Abmurksen und Gin trinken

von Jürgen Ehlers 
2,9 Sterne bei8 Bewertungen
Abmurksen und Gin trinken
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Positiv (3):
Vampir989s avatar

wundervoller Krimi mit viel Humor

Kritisch (3):
Manjana75s avatar

Das Buch hat ein speziellen Humor den nicht jeder mag.Mir war das zu abgedreht und fern von der Realität.

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Inhaltsangabe zu "Abmurksen und Gin trinken"

Ein letztes Glas auf die nächste Leiche

Eine schräge Hamburger Killerorganisation und ihr großer Plan …

Sie stoßen an auf längst vergangene, goldene Zeiten. Die Lage wird schließlich zusehends schlechter für Auftragsmörder. Darunter leidet auch die Killerorganisation, die der emeritierte Professor von Lohbergen um sich versammelt hat: Otto, den Geldschrankknacker mit dem Alkoholproblem, Hans-Dieter mit der Kalaschnikow, und Susanne, die selbstmörderisch veranlagte Studentin. Bei ihren abendlichen Gin-Runden vorm Kamin schmieden sie Pläne, wie man der drohenden Pleite entgehen kann. Da hilft nur ein Großauftrag. Und dazu bedarf es der Mitwirkung eines Spezialisten, den man ehrfürchtig den »King of Crime« nennt. Einen Haken hat die Sache allerdings: Zuerst muss der Mann aus dem Altersheim befreit werden, in das ihn seine missgünstigen Verwandten abgeschoben haben.
Und mit jedem weiteren Glas ihres stimulierenden Getränks reift ein großer krimineller Plan heran …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954414109
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:300 Seiten
Verlag:KBV
Erscheinungsdatum:12.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    dorlis avatar
    dorlivor 5 Monaten
    Rezension zu "Abmurksen und Gin trinken" von Jürgen Ehlers

    Hamburg. Die arbeitslosen Ü-Fünfziger Jürgen und Hans-Dieter möchten ihre finanzielle Situation verbessern und versuchen sich als Bankräuber, Einbrecher und Gastwirte – da jedoch der gewünschte Erfolg ausbleibt, entscheiden die beiden sich, richtige Berufsverbrecher zu werden. Sie schließen sich Professor Hasso von Lohbergen an und bilden gemeinsam mit Studentin Susanne und Tresorknacker Otto ein kriminelles Quintett: die Killerorganisation. Auftragsmord und Bankraub sind ihr Metier. In geselliger Runde werden abends vor dem Kamin bei einem Gläschen Gin Pläne geschmiedet, die in der Ausführung meist mehr schlecht als recht gelingen. Ein Großauftrag soll ihre leere Kasse füllen, doch hierfür ist die Mithilfe des berühmt-berüchtigten King of Crime erforderlich – dieser muss allerdings zunächst aus dem Altersheim befreit werden…

    Jürgen Ehlers – selbst eine der Hauptfiguren in dieser Gaunerkomödie – wartet hier mit einer Menge Situationskomik und einer großen Portion schwarzem Humor auf.

    Das Buch besteht aus locker miteinander verbundenen Episoden, in denen es jeweils um die Planung und Durchführung eines Verbrechens geht. Die Aktionen strotzen nur so vor haarsträubenden Ideen und gehen trotz aller Raffinesse in der Vorbereitung am Ende meistens aufgrund von Kleinigkeiten schief.

    Auch wenn die Geschichte recht absurd und überdreht daherkommt und ich nicht mit diesem ausgeflippten Geschehen gerechnet habe, habe ich die chaotische Truppe gerne durch die Höhen und Tiefen ihrer aberwitzigen Projekte begleitet – die verrückten Abenteuer haben mir ein ums andere Mal ein Schmunzeln entlockt und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

    „Abmurksen und Gin trinken“ bietet kurzweilige Unterhaltung für alle, die schwarzhumorige Geschichten mit skurrilen Figuren mögen.


