Jürgen-Thomas Ernst

 4,1 Sterne bei 43 Bewertungen

Neue Bücher

Cover des Buches Das Wasserkomplott (ISBN: 9783839228067)

Das Wasserkomplott

 (2)
Neu erschienen am 10.03.2021 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Jürgen-Thomas Ernst

Cover des Buches Vor hundert Jahren und einem Sommer (ISBN: 9783992001514)

Vor hundert Jahren und einem Sommer

 (34)
Erschienen am 15.10.2015
Cover des Buches Das Wasserkomplott (ISBN: 9783839228067)

Das Wasserkomplott

 (2)
Erschienen am 10.03.2021
Cover des Buches Schweben (ISBN: 9783992001897)

Schweben

 (1)
Erschienen am 01.08.2017
Cover des Buches Levada (ISBN: 9783902534620)

Levada

 (1)
Erschienen am 01.09.2012

Neue Rezensionen zu Jürgen-Thomas Ernst

Neu
Cover des Buches Das Wasserkomplott (ISBN: 9783839228067)B

Rezension zu "Das Wasserkomplott" von Jürgen-Thomas Ernst

Distanziert
Buchstaben_showvor 7 Tagen


Amanda und Fynn setzen sich für die Umwelt und den Klimawandel ein. Immer mehr Leute können sie für Demonstrationen und andere Aktionen generieren, genauso wie Max Bonnermann. Er trägt viele weitere Ideen zu der immer größer werdenden Gruppe hinzu, doch irgendwann ist auch er nicht mehr aufzuhalten…

 

Dieser Einzelband eines Krimis hat mir leider nicht ganz so gut gefallen.

Doch ich komme erst einmal zu den positiven Aspekten des Buches. Das Wort „Umweltkrimi“ hat mich sofort angesprochen, da es was ganz anderes ist und mein Interesse somit stark geweckt hat. Da die Schriftgrösse verhältnismäßig recht groß, aber noch angenehm, und die Geschichte knapp dreihundert Seiten lang ist, ist sie für Zwischendurch gut geeignet. Die Seitenanzahl pro Kapitel beträgt häufig nicht mehr als zehn Seiten. Zu Beginn lernt man außerdem die Protagonisten recht schnell besser kennen und erfährt was sie im Leben antreibt. Viele Stellen der Geschichte beinhalten viel Humor und einen gewissen Wohlfühlfaktor, vorallem wenn von der Schönheit der Natur berichtet wird. Hier entsteht häufig eine sehr idyllische und ruhige Atmosphäre. Während des gesamten Buches wird dem Leser zum Nachdenken bezüglich der Natur, Klimawandel und deren Umgang stark angeregt. Auch welche Maßnahmen jeder Einzelne ergreifen kann wird oft thematisiert.

Nun möchte ich die Dinge erläutern, die mir nicht so gut gefallen haben. 

Die meisten Themen und Handlungen sind viel zu kurz erzählt worden, als das man richtig Mitfühlen kann, was eine gewisse Distanz dem Leser gegenüber schafft. Irgendwann kommt dadurch auch Unverständnis für deren Inhalt und Handeln der Figuren auf. Außerdem war es leider aus diesen Gründen auch so, dass nach knapp einem Drittel der Geschichte keinerlei Spannung mehr vorhanden war und ich deshalb ein paar Passagen nur überflogen habe.

 

Letztendlich kann ich sagen, dass die positiven Aspekte gemessen an ihrer Anzahl deutlich mehr sind, doch die negativen vom Inhalt her dennoch deutlich überwiegen. Durch die wenige Spannung und Distanziertheit der Charaktere war es mir kaum möglich eine Verbindung zum Buch aufzubauen, auch wenn mich der Inhalt sehr interessiert hat. Doch da sollte sich jeder seine eigene Meinung zu bilden.


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Cover des Buches Das Wasserkomplott (ISBN: 9783839228067)An-chans avatar

Rezension zu "Das Wasserkomplott" von Jürgen-Thomas Ernst

Interessanter Plot, aber distanzierter Schreibstil
An-chanvor einem Monat

"Das Wasserkomplott" behandelt die Gründung und den rasanten Aufstieg einer Naturschutzorganisation, die sich selbst "Familie" nennt. Denn Zusammenhalt für eine gemeinsame Zukunft ist ihr Motto. Und ihr Ziel ist ein riesiges Naturschutzgebiet.


Vom Thema her war ich absolut neugierig auf den Umweltkrimi, denn auf den ersten Blick passt Naturschutzgebiet und Krimi nicht unbedingt zusammen. Und es dauert dann auch lange bis sich vage Andeutungen verfestigen. Den Krimianteil fand ich daher nur gering.

 

Der Schreibstil ist relativ distanziert und ähnelt damit eher einem Tatsachenbericht. Unterbrochen wird dieser Eindruck nur durch gelegentliche Dialog-Szenen, überwiegend zwischen Amanda und Fynn, in denen man ihre Einstellung zur Entwicklung ihrer Naturschutzorganisation noch genauer erfährt, oder in Reden von Max, die sein Charisma darstellen. Dennoch bleibt man nur Beobachter:in und fühlt nicht mit den Charakteren mit.

 

Die Handlung wird auch immer wieder zusammenfassend dargestellt, wenn z.B. die Entwicklung der Organisation über Monate in wenigen Sätzen beschrieben wird. Der Vorteil ist, dass man die Entwicklung auf wenigen Seiten unterbringen kann und dadurch der Erfolg noch dramatischer wirkt. Tatsächlich war ich auch sprachlos über den explosionsartigen Erfolg der "Familie" und hätte gerne an der ein oder anderen Stelle mehr darüber erfahren, wie genau das möglich ist. Man bekommt zwar einen Eindruck, aber man "fühlt" es nicht. 


Generell hat die "Familie", wie Max sie erschafft, etwas Sekten-artiges an sich. Dieses bedingungslose Folgen des Anführers, der wie ein Gott behandelt wird. Das fand ich erschreckend, vor allem weil sie so selbstlose Ziele mit ihrem Naturschutz verfolgen und tatsächlich eine Verbesserung der Welt anstreben. Und damit einen Nerv bei der Bevölkerung treffen. Gleichzeitig hat genau diese Assoziation mit einer Sekte bei mir direkt Misstrauen gegenüber Max aufkommen lassen, den seine "Familie" aber nicht sieht oder sehen will. Mir war früh klar, dass das alles auf irgendetwas mieses hinausläuft. Und im Laufe der Geschichte greift die "Familie" auch immer wieder zu "radikaleren" Maßnahmen wie z.B. Autos besprühen oder nachts Massen-Mahnwachen vor Einzelbäumen halten.


Zum Ende hin vermischt sich die Arbeit der "Familie" als Handlungsstrang zunehmend mit Ereignissen in der Welt generell, wie sie tatsächlich in den nächsten Jahrzehnten eintreten könnten. Mir kamen die Entwicklungen abseits der "Familie" aber immer etwas plötzlich vor - da hätte nebenbei noch mehr einfließen können.


Insgesamt bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits bleiben die Entwicklung und die Umwelt-/Naturschutz-Aktionen der "Familie" im Gedächtnis und regen zum Nachdenken darüber an, wie weit Naturschutz gehen darf oder kann. Anderseits gefiel mir der distanzierte Erzählstil nicht so gut. Außerdem nimmt der Titel ein bisschen zu viel des Inhalts vorweg.

Dennoch würde ich den Umweltkrimi durchaus weiter empfehlen, um sich einen Einblick zu verschaffen, was sowohl bei radikalerem Naturschutz als auch beim blinden Folgen eines Anführers passieren könnte.

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Cover des Buches Vor hundert Jahren und einem Sommer (ISBN: 9783992001392)angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Vor hundert Jahren und einem Sommer" von Jürgen-Thomas Ernst

Hatte etwas Probleme mit dem Schreibstil ...
angi_stumpfvor 3 Jahren

Der Autor erzählt uns die sehr atmosphärische und detailreiche Lebensgeschichte von Annemie und Jonathan, die gemeinsam bei Zieheltern aufwuchsen. In einem fast märchenhaft beschriebenen Tal, an dessen malerischen Hängen Kirschbäume gedeihen, verbringen sie ihre Jugend bevor sie das Schicksal in die Ferne treibt.
Ein hartes, aber ereignisreiches Leben beginnt für Annemie, die wir auf ihrer Reise in den Süden begleiten dürfen. Schlimme Erfahrungen lassen sie oft verzweifeln und manchmal ist sie dem Tod näher als dem Leben, aber schließlich findet sie nach Hause zu ihrem Ziehvater, der sie mit offenen Armen empfängt. Nicht nur sie kehrt heim, auch Jonathan taucht wieder auf und eine wundervolle Zeit beginnt.
Doch dann ziehen erneut Schatten auf: der Krieg bricht über das Land herein, Jonathan muss wieder fort … ob es ein erneutes Happy End geben kann?

Lest selbst, wie die Geschichte von Annemie, ihrer Mutter Sofie, ihren Zieheltern und Jonathan ausgeht. Es ist eine fesselnde und sehr ausführlich erzählte Story mit lebendigen Protagonisten und sehr anschaulichen Beschreibungen der Schauplätze. Eine Menge Emotionen und zuweilen auch etwas humorvolle und skurrile Szenen runden alles ab, einzig der etwas altertümlich anmutende Schreibstil hat mich zuweilen gestört. Wer mit diesem zurecht kommt, wird große Freude an diesem Buch haben. Eine Szene nehme ich dem Autor aber übel: der arme Hund …

3,5 Sterne

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