Dämonen

von Jürgen Domian 
3,9 Sterne bei7 Bewertungen
Dämonen
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Zwar handelt es sich um eine kurze Geschichte aber trotz der kleinen Seitenanzahl handelt es sich um eine intensive Geschichte.

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Ein sehr gutes Buch!

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Inhaltsangabe zu "Dämonen"

»Die Stille und der Tod, das sind meine Themen – mit Hansen gehe ich ihnen auf den Grund.« (Jürgen Domian)

Ein Mann hat das Leben satt. Er ist gesund, nicht depressiv. Er hat einfach genug. In einer Winternacht in Lappland will er sich nackt in den Schnee legen und sterben.Schon im Sommer bricht er auf in den Norden. Doch statt den Frieden des Abschieds bringt dieser Rückzug den Kampf: Die Dämonen der Stille fallen ihn an.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783579086910
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Gütersloher Verlagshaus
Erscheinungsdatum:30.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    violetbookladys avatar
    violetbookladyvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Zwar handelt es sich um eine kurze Geschichte aber trotz der kleinen Seitenanzahl handelt es sich um eine intensive Geschichte.
    Überraschend gut und intensiv

    Blogrezension: http://theworldofvioletbooklady.blogspot.com/2018/08/rezension-jurgen-domian-damonen.html

    Inhalt:

    Muss man leben, nur weil man lebt?

    Ein Mann hat das Leben satt. Er ist gesund, nicht depressiv. Er hat einfach genug. In einer Winternacht in Lappland will er sich nackt in den Schnee legen und sterben. Schon im Sommer bricht er auf in den Norden. Doch statt den Frieden des Abschieds bringt dieser Rückzug den Kampf. In der Stille fallen seine Dämonen ihn an.
    Quelle: Verlag


    Erster Satz: Die Frevler aber holen winkend und rufend den Tod herbei und sehnen sich nach ihm, wie nach einem Freund; sie schließen einen Bund mit ihm, weil sie es verdienen ihm zu gehören.
    Dämonen war für mich eine etwas andere aber keine negative Geschichte. Die düstere Seite der Geschichte hatte für mich sogar etwas positives an sich.

    Der Leser erhält eine kurze Zusammenfassung von Hansens Leben. Der Protagonist der Geschichte beschäftigt sich mit dem Thema, über das die Gesellschaft gerne schweigt. Kein Wunder, da es kein Thema ist, über das aman sich täglich und gerne unterhält.

    Dennoch fasst Dämonen es mit einer reflektierenden Geschichte gut zusammen. Jene Dämonen spiegeln das, was jeder Mensch in sich trägt und mit dem er zu kämpfen hat. So sind von den Negativen Emotionen und Eigenschaften die Rede. Eben jene reflektierende Art ist das Interessante an der Geschichte.

    Auch der Protagonist hat eine interessante Art an sich. Daran ist die Schreibart des Autors nicht ganz unschuldig. Selbst wenn das Buch nicht aus der Ich-Perspektive beschrieben ist, kann man den Handlungen leicht folgen.

    Die Geschichte ist zwar mit negativen Emotionen verbunden aber sie ist dennoch gut beschrieben. Meiner Meinung nach zeigt der Protagonist Seiten von sich, die jeder Mensch kennt. Deswegen sollte es an sich einfach sein der Geschichte zu folgen.

    Fazit: Mein erstes Buch von Jürgen Domian, jener Person, der ich früher Nachts auf 1Live gelauscht habe. Dämonen hatte etwas faszinierendes und interessantes an sich. Dämonen setzt sich mit den negativen Seiten der Gesellschaft auseinander. Ich habe schon lange nicht mehr solch ein Buch mit einem traurigen Hintergrund so interessant gefunden. Zwar handelt es sich um eine kurze Geschichte aber trotz der kleinen Seitenanzahl handelt es sich um eine intensive Geschichte.

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    michelles-book-worlds avatar
    michelles-book-worldvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr gutes Buch!
    Dämonen

    Jürgen Domain hat ein wahnsinniges Talent ein Buch zu schreiben. Dieses Buch ist der Hammer! 

    Während man dieses Buch liest, stellt man sich häufig die Frage ,,Was ist der wirkliche Sinn des Lebens?''

    Die Geschichte ist nicht nur total beeindruckend und psychologisch geschrieben. Sie wurde in Perfektion geschrieben. Jürgen Domain ist dafür bekannt, dass er sich für den Tod interessiert. Und dies merkt man. 

    Dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an. Alleine deshalb lässt sich sein Buch ,,Dämonen'' auch gut lesen.

    Ich habe dieses Buch an einem Tag durchgelesen (okay, es sind auch nur 192 Seiten :D ), aber dennoch fand ich es total gut. Und es ist eine absolute Leseempfehlung!

    Mir fehlen regelrecht die Worte für dieses Buch. Ich bin mehr als fasziniert davon, wie Jürgen Domain das Gefühl der Stille, sowie das Gefühl der Einsamkeit beschrieben wurde.