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    rewarenis avatar
    rewarenivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine aberwitzige Krimikomödie mit einer eigenen Art von Humor, wo die Handlung manchmal ein wenig auf der Strecke bleibt.
    Gin trinken ist auch nicht immer die Lösung

    Bis auf die Studentin Susanne, sind die Mitglieder der Verbrecherorganisation bereits alle im vorgeschrittenen Alter. Der selbsternannte Professor Hasso von Lohbergen hat mit Otto, dem Geldschrankknacker, Hans- Dieter, dem Waffennarr und Jürgen, der ebenfalls eine kriminelle Vergangenheit hat, eine Killerorganisation gegründet. Gerne sitzt man am Abend bei einem Glas Gin beisammen und denkt an die gute alte Zeit, wo Banküberfälle und Auftragsmorde noch gewinnbringend waren.

    Da viele ihrer kriminellen Aktionen nicht immer von Erfolg gekrönt sind, muss ein neuer Plan her. Da erinnert sich der Professor an den geheimnisvollen ,,King of Crime´´, der angeblich einen totsicheren Plan für ein großartiges Verbrechen hat. Das einzige Problem besteht nur darin, dass er irgendwo in einem Altersheim lebt. Also beginnt eine lange Suche, wo das kriminelle Quartett noch einige Banken ausrauben wird und noch so manche Leiche mehr oder weniger erfolgreich verschwinden lässt.

    Dass der berüchtigte King of Crime, aber schlussendlich doch nicht der Hauptgewinn sein wird, damit hätte wohl niemand gedacht.

     

    Der Autor Jürgen Ehlers hat mit dem Roman ,,Abmurksen und Gin trinken´´ eine humorvolle und aberwitzige Geschichte rund um vier ,,Möchtegern´´ Ganoven geschrieben.

    Einen wirklichen roten Faden, der sich durch das Buch zieht, findet man nicht unbedingt und bis man endlich auf den langersehnten,, King of Crime´´ trifft, ist das Buch schon fast zu Ende.

    Eine richtige durchgehende Handlung sucht man auch vergeblich, denn es werden im Grunde verschiedene Kurzgeschichten aneinander gereiht.

     

    Was man aber bekommt ist ein flüssiger und humorvoller Schreibstil, wo man die Geschichte von dem Protagonisten ,,Jürgen Ehlers´´ selbst erzählt bekommt. Es gibt viele Szenen die so abgefahren und witzig beschrieben werden, dass man einfach nur den Kopf schütteln kann und man diese Slapstick artigen Bilder, nicht mehr aus den Kopf bekommt. Originelle Geschichten wie ein schokoladengefüllter Osterhase, der als Geld und Schmuck Versteck herhalten muss oder wie man eine Bank mit einer Schubkarre ausrauben kann, lassen schon erahnen, in welche Richtung Humor der Roman geht.

     

    Eingefügt in die Geschichte sind auch drei ,,Märchen´´ die im Grunde kaum etwas mit der Handlung zu tun haben. Sie sind eher gedankliche Einwürfe des Autors die sich hauptsächlich damit beschäftigen, wie die Presse ihre Meldungen an die Menschen weitergibt und wie nahe oder fern sie dabei an der Wahrheit liegen und ob der Leser bereit ist alles was er liest ohne Hinterfragen zu glauben. Dass der Autor aber sehr wohl auch mit ernste Gedanken in dem Buch aufwarten kann zeigt dieser schöne Satz: Wer will die Wahrheit wissen, wenn doch die Lüge so perfekt ist?

     

    Es ist ein Roman mit einem teilweise sehr schrägen Humor, wo man sich einfach darauf einlassen muss.

     

     

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    Manjana75s avatar
    Manjana75vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch hat ein speziellen Humor den nicht jeder mag.Mir war das zu abgedreht und fern von der Realität.
    Abgedreht und fern von der Realität

    Auch dieser Kriminalroman hat ein wenig realistisches verdient...schade

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    Doreen_Klauss avatar
    Doreen_Klausvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Rabenschwarzer Humor und sympathische Helden. Eher Komödie als klassischer Krimi.
    Auch Verbrecher haben es im Job nicht immer leicht

    Das Cover des Buches verspricht einen Kriminalroman, der Klappentext spricht von einer in die Jahre gekommenen Killerorganisation, die mit der schlechten Auftragslage zu kämpfen hat. So ganz kann ich das nach der Lektüre nicht unterschreiben.


