Jürg Federspiel Die Ballade von der Typhoid Mary

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Inhaltsangabe zu „Die Ballade von der Typhoid Mary“ von Jürg Federspiel

Wie ein schöner Todesengel zieht Mary Mallon, alias Typhoid Mary, durchs Land, nachdem sie als einzige die Typhusepidemie auf dem Auswandererschiff LEIBNITZ überlebt hat, das 1868 von Hamburg nach New York segelte. Schon früh entdeckt sie ihre lebensbestimmenden Leidenschaften: das Kochen und das Lieben. Aber Mary Mallon muß mehr und mehr die Folgen ihres Tuns erkennen: Selbst immun, verbreitet sie die Krankheit überall, wo sie hinkommt.

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    Die Ballade von der Typhoid Mary

    Kratzbuerste

    11. July 2013 um 03:01

    an einer überwiegend wohlhabenden Gesellschaftsschicht die die angesteckten kurze Zeit später dahinraffen läßt das ist der grobe Inhalt der Ballade. Die Sprache des Autors ist leicht verständlich und flüssig zu lesen, das wäre das erfreuliche das ich dem Buch abgewinnen kann. Das Buch besteht hauptsächlich aus einer übergangslosen Aneinanderreihung von Todesfälle indem man eine Sozialkritik hineininterpretieren soll die beabsichtigt ist die besagt das sich ein ausschweifendes Leben auf kosten der Unterdrückung der Armen sich rächt indem der einbrechende Befall der Seuche für eine ausgleichende Gerechtigkeit sorgt die ansonsten im Leben fehlt. Die Heldin wird nur mit edlen Charaktereigenschaften in Verbindung gebracht die dem Leser eine naive Unschuld verleihen die sich in etwas Heldenhaftes verklärt das am Schluß die Beweislast und die Anklage aufgehoben wird erhöht sie zu eine heilige Mutter Theresa. Die ellenlagen klischeehaften Beschreibungen des Uneigennutzes und Aufopferung in der Lebensgemeinschaft mit einen ebenfalls vom Schicksal gebeutelten der in die Welt der Bücher Zuflucht findet und nebenbei einer anarchistischen Gruppierung angehört ermüden das Buch zusätzlich. Die wenigen Meinungsverschiedenheiten und Konflikte beruhen aus materieller Not, der Lohnabhängikeit und nicht aus der Natur des Menschen. Die Verbindung zweier am Leben gestrauchelte und gebrandmarkte im neunzehnten Jahrhundert ist mir viel zu einfach gestrickt. Der Erzählton ist stimmungslos alles andere als düster um Erwartungshaltungen zu dämpfen. Das spannungs und abwechslungsarme Buch wartet an manchen Stellen mit leichte sarkastische Ironie auf die aber nicht darüber hinwegtäuschen kann das die Idee des Buches viel zu dürftig und dünn ist.

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