Jürgen Flenker Das Rattenorakel

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Inhaltsangabe zu „Das Rattenorakel“ von Jürgen Flenker

Als auf mysteriöse Weise mehrere Kinder verschwinden, ist es mit der Ruhe in der sonst so beschaulichen Westfalenmetropole Münster schlagartig vorbei. Am letzten Aufenthaltsort zurückgelassene Stoffratten, in denen Sätze aus der Rattenfängerlegende eingenäht sind, geben Rätsel auf. Sind die Kinder zu Erpressungszwecken entführt oder gar ermordet worden? Was bezwecken die geheimnisvollen Botschaften in den Stofftieren? Es wird fieberhaft ermittelt, wobei Hauptkommissar Rigo Wende unter anderem an die Orte seiner Kindheit und Jugend zurückgeführt wird.

Schön gezeichnete Charaktere, klare Sprache, guter Plot. Leider war mir der Krimi ein bisschen zu weich gespült.

— MelaKafer
MelaKafer

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  • Solider Krimi, dem es aber ein wenig an Spannung fehlte

    Das Rattenorakel
    MelaKafer

    MelaKafer

    25. July 2017 um 20:56

    In Münster verschwinden nacheinander mehrere Kinder. Zurück bleiben Stoffratten, die alle Sätze aus der Legende vom Rattenfänger von Hameln in ihren Körper eingenäht haben. Die Kinder kommen aus den unterschiedlichsten Familien, arme, reiche, doch haben in den Augen des Täters alle etwas gemeinsam. Was das ist, wird dem Leser nach und nach deutlich - durch den Prolog und Einschübe, die uns die Gedanken des Entführers verstehen lassen. Jürgen Flenker hat einen sehr gut durchdachten Krimi konzipiert, der durch eine starke, geradlinige Sprache besticht. Auch die Charaktere sind sehr genau gezeichnet, sodass es mir leicht gefallen ist, in die Geschichte einzutauchen und mich mit den Protagonisten zu indentifizieren.Mir war der Krimi aber ein wenig zu harmlos. Etwas mehr Spannung und Unvorhersehbares hätte der Geschichte meiner Meinung nach gut getan.Wem die meisten Krimis aber eher zu grausam sind, der wird mit diesem seine Freude haben.

