Jürgen Bauer Das Fenster zur Welt

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Inhaltsangabe zu „Das Fenster zur Welt“ von Jürgen Bauer

Die 80-jährige Hanna wagt nach dem Tod ihrer Mutter einen späten Ausbruch aus ihrem starren Alltag. Beim Speed-Dating lernt sie den jungen, arbeitslosen Schauspieler Michael kennen, dem durch die Trennung von seinem Partner plötzlich jede Sicherheit genommen wurde. Zwischen dem ungleichen Paar entwickelt sich bald eine Freundschaft, und als Hanna mit dem Auto eine Reise in ihre Vergangenheit antritt, sitzt Michael am Beifahrersitz. Die Fahrt zu Hannas erster Jugendliebe aus den turbulenten Wochen nach Kriegsende zwingt Michael, auch in seiner Kindheit nach Antworten zu suchen, denn Hanna kennt den Grund, warum seine Mutter ihn bei seinem Vater zurückgelassen hat. Immer deutlicher wird den beiden die Tragweite bewusst, wie einzelne Entscheidungen ein ganzes Leben prägen. Jürgen Bauer schildert in seinem Debütroman "Das Fenster zur Welt" das Aufeinandertreffen zweier Generationen, die sich gemeinsam der Suche nach ihren begangenen Fehlern stellen, und nähert sich mit feinfühliger Sprache und subtilem Humor der Frage nach Schönheit und Vergänglichkeit eines Augenblicks.

Ein Roadtrip der speziellen Art. Charaktere die man schnell ins Herz schließt. Einfach toll!

— Miamou

Schöne Wortwahl, einige Textpassagen zum Nachdenken, aber es hat was gefehlt - der Sinn oder die Erkenntnis.

— YvesShakur

Klug, witzig und mit einer Prise Melancholie! Große Empfehlung!

— Peter_Schmiedinger

Wunderbar melnacholisches, witziges Roadmovie!

— Buechermensch

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  • Ein wunderbar melancholisch-witziger Roman

    Das Fenster zur Welt

    Buechermensch

    Durch reinen Zufall habe ich dieses Buch vor einiger Zeit anlässlich einer Lesung in Wien entdeckt und gleich am Messestand gekauft. Zuerst lag es einige Zeit auf meinem Wohnzimmertisch, dann habe ich es in einer Nacht ausgelesen. INHALT: Der Roman erzählt die Geschichte einer alten Frau, deren hundertjährige Mutter gerade gestorben ist, und eines jungen Mannes, der nach einer Trennung nicht mehr weiß, was er vom Leben will. In einer skurril-komischen Szene beim Speeddating - wie es dazu kommt, möchte ich nicht verraten! - treffen die beiden aufeinander und bemerken, dass sie sich von früher kennen. Gemeinsam starten sie eine Reise in die Vergangenheit, die beide vor die Frage stellt, was sie vom Leben noch erwarten. WIE ES MIR MIT DEM BUCH GING: Das Buch beginnt sehr melancholisch, von einer leisen Trauer über Verlust durchzogen. Doch spätestens mit dem Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren kommt auch eine Komik ins Spiel, die ich sehr mochte, weil sie nie zu aufdringlich war. Der Autor verrät außerdem nur manche Details über seine Figuren sofort, vieles lernt man erst im Laufe des Romans. So entdeckt man immer wieder neue Aspekte, kann nie einschätzen, wie die Handlung sich weiterentwickeln wird, welchen Hintergrund, welche Beweggründe die Figuren haben. Neben die Komik und die Melancholie tritt also eine Spannung, die einen bis zum Ende an der Stange hält. Das Buch hat nur knapp 180 Seiten, dennoch lese ich auch kurze Bücher selten in einem Rutsch durch. Hier konnte ich es nicht weglegen! Ein tolles Buch - jeder, der "Tschik" mochte, wird auch dieses Buch mögen! Empfehlung zu Weihnachten!

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    • 17
  • Unscheinbar und so gut...

    Das Fenster zur Welt

    Miamou

    Die 80-jährige Hanna wagt nach dem Tod ihrer Mutter einen späten Ausbruch aus ihrem starren Alltag. Beim Speed-Dating lernt sie den jungen, arbeitslosen Schauspieler Michael kennen, dem durch die Trennung von seinem Partner plötzlich jede Sicherheit genommen wurde. Zwischen dem ungleichen Paar entwickelt sich bald eine Freundschaft, und als Hanna mit dem Auto eine Reise in ihre Vergangenheit antritt, sitzt Michael am Beifahrersitz. Die Fahrt zu Hannas erster Jugendliebe aus den turbulenten Wochen nach Kriegsende zwingt Michael, auch in seiner Kindheit nach Antworten zu suchen, denn Hanna kennt den Grund, warum seine Mutter ihn bei seinem Vater zurückgelassen hat. Immer deutlicher wird den beiden die Tragweite bewusst, wie einzelne Entscheidungen ein ganzes Leben prägen. Zuerst denkt man gleich, dass es sich um eine Generationenclash handelt, aber in Wirklichkeit geht es um soviel mehr, als sich Hanna und Michael treffen. Sie kennen sich und der gemeinsame Nenner ist Michaels Mutter. Hanna ist ein Kriegskind und so sehr in einem Generationsverhältnis gefangen, dass sie sich um ihre Mutter kümmern MUSS bis diese stirbt. Sie funktioniert, so wie es vorgesehen ist, hat sie schon immer. Ihre Tochter ist aus einem anderen Holz geschnitzt. Das weiß Hanna auch und so verbirgt sie vor ihrer Tochter, dass sie an Krebs leidet. Sie ist die, die vor Leben strotzt. Viel lieber besucht sie dann noch ihre Jugendliebe. Und hat Michael im Schlepptau. Michael wirkte für mich anfangs wie so ein richtiger Waschlappen. Kriegt nichts auf die Reihe und hat auch gar nicht den Drang dazu, irgendetwas zu ändern. Ganz im Gegenteil: Er lebte in einer Beziehung, die ihm gut tat, aber er hat nichts dafür getan, dass sie Bestand hat. Man hat generell den Eindruck, dass alles, was ihn irgendwie glücklich machen könnte, er absichtlich zerstört. Im Laufe des Buches wird er dann aber doch noch zum "Mann" und man sieht eine wirklich spannende Entwicklung bei ihm. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Besonders toll fand ich die vielen österreichischen Ausdrücke, die sich immer wieder in die Seiten schlichen(bspw.: Semmel, Plastiksackerl, Schupfen) und obwohl nie ein genauer Ort angeführt ist, weiß man dann doch dass man einfach lange Zeit als Leser in Österreich ist. Der Sprache und der Stil des Buches ermöglichten ein wirkliches Lesevergnügen, wobei es immer zwischen einer gewissen Melancholie über verpasste Chancen, bis hin zu wirklich witzigen Dialoge, die wirklichen Tiefgang hatten, hin und her pendelte.

