Jürgen Bauer Ein guter Mensch

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Inhaltsangabe zu „Ein guter Mensch“ von Jürgen Bauer

Wie schon in den Jahren zuvor wird Mitteleuropa erneut von einer Hitzewelle heimgesucht. Wasserknappheit, zunehmend schlechte Stromversorgung und steigende Kriminalität bringen die sozialen Strukturen der Großstadtgesellschaft ins Wanken. Die Politik steht der Situation hilflos gegenüber, die Südgrenzen werden geschlossen, der Polizeiapparat wird erweitert und das kostbarste Gut Wasser streng kontrolliert, rationiert und über ein ausgeklügeltes Versorgungssystem zugeteilt.
Marko versucht mit seinem Freund Berger als Tankwagenfahrer einen Beitrag zu leisten und die schweigende Mehrheit, die sich mit der Situation abgefunden hat, mit Wasser zu versorgen. Wie den meisten fehlte auch Marko das nötige Geld, um das Land Richtung Norden zu verlassen, zudem er sich auch noch um seinen kranken Bruder kümmert, der den alten Familienhof nicht aufgeben will. Er gibt den Glauben an ein erträgliches Leben auch dann nicht auf, wenn Berger längst an dieser Möglichkeit zweifelt. Gemeinsam arbeiten sie dafür, sich eine lebenswerte Perspektive zu erhalten.
Das plötzliche Auftauchen einer mysteriösen, schnell wachsenden Bewegung bringt die Kräfteverhältnisse allerdings durcheinander. »Die dritte Welle« feiert dekadent auf den nicht zu vermeidenden Kollaps zu und setzt der Rationierung und dem Haushalten die Verschwendung entgegen und stellt somit das gültige System infrage und zwingt beide dazu, ihre Haltungen zu überdenken.

Ein guter Mensch ist ein packender Roman mit einem leider recht abrupten Ende. Doch er glänzt mit Trefflichkeit wie Aktualität!

— AnneEstermann

4,5 Sterne für diesen dystopischen Blick in eine Gesellschaft, die gar nicht so weit entfernt ist.

— Fantasie_und_Träumerei

Nicht nur eine Dystopie über den Klimawandel, vielmehr eine beklemmende Metapher über die Menschlichkeit.

— ulrikerabe

Eine Dystopie, die leider schon bald keine mehr sein wird - ein lesenswerter Roman, der uns gleichzeitig mahnt und unterhält!

— DieBuchkolumnistin

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  • Ein guter Mensch von Jürgen Bauer [Buchrezension]

    Ein guter Mensch

    AnneEstermann

    20. October 2017 um 09:01

    Zum Buch Wasserknappheit macht sich das zweite Mal über Mitteleuropa breit und Marko arbeitet zusammen mit seinem Freund Berger in dieser wahrlich hitzigen Zeit als Tankwagenfahrer, um das verbleibende Wasser aufzuteilen. Doch es dauert nicht lange, bis es zu Auseinandersetzungen kommt, denn das kostbare Nass wird streng rationiert. So kommt Marko oftmals an seine eigenen Grenzen, sieht mit an, wie sich eine ältere Frau die Pulsadern vor ihm aufschneidet, nur, um noch ein wenig Wasser zu bekommen. Gern würde Marko auch Richtung Norden weggehen, wie es viele Menschen bereits getan haben, doch ihm fehlt das nötige Kleingeld. Ausserdem kümmert er sich um seinen kranken Bruder. Doch während Marko die Hoffnung nicht verliert, zweifelt Berger immer mehr an dem bestehenden System und bald mobilisiert  sich „Die dritte Welle“, eine Bewegung mit einem rasant wachsenden Anstieg an Aggressivität gegen die Wasseraufteilung und –verschwendung. Mein Fazit Der dritte Roman von Jürgen Bauer liest sich überzeugend flüssig und schnell. Mit mageren aber treffenden Worten hat er einen eindrücklichen Roman zu Papier gebracht, welcher die aufgeheizte und ausweglose Situation darstellt, wenn anhand des Klimawandels alles außer Kontrolle gerät.  Man merkt, wie Menschen zwischen Elend und Vernunft wanken und sie versuchen, die letzten Kraftreserven aus ihren Gliedern zu mobilisieren. Autor Jürgen Bauer schafft, dass man sich als Leser oft selber die Frage stellt, wie man in solch einer schwierigen Situation handeln würde. Wäre man ein guter Mensch?  „Ein guter Mensch“ ist packend mit einem leider recht abrupten Ende. Trotzdem bekommt der Roman von mir vier von fünf Sternen wegen seiner Trefflichkeit wie auch Aktualität!

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  • Hitze, Durst und kostbares Wasser

    Ein guter Mensch

    ulrikerabe

    18. August 2017 um 12:49

    „It's hot here at night, lonely, black and quietOn a hot summer nightDon't be afraid of the world we madeOn a hot summer night“ (Billy Idol)Ja, das Leben ist kein Hit. Nicht in der Welt von Marko Draxler.Das Land verbrennt, die Sonne heizt unbarmherzig. Seit über einem Jahr hat es nicht geregnet, Wasser ist das kostbarste Gut und nur mehr rationiert erhältlich. Die Grenzen zum Süden sind dicht, Flüchtlinge – die Durstigen – leiden in den Auffanglagern noch mehr als der Rest der Bevölkerung. Ohne Geld gibt es kaum eine Chance, weiter in den Norden zu gelangen.Marko fährt mit Tanklastern Wasser zu den Verteilerzentren. Er will ein guter Mensch sein, seinen Beitrag leisten. Er fühlt sich verantwortlich für seinen labilen Freund Berger, genauso wie für seinen alkoholkranken Bruder Norbert, obwohl er selber immer wieder zu den Verlieren zählt. Bis sich eine Bewegung - die „Dritte Welle“ - erhebt, gegen die Korruption, gegen die Rationierung, gegen die Ungerechtigkeit. Dieses Buch erzeugt Durst, die Hitze, der Staub und der Dreck, all das ist fast körperlich spürbar. Mit eindringlicher, knapper Sprache schildert der Autor wenige Tage in diesem aufgeheizten Land und lässt mit einem infernalischen Ende die Emotionen sprichwörtlich überkochen.Jürgen Bauer legt in seiner Dystopie nicht nur den Finger auf das immer weiter voranschreitende Problem des Klimawandels, vielmehr müssen wir uns die Frage stellen, wann wir bereit dazu sind, die Menschlichkeit über den Haufen zu werfen. Die grässlichen Widersacher Vernunft und Gewissen spielen einander aus und letztlich bleibt nur mehr die Selbsterhaltung als moralischer Gradmesser. „Ich bin doch trotzdem ein guter Mensch“, fragt sich Marko am Ende des Tages. Sind wir das nicht alle?

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