Mit "Die Jungfrau von Orleans" liegt ein historischer Roman von Jørn Precht vor, der die geneigten Leser*innen in das Frankreich während des so genannten Hundertjährigen Krieges entführt. Im Mittelpunkt steht, wie nicht anders zu erwarten, die gottesfürchtige Bauerstochter Jeanne d´Arc, die später zur Nationalheldin Frankreichs werden würde. Ihr Lebensweg und der von mehreren ihrer Freund*innen wird vom Autor lebendig geschildert, so dass mensch schnell das Gefühl bekommt, selber bei den Ereignissen mit dabei zu sein. Ihre tiefe Religiösität mag für heutige Leser*innen vielleicht befremdlich erscheinen, sie war aber der Schlüssel, das sie in der damaligen extrem patriachalen Welt überhaupt solche Aufmerksamkeit erlangen konnte, wie es der Fall war. Sie wurde gefeiert, verehrt, verfolgt, geschändet und verraten und doch blieb sie sich und ihren Weg treu. Das Buch wird von Christiane Nothofer lebendig eingesprochen, so dass keine Langeweile entsteht. Wer sich für die damalige Zeit, die historischen Eignisse und die Person Jeanne d´Arc interessiert, ist bei diesem (Hör-) Buch genau richtig.
Jørn Precht
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Jørn Precht
Die Heilerin vom Rhein
Das Geheimnis des Dr. Alzheimer
Die Jungfrau von Orleans
Das Geheimnis des Dr. Alzheimer
Neue Rezensionen zu Jørn Precht
Ich hatte schon länger geplant dieses Buch zu lesen und hatte leider höhere Erwartungen - die nicht erfüllt wurden.
Joan of Arc ist eine Person die mich schon immer interessiert hat, somit habe ich mich wirklich darauf gefreut einen Roman über sie und ihr Leben zu lesen. Doch in Erinnerung wird mir nichts davon bleiben.
Der Schreibstil ist sehr simpel gehalten, der Roman zieht sich nicht, aber für meinen Geschmack ist er auch einfach viel zu simpel. Die Umgebung, die Städte, Landschaften und Dörfer werden gar nicht beschrieben und nur mit einem kurzen Wort angerissen. Oft habe ich während des Lesens vergessen, dass es im Mittelalter spielen soll, denn diese Welt bekommt man nur am Rande mit.
Ich konnte zu keinem der Charaktere eine Tiefe aufbauen, alle waren leider sehr eindimensional und ohne jeglicher Emotionen und Nähe. Auch die Figurenkonstellationen waren für mich schwer bis gar nicht zu fassen. Alle Figuren waren auf einen Schlag, dabei war es egal, ob es sich um einen Franzosen, Burgunder oder Engländer handelte.
Orts- und Zeitangaben haben mir bei den Kapiteln stark gefehlt, zwar wurde dies immer aufgefasst jedoch nicht konstant sondern manchmal zwischendurch. Es ist schade, dass keine Karte im Buch vorhanden ist, so war es doch schwer sich geographisch im mittelalterlichen Frankreich zurechtzufinden.
Das Ende war wirklich traurig, doch trotzdem finde ich, dass der ganze Roman keinen wirklichen Höhepunkt hatte. Die Handlung plätscherte so vor sich her. Bei einer so interessanten Persönlichkeit wie Joan of Arc wirklich schade.
Die historischen Ereignisse waren gut recherchiert.
Insgesamt würde ich nur 2.5 Sterne vergeben. Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen.
„Die Jungfrau von Orleans“ von Jörn Precht ist ein bewegender und eindrucksvoll erzählter historischer Roman über eine junge Frau, die den Lauf der Geschichte Frankreichs veränderte.
Man kennt die Filme von der Jungfrau Jeanne, doch wollte ich tiefer in das kurze Leben der mutigen Frau eintauchen. Ich habe es nicht bereut.
Von Anfang an hat mich dieses junge Mädchen tief beeindruckt. Sie stammt aus einfachen bäuerlichen Verhältnissen, kann weder lesen noch schreiben und doch folgt sie unbeirrt ihrem inneren Ruf. Jeanne sieht sich als Gesandte Gottes. Sie hat Visionen und folgt ihnen mit jugendlichem Mut und erstaunlichem Selbstvertrauen.
Es fasziniert mich, wie sie es schafft, an die Spitze eines Heeres zu treten, gegen Engländer und Burgunder zu kämpfen, Siege zu erringen und den Dauphin zur Königskrönung nach Reims zu führen.
Selbst als sie gefangen genommen wird und ihr in einem Schauprozess der Tod droht, bleibt sie unbeugsam. Mit klaren Worten stellt sie sich selbstbewusst den mächtigen Kirchenmännern entgegen.
Für mich wirkt ihre Verbrennung fast wie ein Akt der Verzweiflung, als hätten ihre Richter keine andere Möglichkeit mehr gesehen, als diese außergewöhnliche junge Frau zum Schweigen zu bringen.
Christiane Nothofer meisterte ihre Aufgabe als Sprecheruin hervorragend und verlieh den Charakteren durch ihren ausdrucksstarken Vortrag lebendige Persönlichkeit und schaffte es den Hörer komplett in das Geschehen hineinzuziehen.
Fazit: Wer bei einem historischen Roman gut unterhalten werden möchte, sollt an diesem Roman nicht vorbeigehen. Klare Leseempfehlung von mir.
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