    Das Cover ist sehr schlicht und ebenfalls winterlich gestaltet. Dies passt perfekt zur Geschichte und auch zur Einsamkeit. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich sofort überzeugen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

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    Frau_J_von_Ts avatar
    Frau_J_von_Tvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Kurz aber sehr bewegend
    "Muss man leben, nur weil man lebt?"

    Zugegeben, ich bin kein großer Fan von Jürgen Domian. Die meisten Menschen kennen ihn wohl weniger als Autor, dafür aber als Moderator seiner Sendung, welche bis vor wenigen Monaten nachts im TV und Radio lief.
    Als mir sein neuer Roman aber das erste Mal über den Weg lief, war ich sofort angefixt und musste es unbedingt lesen.

    Domian erzählt in seinem Buch die Geschichte von Hansen. Seinen Vornamen erfährt der Leser nicht. Hansen hat beschlossen, sich an seinem 60. Geburtstag in Lappland das Leben zu nehmen. Nicht weil er krank oder depressiv ist. Nein, Hansen will einfach nicht mehr leben. Sein Job langweilt ihn und auch von der täglichen Routine und Eintönigkeit ist er einfach nur genervt. Sein Sohn Philipp ist schon lange aus dem Haus, eine Partnerin hat er nicht, und auch keine Freunde. Bis auf einen: Kay. Aber ihre Freundschaft besteht auch nur aus langen Nächten mit ermüdenden Gesprächen und zu viel Alkohol.

    Hansen plant sein Ableben akribisch. Bereits ein halbes Jahr vor seinem geplanten Freitod reist er nach Skandinavien. Dass er dort auf all seine Dämonen treffen wird, ahnt er noch nicht.

    Warum ist es nicht eine durchaus legitime und gute Entscheidung, sich das Leben zu nehmen, wenn einen das Leben nicht mehr interessiert? Muss man leben, nur weil man lebt?“

    Dieser Satz direkt zu Anfang des Romans, hat mir zu denken gegeben. Überhaupt gibt diese Geschichte so viele Denkanstöße, dass man sie immer wieder zur Seite legt, innehält und das Gelesene reflektiert.Bisher war ich selber der Meinung, dass Suizid keine Lösung ist. Als diese sehe ich es auch nach wie vor nicht. Aber Jürgen Domian beschreibt und argumentiert so überzeugend, dass ich als Leser meine Sicht auf die Dinge geändert habe. Wir sagen selber immer wieder, dass jeder für sein eigenes Leben verantwortlich ist. Dass jeder sein Leben so gestalten soll, wie er es möchte. Warum aber gilt das nicht für den Tod?

    Je stiller es um ihn herum ist, desto lauter erscheint ihm sein Inneres, und je einsamer er sich fühlt, desto klarer sieht er sich selbst. Kein schöner Anblick.“

    In einer einsamen Hütte in Lappland schaut Hansen also seinem Tod entgegen. Bei etlichen Wanderungen durch die wunderschöne stille Landschaft, beginnt sich Hansen mit seinen eigenen Dämonen auseinanderzusetzen. Anfangs ergibt er sich ihnen, aber irgendwann beginnt er gegen sie zu kämpfen. Und mit jedem errungenen Sieg schwankt seine Entscheidung immer mehr…

    Aus den Abgründen seines Herzens steigen die Dämonen seines Lebens auf und Hansen bleibt nichts anderes übrig, als sie anzusehen, sich ihnen zu stellen, mit ihnen zu kämpfen.“

    Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten. Aber ich möchte euch dieses Buch ans Herz legen. Es ist keine einfache Lektüre. Menschen die vielleicht selber schon mit dem Thema Suizid konfrontiert wurden, wird es schwer fallen es zu lesen. Auch arbeitet Domian im Roman mit vielen eingefügten Textstellen aus bekannter und weniger bekannter Literatur, die die jeweiligen Ereignisse im Roman noch unterstreichen, aber nicht immer leicht verständlich sind.

    Jürgen Domian schreibt hier definitiv kein Plädoyer für den Freitod. Aber er setzt sich seit Jahren dafür ein, dass das Thema Suizid kein Tabuthema mehr ist, und dieser Roman ist auf jeden Fall ein guter Schritt. Meine Sicht auf die Dinge hat er auf jeden Fall verändert

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    Buchstabenschatzs avatar
    Buchstabenschatzvor 9 Monaten
    schwere Kost

    zum Inhalt: 
    Hansen ist lebensmüde, im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat das Leben satt, sieht absolut keinen Sinn mehr in seinem Tun und Dasein. Aber nicht auf depressive Weise. Er ist einfach fertig mit leben.
    Gut durchgeplant beschließt er sich an seinem 60 Geburtstag, am 21. Dezember im hohen Norden das Leben zu nehmen. Alkoholisiert und nackt in den Schnee will er sich legen - bei minus 30 Grad. Er reist bereits ein halbes Jahr vorher zu seiner letzten Stätte und trifft, in der Einsamkeit seiner gemieteten Hütte, auf seine inneren Dämonen.


