Jürgen Brater Lexikon der Sex-Irrtümer

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Inhaltsangabe zu „Lexikon der Sex-Irrtümer“ von Jürgen Brater

Jugendliche lassen sich mit dem "ersten Mal" Zeit Immer wieder liest man in den Medien von der romantischen jungen Generation, die sich mit den ersten sexuellen Erfahrungen Zeit lässt, um sich dann voll und ganz auf einen einzigen Partner zu konzentrieren; von jungen Mädchen, denen der Spaß am Leben, aber auch ihre Ausbildung wichtiger sind als Sex und die vor allem nicht riskieren wollen, durch eine ungewollte Schwangerschaft ihre "Zukunft zu verpfuschen". Das klingt alles sehr vernünftig, doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Dagegen waren die heute 45-Jährigen beim ersten Mal durchschnittlich 18,7 und die 25- bis 34-Jährigen 17,9 Jahre alt. Rechnet man das Tempo, mit dem sich der Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs nach untenDenn nach Erhebungen der Forschungsstelle für Sexualmedizin und Sexualpädagogik in Landau haben die Jugendlichen heute erheblich früher Sex als ihre Eltern oder Großeltern. Weit über die Hälfte erlebt das "erste Mal" schon vor dem 17. Geburtstag. Und fast jedes vierte Mädchen verliert ihre Jungfräulichkeit bereits mit 15 oder noch früher. Nach den neu-esten Erhebungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beträgt das exakte Durchschnittsalter bei den Jungen 15,1 und bei den Mädchen gar nur 14,8 Jahre. Lediglich 10 Prozent der befragten jungen Menschen hatten erst mit 20 oder gar noch später ihren ersten Geschlechtsverkehr. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig: Zum einen spielt sicher die immer früher einsetzende Geschlechtsreife eine entscheidende Rolle, die wiederum auf die ausgezeichnete Ernährung und nach Ansicht von Professor Kluge, dem Leiter der Untersuchung, sicherlich auch auf die "Anreicherung von Lebensmitteln mit Kalorien, Proteinen und Hormonen" und einer dadurch bedingten verfrühten Produktion von Geschlechtshormonen in der Nebennierenrinde zurückzuführen ist. Zum anderen ist es sicher die im Vergleich zu früher wesentlich tolerantere Erziehung, die vielen Jugendlichen den Kontakt mit dem Geschlechtspartner nicht mehr verbietet. Tatsache ist nämlich, dass Jugendliche, die zu Hause stärker von ihren Eltern kontrolliert werden, ihre ersten sexuellen Erfahrungen im Durchschnitt deutlich später machen als ihre freizügiger aufgewachsenen Altersgenossen. Allerdings sind die ersten sexuellen Erfahrungen für die Beteiligten keinesfalls immer ein Highlight: Oft passieren sie in der elterlichen Wohnung, im Auto oder in der freien Natur in der ständigen Angst, dabei ertappt zu werden. Bei der Befragung durch eine deutsche Jugendzeitschrift beschrieben mehr als 40 Prozent der Mädchen die Stimmung als verkrampft und den gesamten Ablauf als zu hektisch und viel zu wenig romantisch. Und nur die wenigsten waren dabei zum Orgasmus gekommen. Auch viele Jungen waren hinterher eher enttäuscht als beseelt. Zwar hatten die meisten von ihnen einen Höhepunkt erlebt, dennoch hatte sich ein Großteil von ihnen vom ersten Mal ganz andere, berauschendere Vorstellungen gemacht.

Für junge Menschen ist dieses Buch eine Pflichtlektüre!!!

— SaintGermain

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    Lexikon der Sex-Irrtümer

