgruppe Droemer Knaur

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag bei allen Plattformen, welche Bücher und Ebooks anbieten. 

Ich möchte mich beim Verlag für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplares bedanken.

Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! 

Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

Kommentieren0
2
Teilen
sommerleses avatar

Rezension zu "Jagdhunde" von Jørn Lier Horst

Polizeifehler oder Absicht?
sommerlesevor 4 Monaten

"Jagdhunde" ist ein preisgekrönter Ermittler-Krimi der Extraklasse von Skandinaviens Starautor Jørn Lier Horst und erscheint im Droemer Verlag 2018. Es ist der vierte Band einer Krimi-Reihe um William Wisting.

Norwegen: Hauptkommissar William Wisting wird vom Dienst suspendiert, weil ihm vorgeworfen wird, Beweise manipuliert zu haben. 17 Jahre nach dem Fall Cecilia Linde wird der Fall wieder aufgerollt. Die Frau wurde damals nach ihrem Verschwinden ermordet aufgefunden und Wisting konnte den Täter überführen. Mittlerweile steht aber fest, dass Beweise gefälscht wurden. Der Hauptkommissar wird vor Gericht angeklagt und von der öffentlichen Presse verfolgt und setzt nun ohne dienstlichen Weg alles daran, herausfinden, was damals wirklich geschah. Seine Tochter, eine clevere Journalistin, ist ihm dabei eine große Hilfe. Ein weiterer Fall einer verschwundenen Frau zeigt Parallelen zu dem alten Fall auf und macht die Ermittlungen damit umso brisanter.



Bei diesem Krimi von Jørn Lier Horst geht es nach gewohnt skandinavischem Strickmuster zu. Es ist Herbst und es regnet häufig. Diese trübe Grundstimmung bildet einen passendenden Hintergrund für die Ermittlungen in der norwegischen Kleinstadt. Der Krimi wirkt dunkel, finster und recht ruhig, es geht ohne Blutvergießen ab. Die Geschichte ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt, die Sprache ist nüchtern und dennoch anspruchsvoll, weil wortreich beschreibend und man ist schnell in der Handlung gefangen.



Der Hauptfokus liegt auf den akribisch geführten Ermittlungen mit denen der alte Fall erneut untersucht wird. Lag der Fehler auf einer Vorverurteilung des Beklagten und damals verurteilten Täters? Beteiligte und Kontaktpersonen des verurteilten Täters werden nach all den Jahren aufgesucht, um das entscheidende Loch in der Beweiskette zu finden. Wisting wird durch seine Anklage der Pressediffamierung öffentlich ausgesetzt. Diesem Druck muss er standhalten, was ihm zunehmend schwerer fällt. Bei der Ermittlungsarbeit wird Wisting von seiner Tochter Line unterstützt und dank ihrer investigativen Journalistenausbildung kommen sie dem Beweis für Wistings Unschuld auf die Schliche.

Bei den Charakteren erleben wir Wisting als einen erfahrenen, gereiften und damit abgeklärten Menschen. Er vertraut auf solide Polizeiarbeit und als aktiven Gegenpart spielt seine Tochter die impulsive und vordergründig agierende Heldin des Krimis. 

Mit dem verurteilten Täter Rudolf Haglund schauen wir auf eine Figur, bei der lange Zeit nicht klar ist, ob er wirklich schuldig ist. Wisting ist davon überzeugt. Insgesamt erscheinen mir die Charaktere eher etwas zu glatt, blass und zu sachlich beschrieben. Ich mag mehr die besonderen Ermittler. 


Der Krimi ist gut erzählt, wirkt perfekt konstruiert und bringt mit der Zeit immer mehr Zusammenhänge ans Licht. Es wird deutlich, wie sehr auch Polizisten sich bei ihrer Arbeit von ihrer eigenen Meinung leiten lassen, dann die Beweise zur Untermauerung dieser bestimmten These untersuchen und anderen Indizien nicht genügend Bedeutung beimessen. Wie schnell ist die Vorverurteilung schon bei manchen Ermittlungen gegeben?