    meine Meinung:
    Insgesamt ist es eine sehr schwere und bedrückende Kost gewesen. Der Freitod ist immer noch ein Tabuthema. Mich als betroffene Angehörige, hat es noch mal mehr mitgenommen, Hansens inneren Kampf zu erleben.
    Die Struktur ist klar und gut zu lesen, dennoch störten mich am Ende die vielen Zitate aus diversen literarischen Werke der Weltgeschichte, die ich als unstudierte teilweise gar nicht tiefergehend begriffen habe.
    Die Kapitel empfand ich als relativ lang, was aber dem Lesefluß keinen Abbruch tat. Die Hauptfigur 'Hansen' ist sehr gut ausgearbeitet, dennoch fand ich nicht so richtig Zugang zu ihm. Teilweise lag es an der Wortwahl - gibt es wirklich Leute die sich so gestochen ausdrücken und auch so denken? Zwischendurch hoffte ich sogar auf Zwangseinweisung in die Psychiatrie - nicht wegen dem Vorhaben, sondern wegen den wirren Fantasien.
    Das Ende war mir zu trocken, zu abrupt, zu unrealistisch.
    [Spoiler Anfang]
    Und es bleiben noch offene Fragen: Was ist mit Kay? Ist er nicht irgendwie Schuld an dem Tod von Phillip, weil er sein Versprechen an Hansen gebrochen hat? Macht er sich nun nicht unweigerlich Vorwürfe?? Weiß Hansen denn nun warum ihm Phillip wirklich gefolgt ist? Wie ist die Beziehung nun zwischen Kay und Hansen?
    Natürlich hat das nichts mit der eigentlichen Botschaft dieses Buch zu tun, aber es stört mich.
    [Spoiler Ende]
    Das Cover ist recht spartanisch gehalten, spiegelt aber den Inhalt ganz gut wieder.
    Ein tiefgründiges, philosophisches Werk, das mich leider nicht ganz überzeugen konnte.

    ich vergebe 3 ★★★

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    Silkchen2909s avatar
    Silkchen2909vor einem Jahr
    Ein Buch, das unterhält und zum Nachdenken anregt

    Hansen wird in sieben Monaten 60 Jahre alt. Allerdings plant er kein rauschendes Fest, um sein Leben und seine Gesundheit zu feiern, sondern den Tod. Er ist gesund, hat einen Sohn und eigentlich geht es ihm gut. Aber er hat einfach keine Lust mehr zu leben. Den Suizid plant er in Nordschweden mit einer Flasche Hochprozentigem und dem Schnee als tödlichem Werkzeug, das ihn erfrieren lässt.

     

    Jürgen Domian hat mit Dämonen seinen dritten Roman geschrieben und es scheint auffällig viele Parallelen zwischen dem Protagonisten Hansen und dem Autor Domian zu geben. Dass von beiden die Nachnamen präsenter sind als die Vornamen und dass beide am 21.12. Geburtstag haben (Jürgen Domian wird in diesem Jahr sogar wirklich 60) und dass beide ihre Urlaube gern in Skandinavien verbringen, sind nur die offensichtlichen Dinge.

     

    „Dämonen“ ist keine einfache Lektüre. Nicht nur, weil das Buch mit der Grundvoraussetzung, dass jemand sich selbst töten möchte, schon eher düster anmutet, sondern auch der Verlauf, die Dämonen, haben mich als Leser immer wieder einhalten und nachdenken lassen. Jürgen Domian schafft es auf den 192 eine der Situation angemessene Atmosphäre zu schaffen.

     

    Die Dämonen, die laut Domian Dinge wie Schuld, böse Züge im Charakter, Feigheit und Trägheit sind, übermannen Hansen, die Stille macht ihn fast verrückt. Der Text wird immer wieder durch Zitate aus anderen Büchern (von der Bibel bis zu anonymen Autoren), sogenannten Metatexten, untermauert und gestärkt.

    Und auch als Leser habe ich das gespürt und musste gelegentlich eine Lesepause einlegen, um dies zu verarbeiten. Meisterhaft gemacht von Jürgen Domian. Hansen Geschichte hat mich nicht nur interessiert, ich wollte ihn fast nicht mehr los lassen.

     

    Die Geschichte um Hansen ist toll erzählt, seine Gedanken, seine Ängste, sein Blick aufs Leben sind grandios erzählt.

    Mich hat das Buch als Menschen weiter gebracht, ich habe einige Tage über meine Dämonen nachgedacht und sehe diese nun klarer vor mir. Eine beeindruckende Leistung eines Romans!

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    LadyRilkes avatar
    LadyRilkevor einem Jahr
    huntingtons avatar
    huntingtonvor einem Jahr

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