    Die Gruppe älterer Herren, von denen im Buch die Rede ist, besteht eher aus Bankräubern. Die Morde die passieren sind anfangs mehr oder weniger Versehen, oder passieren um Damen in Not aus der Patsche zu helfen, meist ziemlich unkoordiniert und dilettantisch. Die naiv und bei einem Gläschen Gin ausgearbeiteten Pläne funktionieren meist ganz anders als vorgesehen. Generell funktioniert bei der illustren Truppe selten etwas so wie es soll, das führt zu äußerst witzigen und absurden Situationen.

    Der Autor schreibt mit viel schwarzem Humor. Manchmal, wenn man glaubt die Pointe sei erreicht, setzt er nochmal eins drauf. Leider führt das dazu, dass der Witz der Geschichte damit überstrapaziert wird. Die Figuren stolpern teils wie in einer Folge der Olsenbande von einer skurrilen Aktion in die Nächste.

    Das Buch ist als Roman angelegt, kommt mir aber eher als eine Sammlung von Kurzgeschichten zum selben Thema vor. Die einzelnen Kapitel folgen in loser Reihe, oft mit gewaltigen Sprüngen, ohne genauere zeitliche Einordnung. Auch die Themen der Episoden stehen oft nur bedingt in Zusammenhang mit dem vorherigen Kapitel. Es gibt zwar ein Oberthema, die Suche nach einem berüchtigten Superschurken, das verliert sich aber zwischen den Seiten ein wenig und kommt nur sporadisch zur Sprache.

    Der Schreibstil ist flott und flüssig, die Figuren sympathisch, witzig, teils etwas naiv. Die Handlung steckt voller schwarzem Humor, gleitet aber manchmal zum Slapstick ab wenn es der Autor zu gut meint. An diesen Stellen wäre Weniger manchmal Mehr.

    Alles in Allem eine kurzweilige Krimilektüre, bei der man Schmunzeln und auch herzhaft lachen kann, aber auch den Kopf schütteln ob der abstrusen Aktionen der Helden. Wer sowas mag wird hier gut unterhalten.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: wundervoller Krimi mit viel Humor
    wundervoller Krimi mit viel Humor

    Klapptext:


    Ein letztes Glas auf die nächste Leiche

    Eine schräge Hamburger Killerorganisation und ihr großer Plan …

    Sie stoßen an auf längst vergangene, goldene Zeiten. Die Lage wird schließlich zusehends schlechter für Auftragsmörder. Darunter leidet auch die Killerorganisation, die der emeritierte Professor von Lohbergen um sich versammelt hat: Otto, den Geldschrankknacker mit dem Alkoholproblem, Hans-Dieter mit der Kalaschnikow, und Susanne, die selbstmörderisch veranlagte Studentin. Bei ihren abendlichen Gin-Runden vorm Kamin schmieden sie Pläne, wie man der drohenden Pleite entgehen kann. Da hilft nur ein Großauftrag. Und dazu bedarf es der Mitwirkung eines Spezialisten, den man ehrfürchtig den »King of Crime« nennt. Einen Haken hat die Sache allerdings: Zuerst muss der Mann aus dem Altersheim befreit werden, in das ihn seine missgünstigen Verwandten abgeschoben haben.
    Und mit jedem weiteren Glas ihres stimulierenden Getränks reift ein großer krimineller Plan heran …

    Ich habe schon einige Bücher von Jürgen Ehlers gelesen.Deshalb hatte ich große Erwartungen an dieses Buch und ich wurde nicht enttäuscht.

    Der Schreibstil ist leicht,locker und sehr flüsssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.

