Jürg Obrist

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Der geniale Herr Zippzack

Der geniale Herr Zippzack

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Erschienen am 20.08.2015
Das Vöglein des Herrn Anderson

Das Vöglein des Herrn Anderson

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Erschienen am 09.03.2018
Ein Fall für Kommissar Maroni

Ein Fall für Kommissar Maroni

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Erschienen am 01.07.2009
Verflixt, das Klasofon ist weg!

Verflixt, das Klasofon ist weg!

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Erschienen am 01.12.2005
Wer löst den Fall?

Wer löst den Fall?

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Erschienen am 01.12.2012
Pepper greift ein

Pepper greift ein

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Erschienen am 01.03.2011
Lauter klare Fälle?!

Lauter klare Fälle?!

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Erschienen am 01.05.2005
Eine heiße Spur für Kommissar Maroni

Eine heiße Spur für Kommissar Maroni

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Erschienen am 22.07.2016

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Rezension zu "Das Vöglein des Herrn Anderson" von Jürg Obrist

Ein Plädoyer für Toleranz gegenüber Mitmenschen das erleben wir in diesem turbulenten Bilderbuch
Kinderbuchkistevor 8 Monaten

Ein Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren
nach einer Idee von Heinrich Hannover in seiner Geschichte
"Die Gitarre des Herrn Hatunoglu"

Wir treten ein, in ein scheinbar total verrücktes Haus und begegnen Amalie, die von früh bis spät saugt. Sie saugt nicht nur den Teppich, sondern wirklich alles was ihr in die Quere kommt. Die Nerven der Nachbarn unter ihr liegen blank. Der waghalsige Versuch des Mieters unter ihr, auf einen Stuhl zu klettern um mit einer Suppenkelle an der Decke zu klopfen, ist auch nicht von Erfolg gekrönt. Bleibt nur noch eins, Familie Blum holt ihre Blasinstrumente heraus und fängt an zu musizieren. Blasmusik ist nicht jedermanns Sache und laut obendrein. Für Bruno Zackel, einen weiteren Bewohner des Hause ist das nun zu viel. Er poltert mit dem Besen um dem Treiben ein Ende zu setzten. Auch sein Versuch ist nicht von Erfolg gekrönt. So geht es immer weiter. Im Haus wird es immer, immer lauter bis eines Tages ein neuer Mieter in ihr Haus einzieht. Plötzlich ist es ganz still. So still, dass sie das leise, liebliche Piepsen des Vogels, den Herr Anderson mit ins Haus gebracht hat zu hören ist.
Als Neuer hat man es nicht leicht. Erst recht nicht in diesem Haus. Plötzlich sind sich alle einig. Der Vogel piepst zu laut Herr Anderson muss ausziehen, das Gepiepse hält ja niemand aus. Das sagen ausgerechnet die, die sonst so laut sind und sich übereinander aufregen. Herr Anderson möchte den Frieden nicht stören und zieht tatsächlich wieder aus.
Was nun geschieht?
Das verrate ich hier nicht. Es ist ja auch viel zu langweilig ein Buch zu entdecken, dessen Inhalt man schon vollständig kennt.
Spannend ist zum einen der Hintergrund der Geschichte denn die Idee zu diesem Bilderbuch gab eine ganz andere, sehr musikalische Geschichte von Heinrich Hannover. Sie zu nehmen und mit Menschen zu erzählen ist einfach genial. 
Jürgen Obritz schafft es eine Geschichte zu erzählen, die deutlich macht, das man tolerant gegenüber dem bzw. den anderen Menschen sein sollte, dass jeder anders ist und Anderssein nicht schlimm sondern bereichernd ist, denn als Herr Andersen wieder ausgezogen ist vermissen ihn die Nachbarn doch sehr. Leider ist die Einsicht für alle zu spät gekommen. Der ruhige Herr Anderson wohnt nun wo anders aber vielleicht profitiert ja der nächste neue Mieter von dieser Erkenntnis.
Uns sollte die Geschichte zum Nachdenken anregen, damit wir uns gar nicht erst so verhalten wie die Mieter des lauten Hauses.
*
Jürgen Obrist erzählt uns nicht nur seine Geschichte sondern hat sie auch noch mit wunderbaren, sehr lebendigen, witzigen Bildern für uns illustriert. Sie erzählen nicht nur das was wir im Text lesen sondern liefert in ihnen sehr viel Kleinigkeiten, die wir ohne Bilder nicht erfahren hätten, aber die Geschichte so herrlich lebhaft und lustig machen.
*
Unsere Lesekinder stiegen schnell und intensiv in das Geschehen ein, kommentierten was sie sahen und hörten und machten zuweilen auch schon mal die Geräusche nach.
Was ihnen besonders gefiel war das Durcheinander, das sich langsam aufbaute und irgendwann fast im Chaos endete. Amalie die ständig staubsaugende Mieterin begeisterte sie zunächst am meisten weil sie nicht nur so herrlich skurril illustriert ist sondern auch weil dadurch was und wo sie so alles saugt. Das das Staubsaugen eine Eigendynamik entwickelt, die im Laufe der Geschichte alle dazu veranlasst lauter zu sein, die anderen zu übertrumpfen bekamen auch unsere Lesekinder mit. Sie wurden von Seite zu Seite etwas unruhiger, dann aber auch wieder stiller als sie realisierten was da geschah. Als dann der stille Herr Anderson mit seinem kleinen Vogel ins Schussfeld der Mitbewohner gelangt ergreifen sie direkt Partei für ihn.
"Wie gemein die sind!"
hörte ich des Öfteren kurz bevor Herr Anderson wieder auszieht.
Grade sein Weggang liefert unglaublich viele Gesprächsanlässe, die die Kinder in der Regel selbst liefern und die Diskussion  auch von uns fordern.
*
Ein schönes Buch zum Thema
Toleranz und Umgang mit den Mitmenschen.

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