Jürgen Ehlers Nur ein gewöhnlicher Mord

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Inhaltsangabe zu „Nur ein gewöhnlicher Mord“ von Jürgen Ehlers

Juli 1939. In einem Park in Hamburg wird die Leiche einer Frau gefunden. Sie wurde mit einem Stein erschlagen, ihr Gesicht mit einem Messer unkenntlich gemacht. Kommissar Berger und seine Leute haben das Opfer rasch identifiziert: Ines Reuther, 45 Jahre alt, geschieden und sehr wohlhabend. Vieles deutet auf einen Raubmord hin, aber auch andere Motive sind denkbar. Die Tote war eine exzentrische Frau mit einem ausschweifenden Liebesleben. War es ein eifersüchtiger Verehrer? Oder eine der beiden Töchter, die an das Geld herankommen wollten, bevor ihre Mutter alles verschleudert? Eine von ihnen ist mit einem SS-Offizier liiert, was Bergers Arbeit nicht gerade erleichtert. Wer ist der geheimnisvolle Anrufer, mit dem die Tote angeblich wenige Stunden vor dem Mord telefoniert hat? Und wer ist die Besucherin aus Polen, mit der sich Ines Reuther in Hamburg getroffen hat? Gegen den Rat seiner Freunde beschließt Berger, nach Polen zu fahren, um der Sache auf den Grund zu gehen. Kurz nach seiner Ankunft wird er verhaftet. Er erfährt, dass Deutschland soeben Polen angegriffen hat.

Ein spannender Krimi um das Jahr 1939, der einem die damalige Stimmung ob Aufbruch oder Weigerung aufzeigt und einem die Menschen näher brin

— kassandra1010
kassandra1010

Kein gewöhnlicher Krimi

— milchkaffee
milchkaffee

Sehr gut recherchierter historischer Krimi!

— mabuerele
mabuerele

Gute Geschichte mit viel historischem Hintergrund, teilweise sehr spannend :-)

— schidan20
schidan20

Spannend und viel vielschichtiger, als erwartet. Auf jeden Fall zu empfehlen.

— krissysch
krissysch

Spannend, verwirrend, berührend, grausam. Genau wie die damalige Zeit.

— Igelmanu66
Igelmanu66

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  • Krimi mit sensiblem historischen Hintergrund

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    hermine

    hermine

    20. November 2014 um 00:56

    Inhalt: Juli 1939. In einem Park in Hamburg wird die Leiche einer Frau gefunden. Sie wurde mit einem Stein erschlagen, ihr Gesicht mit einem Messer unkenntlich gemacht. Kommissar Berger und seine Leute haben das Opfer rasch identifiziert: Ines Reuther, 45 Jahre alt, geschieden und sehr wohlhabend. Vieles deutet auf einen Raubmord hin, aber auch andere Motive sind denkbar. Die Tote war eine exzentrische Frau mit einem ausschweifenden Liebesleben. War es ein eifersüchtiger Verehrer? Oder eine der beiden Töchter, die an das Geld herankommen wollten, bevor ihre Mutter alles verschleudert? Eine von ihnen ist mit einem SS-Offizier liiert, was Bergers Arbeit nicht gerade erleichtert. Wer ist der geheimnisvolle Anrufer, mit dem die Tote angeblich wenige Stunden vor dem Mord telefoniert hat? Und wer ist die Besucherin aus Polen, mit der sich Ines Reuther in Hamburg getroffen hat? Gegen den Rat seiner Freunde beschließt Berger, nach Polen zu fahren, um der Sache auf den Grund zu gehen. Kurz nach seiner Ankunft wird er verhaftet. Er erfährt, dass Deutschland soeben Polen angegriffen hat. Meine Meinung: Der Krimi hat mir sehr gut gefallen, er war an jeder Stelle spannend gestaltet. Der historische Hintergrund war gekonnt einbezogen, ohne dass aus dem Roman eine Abhandlung über den Nationalsozialismus wurde.  Toll finde ich, dass der Krimi sehr gut recherchiert war und vieles wirklich so damals stattgefunden hat. Diese gute Recherchearbeit ist zu bewundern! Die Kombination aus Krimi und historischer Hintergrund ist sehr gut gelungen. Ehlers detailreiche und realistische Erzählweise und sein Schreibstil geben dem Krimi einen besonderen Touch. Fazit: Für alle Geschichts- und/oder Krimifans wärmstens zu empfehlen!

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  • Leserunde zu "Nur ein gewöhnlicher Mord" von Jürgen Ehlers

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    JuergenEhlers

    JuergenEhlers

    Jürgen Ehlers Nur ein gewöhnlicher Mord Lest Ihr gern historische Krimis? Und stört es Euch nicht, wenn - so wie im wirklichen Leben - nicht alles gut ausgeht? Ich möchte Euch zu einer gemeinsamen Leserunde einladen. Das Buch spielt im Sommer 1939. In einem Park in Hamburg wird die Leiche einer Frau gefunden. Sie wurde mit einem Stein erschlagen, ihr Gesicht mit einem Messer unkenntlich gemacht. Kommissar Berger und seine Leute haben das Opfer rasch identifiziert: Ines Reuther, 45 Jahre alt, geschieden und sehr wohlhabend. Vieles deutet auf einen Raubmord hin, aber auch andere Motive sind denkbar. Die Tote war eine exzentrische Frau mit einem ausschweifenden Liebesleben. War es ein eifersüchtiger Verehrer? Oder eine der beiden Töchter, die an das Geld herankommen wollte, bevor ihre Mutter alles verschleudern konnte? Wer ist der geheimnisvolle Anrufer, mit dem die Tote angeblich wenige Stunden vor dem Mord telefoniert hat? Und wer ist die Besucherin aus Polen, mit der sich Ines Reuther in Hamburg getroffen hat? Gegen den Rat seiner Freunde beschließt Berger, trotz der drohenden Kriegsgefahr nach Polen zu fahren, um der Sache auf den Grund zu gehen …

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    • 223
  • Ein trauriges Kapitel unserer Zeitgeschichte

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    kassandra1010

    kassandra1010

    04. November 2014 um 22:00

    Der Mord an einer hübschen Frau mitten in einem Park in Hamburg bringt Wilhelm Berger, den leitenden Ermittler der Kripo Hamburg schier zur Verzweiflung. Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges ist es gefährlich, den falschen Weg einzuschlagen und Bergers Frau ist auch noch Halbjüdin, die für ihre Ausreise fast alles tun würde.   Während Berger kurzerhand selbst nach Polen reist um dort eine Verdächtige zu verhören, bringt der Krieg in Polen aus und er glaubt nicht, was er dort alles an Leid sehen muss.   Die Erschießungskommandos kommen näher und nur dank eines alten Freundes gelingt ihm die Flucht zurück nach Hamburg und dort angekommen zeigen alle Ermittlungen nach Berlin….   Ein spannender Krimi um das Jahr 1939, der einem die damalige Stimmung ob Aufbruch oder Weigerung aufzeigt und einem die Menschen näher bringt, die versucht haben, irgendwie damit zu leben.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    kubine

    kubine

    04. November 2014 um 18:43
  • Mord im Jahr 1939

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    30. October 2014 um 16:12

    Im Jahr 1939 wird in Hamburg die Leiche einer Frau gefunden, die sehr verstümmelt wurde. Kommissar Berger ermittelt in diesem Fall und stößt auf Geheimnisse und wenig Unterstützung. Angesichts der politischen Lage ist er auch besorgt um seine Familie, denn seine Frau ist Halbjüdin. Obwohl das Personal bei der „normalen“ Polizei abgebaut wurde, erwartet man von den Kommissaren trotzdem mehr als hundertprozentige Leistung, da es im Deutschland jener Zeit keine Verbrechen geben darf. Bergers Ermittlungen führen ihn dann auch nach Polen und so gerät er in die Kriegswirren. Polen wurde von Deutschland angegriffen und man geht nicht sehr zimperlich mit der polnischen Bevölkerung um. Auch Berger selbst muss um sein Leben fürchten. Diese Geschichte ist nicht nur ein Krimi, es ist ein Stück Dokumentation der Geschichte deutsch-polnischer Geschichte. Sehr eindringlich und berührend werden die Vorgänge in den ersten Kriegstagen dort in Polen geschildert. Berger ist sympathisch. Beharrlich verfolgt er seine Ermittlungen und genauso beharrlich verschließt er die Augen vor dem, was das auf die deutsche Bevölkerung zukommt. Manches Mal hätte ich ihn schütteln können und ihm sagen: „Sieh genau hin und denk doch mal nach!“ Aber wahrscheinlich steht er genau für das Verhalten der meisten Deutschen. Da seine Frau Dagmar gefährdeter ist als er, sieht sie die Dinge wohl auch realistischer. Der Schreibstil passt sehr gut zu der Zeit, in der diese Geschichte spielt. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und man findet sich schnell in die Geschichte hinein. Das Nachwort gibt weitere Informationen zu dem gut recherchierten Inhalt. Ein spannender Krimi gekoppelt mit einem grausamen Stück Geschichte.

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  • Lesenswert!

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    milchkaffee

    milchkaffee

    29. October 2014 um 14:23

    Kurz vor dem 2. Weltkrieg passiert ein Mord. Ein Kommisar aus Leidenschaft ermittelt und begibt sich aufgrund seiner famliären Situation auch selbst in Gefahr. Für mich war der Mord in diesem Buch fast Nebensache.Die Zeit vor Kriegsbeginn wurde so beschrieben, dass man glaubte man wäre dabei. Auch dieses Buch des Autors hat mich wieer überzeugt und sehr zum Nachdenken angeregt.

  • Informativ und schockierend zugleich

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    Biest

    Biest

    18. October 2014 um 18:39

    Zum Inhalt: Hamburg 1939: Wilhelm Berger und seine Familie stecken mitten in den Urlaubsplanungen, als in einem Park in Hamburg die verstümmelte Leiche von Ines Reuther gefunden wird. Schnell bringen Berger und seine Kollegen in Erfahrung, dass die Frau sehr wohlhabend war und einen ausschweifenden Lebensstil pflegte. Einiges deutet auf Raubmord hin, aber auch andere Motive kommen in Frage. War es womöglich ein eifersüchtiger Verehrer oder gar eine der beiden Töchter die das Vermögen retten wollten? Die Ermittlungen gestalten sich als besonders schwierig, zum einen gab es da einen geheimnisvollen Anruf, kurz bevor Frau Reuther das Haus verlassen hat und zum anderen eine Frau aus Polen, mit der sie sich in Hamburg getroffen hat. Nun gilt es die beiden Personen ausfindig zu machen. Einige Zeit später führen die Ermittlungen Berger nach Polen. Dort wird er kurz nach seiner Ankunft verhaftet. Er erfährt, dass Deutschland soeben Polen angegriffen hat. Während dessen versucht seine Frau mit seinem Sohn aus Deutschland zu flüchten.   Meine Meinung: Eine sehr spannende und schockierende Geschichte, die sich damals in Hamburg und Umgebung 1939 abgespielt hat. Dem Autor ist es gelungen, wahre Begebenheiten und ein kleines bisschen Phantasie zu einem spannenden und äußerst unterhaltsamen Kriminalroman zu vereinen. Die Personen waren schön beschrieben, für die damalige Zeit sehr treffend und auch die Atmosphäre kurz vor und während dem Krieg ist regelrecht zu spüren. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen beschreibt der Autor die Begebenheiten und die brutalen Foltermethoden, um die Menschen zum Reden zu bringen und gefügig zu machen. Obwohl ich eigentlich kein großer Geschichtsfan bin, fand ich das Buch wirklich klasse umgesetzt. Es war spannend von Anfang bis Ende und der wahre Täter wird auch erst am Schluss entlarvt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich super lesen. Der Titel, der einem erst im Laufe des Buches richtig klar wird, ist absolut passend gewählt. Das Nachwort fand ich wirklich klasse. Dort erklärt der Autor noch einmal etwas über das Buch und die Geschehnisse, die sich zum größten Teil wirklich so zugetragen haben.   Fazit: Ein informativer, gut recherchierter und spannender Kriminalroman, auch für Geschichtsmuffel.

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  • Ein Mord in Zeiten von Gewalt

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    mabuerele

    mabuerele

    18. October 2014 um 16:02

    Es ist Juli im Jahre 1939. Kriminalkommissar Berger in Hamburg denkt über ein paar Urlaubstage nach. Doch als man eine Tote in Schröders Park findet, zerschlagen sich seine Pläne. Der Autor hat die Ermittlungen zu einem ganz gewöhnlichen Mord eingebettet in die Geschehnisse der Zeit. Berger ist gern Polizist. Allerdings geht er dabei eigenwillige Wege. Hinzu kommen seine privaten Probleme. Seine Frau Dagmar ist Halbjüdin. Zwar ist die Stieftochter Susanne seit einigen Jahren in Amerika, aber wie lange Frau und Sohn noch sicher sind, kann keiner wissen. Die Verhältnisse auf dem Kommissariat sind sehr differenziell. Herbert Richter, Bergers Chef, ist erstaunlich loyal. Auch auf Pagel kann sich Berger verlassen. Langsam gewinnen aber stramme Nazis an Boden.     Das Buch lässt sich gut lesen, verlangt allerdings eine gewisse Konzentration. Das liegt daran, dass der Autor die Geschichte umfassend erzählt. Berger hat eben nicht nur in dem einen Mord zu ermitteln, sondern ist gleichzeitig als Zeuge vor Gericht gefragt. Außerdem tangieren die eigentlichen Mordermittlungen einen großen Personenkreis, denn die Tote pflegte ein außergewöhnlich kontaktreiches Leben. Gleichzeitig lässt mich der Autor an der Entwicklung in Deutschland kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges teilhaben. Die politische Lage zwingt nicht nur zu Kompromissen, sondern öffnet Erpressungen und Gewalt Tür und Tor. Dabei geht der Kriminalfall stellenweise fast unter. Das ist nicht negativ zu bewerten, denn Bergers Ermittlungen in Polen führen ihn in die chaotische Situation der ersten Kriegstage. Der Schriftstil ist dem Inhalt angepasst. Dem fast sachlichen Erzählstil stehen Dialoge voller Emotionen gegenüber. Das Cover mit der toten Frau vor dunklem Hintergrund passt zum Thema. Das Nachwort gibt einen Einblick in Realität und Fiktion des Romans. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dazu beigetragen haben die historisch exakt recherchierten Fakten und die abwechslungsreiche Handlung.       

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  • Nur ein gewöhnlicher Mord

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    schidan20

    schidan20

    18. October 2014 um 14:42

    Inhalt: Juli 1939. In einem Park in Hamburg wird die verstümmelte Leiche einer 45-jährigen Frau gefunden. Diese war geschieden und sehr wohlhabend. Kommisar Berger wird auf den Fall angesetzt. Gibt mehrere Verdächtige, da das Opfer eine exzentrische Frau mit einem ausschweifenden Liebesleben war, die mit bekannten Persönlichkeiten der Stadt Orgien gefeiert hat. Berger muss nach Polen um eine Zeugin bzw. Mordverdächtige zu verhören. Kurz nach seiner Ankunft wurde er verhaftet und erfährt, dass Deutschland soeben Polen angegriffen hat. Meine Meinung: Der Schreibstil ist leicht zu lesen und flüssig. Man kommt ganz leicht ins Buch rein. Die Charaktere waren mir nicht unsympathisch, aber so richtig vom Hocker reißen konnte mich niemand. Die persönlichen Schicksale die man von mehrerer Personen erfahren hat, waren sehr interessant. Aber es wurde dadurch doch sehr vom eigentlich Mordfall abgelenkt. Vor allem steht dann der Krieg Hitler gegen Polen im Vordergrund. Sehr gut finde ich die Tatsache, dass viele Geschichten rund um den Krieg der Wahrheit entsprechen. Der Autor hat sich sehr viel Mühe mit  Recherchen gemacht. Das Nachwort ist zum weiteren Verständnis eine tolle Abrundung. Fazit: Mir hat das Buch ganz gut gefallen, war teilweise mega-spannend und unterhaltsam. Darum gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

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  • Der Titel spricht Bände !

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    krissysch

    krissysch

    16. October 2014 um 16:33

    Hamburg 1939. Kommissar Berger wird zu einem neuen Fall gerufen: Inez Reuther, eine wohlhabende Frau, wurde ermordet im Park aufgefunden. Doch wer ist der Mörder? Ihre Tochter Luise, mit der sie zusammenwohnte, die geheimnisvolle Polin, von der keiner weiß, wer sie ist, ihr Schwiegersohn, oder doch einer der vielen Herren, mit denen sie Kontakt hatte? Berger beginnt die Ermittlungen und stößt auf viele Geheimnisse. Doch gleichzeitig beginnt der Krieg mit Polen und Berger befindet sich gerade mittendrin.. Das Buch hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und auch ein bisschen "altmodisch", sodass er sehr gut zur damaligen Zeit passt. Ich habe daher sehr gut in das Buch hineingefunden und war schnell mittendrin, konnte allen Abläufen gut folgen. Kommissar Berger ist ein sympathischer Mann und man folgt ihm gern bei seinen Ermittlungen. Gleichzeitig gibt es aber auch noch andere Handlungsstränge, die mit verfolgt werden, was ich ziemlich gut fand. So war der Mord nicht allein im Fokus. Schließlich ist es ja auch "nur ein gewöhnlicher Mord", wie der Titel schon sagt, daher passte diese Handlungsvielfalt ausgesprochen gut. Berger spiegelt für mich einen Großteil der damaligen Deutschen wieder, da er den Krieg nicht kommen sieht oder seine Augen davor verschliesst. Er scheint zu Beginn sehr ahnungslos zu sein und unterschätzt diese Gefahr gewaltig, bis er selbst mittendrin ist. Seine Frau Dagmar sieht das ganze viel realistischer, was auch daran liegen könnte, dass sie sich als Halbjüdin einfach mehr Sorgen macht. Der Mordfall an sich ist ebenfalls sehr spannend. Inez Reuther war keine gewöhnliche Frau, sondern gab in ihrer Wohnung sehr spezielle Veranstaltungen, wodurch auch mehrere Tatverdächtige in Frage kommen. Einige von Ihnen machen sich auch besonders verdächtig, wie ihre Tochter Luise. Luise selbst war mir nicht so sympathisch, was aber auch denke ich so gewollt war, da sie einen ganz eigenen Charakter hat, der nun mal nicht jeden anspricht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Der historische Hintergrund und die Tatsache, dass viele der erwähnten Gegebenheiten wirklich stattgefunden haben, machen es sehr glaubwürdig und realistisch und auch die Erzählweise unterstützt dies.  Der AUtor hat sich viel Mühe bei seinen Recherchen gegeben und ich habe ihm alles so abgenommen. Auch der Krimianteil mit dem Mord um Inez Reuther kommt nicht zu kurz. Für mich eine gute Mischung aus Krimi und Geschichte!

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  • Der Titel! Wie wahr!

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    „Über die personelle Situation in Ihrem Bereich bin ich durchaus im Bilde. Wir werden Abhilfe schaffen, sobald dies möglich ist. Angesichts der angespannten politischen Lage müssen wir jedoch zur Kenntnis nehmen, dass die Belange der örtlichen Polizeidienststellen zurzeit nicht die höchste Priorität genießen. Ich gehe aber davon aus, dass wir durch erhöhten persönlichen Einsatz die personellen Defizite ausgleichen und eine unveränderte Leistung aufweisen werden.“ „Wir tun unser Bestes, Herr Kriminaldirektor!“ „Herr Berger, das reicht heute nicht mehr aus. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie mehr als Ihr Bestes geben. Mehr gibt es in diesem Punkt nicht zu sagen. – Heil Hitler!“ „Heil Hitler, Herr Kriminaldirektor!“ Juli 1939. In einem Park in Hamburg wird die Leiche einer Frau gefunden. Sie wurde grausam ermordet, das Gesicht ist durch Schnitte völlig entstellt. Kommissar Berger beginnt seine Ermittlungen, die man angesichts der politischen Lage kaum als normal bezeichnen kann. Zumal ihm noch ganz andere Dinge im Kopf herumgehen, denn seine Frau ist Halbjüdin… Selten habe ich ein Buch gelesen, bei dem ich den Titel so dermaßen zutreffend fand! Zu Beginn ahnte ich das aber noch nicht, das Buch begann für mich wie ein „normaler“ Krimi, mit dem Mord und dem Auffinden der Leiche. Berger betrat die Szene und ab diesem Zeitpunkt entwickelten sich mehrere Handlungsstränge, bei denen ich anfangs verwirrt war und mich fragte, wie und ob sie überhaupt zusammengehörten. Berger beschäftigt sich scheinbar mit verschiedenen Fällen – oder gibt es Zusammenhänge? Und dazu noch die Schiene mit seinen privaten Problemen… Nicht einfach, da den Überblick zu behalten. Aber vermutlich ging es Berger ganz genauso. In einer Zeit, in der man kaum „normale“ Polizeiarbeit realisieren kann, müssen Berger und seine Kollegen zusehen, wie sie ihren Alltag überhaupt bewältigen können. Im Verlauf der Handlung rückt der 1. September immer näher und das bedeutende Zeitgeschehen dominiert mehr und mehr. Spätestens wenn Berger mitten in den ersten Kriegstagen agiert, wird die Bedeutung des Buchtitels deutlich. Denn was ist ein einzelner Mord, so grausam er auch zunächst erscheint, gegen die unvorstellbaren Gräueltaten des Kriegs?! Jedem, der an Zeitgeschichte interessiert ist, wird mit diesem Buch viel geboten! Mehrere persönliche Schicksale werden geschildert, teils sehr eindringlich und berührend. Bergers Taten waren für mich nicht immer nachvollziehbar. So sympathisch er ist, ist er doch nicht immer ein einfacher Charakter. „Wie kann er das bloß tun? Ich hätte niemals…“ – dieser Gedanke kam mir einige Male. Aber (ich zitiere mich mal selbst) was gibt es Langweiligeres, als einen „nur“ guten Charakter? Und zudem: Wer kann mit Sicherheit sagen, was man tatsächlich zu dieser Zeit getan hätte? Auf jeden Fall sorgt Berger für Spannung und ist auch schon mal für einen markigen Spruch gut: „Gibt es sonst noch irgendetwas, was wir wissen sollten, aber was Sie uns nicht verraten mögen, weil irgendeiner Ihren Bekannten sonst vielleicht ärgerlich werden könnte? Verraten Sie es mir lieber gleich, sonst könnte es nämlich passieren, dass ich ärgerlich werde, und das könnte dann sehr unangenehm für Sie werden!“ Fazit: Spannend, verwirrend, berührend, grausam. Genau wie die damalige Zeit.

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    NiWa

    NiWa

    15. October 2014 um 19:39
  • Hatte andere Erwartungen....

    Nur ein gewöhnlicher Mord
    Igela

    Igela

    Hamburg , Juli 1939 : Mitten in der Zeit der Mobilmachung wird die 45 Jahre alte Inez Reuther in einem Park tot aufgefunden. Trotz privaten Sorgen , weil seine Frau als Halbjüdin aus Deutschland verschwinden muss, ermittelt Kommissar Berger auf Hochtouren. Die Ermittlungen führen ihn nach Polen , wo er schreckliche Gräueltaten miterleben muss .Deutschland hat Polen angegriffen und nun muss er um sein Leben kämpfen und bangen . Dieses Buch beginnt wie ein "normaler" Krimi , mit Mordfall, einem Ermittler Team und Verdächtigen . Doch nach circa der Hälfte der Geschichte handelt nicht mehr viel vom Mordfall. Der Krieg, die Mobilmachung und die Gräueltaten Hitlers stehen im Vordergrund . Hier tauchen auch etliche neue Charaktere auf , und die Erzählung teilt sich in verschiedene Erzählstränge und Schicksale . Etwas, was mich sehr verwirrt und mir die Lust am lesen genommen hat. Mich haben die vielen verschiedenen Geschichten, die Personen und ihre Schicksale den Faden und die Geduld verlieren lassen . Nach nochmaligen lesen des halben Buches wurde es leider nicht besser. Mein Problem ist wohl , dass ich die Mordermittlung an sich als Hauptstrang angesehen habe und , dass für mich das viele Nebensächliche einen zu grossen Raum im Buch eingenommen hat. Parallel zu der Ermittlung an Inez Reuther wurde noch eine zweite Ermittlung erwähnt. Mir hat sich leider auch nach dem zweiten Lesen der Zusammenhang nicht erschlossen..... Erwartet habe ich laut Klappentext eine Mordermittlung , gelesen habe ich zum grössten Teil eine Kriegsgeschichte. Dieses Buch ist definitiv nicht meines gewesen. Ich bin im Gegensatz zu "und blutrot blüht die Heide " des Autors hier enttäuscht.

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