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  • Ein Fall für Rigo Wende

    Das Rattenorakel
    starone

    starone

    20. July 2017 um 07:58

    Zum Inhalt: Der Roman spielt in der westfälischen Metropole Münster, wo jeder jeden kennt und das allgemeine Leben eher ruhig und beschaulich abläuft. Doch diese Art der Beschaulichkeit hat ein abruptes Ende für Hauptkommissar Rigo Wende und sein Team. Denn plötzlich muss er im Fall von verschwundenen Kindern ermitteln. Denn bald wird klar die Kinder sind nicht einfach nur weggelaufen, sondern entführt worden. Zumal  der Täter hinterlässt an den Tatorten Stoffratten mit eingenähten Botschaften. Kommissar Rigo Wende,  ist ein Mann in der Mitte des Lebens, ohne Frau oder Freundin, aber mit Mutter Irene gesegnet, die gerne bäckt und somit Rigo Bauchumfang durch die  wöchentlichen Einladung zum Nachmittagskaffee durchaus negativ beeinflusst. Was ihn in seelische Schwierigkeiten bringt. Desweiteren im Team, sein Kollegen Rennert, eine Sportskanone mit kleinen Schwächen, dem Praktikanten Tobias Gillkötter, der manchmal der Übereifer packt und ganz neu der Psychologin Katharina Starcke. In  dieser Zusammensetzung versucht man jetzt dem möglichen Täter auf die Spur zukommen. Zumal es keine Lösegeldforderung gibt und auch die Sache mit den Botschaften, die durchaus etwas mit dem Rattenfängersage zutun haben könnte doch ebenso ungewöhnlich erscheint in der Folge des Falles.  Meine Meinung:  Der Autor Jürgen Flenker beschreibt seine Protagonisten  mit viel Einfühlungsvermögen, was mir als Leserin schon mal sehr gut gefallen hat so. Denn so entsteht langsam, aber stetig ein stimmiges Bild, was durch gut Beschreibungen von Örtlichkeiten oder spezifischer Befindlichkeiten noch verstärkt wird und man sich als Leserin, sehr gut vorstellen kann wie die Menschen in Münster, heute oder auch früher so gedacht und gehandelt haben in ihrem Leben und Umfeld. Auch wenn man selber noch nie in Münster war bzw. jemanden von dort kennt.  Interessant bei diesem Roman stehen die Personen und ihre jeweiligen Befindlichkeiten oder ihre durch die Vergangenheit geprägte Einstellung im Vordergrund und nicht die Tat. Auch der Täter, zumindest für meine Begriffe meint es eher gut mit seiner Tat. Will aufrütteln, wenn auch auf eine etwas ungewöhnliche Art und Weise. Was sich langsam heraus schält als Ergebnis der Nachforschung in diesem Fall, finde ich.  Was aber genau, den Roman in meinem Augen so interessant und  spannungsvoll macht. Denn Kinder haben eigentlich auch in unserer, ach so tollen Welt etwas besseres verdient oder? Aber man gibt es ihnen einfach nicht ein bißchen Liebe, Zuneigung oder Vertrauen. Oder die Möglichkeit eigene Entscheidungen zu treffen. Interessant  auch dieser Abgabemodus macht vor keiner Gesellschaftsschicht hat, die Oberen haben dafür gerne ein Au-Pair-Mädchen, bei anderen muss Opa oder nur ein Getränk für die Ach-so gestressten Eltern herhalten. Liebe und Verantwortung werden gerne an andere abgegeben   Toller Krimi, der mal ohne die üblichen Toten auskommt, aber mit der Entführungen, die ja auch ein Verbrechen darstellt  in unserem Rechtsempfinden und dem Grund letztendlich einen wunden Punkt in unserer Gesellschaft gut wiederspiegelt. Arme Kinder, arme Gesellschaft.  Abgerundet wird dadurch auch die Aussage von  Kommissar Wende..Tja, Sieger sehen anders aus....ich glaube, dass passt genau auf das Ende des Romanes, auch wenn der Polizeipräsident da eine andere Meinung vertritt, was wahrscheinlich in seiner Position auch normal ist.   

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  • Täter oder Opfer

    Das Rattenorakel
    ManuelaBe

    ManuelaBe

    14. July 2017 um 21:53

    Das Rattenorakel ist ein Krimi aus der Feder des Autors Jürgen Flenker. Er lässt die Leser die Ermittlungen in mehreren Entführungsfällen begleiten. Opfer sind immer Kinder die aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten kommen. Eine Gemeinsamkeit wird dem Leser nach und nach erkennbar, da der Autor seinen Täter immer wieder gedanklich zu Wort kommen lässt. Schnell wurde mir klar was den Täter zu seinen Entführungen treibt und auch die Ermittler können nach und nach das Puzzle zusammen fügen. Der Schluss selber hinterlässt bei mir die Frage wer ist nun Täter und wer ist Opfer in dieser Geschichte. Dem Autor ist ein stimmiges Bild der Taten gelungen und obwohl mir bald klar war was hinter den Entführungen stand tat dies der Grundstimmung des Buches keinen Abbruch. Gebannt verfolgte ich die Ermittlungen und hoffte auf ein gutes Ende für alle Beteiligten. Der Schreibstil ist klar und gut lesbar sowie Schnörkellos. Die Gedankengänge der Protagonisten unterstützen das Verständnis der Geschichte und lassen immer wieder tiefe Einblicke in die Seelen der Charaktere zu.

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