    Ich habe eine außergewöhnlche Verbrecherbande kennen gelernt und sie einige Zeit begleitet.
    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Die Charaktere der Mitglieder dieser Bande waren sehr unterschiedlich.Diese wurden bestens ausgearbeitet.Ich fand sie alle irgendwie sympatisch und nett.Ob es nun Jürgen,Otto,Hans -Dieter oder Hasso war.Aber auch Susanne war sehr interessant.
    Zusammen mit Ihnen habe ich so einige spannende,skurille und merkwürdige Momente erlebt.Ich war bei Banküberfällen,Einbrüchen,Auftragsmorden und kleineren Delikten dabei.Dabei lief es meist nicht immer nach Plan und es ging einiges schief.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mitgelitten,mitgebangt und mitgefühlt.Auch die lustige und humorvolle Art und Weise wie Jürgen Ehlers darüber berichtet hat mir sehr gut gefallen.Ich habe mich sehr amüsiert und viel gelacht.Trotzdem war die Handlung immer sehr interessant und spannend.Zu keinem Zeitpunkt kam Langeweile auf.
    Auch die unterschiedlichen Schauplätze wurden sehr bildhaft und ansprechend beschrieben.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mitzuerleben.
    Die abendlichen gemütlichen Gin-Trinkrunden wo der eine oder andere Plan ausgeheckt wurde,fand ich wundervoll.
    Jürgen Ehlers hat wieder einmal geschafft zu begeistern.Ich wurde einfach mitgerissen und habe das Buch in einem Rutsch ausgelesen.

    Auch das Cover gefällt mir sehr gut.Es passt genau zu dieser Geschichte.Ich hatte viele spannende aber auch lustige und witzige Lesemomente mit dieser Lektüre.Für Leser die Krimis mit lustigen und teilweise schwarzen Humor lieben ist dieses Buch sehr empfehlenswert.

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    Mary2s avatar
    Mary2vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Aufstieg und Fall einer alternden Gang Jede Menge schwarzer Humor und zahlreiche absurde Elemente können viel Freude bereiten.
    Schwarzer Humor und absurde Geschichten

    Jürgen Ehlers ist als ein norddeutscher Krimi-Autor bekannt, der historische und regionale Romane verfasst. Auch Krimi-Erzählungen gehören zu seinen Schwerpunkten.

     

    Im vorliegenden Buch „Abmurksen und Gin trinken“ werden die Sparten „Roman“ und „Kurzgeschichte“ verwoben.

     

    Den Rahmen bildet eine „Rentner-Gang“: Vier Herren der Generation 50+, völlig verschieden von Herkunft und Beruf, finden ein gemeinsames Interesse an illegaler Berufstätigkeit. Vor allem Banküberfälle bilden ihren Tätigkeitsschwerpunkt, aber auch Auftragsmorde werden gerne gegen Bargeld übernommen. Die Gruppe bildet praktischerweise eine WG in Hamburg und verbringt gerne die Abende gemeinsam am Kamin – Gin trinkend.

    Damit ist der absolut stimmige Titel des Werkes erklärt. Auch das gezeichnete Cover ist sehr gelungen.

     

    Die Gang besteht aus Jürgen (Schwerpunkt Bankraub), der gleichzeitig als Erzähler auftritt, Hans-Dieter (der Mann mit der Waffe), Otto (Tresorknacker und Alkoholiker) und Hasso (intellektueller Kopf). Hin und wieder erhält die Gang weibliche Verstärkung.

     

    Auf insgesamt 302 Seiten, gegliedert in zahlreiche, sehr unterschiedlich lange Kapitel, nimmt der Leser teil am Aufstieg und Fall der Organisation. Der geschilderte Zeitraum umfasst mehrere Jahre und einige Ortswechsel, die nicht immer plausibel daherkommen.

     

    Die große Stärke des Buches liegt in seinem rabenschwarzen Humor, der den Text trägt. Das Lachen bleibt dem Leser aber teils im Halse stecken, wenn wieder einmal eine Leiche vor den Augen der Polizei transportiert oder eine Bank spektakulär unprofessionell ausgeraubt wird.

    Dabei reiht sich eine Absurdität an die andere. Wenn man sich als Leser darauf einlässt, kann man sehr viel Spaß haben.

