Jürgen Dehmers Wie laut soll ich denn noch schreien?

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Inhaltsangabe zu „Wie laut soll ich denn noch schreien?“ von Jürgen Dehmers

Der Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule hat die deutsche Öffentlichkeit in Atem gehalten. Dass ausgerechnet in einer pädagogischen Modellschule sexuelle Übergriffe stattgefunden haben, schockierte die Menschen − und viele wollten die schreckliche Wahrheit zuerst nicht glauben, weil die Ereignisse ihre Vorstellungskraft überstiegen. Dazu sagt Jürgen Dehmers: «Hört auf, euch etwas vorzustellen, hört uns endlich zu!» Mittlerweile ist bekannt, dass über hundert Schüler Opfer des Missbrauchs wurden und mehr als ein Dutzend Lehrer und Erzieher zu den Tätern gehören. Mit Jürgen Dehmers berichtet der Initiator der Aufklärung persönlich von den Vorfällen. Dehmers gelang es bereits als jungem Mann, trotz massiver Traumatisierungen und ideologischer Gehirnwäsche ein Leben nach der Odenwaldschule zu finden und Distanz zwischen sich und den schrecklichen Erlebnissen zu schaffen. Das Buch demaskiert die Täter und ihre Helfer, die schutzbefohlenen Kindern unheilbare Verletzungen zugefügt haben. Darüber hinaus gelingt es dem Autor, das «System Odenwaldschule» zu beleuchten und dem Leser die Hintergrundinformationen zu liefern, wie es dazu kommen konnte, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern zum Alltag einer hochgelobten Reformschule gehörte, in der die Schule alles war und das einzelne Kind nichts. Ein Aufklärungskrimi, der spannend bleibt bis zum Schluss, obwohl die Täter ab der ersten Seite bekannt sind.

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    Wie laut soll ich denn noch schreien?
    spagetti

    spagetti

    09. September 2015 um 15:31

    In diesem Buch berichtet Jürgen Dehmers aus seinen eigenen Erfahrungen, was er in der Odenwaldschule erlebt hat. Ich musste das Buch immer mal zur Seite legen, ich konnte dann nicht mehr weiterlesen. Habe Pausen eingelegt und das Buch bis zum Schluss gelesen. Das Buch demaskiert die Täter und die Helfer, die diesen vielen jungen Menschen unheibare Verletzungen zugefügt haben. Wie lange Jürgen Dehmers gebraucht hat, um darüber zu reden, eine unendlich lange Zeit. Jahre hat es gedauert, ehe andere betroffene Opfer endlich ihm dabei geholfen haben, ihre eigenen Erlebnisse  zu schildern. Er hat nicht aufgegeben. Fassungslos war ich und wusste eigentlich nicht, dass es so viele Grausamkeiten überhaupt gibt. Seine Erzählungen haben mich tief erschüttert. Dass es sich bei den Tätern um den Leiter des Internats handelte und die weiteren Täter nur Pädagogen waren, wollte ich einfach nicht glauben. Heilfroh bin ich nach der Lektüre des Buches, dass Jürgen Dehmers Distanz zwischen sich und der schrecklichen Schulzeit schaffen konnte und dies trotz massiver Traumatisierungen. Ich wünsche ihm weiterhin Mut für sein weiteres Leben. Der Titel des Buches passt ausgezeichnet.

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  • Rezension zu "Wie laut soll ich denn noch schreien?" von Jürgen Dehmers

    Wie laut soll ich denn noch schreien?
    Gertrud Berth

    Gertrud Berth

    12. January 2013 um 22:46

    Was, ich bin die Erste? Kaum zu glauben, denn das Buch ist schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Beim Lesen traf mich die volle Wucht einer Betroffenen,wenn auch nicht Schülerin der Odenwaldschule. Bis heute konnte ich nur schweigen, selbst in meinem Inneren, denn der Schmerz, das wusste ich, würde möglicherweise tödlich sein. Er war es nicht, und das verdanke ich Jürgen Dehmers. Nun weiß ich, dass ich keine Schuld trage, keine Täterin, sondern Opfer bin. Unsäglich das Verhalten der Täter, Mitwisser und Vertuscher. Soll die Schule doch geschlossen werden, scheißegal. Die Wut ist nach der letzten Zeile des Buches enorm. Diese Schule hat kein Recht, weiter zu existieren, ohne die Opfer angemssen entschädigt zu haben. Gertrud B.

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