    SaintGermain

    20. February 2016 um 18:20

    Jugendliche lassen sich mit dem "ersten Mal" Zeit Immer wieder liest man in den Medien von der romantischen jungen Generation, die sich mit den ersten sexuellen Erfahrungen Zeit lässt, um sich dann voll und ganz auf einen einzigen Partner zu konzentrieren; von jungen Mädchen, denen der Spaß am Leben, aber auch ihre Ausbildung wichtiger sind als Sex und die vor allem nicht riskieren wollen, durch eine ungewollte Schwangerschaft ihre "Zukunft zu verpfuschen". Das klingt alles sehr vernünftig, doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Dagegen waren die heute 45-Jährigen beim ersten Mal durchschnittlich 18,7 und die 25- bis 34-Jährigen 17,9 Jahre alt. Rechnet man das Tempo, mit dem sich der Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs nach untenDenn nach Erhebungen der Forschungsstelle für Sexualmedizin und Sexualpädagogik in Landau haben die Jugendlichen heute erheblich früher Sex als ihre Eltern oder Großeltern. Weit über die Hälfte erlebt das "erste Mal" schon vor dem 17. Geburtstag. Und fast jedes vierte Mädchen verliert ihre Jungfräulichkeit bereits mit 15 oder noch früher. Nach den neu-esten Erhebungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beträgt das exakte Durchschnittsalter bei den Jungen 15,1 und bei den Mädchen gar nur 14,8 Jahre. Lediglich 10 Prozent der befragten jungen Menschen hatten erst mit 20 oder gar noch später ihren ersten Geschlechtsverkehr. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig: Zum einen spielt sicher die immer früher einsetzende Geschlechtsreife eine entscheidende Rolle, die wiederum auf die ausgezeichnete Ernährung und nach Ansicht von Professor Kluge, dem Leiter der Untersuchung, sicherlich auch auf die "Anreicherung von Lebensmitteln mit Kalorien, Proteinen und Hormonen" und einer dadurch bedingten verfrühten Produktion von Geschlechtshormonen in der Nebennierenrinde zurückzuführen ist. Zum anderen ist es sicher die im Vergleich zu früher wesentlich tolerantere Erziehung, die vielen Jugendlichen den Kontakt mit dem Geschlechtspartner nicht mehr verbietet. Tatsache ist nämlich, dass Jugendliche, die zu Hause stärker von ihren Eltern kontrolliert werden, ihre ersten sexuellen Erfahrungen im Durchschnitt deutlich später machen als ihre freizügiger aufgewachsenen Altersgenossen. Allerdings sind die ersten sexuellen Erfahrungen für die Beteiligten keinesfalls immer ein Highlight: Oft passieren sie in der elterlichen Wohnung, im Auto oder in der freien Natur in der ständigen Angst, dabei ertappt zu werden. Bei der Befragung durch eine deutsche Jugendzeitschrift beschrieben mehr als 40 Prozent der Mädchen die Stimmung als verkrampft und den gesamten Ablauf als zu hektisch und viel zu wenig romantisch. Und nur die wenigsten waren dabei zum Orgasmus gekommen. Auch viele Jungen waren hinterher eher enttäuscht als beseelt. Zwar hatten die meisten von ihnen einen Höhepunkt erlebt, dennoch hatte sich ein Großteil von ihnen vom ersten Mal ganz andere, berauschendere Vorstellungen gemacht. Es gibt Bücher, die haben einen tollen Titel und halten nachher nicht im Geringsten, was sie versprechen. Dazu gehört das "Lexikon der Sexirrtümer" mitnichten. Wer erwartet, Reißerisches, Prickelndes ohne faktischen Hintergrund geboten zu bekommen, wird daher eher enttäuscht sein. Wer sich aber ein wissenschaftlich fundiertes Bild über die aktuellsten Ergebnisse der Sexualforschung machen will, kurz, wer auf diesem heiklen Sektor wirklich mitreden will, der ist mit dem Lexikon bestens bedient. In Hülle und Fülle bietet es sorgfältig recherchierte Erkenntnisse, durch die man sich, je nach Kenntnisstand, eins ums andere Mal entweder widerlegt oder bestätigt sieht. Und dazu macht die Lektüre jede Menge Spaß! Was an diesem Buch verblüfft, ist die Tatsache, dass es sich bei den angeblichen Irrtümern keinesfalls (wie der Titel vielleicht vermuten lässt) um plakative Theoreme handelt, sondern dass sämtliche Behauptungen bzw. ihre Entkräftung einwandfrei recherchiert und begründet sind. Wenn der Autor beispielsweise feststellt, auch bei Oralvekehr sei eine Schwangerschaft möglich, dann belegt er dieses Postulat auch glaubwürdig. Für junge Menschen ist dieses Buch eine Pflichtlektüre!!!

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