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    • 2
  • Ein beeindruckendes Buch

    Das Fenster zur Welt

    loewe

    24. April 2014 um 21:00

    Verlagsinfo, Klappentext “Die 80-jährige Hanna wagt nach dem Tod ihrer Mutter einen späten Ausbruch aus ihrem starren Alltag. Beim Speed-Dating lernt sie den jungen, arbeitslosen Schauspieler Michael kennen, dem durch die Trennung von seinem Partner plötzlich jede Sicherheit genommen wurde. Zwischen dem ungleichen Paar entwickelt sich bald eine Freundschaft, und als Hanna mit dem Auto eine Reise in ihre Vergangenheit antritt, sitzt Michael am Beifahrersitz. Die Fahrt zu Hannas erster Jugendliebe aus den turbulenten Wochen nach Kriegsende zwingt Michael, auch in seiner Kindheit nach Antworten zu suchen, denn Hanna kennt den Grund, warum seine Mutter ihn bei seinem Vater zurückgelassen hat. Immer deutlicher wird den beiden die Tragweite bewusst, wie einzelne Entscheidungen ein ganzes Leben prägen.” 176 Seiten IS BN: 978-3-902711-25-0 Septime Mein Lesen Ein wirklich schönes Buch aus dem Hause Septime. Hier finden sich zwei wirklich ganz verschiedene Menschen auf einem gemeinsamen Weg wieder. Zum einen haben wir die achtzigjährige Hanna, die ihr Leben lang immer schwer gearbeitet hat. Sie hat die letzen Jahre mit der Pflege ihrer Mutter verbracht und sich nicht wirklich etwas für sich selber gegönnt. Nach dem Tod der Mutter beschließt Hanna noch einmal auf eine für sie große Reise zu gehen. Hanna trifft zufällig auf Michael, er könnte ihr Enkel sein und sie hat ihn früher als kleinen Jungen bereits gekannt. Beide verbindet so einiges im Leben und so beschließt Hanna mit Michael eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Sie borgt sich ihr Auto, welches sie seinerzeit ihrer Tochter vermachte und fährt zu Michael. Beide erleben auf ihrer Fahrt eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft, und doch bleibt vieles unausgesprochen. Dies ist eine Geschichte von Freundschaft, Entscheidungen treffen und Abschied. Ein Buch mit Tiefgang welches durchaus zum Nachdenken anregt. In einer schönen, ansprechenden Art nimmt uns der Autor hier mit ins Leben. Er zeigt in der Geschichte auf, dass es nicht immer leicht ist Entscheidungen zu treffen, das gewissen Entscheidungen dem Leben einen bestimmten Verlauf geben, der vielleicht nicht immer gewollt ist. Aber er weist uns auch darauf hin, dass wir uns immer für den einen oder anderen Weg entscheiden müssen. Er zeigt uns das alles zu einem Ziel führt. Ich persönlich finde auch die Wahl des Titelbildes sehr gelungen. Hier sehen wir einige Wolken in der unendlichen Weite des Himmels. Ich möchte gerne gute 4 Sterne vergeben

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  • Große Empfehlung!

    Das Fenster zur Welt

    Peter_Schmiedinger

    26. March 2014 um 13:27

    Ich habe das Buch auf Empfehlung eines Freundes gelesen und kann es allen Wärmstens ans Herz legen. Für mich war es ein Buch über das Vergehen von Zeit, über Erinnerungen und wie diese unser Leben prägen. Dass es nicht zu schwer wird, dafür sorgt der feine Witz, der das Buch von Anfang bis Ende durchzieht. Werde das Buch in jedem Fall weiterempfehlen!

  • Verlosung der Lieblingsbücher 2013 vom LovelyBooks-Team - unsere Buchtipps für euch!

    Daniliesing

    Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen! Unsere Buchtipps: 1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin. Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet. "Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich. Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente... 2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten! 3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft. 4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre. 5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch! Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit... Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert. Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. 6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt. 7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ... 8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler "Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler! 9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack „Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant. 10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt! Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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