Jürgen Domian

 3.8 Sterne bei 233 Bewertungen

Lebenslauf von Jürgen Domian

Jürgen Domian wächst in Gummersbach auf und erwirbt dort die Mittlere Reife. Anschließend wechselt er auf das Gymnasium und beginnt schließlich ein Studium der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Währenddessen jobbt er als Kabelträger beim Fernsehen, was ihn dazu bringt, später als Nachfolger von Chris Howland die Moderation der Sendung "Blue Monday" zu übernehmen. Bekannt wird er durch die Radiosendung "Die heiße Nummer", welche als Teil des Jugendprogramms "Riff - der Wellenbrecher" zunächst vom WDR 1 ausgestrahlt wird. Als WDR1 von Eins Live abgelöst wird, startet die Telefon-Talk-Sendung neu unter dem Namen "Domian" und läuft bis Dezember 2016. Im Januar 2003 wird Domian mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet für sein soziales Engagement. Er ist außerdem Mitglied der SPD und setzt sich für die AIDS-Hilfe ein.

Alle Bücher von Jürgen Domian

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Der Tag, an dem die Sonne verschwand

Der Tag, an dem die Sonne verschwand

 (74)
Erschienen am 04.02.2008
Der Gedankenleser

Der Gedankenleser

 (56)
Erschienen am 09.06.2011
Interview mit dem Tod

Interview mit dem Tod

 (34)
Erschienen am 20.10.2014
Richtig leben

Richtig leben

 (10)
Erschienen am 09.01.2017
Dämonen

Dämonen

 (8)
Erschienen am 30.10.2017
Der Gedankenleser

Der Gedankenleser

 (12)
Erschienen am 08.03.2010
Richtig leben

Richtig leben

 (4)
Erschienen am 17.11.2014

Neue Rezensionen zu Jürgen Domian

Neu

Rezension zu "Dämonen" von Jürgen Domian

Überraschend gut und intensiv
violetbookladyvor 6 Monaten

Blogrezension: http://theworldofvioletbooklady.blogspot.com/2018/08/rezension-jurgen-domian-damonen.html

Inhalt:

Muss man leben, nur weil man lebt?

Ein Mann hat das Leben satt. Er ist gesund, nicht depressiv. Er hat einfach genug. In einer Winternacht in Lappland will er sich nackt in den Schnee legen und sterben. Schon im Sommer bricht er auf in den Norden. Doch statt den Frieden des Abschieds bringt dieser Rückzug den Kampf. In der Stille fallen seine Dämonen ihn an.
Quelle: Verlag


Erster Satz: Die Frevler aber holen winkend und rufend den Tod herbei und sehnen sich nach ihm, wie nach einem Freund; sie schließen einen Bund mit ihm, weil sie es verdienen ihm zu gehören.
Dämonen war für mich eine etwas andere aber keine negative Geschichte. Die düstere Seite der Geschichte hatte für mich sogar etwas positives an sich.

Der Leser erhält eine kurze Zusammenfassung von Hansens Leben. Der Protagonist der Geschichte beschäftigt sich mit dem Thema, über das die Gesellschaft gerne schweigt. Kein Wunder, da es kein Thema ist, über das aman sich täglich und gerne unterhält.

Dennoch fasst Dämonen es mit einer reflektierenden Geschichte gut zusammen. Jene Dämonen spiegeln das, was jeder Mensch in sich trägt und mit dem er zu kämpfen hat. So sind von den Negativen Emotionen und Eigenschaften die Rede. Eben jene reflektierende Art ist das Interessante an der Geschichte.

Auch der Protagonist hat eine interessante Art an sich. Daran ist die Schreibart des Autors nicht ganz unschuldig. Selbst wenn das Buch nicht aus der Ich-Perspektive beschrieben ist, kann man den Handlungen leicht folgen.

Die Geschichte ist zwar mit negativen Emotionen verbunden aber sie ist dennoch gut beschrieben. Meiner Meinung nach zeigt der Protagonist Seiten von sich, die jeder Mensch kennt. Deswegen sollte es an sich einfach sein der Geschichte zu folgen.

Fazit: Mein erstes Buch von Jürgen Domian, jener Person, der ich früher Nachts auf 1Live gelauscht habe. Dämonen hatte etwas faszinierendes und interessantes an sich. Dämonen setzt sich mit den negativen Seiten der Gesellschaft auseinander. Ich habe schon lange nicht mehr solch ein Buch mit einem traurigen Hintergrund so interessant gefunden. Zwar handelt es sich um eine kurze Geschichte aber trotz der kleinen Seitenanzahl handelt es sich um eine intensive Geschichte.

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P

Rezension zu "Interview mit dem Tod" von Jürgen Domian

Interview mit dem Tod (Jürgen Domian)
PoldisHoerspielseitevor einem Jahr

Jürgen Domian hat in seiner jahrzehntelangen Radiotalkshow nicht nur ein sehr feinsinniges Gespür für andere Menschen entwickelt, sondern auch immer klar seine eigene Meinung vertreten und den Zuschauer und -hörer damit deutlich näher an sich herangelassen als es die meisten anderen Showmaster getan haben. In seinem Buch „Interview mit dem Tod“ ist er sogar noch einen Schritt weitergegangen und hat sich mit dem Thema auseinander gesetzt, vor dem er selbst die größte Furcht hat, unter der er leidet und die er nicht ablegen kann: Das Sterben und der Tod. Und wie der Titel des kurzen Buches bereits nahe legt, hat er dabei die Form eines fiktiven Interviews gewählt, das er mit dem personifizierten Tod führt. Darin eingeschoben sind persönliche Erlebnisse des Autors, so hat er sehr intensiv beschrieben, wie er seinen Vater bei seinem Weg auf der Palliativstation durch das Sterben begleitet hat. Aber auch seine Gedanken zur aktiven Sterbehilfe lässt er mit einfließen.