     

    Einen echten roten Faden oder eine kriminalistische Entwicklung sucht man lange vergebens, vielmehr wird überwiegend episodenhaft erzählt. Dazu passt, dass der Autor einige, bereits früher verwendete Kurzgeschichten in den Roman einarbeitet. Dies unterbricht den Lesefluss, richtet den Fokus dafür auf sozial- und medienkritische Themen. Die Notwendigkeit dieser Einarbeitung erschließt sich mir nicht, ich fasse das unter „dichterische Freiheiten“ zusammen.

     

    Der Klappentext der vorliegenden Ausgabe suggeriert einen klassischen Kriminalroman mit Entführungsgeschichte. Dies ist jedoch nicht zutreffend, denn diese Thematik kommt erst ganz allmählich im zweiten Teil des Romans vor.

     

    Ich habe mich über den Humor und die verschiedensten, absurden Geschichten herzlich amüsiert. Meiner Meinung nach kann dieser Roman auch ein tolles Hörbuch abgeben.

     

    Ich vergebe hier 3,5 Sterne (die ich gerne aufrunde). Meine Empfehlung richtet sich an diejenigen, die über schwarzen Humor lachen und über Absurditäten schmunzeln können - diese Leser  werden viel Freude haben.

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    Betsys avatar
    Betsyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ziemlich schräge und abgehobene Handlung mit trockenem Humor, was einem entweder gefällt oder nicht, aber für mich definitiv kein Krimi
    Für mich leider zu schräg

    Das Buch erzählt die Geschichte einiger 50+ Altersgenossen, die sich als Gruppe um den im Ruhestand befindenden Professor von Lohbergen versammelt haben und ihren Lebensunterhalt mit Überfällen, Auftragsmorden und anderen illegalen Aktivitäten verdienen. Auch das schöne Geschlecht darf hier natürlich nicht fehlen und die alten Casanovas lassen wahrlich nichts anbrennen, selbst wenn es manch böse Überraschung gibt. Mit dabei unter anderem Susanne, eine Studentin, die hier nach einem scheinbaren Selbstmordversuch ebenfalls irgendwie ein Mitglied der Truppe wird. Es folgen irrwitzige Abenteuer, mit der Polizei, der Mafia, Frauen, anderen Verbrechern und so gut wie mit jedem der ihnen über den Weg läuft. Dabei sitzen sie oft vor dem Kamin mit ein paar Gläsern Gin und erzählen sich ihre Lebensgeschichten oder philosphieren und dabei kommt auch das Gespräch auf den legendären King of Crime, den sie schließlich finden wollen um mit ihm seinen letzten großen Plan durchzuziehen.  

    Das Ganze wird aus der Sicht von Jürgen erzählt, der hier schildert wie er in die Gruppe rund um den Professor gekommen ist und auch wie seine eigene Verbrecherkarriere seinen Anfang nahm. Wir treffen hier unter anderem noch auf den schießwütigen Hans-Dieter, den Tresorknacker Otto, der gerne mal über den Durst trinkt, die junge Susanne, die hier irgendwie mitzieht, den Professor, der scheinbar nie eine Möglichkeit Geld zu verdienen auslässt, obwohl er eine Villa und Geld besitzt, sowie viele weitere skurrile Gesellen, die hier mitmischen.

    Die Geschichte gliedert sich in viele einzelne Geschichten rund um die Abenteuer unserer teils recht armselig wirkenden Helden im gehobenen Alter und wie diese mit ihren Aktionen mal mehr und mal weniger Glück haben. Nebenbei erfährt man auch ein wenig mehr über die einzelnen Figuren und immer mal wieder gibt es Kapitel die sogenannte "Märchen" behandeln, die einen teils ganz anderen Ton anschlagen und irgendwie nicht ganz so stimmig zum Rest zu passen scheinen, besonders da hier dann auch mal überraschend tiefsinnig philosophiert wird und der Sinn dieser Märchen eigentlich nicht ganz klar wird . Ansonsten jagt eine absurde und übertriebene Geschichte die nächste und schnell haucht dabei jemand sein Leben aus, sei es als Kollateralschaden oder wegen eines Auftrages.

    Es ist eine sehr irrwitzige Geschichte, die alles andere als realistisch ist und einen recht trockenen Humor bietet, da alles einfach mal so passiert, ohne große Emotionen. Da vieles über die Maßen übertrieben dargestellt wird, wurde es mir leider alsbald zu viel des Guten und ich konnte es nicht mehr wirklich witzig finden und hatte meine Mühe mich oftmals zum weiterlesen aufzuraffen. Dennoch gab es durchaus auch immer mal wieder einige amüsante Momente und ein paar einzelne Kapitel konnten mich sogar vollends überzeugen, weil deren Inhalt so absurd war, dass ich es schon wieder richtig gut fand. Großteils fragt man sich aber einfach wie es dieser Bande überhaupt gelingt etwas zustande zu bringen, so wie sie sich anstellen und dabei oftmals für Kopfschütteln beim Leser sorgen, was aber auch Sinn und Zweck der Geschichte sein soll und wer es lustig findet, wird sich dabei sicher herrlich amüsieren.

    Hier muss man sich darauf einstellen, dass man gar nicht erst anfangen sollte die Dinge zu sehr zu hinterfragen oder gar ernst zu nehmen, da die Geschichte definitiv nicht so ausgelegt ist und daher eine reine Frage des Geschmacks und Humors ist ob man sie mag oder nicht. Für mich hatte das Buch dann aber auch nicht wirklich etwas mit einem echten Krimi zu tun als das es hier angepriesen wird. Die Polizei wird hier gänzlich lächerlich geschildert und die Suche nach dem King of Crime, der hier wohl für den Krimiaspekt sorgen sollte, lässt lange auf sich warten und nimmt letztendlich viel weniger Raum ein als gedacht. Die Geschichte endet zwar etwas abrupt, aber zumindest wurde der Kreis zum Anfang gut geschlossen.

    Fazit: Eine absolut schräge und skurrile Geschichte rund um eine ungewöhnliche Verbrecherbande, die auf ihre sehr alten Tage ihr Geld mit Einbrüchen, Banküberfällen und Auftragsmorden verdienen, während sie versuchen mit der Zeit zu gehen. Anders als erwartet handelt es sich hier nicht wirklich um einen klassischen Krimi und der eigentliche Klappentext des Buches kann daher falsche Erwartungen wecken. Leider hat es nur bedingt meinen Humor angesprochen, da es mir recht schnell einfach zu viel des Guten wurde hinsichtlich der Absurdität, auch wenn es mich hin und wieder durchaus amüsiert hat. Wer auf extrem schräge Geschichten mit trockenem und rabenschwarzen Humor steht, wird hier sicher mehr damit anfangen können als ich. Über Humor lässt sich ja bekanntlich streiten und anhand dieses Buches wird das wieder einmal sehr schön deutlich.

    Kommentare: 1
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    heberschs avatar
    heberschvor 2 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    KBV_Verlags avatar

    Was ist ein Auftragsmörder, dem die Aufträge ausgehen? Eben.

    Die Hamburger Killerorganisation um den emeritierten Professor von Lohbergen sucht händeringend Arbeit, um ihren Lebensstandard zu halten. Denn auch der gemeinsame abendliche Gin am offenen Kamin will bezahlt sein – ebenso die Villa, die um die Feuerstelle herum erbaut wurde.

    Doch all die klugen Pläne, die drohende Pleite abzuwenden, sind wertlos, solange der legendäre „King of Crime“ gefangen gehalten wird. Sprengungen, Schießereien, Banküberfälle und Gefängnisausbrüche sind für die mit allen Wassern gewaschene Bande des Professors kein Problem. Aber wie zum Teufel  befreit man jemanden aus dem Altersheim? Mit jedem weiteren Glas Gin nimmt ein ziemlich schräger und verwegener Plan Gestalt an.

    Jürgen Ehlers gelingt es, die Vorzüge der Kurzgeschichte in die Gattung Roman hinüber zu retten. Das Ergebnis ist ein von der ersten bis zur letzten Seite köstliches, urkomisches, bissiges und zudem noch thematisch interessantes und spannendes Buch.

    dorlis avatar
    Letzter Beitrag von  dorlivor 5 Monaten
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