Die Spannungskurve entwickelt sich gleichzeitig mit den detektivisch ausgeführten Untersuchungen. Hier wird jedes Puzzleteil neu bewertet und bringt damit neue Erkenntnisse und das Zusammenspiel zwischen Vater und Tochter funktioniert einwandfrei. Beide denken logisch und ziehen an einem Strang.


Ein gut konstruierter norwegischer Krimi, der den Blick auf realistische Polizeiarbeit lenkt. Mir hat besonders der Schreibstil gut gefallen und ich würde gern weitere Fälle dieses Ermittlungsgespanns von Vater und Tochter lesen.

Kommentare: 1
92
Teilen
Krimines avatar

Rezension zu "Winterfest" von Jørn Lier Horst

Ein spannender und sehr glaubwürdiger Krimi
Kriminevor 6 Monaten

An einem nebligen Herbstabend fährt der Steuerberater Ove Bakkerrud zu seiner Hütte am Meer, um diese für den Winter zu sichern. Doch kaum ist er dort angekommen, wird er von einer aufgebrochenen Tür überrascht und muss erkennen, dass er von Einbrechern ausgeraubt worden ist. Als er dann auch noch entdeckt, dass ein dunkler Schatten hinter dem Fenster des Nachbarhauses erscheint, ist seine Neugier geweckt. Ohne zu zögern, geht er dorthin und stolpert prompt über einen Toten, der in seinem Blut am Boden liegt. Ein neuer Fall für Kommissar William Wisting und sein Team, der enorme Kreise zieht und ihnen noch weitere Leichen beschert.

"Winterfest" ist der dritte Fall für den norwegischen Kommissar William Wisting, der nicht nur einen komplizierten Mordfall lösen muss, sondern sich auch noch um seine Tochter Line sorgt. Denn diese ist mit einem Mann liiert, der Kontakt zu zwielichtigen Gestalten hat, was sie aufgrund der Verschwiegenheit ihres Vaters nicht einmal weiß. Aber nicht nur sie gerät im Verlaufe der Handlung in Gefahr. Auch Wisting selbst bleibt von einem handfesten Angriff und einer undurchsichtigen Entführung nicht verschont, was beweist, wie heikel seine Ermittlungen sind. Diese dehnen sie sich auch schon bald ins Ausland aus, wo vermutlich die Drahtzieher der Verbrechen zu finden sind.

Jørn Lier Horst hat mit "Winterfest" einen sehr authentischen Kriminalroman verfasst, mit dem er durch die Darstellung einer detailreichen Ermittlungsarbeit beweist, dass er über tief reichende Kenntnisse der norwegischen Polizeiarbeit verfügt. Schließlich war er selbst im norwegischen Polizeibezirk Vestfold Kriminalhauptkommissar, bevor er sich entschieden hat, hauptberuflich als Autor tätig zu sein. Aber nicht nur der Jagd nach Verbrechern gilt in diesem Buch sein Augenmerk, sondern auch den Figuren, die er glaubwürdig charakterisiert und denen er ein ganz normales Familienleben verleiht. Eine Wohltat für uns Leser, auch mal einem skandinavischen Kommissar bei der Arbeit zuzuschauen, der nicht dem Alkohol oder sonstigen dramatischen Dingen verfallen ist, sondern genauso gewöhnlich erscheint, wie viele von uns. 

Fazit:
"Winterfest" ist ein gelungener Kriminalroman, der einen spannenden und glaubwürdigen Kriminalfall, einige interessante Charaktere und jede Menge Atmosphäre in sich vereint. Ein Lesegenuss, der wunderbar unterhaltsam und rätselhaft ist.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Zusätzliche Informationen

Jørn Lier Horst wurde am 27. Februar 1970 in Bamble (Norwegen) geboren.

Jørn Lier Horst im Netz:

Community-Statistik

in 65 Bibliotheken

auf 15 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks