Das Geheimnis des Dr. Alzheimer

von Jørn Precht 
4,6 Sterne bei10 Bewertungen
Das Geheimnis des Dr. Alzheimer
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Rose75s avatar

Medizingeschichte - schön erzählt

hasirasi2s avatar

Deutsche Medizingeschichte unterhaltsam, spannend und lehrreich erzählt.

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Inhaltsangabe zu "Das Geheimnis des Dr. Alzheimer"

Frankfurt am Main, 1901: Der verarmte Krankenpfleger Karl Walz träumt davon, Arzt zu werden und die geheimnisvolle neue Krankheit zu enträtseln, die das Gedächtnis seiner erst 50-jährigen Ziehmutter mehr und mehr zerstört. Er erhält die Chance, als Assistent des Psychiaters und Gerichtsgutachters Dr. Alois Alzheimer zu arbeiten, doch der verschwiegene Lehrmeister wird ihm dabei immer unheimlicher. Was hat der geheimnisvolle Hirnforscher zu verbergen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839221501
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:275 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:02.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Rose75s avatar
    Rose75vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Medizingeschichte - schön erzählt
    Alois Alzheimer und Auguste Deter - seine bedeutenste Patientin

    In diesem Buch wird in einer schönen und spannenden Geschichte erzählt, wie Alois Alzheimer, ein neue Form der Demenz erforscht. 
    Im Verlauf des Buches erfährt man viel über die damalige Sicht der psychischen Erkrankungen und die Konkurrenz zwischen den wissenschaftlichen Lagern. 
    Da das Buch u.a. als Drehbuch konzipiert ist, kommt vielleicht auch bald ein Film. 

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    Patnos avatar
    Patnovor 4 Monaten
    Auf der Spur der Krankheit des Vergessens

    Jeder kennt den Begriff „Alzheimer“ als Synonym für die Krankheit des Vergessens. Aber wer weiß schon, dass der Psychiater und Gerichtsgutachter Dr. Alois Alzheimer diese Krankheit im Jahre 1906 erstmals beschrieben hat. Als ich im Verlagsprogramm des Gmeiner Verlages den Spannungsroman „Das Geheimnis des Dr. Alzheimer“ von Jørn Precht entdeckte, war meine Neugier geweckt. Die Geschichte beginnt im Jahr 1901 in Frankfurt am Main. Karl Walz ist ein mittelloser Krankenpfleger, der davon träumt Arzt zu werden. Als seine Ersatzmutter Auguste Deter plötzlich von einer geheimnisvollen Krankheit heimgesucht wird, bei der ihr geistiger Verfall rasant voranschreitet, studiert Karl zunächst medizinische Bücher. Dann bekommt er die Chance als Assistent für Dr. Alois Alzheimer zu arbeiten und mit ihm die neu entdeckte Krankheit zu analysieren. Doch Alzheimer hat Widersacher, die wilde Spekulationen über ihn und den mysteriösen Tod seiner Frau verbreiten. Obwohl Dr. Alzheimer dem jungen Karl gegenüber freundlich ist und ihn fördert, ist Karl zunehmend irritiert von Alzheimers Verschwiegenheit. Was hat sein Lehrmeister zu verbergen? Woher stammt die Narbe in Alzheimers Gesicht und wohin verschwinden die Morphiumreserven? Karl Walz ist ein junger wissbegieriger Mann. Mit Respekt und Anstand verrichtet er zunächst einfache Arbeiten und bildet sich nebenbei weiter. Er verfügt über ein enormes Fachwissen, ist aber bescheiden. Mit Karl Walz hat Buchautor Jørn Precht einen sympathischen Charakter geschaffen, der diesem Roman den besonderen Charme verleiht. Ich fand es rührend, wie er sich um Auguste Deter gekümmert hat, auch wenn diese ihn gar nicht mehr erkannte. Dr. Alois Alzheimer ist geheimnisvoll, aber auch sympathisch in Szene gesetzt. Obwohl er der Oberschicht angehört und über enorme finanzielle Mittel verfügt, begegnet er dem verarmten Walz stets auf Augenhöhe und scheut sich nicht davor, sein privates Geld in ihn und sein Medizinstudium zu investieren. Schließlich werden die beiden Männer zu Vertrauten und erforschen gemeinsam die rätselhafte Erkrankung, die über hundert Jahre später jeder als „Alzheimer“ kennt. Der Roman ist bildhaft und spannend geschrieben. Precht bringt die Stimmung der damaligen Zeit gut rüber. Tolles Setting! Besonders beeindruckt hat mich die detailreiche Beschreibung der Krankheitssymptome. So bekommt der Leser ein umfassendes Bild von den Auswirkungen dieser oder ähnlicher Hirnerkrankungen. Dabei geht der Autor feinfühlig taktvoll vor. Er nimmt Bezug auf historische Ereignisse und bindet die wahre Geschichte der Auguste Deter in seine Szenerie ein. Ich mag Romane, in denen reale Hintergründe thematisiert werden. Man kann aus ihnen immer etwas lernen. So habe ich also gebannt und interessiert das Geschehen verfolgt. „Das Geheimnis des Dr. Alzheimer“ ist ein lesenswerter Histo-Spannungsroman aus dem Buchverlag Gmeiner, der mich begeistern konnte!

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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Deutsche Medizingeschichte unterhaltsam, spannend und lehrreich erzählt.
    Deutsche Medizingeschichte unterhaltsam, spannend und lehrreich erzählt

    Fast jeder hat wohl irgendeine Schwäche, die ihn im Alltag stört. Bei mir ist es mein nicht vorhandenes Personengedächtnis. Ich kann mir Namen und Gesichter ums Verrecken nicht merken und grüße darum freundlich jeden zurück, der mir auch nur im Entferntesten zunickt. Wenn man mich dann fragt, wer das war, kann ich meist nur hilflos die Schultern zucken - „Alzheimer lässt grüßen“ ...

    Umso gespannter war ich auf die Geschichte, die hinter der Krankheit und ihrem Entdecker steckt. Jørn Precht hat Alois Alzheimers Forschung und Wirken geschickt in einem spannenden historischen Roman verpackt.

     

    Karl Walz muss als Kind hilflos mit ansehen, wie seine Mutter nach dem Alkoholtod des Vaters immer mehr verfällt und schließlich im Irrenhaus „Affenstein“ landet. Die Zustände dort sind katastrophal und erinnern an Gefängnisse des Mittelalters. Karl muss daraufhin in verschiedene Kinderheime und erlebt dort Dinge, die mir jetzt noch Gänsehaut über den Rücken jagen. Zum Glück holt ihn seine „Ziehmutter“ Auguste Deter wenigstens an den Wochenenden da raus.

    Um 1900 arbeitet Karl als Pfleger für einen Kinderpsychiater und liest in seiner Freizeit medizinische Fachbücher. Er träumt davon, eines Tage ebenfalls Arzt zu werden, kann sehr gut mit Kinder umgehen und sein Ruf eilt ihm voraus. Als seine Ziehmutter Auguste Deter immer verwirrter wird und schließlich auf dem „Affenstein“ landet, nutzt Karl Alzheimers Angebot und arbeitet ab da für ihn.

    Seit der Eilieferung seiner leiblichen Mutter in die Anstalt sind nur 13 Jahre vergangen, aber Karl erkennt die Räumlichkeiten kaum wieder. Alles ist sauber und modern, man behandelt die Erkrankten nach den neusten Erkenntnissen und vor allem wie Menschen, nicht mehr wie Tiere. Alzheimer ist von Auguste Deters Erkrankung fasziniert. Die Anzeichen erinnern an Altersdemenz, aber dazu ist sie zu jung. Sie selbst beschreibt ihren Zustand so: „Ach, ich bin so verwirrt. Ich habe mich sozusagen verloren.“ (S. 53).

     

    Jørn Precht erzählt sehr bildlich und einfühlsam die Anzeichen und Auswirkungen der Krankheit aus verschiedenen Sichtweisen. Da ist Auguste, deren helle Momente immer seltener werden, ihr Mann, der damit nicht umgehen kann (oder möchte), Karl, der unter ihrem Verfall immer mehr leidet und Dr. Alzheimer, der unbedingt erforschen möchte, was genau Auguste hat. Dabei stützt sich der Autor auf originale Mitschriften von Dr. Alzheimer, denn Auguste Deter war wirklich die erste Patientin, an der er die Erkrankung nachweisen konnte.

    Kommentare: 6
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    Dex-aholics avatar
    Dex-aholicvor 5 Monaten
    Die Entdeckung von Alzheimer

    Der Titel allein hat mich ja schon neugierig gemacht. Nicht nur geht es hier um den berühmten Arzt, Dr. Alois Alzheimer, sondern auch um seine Forschung und seiner Suche der Alzheimer-Krankheit. Dieses Buch ist keine Biografie, auch wenn einige Tatsachenberichte und Fakten darin vorkommen, handelt es sich doch größtenteils um eine fiktive Geschichte, untermalt mit realen Fakten. Die Mischung dabei ist wirklich gut gelungen und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Man wird förmlich mit Karl Walz' Wissensdurst angesteckt, der schon immer davon geträumt hat, Medizin zu studieren. Als dann seine Ziehmutter erkrankt und keiner genau weiß, was sie denn hat, begegnet er Dr. Alzheimer. Der Mann ist Feuer und Flamme und will Karl und seiner Ziehmutter helfen. Karl bekommt dabei die Chance seine bisherigen Erfahrungen als Pfleger in der Anstalt von Alzheimer zu vertiefen und gleichzeitig als Assistent des berühmten Arztes zu fungieren. Was sie dabei erforschen und entdecken ist einfach faszinierend zu beobachten. Auch fiebert man Karls weiteren Werdegang hinterher. Wird er seinen Traum vom Medizinstudium erfüllen können? Was ist mit seiner Ziehmutter, Auguste? Kann man ihr helfen? Und was ist mir Karl und Mina? Ja, es gibt auch eine kleine, süße Romanze. ;)
    Wenn man als Leser schon weiß, was es mit der Krankheit Alzheimer auf sich hat, ist es schon sehr interessant zu lesen, wie die Forschung damals vonstatten ging und wie die Ärzte dem Übel auf die Pelle gerückt sind. Eingebettet in eine traurige, aber auch optimistische und packende Geschichte, ist "Das Geheimnis des Dr. Alzheimer" ein gelungenes Werk, das ich auch weiterempfehlen würde.