Domian wählt dabei einen sehr eingängigen Schreibstil, klare Wortwahl und sehr emotional schildert er seine Erlebnisse, die Interviewsequenzen sind hingegen sehr philosophisch angehaucht. Dabei entwirft der Autor auch ein mögliches Szenario, wie das Leben nach dem Tod aussehen könnte und nähert sich dabei eher östlichen Philosophien an. Dennoch zwingt er den Leser dazu, sich selbst mit seinen Gedanken zu dem Thema auseinander zu setzen, wirft oft mehr Fragen auf als beantwortet werden. Und immer ist der große Respekt des Autors gegenüber den Thema zu spüren, der sich dem schließlich auf ungewöhnliche Weise nähert.

„Interview mit dem Tod“ ist ein kleines, nachdenkliches Buch mit philosophischem Ansatz. Das Gespräch mit dem Tod ist eingängig, ernsthaft und lebendig, die Beschreibung der persönlichen Erlebnisse berührend und nahbar, das Plädoyer für einen anderen Umgang mit dem Sterben inbrünstig und gut argumentiert. Sehr lesenswert!

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Rezension zu "Dämonen" von Jürgen Domian

"Muss man leben, nur weil man lebt?"
Frau_J_von_Tvor einem Jahr

Zugegeben, ich bin kein großer Fan von Jürgen Domian. Die meisten Menschen kennen ihn wohl weniger als Autor, dafür aber als Moderator seiner Sendung, welche bis vor wenigen Monaten nachts im TV und Radio lief.
Als mir sein neuer Roman aber das erste Mal über den Weg lief, war ich sofort angefixt und musste es unbedingt lesen.

Domian erzählt in seinem Buch die Geschichte von Hansen. Seinen Vornamen erfährt der Leser nicht. Hansen hat beschlossen, sich an seinem 60. Geburtstag in Lappland das Leben zu nehmen. Nicht weil er krank oder depressiv ist. Nein, Hansen will einfach nicht mehr leben. Sein Job langweilt ihn und auch von der täglichen Routine und Eintönigkeit ist er einfach nur genervt. Sein Sohn Philipp ist schon lange aus dem Haus, eine Partnerin hat er nicht, und auch keine Freunde. Bis auf einen: Kay. Aber ihre Freundschaft besteht auch nur aus langen Nächten mit ermüdenden Gesprächen und zu viel Alkohol.

Hansen plant sein Ableben akribisch. Bereits ein halbes Jahr vor seinem geplanten Freitod reist er nach Skandinavien. Dass er dort auf all seine Dämonen treffen wird, ahnt er noch nicht.

Warum ist es nicht eine durchaus legitime und gute Entscheidung, sich das Leben zu nehmen, wenn einen das Leben nicht mehr interessiert? Muss man leben, nur weil man lebt?“

Dieser Satz direkt zu Anfang des Romans, hat mir zu denken gegeben. Überhaupt gibt diese Geschichte so viele Denkanstöße, dass man sie immer wieder zur Seite legt, innehält und das Gelesene reflektiert.Bisher war ich selber der Meinung, dass Suizid keine Lösung ist. Als diese sehe ich es auch nach wie vor nicht. Aber Jürgen Domian beschreibt und argumentiert so überzeugend, dass ich als Leser meine Sicht auf die Dinge geändert habe. Wir sagen selber immer wieder, dass jeder für sein eigenes Leben verantwortlich ist. Dass jeder sein Leben so gestalten soll, wie er es möchte. Warum aber gilt das nicht für den Tod?

Je stiller es um ihn herum ist, desto lauter erscheint ihm sein Inneres, und je einsamer er sich fühlt, desto klarer sieht er sich selbst. Kein schöner Anblick.“

In einer einsamen Hütte in Lappland schaut Hansen also seinem Tod entgegen. Bei etlichen Wanderungen durch die wunderschöne stille Landschaft, beginnt sich Hansen mit seinen eigenen Dämonen auseinanderzusetzen. Anfangs ergibt er sich ihnen, aber irgendwann beginnt er gegen sie zu kämpfen. Und mit jedem errungenen Sieg schwankt seine Entscheidung immer mehr…

Aus den Abgründen seines Herzens steigen die Dämonen seines Lebens auf und Hansen bleibt nichts anderes übrig, als sie anzusehen, sich ihnen zu stellen, mit ihnen zu kämpfen.“

Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten. Aber ich möchte euch dieses Buch ans Herz legen. Es ist keine einfache Lektüre. Menschen die vielleicht selber schon mit dem Thema Suizid konfrontiert wurden, wird es schwer fallen es zu lesen. Auch arbeitet Domian im Roman mit vielen eingefügten Textstellen aus bekannter und weniger bekannter Literatur, die die jeweiligen Ereignisse im Roman noch unterstreichen, aber nicht immer leicht verständlich sind.

Jürgen Domian schreibt hier definitiv kein Plädoyer für den Freitod. Aber er setzt sich seit Jahren dafür ein, dass das Thema Suizid kein Tabuthema mehr ist, und dieser Roman ist auf jeden Fall ein guter Schritt. Meine Sicht auf die Dinge hat er auf jeden Fall verändert

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Zusätzliche Informationen

Jürgen Domian wurde am 21. Dezember 1957 in Gummersbach (Deutschland) geboren.

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