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    K
    Karalanvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsam wird ein Zeitzeugnis und der Wandel in der Medizin dargestellt.
    Psychatrie in seiner unterhaltsamen Form

    Das Wirken Alzheimers anhand eines seiner Helfer zu beschreiben, macht dieses Buch zu einer ganz und gar nicht trockenen Lektüre. Auf durchaus spannende Art und Weise wird einem vor Augen geführt, wie sich ein Wandel in der Medizin, hier Psychatrie, vollzogen
    hat. In einer Zeit, in der Aufgeschlossenheit gegenüber Neuen nicht
    selbstverständlich war.
    Ich jedenfalls habe beim Lesen etwas gelernt und mich auch noch gut unterhalten gefühlt. Dafür meinen Respekt.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein spannender, unterhaltsamer und lehrreicher Roman.
    Mein Leseeindruck

    Die Irrenanstalt sah bedrohlich aus. (1. Satz)

    Wer hat noch nicht von dieser heimtückischen Krankheit Alzheimer gehört oder gelesen? Wer oder was steckt hinter dem Namen Alzheimer? Dieses hoffte ich im Buch zu erfahren.

    Schon zu Beginn befindet sich ein Namensregister, so dass schnell klar wird, dass der Roman vielschichtig werden würde.

    Der Autor entführt den Leser gleich zu Beginn nach Frankfurt um 1888, in eine psychiatrische Klinik. Schnell wird klar, welches Leben der kleine Karl geführt hatte. Trunkenheit, Schläge, Tod und eine Mutter, die psychisch krank ist .... eine schreckliche Kindheit. Alleine bei diesem Prolog hatte ich das Gefühl, Karl in Schutz nehmen zu müssen.
    Aber Karl entwickelt sich zu einem sehr strebsamen jungen Mann, der den kranken Menschen helfen möchte.

    Zusammen mit ihm, zeigt der Autor einen Ausschnitt aus der Lebens- und Wirkungsgeschichte des Dr. Alzheimers. Ein Mann, ohne den wir heute längst nicht so vieles über diese schreckliche Krankheit wissen würden.

    Dieses Buch ist keine Biografie, auch wenn gewisse Ansätze vorhanden sind. Es ist vielmehr ein Roman aufgrund einer Biografie.

    Der Schauplatz wurde so detailliert beschrieben, dass ich mich teilweise als Zaungast in dieser Anstalt vorkam. Einige Szenen sind so glaubhaft und bildlich geschildert, dass ich schnell Emotionen gegenüber den Protagonisten entwickeln konnte. Eines sei dazu noch gesagt: Es waren nicht immer positive Emotionen. Gerade wenn ich an die Szenen im zweiten Heim denke, die sich im Erker zugetragen haben, könnte ich immer noch heulen, Furchtbar!

    Meiner Meinung nach, ist dem Autor hiermit ein grandioser Roman gelungen, der auf jeden Fall Potenzial für einen Fernsehfilm hat.

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    Schwanenfraus avatar
    Schwanenfrauvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender historischer Roman
    Spannender historischer Roman

    Dass Alzheimer eine Krankheit ist, war mir schon lange ein Begriff. Dass Alzheimer der Name des Arztes ist, der diese Art von Demenz zum ersten Mal beschrieb, wurde mir erst sehr viel später klar. Wer dieser Doktor war und welche dramatischen Ereignisse sich in seinem Leben abspielten, erfuhr ich erst durch dieses Buch.

    Der Autor erzählt die Geschichte von Alzheimer, sowohl des Arztes wie der Krankheit, durch die Augen seines Assistenten Karl Walz. Über Karl, der sich aus kleinen Verhältnissen hocharbeitet, erfahren wir nebenbei viel über die Zeit um 1900 und nehmen Anteil an seiner - zunächst verbotenen - Liebe für eine verheiratete Frau.

    Es hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich empfehle es gerne weiter.

    Kommentare: 1
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    Crazy-Girl6789s avatar
    Crazy-Girl6789vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Roman mit historischen Fakten.
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    Haubenmeises avatar
    Haubenmeisevor 5 Monaten
    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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